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Die letzten Tage des Königs...
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Louis XVI.
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Madame Victoire
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 25, 2012 4:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Oh ja, ich wär auch gern bei so einigen Situationen dabei gewesen (ich plädiere ja für die Erfindung einer Zeitmaschine Wink ). Ob ich mir allerdings die Hinrichtung des Königs angesehen hätte... puh, ich glaube nicht, dafür hab ich zu schwache Nerven.

Ich finds immer wieder spannend wie man ein bestimmtes Verhalten verschiedentlich interpretieren kann - grade wenn in den Biographien nicht klar dargestellt wird warum sich jemand so oder so verhalten hat.

Ich hätte beim Verhalten des König auf eine Panikreaktion getippt, die sich ziemlich spontan entlädt. Aber man kann das ganze auch als königliche Größe seinen Peinigern zu verzeihen ansehen.
Im diesem Fall würde es voraussetzen, daß er König seine letzten Worte und seinen letzten Auftritt ganz bewußt gewählt hat,was ich mir angesichts seiner Ruhe in den letzten Tagen irgendwie nicht recht vorstellen kann. Er muß doch gewußt oder zumindest geahnt haben, daß man ihn niederbrüllen würde.
Es muß für ihn doch auch sehr demütigend gewesen sein, gegen die Masse so anzuschreien.
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 25, 2012 5:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das denke ich auch. Eine richtige Erniedrigung. Und dann grade bei Louis XVI., der ja nun wirklich oft an sein Volk / das Wohlbefinden des Volkes gedacht hat und nicht "nur" in seiner feudalen Traumwelt lebte. Er war ja auch der erste frz. Monarch der als Schullektüre Fénelons Telemaque zu lesen bekam. Was unter Louis XIV und XV noch undenkbar bzw Majestätsbeleidigung gewesen wäre - sprich er wusste stets wie sich ein guter und gerechter König zu verhalten hat.

PS: Um Gottes Willen, die Hinrichtung hätte ich auch nicht sehen wollen (keine von denen und auch keine andere), wahrscheinlich wäre ich sonst auch direkt hinen an die Schlange gestellt worden, weil ich mich empört hätte ob dieses Verhaltens der Menge
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"jamais vous ne trouverez une amie plus vraie et plus tendre que moi" (Mme Élisabeth)
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Minelle
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BeitragVerfasst am: Do Aug 23, 2012 2:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt ganz verschiedene Darstellungen dieser Hinrichtung. In den meisten heißt es allerdings, dass der König ruhig und gefasst war. Die Sichtweise auf die Hinrichtung ist natürlich immer sehr subjektiv gefärbt, ganz besonders dann, wenn es sich um Anhänger oder Gegner der Monarchie handelt. Es gibt auch verschiedene Berichte um die Hinrichtung MA's.
Ich persönlich halte die obige Darstellung aber eher für übertrieben oder sogar erfunden. Es passte nicht zum Wesen des Königs. Zumindest nicht nachdem, was ich bisher über ihn gelesen habe.

LG, Minelle
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Do Aug 23, 2012 2:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Diese "Ansprache" wird ja relativ häufig bis fast immer in den historischen und aktuellen Quellen erwähnt. Ich denke schon, dass er sie in der Art ausgerufen hat. Allerdings glaube ich nicht, dass er sie nicht aus Angst gerufen hat! Er hat sich die ganzen letzten Tage/Wochen nach seinem Todesurteil immer um das Wohl der anderen gesorgt und ich denke das wenn dieser Ausruf von ihm stammt, er damit auch nur verdeutlichen wollte, das er hofft dass seine Hinrichtung nicht auf Frankreich zurückfällt - zB - einen Vergeltungskrieg der anderen europäischen Mächte nach sich zieht. In seinem Testament bittet er ja zB auch seinen Sohn darum, dass wenn er als Louis XVII doch einmal den Thron besteigt, keine Rache für die revolutionären Geschehnisse verübt

Und dann kommt es ja auch noch auf den Ton an, wie so ein Ausruf getätigt wird. Im Film "Die französische Revolution" finde ich diesen Ausruf schon etwas zu panisch gespielt. Ich denke er müsste viel ruhiger, wohlwollender sein.
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Minelle
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Anmeldedatum: 20.07.2012
Beiträge: 48
Wohnort: Marennes, Charente-Maritime (F)

BeitragVerfasst am: Do Aug 23, 2012 2:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und dann kommt es ja auch noch auf den Ton an, wie so ein Ausruf getätigt wird. Im Film "Die französische Revolution" finde ich diesen Ausruf schon etwas zu panisch gespielt. Ich denke er müsste viel ruhiger, wohlwollender sein.

