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Spiele am Hof von Versailles
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Geschichte & Hofleben
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Lolo
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Anmeldedatum: 05.03.2008
Beiträge: 5261
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Mo Jul 07, 2008 1:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Brissotin: Vielen Dank für die Erklärung und den Link! Ist ja ein echt interessantes Forum, schön, dass man mitlesen kann.




Lolo hello
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Trianon
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Anmeldedatum: 04.03.2008
Beiträge: 5979
Wohnort: Montreuil

BeitragVerfasst am: Mo Jul 07, 2008 2:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Brissotin. Pardon, ich wusste nicht dass Whist und l'Hombre Kartenspiele sind :rotwerd
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 1126
Wohnort: VÖ

BeitragVerfasst am: Mo Jul 07, 2008 2:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

antoinette_verehrer hat Folgendes geschrieben:
@ Brissotin. Pardon, ich wusste nicht dass Whist und l'Hombre Kartenspiele sind :rotwerd

Kein Problem.
Deswegen hatte ich ja den einen Link zu Pharao gesetzt.

Leider weiß ich nicht wieviel Pharao in Versailles gespielt wurde. In Preußen war es bei Hofe allerdings sehr verbreitet, auch die Prinzen und Prinzessinnen hielten bisweilen die Bank.
Im Prinzip ist Pharao ein einfaches Glücksspiel, man setzt wie beim Roulette auf bestimmte Zahlen bzw. hier Karten und entweder man gewinnt oder verliert.
Noch ähnlicher dem Roulette ist das Biribi-Spiel, wobei man auf aufgeschriebene Zahlen auf einem Spielfeld (ähnlich den Zahlen beim Roulette) setzte und die Zahlen auf Zettelchen, die in kleinen Kapseln steckten, aus einem Säckchen gezogen wurden.

Whist hingegen hat eher mit Geschicklichkeit zu tun, da zumindest in gewissem Rahmen Taktik und dergleichen erforderlich ist. Leider kamen beim Whist mit den zusätzlichen Spielregeln ab ca. 1800 mehr Glücksfaktoren dazu, indem bestimmte Karten, die man in dem Spiel gewann eine höhere Wertigkeit erhielten, was m.E. das Glück wieder eher ins Spiel brachte.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Jean
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Anmeldedatum: 07.04.2008
Beiträge: 121
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: Mo Jul 07, 2008 4:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Salut,

die Glücksspiele "Landsknecht" und "Pharao" waren wohl bis Marie Antoinette damit angefing am Hofe verboten bzw. erst auf Bitten der Königin durch Louis genehmigt. So spielte man 1776 das erstemal offiziell Pahrao, das zuvor selbst den "Prinzen von Geblüt verboten war" (Lever S.160).
Dennoch schien Pharao unter Louis XVI. und Marie Antoinette wohl eher zu "besonderen Anlässen" gespielt worden zu sein, also nicht ganz so häufig wie andere "Gesellschaftsspiele".

Liebe Grüße
Jean
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Princesse_de_Lamballe
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Anmeldedatum: 23.04.2008
Beiträge: 1999

BeitragVerfasst am: Mo Jul 07, 2008 8:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Im Marie Antoinette-Film spielen sie ja in einer Szene ein Glücksspiel und setzen auch Jetons ein. Ist das authentisch, hat man die Spielmarken damals in Hofkreisen schon gekannt und benutzt?
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Verfasst am: Mo Jul 07, 2008 8:00 pm    Titel: Ähnliche Themen



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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 1126
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BeitragVerfasst am: Di Jul 08, 2008 8:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Princesse_de_Lamballe hat Folgendes geschrieben:
Im Marie Antoinette-Film spielen sie ja in einer Szene ein Glücksspiel und setzen auch Jetons ein. Ist das authentisch, hat man die Spielmarken damals in Hofkreisen schon gekannt und benutzt?

