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   MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Die Bourbonen - Marie Antoinettes französische Familie
Autor: Princesse_de_Lamballe Verfasst am: Fr Jul 25, 2008 6:07 pm Titel:
Lolo hat Folgendes geschrieben:

Der Hirschpark mag eine clevere Idee sein, aber er ist auch das Schlimmste, was man charakterlich sowohl über die Marquise als auch über den König sagen kann.


Du sprichst mir aus der Seele. Gerade mit dem intelligenten Bild, das man von Mme de Pompadour hat, mir ihrer Eloquenz und ihrem Charme und auch ihrem äußerst guten Geschmack kann ich dies eigentlich überhaupt nicht in Einklang bringen, es erscheint mir wie ein Widerspruch.

Ich bin sehr gespannt auf das Buch und hoffe, dass es dadurch irgendwie verständlicher wird...


Autor: fontainebleau Verfasst am: Fr Jul 25, 2008 6:11 pm Titel:
Die Idee mit dem Hirschgarten fand ich auch besonders clever. So "bespaßte" sie den König weiter und hielt sich in ihrer Position, die sie in schwindelerregende Höhen getrieben hatte und sie defacto mächtiger als die Königin machte. ( Der sie zeit ihres Lebens mit dem ehrfürchtigen Respekt entgegenkam, der der Königin zustand! ). Durch diesen Schachzug und ihre Fähigkeit den König positiv zu stimmen und ihr politisches Geschick, gelang es ihr immerhin auch ohne eine sexuelle Beziehung zum König auch nach 1751 die maîtress en titre bis zu ihrem Tod zu bleiben. Ein öffentliches Amt, das sie immerhin fast 20 Jahre bekleidete!

Bei dem Vorbeizug ihres Leichenzugs am Schloß von Versailles, soll übrigens der König auf dem Balkon gestanden haben ( über ihm entlud sich gerade ein heftiges Gewitter und Regen ) und mit Tränen in den Augen gesagt haben : Das ist die einzige Ehre die ich ihr erweisen konnte! ----- so zu lesen in der Biographie von Evelyne Lever. Die Einzige die je wieder dem Herzen des Königs annähernd so nah war, war später die du Barry ja


Autor: Trianon Verfasst am: Fr Jul 25, 2008 6:19 pm Titel:
Was ich mich frage ist ob sich MA mit der Pompadour besser vertragen hätte als mit der du Barry. Wie waren denn die Töchter des Königs und die anderen Mitglieder der königilichen Familie auf sie zu sprechen?


Autor: fontainebleau Verfasst am: Fr Jul 25, 2008 6:26 pm Titel:
Die Töchter des Königs und der Dauphin hassten die Pompadour und nannten sie maman-putan soviel wie Mutterhure!! Allerdings die Königin machte sie irgendwann zu ihrer Ehrendame und Jeanne verhielt sich immer korrekt und ehrfurchtsvoll gegen die Königin .





Ich glaube nicht das sich MA mit der Pompadour besser verstanden hätte! Das liegt alleine begründet am unterschiedlichen Rang der Damen, wobei sich MA bei der Du barry auch von den Tanten hat aufhetzten lassen!


Autor: Lolo Verfasst am: Fr Jul 25, 2008 7:49 pm Titel:
Stimmt, Maman putain nannten die Töchter des Königs und der Dauphin sie, weil sie die Pompadour nicht nur als Prostituierte verachteten, sondern vor allem, weil sie von niederer Herkunft war. Das war eigentlich der Hauptgrund.

Meint ihr, man kann Madame de Pompadour nachsagen, dass sie den König negativ beeinflusste? Zwar handelte sie in ihrem Sinne effektiv, aber war es auch positiv im Sinne des Königs, oder manipulierte sie ihn zu sehr?