Hab den Film nicht gesehen, einen Fernseher gibts bei mir nämlich nicht. Ich lese fast nur, oder schreibe selbst. BTW: schöne Website hast du!

LG, Karin
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AustroBavarian
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BeitragVerfasst am: Do Aug 23, 2012 2:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde diese "Ansprache" (man muss sich einmal den Tumult vorstellen, den der Mob rund um die Guillotine sicherlich veranstaltet hat) sicherlich auch im Zusammenhang mit dem Prozess - hier denke ich vor allem an die Verteidung durch de Seze - und mit dem bereits erwähnten Testament sehen. In allen Fällen betont der König seine Liebe zum Volk.

Und zur Frage ob ich, eine Zeitmaschine vorausgesetzt, bei der Ermordung des Königs anwesend gewesen wäre? JA! Denn dann hätte ich mir sicher sein können, dass zumindest einer ein echtes Gebet für ihn zum Himmel geschickt hätte.

Liebe Grüße
vom AustroBavarian
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Und wenn uns erlaubt ist zu tun, was immer wir wollen, so ist es nicht einfach, stets nur das zu wollen, was richtig ist.
Louis XIV le Grand
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Verfasst am: Do Aug 23, 2012 2:54 pm    Titel: Ähnliche Themen



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eliasdo
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Anmeldedatum: 13.05.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: Do Aug 23, 2012 9:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss auch sagen, dass ich echt richtig gerührt war, wie sehr Louis an alle anderen gedacht hatte, mit dem Wissen, dass ihm selber nur wenige Tage bleiben würden. Dass er nicht nur die seinen mit Sorgen um deren Zukunft bedachte, sondern auch Personen wie seinen Diener Cléry bedachte und darum bat, von den ihm zugestandenen Geldern, dem treuen Diener jeden ausgelegten Denier zu erstatten (als nur ein Beispiel von vielen). Und dann in seinem Testament, bei Gesprächen im Temple und selbst im Angesicht der Guillotine auch noch an all das Unglück dachte, das seinem Volk und dem Land durch die Reaktion der benachbarten Staaten drohen könnte.... Als ob er nicht andere Sorgen in dem Moment gehabt hätte.

Viele sagen immer, dass er eine schwächliche, entscheidungsunfreudige, langsame Persönlichkeit war. Aber auch wenn das anscheinend stimmt, dann war er in meinen Augen dennoch eine Person mit sehr viel Würde, Güte, Herz, Mitgefühl und Haltung. In den wichtigen Dingen des Lebens nicht auf sich selbst bezogen, sondern bis zum letzten Atemzug anscheinend ein König, dem trotz allem was seit 1789 geschehen ist, das Wohl seines Volkes und seiner Lieben am Herzen lag.

AustroBavarian hat Folgendes geschrieben:

Und zur Frage ob ich, eine Zeitmaschine vorausgesetzt, bei der Ermordung des Königs anwesend gewesen wäre? JA! Denn dann hätte ich mir sicher sein können, dass zumindest einer ein echtes Gebet für ihn zum Himmel geschickt hätte.


Ok, wenn du mit dabei bist, würde ich mitkommen und gemeinsam protestieren und dem König die letzte Ehre erweisen!

Minelle hat Folgendes geschrieben:

Hab den Film nicht gesehen, einen Fernseher gibts bei mir nämlich nicht. Ich lese fast nur, oder schreibe selbst. BTW: schöne Website hast du!


Ich bin auch nicht so der TV Fan, außer themenbezogene Sendungen und Filme oder irgendwas zum Thema Geschichte. Da im TV aber ja 99% Volksberieselung läuft, bevorzuge ich das selbstgekochte Programm auf DVD Wink Geschichtssendungen finde ich - neben Büchern natürlich!!! - sehr interessant. Den Film kann ich Dir dennoch empfehlen.