Man spielte damals zu fast allen Spielen mit Spielmarken. Sowohl bei l'Hombre als auch bei Whist bisweilen. Man verwendete also damals sogar Spielmarken bei Spielen, die nicht reine Glücksspiele, sondern eher Geschicklichkeitsspiele waren. Ein wesentlicher Unterschied zu heute ist jedenfalls gewesen, dass man grundsätzlich immer um Geld spielte, dieses konnte durch "Spielmarquen" oder "Fischgen" (eine Art von Spielmarken in länglicher Form beim l'Hombre-Spiel) vertreten werden oder direkt in Münzen gesetzt.
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Princesse_de_Lamballe
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Anmeldedatum: 23.04.2008
Beiträge: 1999

BeitragVerfasst am: Di Jul 08, 2008 12:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ah merci, das ist interessant!
Mich verwundert ein wenig, dass Marie Antoinette so gerne gespielt hat, sogar um Geld. Denn gilt das Wetten und das Glücksspiel nicht als Sünde im katholischen Glauben? Denn sie war ja doch sehr in ihrer Religion verwurzelt. Wie ist das zu erklären, dass sie das Spielen so mochte?
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Jean
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Anmeldedatum: 07.04.2008
Beiträge: 121
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: Di Jul 08, 2008 4:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Salut,

die Glücksspiele erregten so viel Unmut in der Öffentlichkeit, da sie als nicht gerade "ehrbar" angesehen wurden und es galt als besonders vulgär, dass eine Königin so hohe Beträge verspielte und sich auch noch in einer solch zweifelhaften Atmosphäre und Gesellschaft amüsierte.
Ich glaube, dass Marie Antoinette zwar religiös war aber gewiss nicht so streng konservativ und übermäßig fromm wie andere ihrer Zeitgenossen.
In dieser Hinsicht folgte sie wohl eher ihrem lebendigen und offenen Naturelle.

Liebe Grüße
Jean
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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 1126
Wohnort: VÖ

BeitragVerfasst am: Mi Jul 09, 2008 2:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Princesse_de_Lamballe hat Folgendes geschrieben:
Ah merci, das ist interessant!
Mich verwundert ein wenig, dass Marie Antoinette so gerne gespielt hat, sogar um Geld. Denn gilt das Wetten und das Glücksspiel nicht als Sünde im katholischen Glauben? Denn sie war ja doch sehr in ihrer Religion verwurzelt. Wie ist das zu erklären, dass sie das Spielen so mochte?

Bezeichnenderweise mochte selbst die für ihre Frömmigkeit so berühmte Maria Leszczyńska das Kartenspielen außerordentlich. Vielleicht konnte sie dann auch geselliger sein. Jedenfalls fand sie scheinbar keinerlei religiöse Bedenken.

Natürlich war aber theoretisch das Kartenspiel an sich religiös betrachtet kritisch. Es wurden wohl in der Nähe von Schlachtfeldern der Neuzeit Karten, Würfel und dergleichen gefunden, welche von den Soldaten weggeworfen wurden, da sie im Falle ihres Todes nicht mit solchen verteufelten Dingen in den Taschen vor ihren Schöpfer treten wollten.

Aber diese Problematik gab es ja nicht bei Hofe in Frankreich. Per Buße und dergleichen war das Problem ja eigentlich behoben. :zwinker
Wenn man die Verbote von Maria Theresia und auch Friedrich II. anschaut werden neben den religiösen Aspekten, die bei Friedrich II. nicht eben groß gewesen sein dürften, v.a. wirtschaftliche und innenpolitische eine Rolle gespielt haben. Man meinte in der Oberschicht und nicht nur Moralisten taten das, dass sich die Unterschicht mit der Spielsucht nur ruiniere und man mit Verboten die Untertanen davor bewahren müsse - von Schlegereien oder Streitereien und dergleichen um die Resultate der Spiele und die Gewinne mal abgesehen.
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Verfasst am: Mi Jul 09, 2008 2:16 pm    Titel: Ähnliche Themen



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