Lolo


Autor: Giang Verfasst am: Fr Jul 25, 2008 10:51 pm Titel:
Klingt alles wirklich total interessant, habe auch schon seit einiger Zeit vor mir eine Biographie von ihr zuzulegen.
Habt ihr vielleicht ein Tipp welche/r Autor/in zu empfehlen wäre?
Ich glaube, dass ich nirgendwo besser danach fragen kann als hier...

habe neulich "Liebe, Macht, Intrige" von Helga Thoma gelesen und hinten wurde "Madame Pompadour - Ein Lebensbild" von Edmond & Jules de Goncourt kurz vorgestellt, bin mir aber nicht sicher.
Welche lest' ihr gerade?


Autor: Trianon Verfasst am: Sa Jul 26, 2008 9:45 am Titel:
Huhu Giang hello
Ganz am Anfang vom Thread wurde die Biografie von Evelyne Lever über Madame de Pompadour empfohlen.

Hm ich weiß nicht ob sie den König negativ beeinflusst hat, aber beeinflusst hat sie ihn auf jeden Fall. Sie gilt ja heute als Mätresse schlecht hin. Sie hat ihm fähige Männer vorgestellt und sicher auch Minister etc. ernannt. Ob das negativ war weiß ich nicht, da müsste man in einer Bio nachlesen ob die dann unfähig waren oder ähnliches.
Lustig finde ich auch dass Madame de Pompadour sogar im Elisabeth Muscial genannt wird. Dort heißt es in einem Lied: "Sie herrscht wie eine Pompadour" Wink


Autor: Lolo Verfasst am: Sa Jul 26, 2008 12:53 pm Titel:
Nun, Minister hat sie selbst gewiss nicht ernannt, das stand nicht in ihrer Macht. Sie war zwar in alle Regierungsgeschäfte eingeweiht, wie man aus dem Briefwechsel zwischen ihr und dem Abbé de Bernis entnehmen kann, aber aus dem engsten Vertrautenkreis des Königs, der sich um den Prinz de Conti herum gruppierte, war sie ausgeschlossen und reagierte besonders auf den Prince sehr eifersüchtig. Sie erfuhr nie, was der König sich mit diesen Männern besprach, von denen einige auch große Gegner der Pompadour waren.



Lolo


Autor: Trianon Verfasst am: Sa Jul 26, 2008 2:39 pm Titel:
Ja ich tut mir leid, hab mich falsch ausgedrückt. Ich meine das sie wohl genau so wie die du Barry Kandidaten um Ministerplätze unterstützt hat und sie dem König besonders ans Herz gelegt haben wird.


Autor: Lolo Verfasst am: So Jul 27, 2008 3:35 pm Titel:
Ach so, das macht natürlich Sinn, denn in dieser Hinsicht war sie natürlich schon eine sehr wichtige Einflussnehmerin.
Aber ich frage mich trotzdem wieviel Macht sie wirklich hatte. Bezüglich des Versailler Vertrages suchten sich die Österreicher zwar sie als Vermittlerin aus, doch auch hauptsächlich nur, weil sie deren Schmeicheleien so erlegen war und sehr auf das Ansehen angewiesen war, das sie durch die Aufmerksamkeit der Kaiserin erlangte.

Hätten sie sich an den Prince de Conti gewandt, wäre die Allianz zwischen Österreich und Frankreich vielleicht genauso zustande gekommen. An den Verhandlungen hat ja die Pompadour nicht teilgenommen, sie hat nur verhindert, dass etwas davon vorzeitig die Runde macht. Vielleicht ist ihre Verschwiegenheit ihr grösstes pol. Talent gewesen.

Denn sie selbst wird doch alle Konsequenzen der neuen Allianz auch nicht vollständig durchdrungen haben und hauptsächlich wegen ihrer Abneigung gegen Friedrich II. und den Schmeicheleien Maria Theresias darauf angesprungen sein.


Lolo


Autor: Trianon Verfasst am: So Jul 27, 2008 4:55 pm Titel:
Hm o sie viel Macht hatte ist eine gute Frage, zumindest heißt es immer dass sie als Mätresse sehr viel Einfluss auf die politik hatte...