Und merci für das liebe Kompliment!
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PeterH
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BeitragVerfasst am: So Feb 10, 2019 10:03 pm    Titel: Buch die letzten Tage des Königs Antworten mit Zitat

Grüss euch ich habe auch das Buch gelesen , sehr intressant wie der König im Temple gelebt hat. Man muss sagen, das die Königsfamilie sehr tapfer war.Nachdem der König die Königin nicht mehr sehen durfte, usw.

Freundlichen Gruss. Very Happy
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi Jul 03, 2019 7:46 am    Titel: Re: Buch die letzten Tage des Königs Antworten mit Zitat

PeterH hat Folgendes geschrieben:
ich habe auch das Buch gelesen , sehr intressant wie der König im Temple gelebt hat. Man muss sagen, das die Königsfamilie sehr tapfer war.Nachdem der König die Königin nicht mehr sehen durfte, usw.

AustroBavarian hat Folgendes geschrieben:
Und zur Frage ob ich, eine Zeitmaschine vorausgesetzt, bei der Ermordung des Königs anwesend gewesen wäre? JA! Denn dann hätte ich mir sicher sein können, dass zumindest einer ein echtes Gebet für ihn zum Himmel geschickt hätte.

Ich finde, dieses Buch ist ein richtiger Schatz.
Klar, viele Aufzeichnungen stammen von äußerst königstreuen Menschen und sind dementsprechend bewundernd für den König.
Aber ich glaube, dem war einfach so.
Ich habe ja schon einiges zu diesem Buch geschrieben und auffällig ist einfach, wie der Abbé die Beteiligten beschreibt.
Bevor er als des Königs Beichtvater am Tag vor der Hinrichtung zu diesem geschickt wurde, musste er sich in den Tuilerien vor eine hohen Rat zunächst "bewähren". Er sprach recht positiv von diesen Leuten, die gebildet waren und ihn für seinen Dienst bedauerten. Es war von Bewunderung für den König die Rede... und das aus den Mündern von Revolutionären.
Erst im Temple, der von sehr einfachen Leuten bewacht wurde, stellte der Abbé schlechtes Verhalten gegenüber dem König fest.

Ich glaube daher, dass viele Menschen den König immernoch schätzten und nicht zur Hinrichtung kamen, sondern sich in ihren Häusern verschanzten - das war auch eine Vermutung des Abbés. Zum Zeitpunkt der Hinrichtung sah man keine Menschen an den Fenstern der Häuser - dabei war das doch eine spektakuläre Hinrichtung... DIE Hinrichtung!
Es ist da schon sehr verwunderlich, dass das offenbar keinen Menschen an die Fenster zog.
Und da auf den Straßen nur stark bewaffnete Menschen waren, vermutete der Abbé, dass das eigentliche Volk an diesem Tag zuhause blieb und still um den König trauerte.
Vielleicht durften die Menschen auch nicht zur Hinrichtung? Wer weiß das schon. Die Sicherheitsvorkehrungen an diesem Tag waren extrem, heißt es. Unter keinen Umständen wollte man riskieren, dass Rettungsaktionen gestartet werden. Wenn alle Welt den König hassen würde, müsste man sich darüber wohl keine Sorgen machen.
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Publikum "ausgewählt" war und das wahre Publikum ausgeschlossen wurde.

Ich kann mir vorstellen, dass an diesem Tag viele Gebete für den König gesprochen wurden.
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Di Jul 09, 2019 9:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Von welchem Buch sprecht Ihr? Ich kann darauf keinen Verweis weiter oben finden. Oder habe ich es überlesen?
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi Jul 10, 2019 6:34 am    Titel: Re: Die letzten Tage des Königs... Antworten mit Zitat

Schau mal, lieber Prince, im ersten Beitrag des Threads steht der Titel Wink

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Heute kam mein bestelltes Buch "Die letzten Monate des Königs" an und ich hab mir soeben die Aufzeichnungen des des Abbés Edgeworth de Firmont über die Zeit zwischen Urteilsverkündung und Hinrichtung durchgelesen.

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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Di Jul 16, 2019 9:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Maria Antonia Mr. Green
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