Autor: Princesse_de_Lamballe Verfasst am: So Jul 27, 2008 5:16 pm Titel:
Ja das ist wirklich eine gute Frage inwiefern sie tatsächlich Macht hatte, auf die Entscheidungen des Königs einzuwirken und ihren persönlichen Willen durchzusetzen... für eine Frau der damaligen Zeit, noch dazu gebürtig aus dem dritten Stand, hat Madame Pompadour sicherlich außergewöhnlich viel Einfluss gehabt und das noch dazu "aus eigener Kraft" erreicht - aber wieviel Macht sie wohl tatsächlich besaß...


Autor: Madame Victoire Verfasst am: Mo Jul 28, 2008 7:55 pm Titel:
Weiß jemand ob es Bilder von ihren Gemächern gibt? Und wo genau sich diese befanden? Ich weiß nur, daß sie zu den nördlichen Gartenanlagen hinausgingen und ungefähr über dem Grand Appartement lagen.


Autor: Trianon Verfasst am: Mo Jul 28, 2008 8:08 pm Titel:
Ja gibt es natürlich, irgendwo haben wir auch schon über ihr Appartement gesprochen...
Sind wirklich sehr geschmackvolle Räume...


Autor: Trianon Verfasst am: Di Jul 29, 2008 5:58 pm Titel:
Weiß man denn heute wo sich der Hirschpark befand? Wäre wa sehr interessant wenn es er noch existieren würde...


Autor: Princesse_de_Lamballe Verfasst am: Di Jul 29, 2008 6:53 pm Titel:
So ein Zufall heute habe ich ja die Biographie bekommen und genau bis zu der Stelle wo es darum geht gelesen. Darin heißt es der "Hirschpark" war ein hübsch gelegenes Viertel von Versailles wo sich früher ein Wildpark befunden hatte. Dort traf sich der König immer in einem komfortablen und verschwiegenen bürgerlichen Haus für seine Zwecke :zwinker


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Di Jul 29, 2008 7:04 pm Titel:
Er soll den Mädels im Hirschpark ja als polnischer Graf vorgestellt worden sein...


Autor: Lolo Verfasst am: Mi Jul 30, 2008 2:39 pm Titel:
Da ich ja die Frage gestellt hatte, wie man das Vorgehen Mme de Pompadours bewerten könnte, dahingehend, ob es Frankreich zugute kam oder nicht, möchte ich noch mal ein paar Anmerkungen aus der Bio von Lever weitergeben.

Ich finde, dass Bild was von der Pompadour darin gezeichnet wird, ist politisch betrachtet nicht gerade positiv. Sie wird als sehr voreingenommen geschildert und teilweise unbesonnen, zu sehr von ihren Ressentiments oder Sympathien geleitet. Ihre wichtigsten politischen Aktionen bzw. Einflussnahmen waren neben dem Versailler Vertrag die Absetzung des Kriegsministers Argensons und des Großsiegelbewahrers, Marine und Finanzministers Machault d'Arnouville, welche unter ihrer Mitwirkung durch die weitaus unfähigeren Monsieur de Paulmy und Monsieur de Moras ersetzt wurden. Der erste gab sein Amt wegen Überforderung später freiwillig auf.

Selbst der von ihr geförderte Choiseul fragte sie, wie sie zu so einer "lächerlichen Wahl" gekommen sei. Zumal es zusätzlich unklug war, da die beiden entlassenen Minister dem Volk als Verantwortliche für Klagen oder Beschwerden galten, sich fortan aber der Unmut direkt auf den König und seine Mätresse richten würde.

Zudem schätze sie den Ernst der militärischen Verwicklungen des beginnenden Siebenjährigen Krieges falsch ein, da sie immer an einen kurzen siegreichen Krieg glaubte. Den zunehmend besorgten Ratschlägen ihres Vertrauten Abbé de Bernis, dem Aussenminister, schenkte sie kein Gehör. Dieser wollte, dass Louis mit Friedrich II. Friedensverhandlungen aufnah, da die Franzosen mit dem Konflikt mit den Engländern schon über die Gebühr strapaziert waren und ihren Verpflichtungen im Bündnisvertrag mit Österreich kaum nachkommen konnten.

Die Marquise jedoch tat alles um ihr liebstes Kind, die Allianz zwischen Frankreich und Österreich, zu schützen und aufrecht zu erhalten, ohne dabei zu berücksichtigen, dass Frankreich dadurch finanziell sowie machtpolitisch erhebliche Einbussen einstecken musste, da Österreich als die souveränere der beiden Nationen auch militärisch die Führungsrolle in der Allianz übernahm.

Der König zeigte sich hierbei seltsam unbeteiligt, so dass man Madame de Pompadour auch als seine inoffizielle Premierministerin bezeichnete.
Alles in allem scheint es, als habe sie ihr Stolz blind gemacht für die Umstände und hinderte sie daran, ihrem ehemaligen Freund und Lehrer Glauben zu schenken. Eventuell hätte dann Frankreich seine Interessen gegen England in der Folge besser durchsetzen können.

Lolo


Autor: Forenking Verfasst am: Mi Jul 30, 2008 2:39 pm Titel: Ähnliche Themen




Autor: Madame Victoire Verfasst am: Mi Jul 30, 2008 4:30 pm Titel:
Das ist ja interessant, das klingt wirklich so, als hätte sie so einige Fehlentscheidungen gertroffen.
Ob es nicht auch daran lag, daß der König sich einfach zu sehr aus der Politik herausgehalten hat? Denn letzendlich trägt er ja die Verantwortung für die Politik.
Ich muß noch mal nachlesen was in der Biographie von Nancy Mitford darüber steht (ist leider die einzige die ich habe).


Autor: Trianon Verfasst am: Sa Aug 02, 2008 5:18 pm Titel:
Ich hab da mal eine Frage: Und zwar war Madame de Pompadours Mutter aus der Familie de la Motte. Was mich interessieren würde ob sie dadurch mit Jeanne de la Motte verwandt war oder besser gesagt mit deren Mann...


Autor: Princesse_de_Lamballe Verfasst am: Mi Aug 06, 2008 1:31 pm Titel:
Heute habe ich die Münchner Residenz besucht. Ein Raum widmet sich der Porzellan-Sammlung der Wittelsbacher und dort gab es ein besonderes Exponat- ein Schreibset aus Sèvres, das Madame Pompadour gehörte! Angeblich kam es als Geschenk von Marie Antoinette an den bayerischen Hof.









Autor: Lolo Verfasst am: Mi Aug 06, 2008 2:48 pm Titel:
Oh, das ist ja wunderhübsch! Vielen Dank für die Bilder. Allein vom Anschauen wär ich nie drauf gekommen, dass das ein Schreibset ist! rofl




Lolo


Autor: Trianon Verfasst am: Mi Aug 06, 2008 4:35 pm Titel:
Wirklich zauberhaft! Gefällt mir sehr gut und ich wäre ganz entzückt gewesen wenn ich so ein Geschenk bekommen hätte Wink


Autor: fontainebleau Verfasst am: Sa Nov 08, 2008 9:07 pm Titel:
Wollte hier mal einen kleinen I-Net Tipp zu Madame de Pompadour loswerden - http://www.madamedepompadour.com/ eine sehr interessante HP nur über sie !


Autor: Madame Victoire Verfasst am: Mo Nov 24, 2008 11:28 pm Titel:
Bei youtube gibt es folgenden sehr schönen Film-Ausschnitt:
http://de.youtube.com/watch?v=OcqGhbjLinQ&feature=related

Dazu hab ich gleich mehrere Fragen:
- weiß jemand aus welchem Film dieser Ausschnitt ist (gibt es den auf DVD)?
- ist die gezeigte Szene realistisch, also ist M.dePompadour wirklich durch "Beinchenstellen"in ein Becken gefallen? Das sie von den Töchtern des Königs angefeindet wurde ist ja bekannt, aber sind diese so weit gegangen?
- kann jemand übersetzen was sie Madame Louise auf die Bemerkung "Ein Fisch in seinem Element" (soviel verstehe ich noch) erwidert??


Autor: Cécile Verfasst am: Di Nov 25, 2008 9:34 am Titel:
Die Szene ist aus diesem Film:
http://www.amazon.fr/pompadour-Helene-Fougerolles/dp/B00120SA3Q/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=dvd&qid=1227601978&sr=8-2

In wie weit sie authentisch ist weiß ich allerdings nicht.
Der Film war nicht übel, wenn auch etwas langweilig, ich denke man hätte ihr Leben spannender verfilmen können.


Autor: Trianon Verfasst am: Di Nov 25, 2008 10:59 am Titel:
Hm ich glaub ich hab mal so etwas in der Bio gelesen, auf jeden Fall war irgendetwas mit einem Wasserbecken, ob sie allerdings wirklich hineingefallen ist oder nur ein paar Spritzer Wasser abbekommen hat weiß ich nicht dontknow müsst ich mal nachlesen...


Autor: Lolo Verfasst am: Di Nov 25, 2008 2:25 pm Titel:
Diese Szene wurde auch in der Pompadour-Bio von Evelyn Lever beschrieben, leider habe ich das Buch verborgt und kann nicht nachschlagen. Es war aber wohl so, dass die Pompadour bei einem Spiel in den Brunnen fiel und man sich daraufhin der spöttischen Bemerkung bezüglich ihres bürgerlichen Namens poisson, zu deutsch Fisch, nicht enthalten konnte. Übrigens soll es die Dauphine gewesen sein, die diese Bemerkung fallen ließ. Was aber Jeanne Antoinette darauf hin antwortete weiss ich nicht mehr und kann es auch nicht übersetzen.


Lolo


Autor: Madame Victoire Verfasst am: Di Nov 25, 2008 2:34 pm Titel:
Danke für eure Hilfe. :lächeln
Mir kommt der Film gar nicht so langweilig vor. Zumindest die Kostüme und die Ausstattung finde ich sehr ansprechend.
Ach, es gibt so viele tolle französische Filme. Warum gibts die nicht auf deutsch oder wenigstens auf englisch?

Aus dem Film hab ich noch einen Ausschnitt gefunden
http://de.youtube.com/watch?v=HxgnluTy67Q&feature=related

Das ist ja wirklich ekelhaft!!! Wahrscheinlich auch wieder Anspielung auf ihren Namen (poisson = fisch)??

Sind die Intrigen damals wirklich so weit gegangen?


Autor: Trianon Verfasst am: Di Nov 25, 2008 6:49 pm Titel:
Hm also auf mich wirkt er auch nicht langweilig, wäre wirklich sehr schön wenn es den Film irgendwann vielleicht doch auf Deutsch oder Englisch geben würde...

Also in der Bio von Madame Lever sind schon ziemlich schlimme Dinge beschrieben, egal ob am Hof oder unter dem einfachen Volk, aber ob so etwas in der Art wirklich passiert ist, ich kanns mir fast nicht vorstellen, obwohl am Hof wohl so ziemlich alles möglich war zu dieser Zeit...


Autor: Antoine Verfasst am: Mi Nov 26, 2008 9:26 am Titel:
was denn für schlimme Dinge zum Beispiel?? dontknow

Antoine hello


Autor: Madame Victoire Verfasst am: Do Nov 27, 2008 12:13 am Titel:
Naja, zB das man die Kutsche der Marquise mit Steinen beworfen hat wenn sie vorüberfuhr.
Am Hof selbst wurde sie von einer ganzen Clique angefeindet, bei der auch die Töchter des Königs sehr aktiv waren. Sie nannten die Marquise "Hurenmutter"(den französischen Ausdruck weiß ich nicht mehr), und machten ihr das Leben sehr schwer.

Aber ob ihr wirklich tote Fische in ihr Bett und ihre Gemächer gelegt wurden weiß ich nicht.


Autor: Trianon Verfasst am: Do Nov 27, 2008 9:35 am Titel:
Hab mal gestern wegen der Geschichte mit dem Wasserbecken in der Lever Bio nachgelesen:

Zitat:

Als Madame de Pompadour in Fontainebleau in ein Wasserbecken fiel, soll die liebenswürdige Gemahlin des Dauphins gemurmelt haben, dass es "nur ein Fisch sei, der in sein Element zurückkehre".


Leider steht darin nicht ob bzw. was die Marquise darauf erwiederte dontknow

Dafür hier ein paar Spottverse:
Es machen sich die Großen klein, die Reichen wollen reicher sein, die Fische (Poissons) werden fett und fein.

Tochter eines Blutegels und selbst ein Blutegel, die Poisson ein Weib von höchster Arroganz, stellt in diesem Schloss ohne Furcht und Schrecken die Substanz des Volkes und die Schmach des Königs zur Schau.

Die kleine Hure die gefällt, dem König dem Pantoffelheld, bei ihr ist die ganze Welt man kauft die Ehre dort für Geld. Man hat sie zum Idol erhoben, den Höfling hört man eifrig loben, er kriecht vor ihr dem Hunde gleich und sie, sie macht sich reich reich reich.


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Do Nov 27, 2008 9:43 am Titel:
Madame Victoire hat Folgendes geschrieben:
Sie nannten die Marquise "Hurenmutter"(den französischen Ausdruck weiß ich nicht mehr)

"Maman Putain" ist der frz. Ausdruck gewesen :zwinker


Autor: Madame_Dubarry Verfasst am: Mi Okt 27, 2010 10:48 am Titel:
Madame Pompadour...

Ich wusste ar nicht das sie es so schwer hatte am Hof!

Ich bewundere vor allem das sie der Königin immer respektvoll begegnet ist.
Und dass sie über das sexuelle Verhältnis hinaus ihre Beziehung zum König gehalten hat...

Daran sieht man: Mätresse sein ist ein harter Job!

Wink


Autor: Trianon Verfasst am: Mi Nov 03, 2010 6:13 pm Titel:
Ja alles hat eben seine guten und Schattenseiten. Richtig tauschen möcht ich mit ihr wirklich nicht, ich stell mir so ein Leben überanstrengend vor - kein Wunder dass sie schon relativ früh verbraucht aussah und leider nicht alt wurde.
Sie hat sich komplett zurückgestellt, den König und seine Bedürfnisse über alles gehoben - hat alles getan nur damit der König zufrieden war und ihm aus seinen immer wieder vorkommenden Depressionen zu helfen. Für ihn und seinen sexuellen Appetit hat sie ja sogar die merkwürdigsten Diäten gemacht um ihr Blut in Wallungen zu bringen und "heißblütiger" zu werden. Damit hätte sie beinahe ihre Gesundheit komplett ruiniert und nur ab und zu gönnte sie sich mal ein wenig Abstand von allem.

Allein dafür Hut ab, aber natürlich hatte sie durch dieses Leben auch ungeheure Freiheiten und konnte ihre Leidenschaften ausleben - Schlösser bauen und Einrichten, Diskussionen führen, Politik betreiben etc etc. Ja wie gesagt - alles hat seine guten und schlechten Seiten und jeder muss für sich selbst abwegen ob er damit "leben" kann oder nicht. Ich glaub ich könnts nicht...


Autor: Forenking Verfasst am: Mi Nov 03, 2010 6:13 pm Titel: Ähnliche Themen





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