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   MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Die Bourbonen - Marie Antoinettes französische Familie
Autor: Amalia-Katharina Verfasst am: Sa Aug 28, 2010 8:59 pm Titel:
wie ich gerade las, ist sie in den selben katakomben wie robespierre begestezt worden???? Shocked


Autor: Trianon Verfasst am: So Aug 29, 2010 12:02 pm Titel:
Mme Elisabeth wurde nach ihrer Hinrichtung auf dem Cimetière des Errancis beigesetzt. Dort ruhten auch u.a. der Herzog von Orléans, Danton, Camille & Lucile Desmoulins und später auch Robespierre und seine Anhänger.
Nach der Revolution wurden die Knochen dann in die Katakomben von Paris überführt und der Friedhof aufgelöst.


Autor: Trianon Verfasst am: Mi Okt 06, 2010 5:38 pm Titel:
Mal wieder etwas um die Bildergalerie zu erweitern - Mme Élisabeth mit ihrem Neffen, dem Dauphin:


Ein wirklich hübsches Bild, wobei ich glaube dass es sich dabei um ein idealisiertes Bild aus dem 19. Jahrhundert handelt.


Autor: Antoinette Verfasst am: Do Okt 07, 2010 11:18 am Titel:
Das Bild ist ja süß! Danke!


Autor: Johanna_Gabriela Verfasst am: Di Mai 24, 2011 9:07 pm Titel:
Armes Hascherl - Madame Elisabeth. Ihre Eltern kaum gekannt, nie verheiratet gewesen und dann auch noch - obwohl sie doch gar nichts dafür kann - im Alter von knapp 30 Jahren hingerichtet.

Mir tut sie leid. Sad


Autor: prince d'amour Verfasst am: Do Mai 26, 2011 5:58 pm Titel:
Ich denke das es die richtige Entscheidung für sie war bei ihrem Bruder und seiner Familie zu bleiben und so in den Tod zu gehen als im Ausland auszuharren.

In Madame Campans Memoiren erfuhr ich das ihr Tod schnell vollstreckt wurde, da die Massen ihr so gewogen waren das der Henker befürchtete man wöllte sie vor dem Tode retten.


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Do Jun 21, 2012 8:02 am Titel:
Princesse_de_Lamballe hat Folgendes geschrieben:

Auf der Rückfahrt setzte sich einer der revolutionären Begleiter, Pétion von der extremen Linken, ein Freund Robespierres, zwischen Elisabeth und Mme de Tourzel. Bizarr folgende Begebenheit:

Zitat:
Pétion unterhielt sich während der Fahrt mit Madame Elisabeth, und obwohl er sie langweilte, war er überzeugt, dass er sie faszinierte. Jedesmal, wenn sein Arm den ihren berührte, glaubte er, sie mache ihm Avancen. "Ich spürte eine gewisse Leidenschaftlichkeit in ihrem Benehmen... ich glaube, wenn wir allein gewesen wären, wäre sie mir in die Arme gesunken und hätte den Forderungen der Natur nachgegeben. War Madame Elisabeth vielleicht entschlossen, ihre Ehre zu opfern, um mich meine eigene vergessen zu lassen?" Und er beantwortete sich seine Frage selbst: "O ja, denn die Menschen bei Hofe machen vor nichts Halt; die Königin könnte sehr wohl den ganzen Plan ausgeheckt haben."

Es muss also grauenvoll für Elisabeth gewesen sein...


In der Hermann Schreiber-Biografie wird auch auf diesen Fakt eingegangen. Es muss wohl sogar mehrere solcher Momente gegeben haben und Pétion war stets der festen Überzeugung, dass Madame Elisabeth ernsthafte Absichten habe. Eine Berührung hier, eine Blick da - angesichts der beengten Verhältnisse lassen sich solche unangenehmen Momente ja gar nicht verhindern, aber Pétion bildete sich was drauf ein.
Die Seiten in der Bio lesen sich echt widerlich Shocked
Ich muss nochmal mal nachschauen, welche Situationen das noch waren.



Trianon hat Folgendes geschrieben:

(...) die zweite zeigt wohl die "Warteschlange" zum Karren, 1856:


Leider gibt es dazu keine wirkliche Beschriftung, allerdings gehe ich davon aus dass die Frau mit dem Blick nach oben Mme Elisabeth darstellt...


Lolo hat Folgendes geschrieben:

Ich glaube auch, dass Mme Elisabeth die mit dem zum Himmel gerichteten Blick sein könnte, aber wer ist die Frau zu ihren Füßen?


Stimmt, Madame Elisabeth beruhigte die ebenfalls Verurteilten während der Fahrt und sogar noch am Ort der Hinrichtung.
Am Schafott wurde sie von einer Adligen gefragt, ob die Prinzessin ihr eine Umarmung erlaube. Madame Elisabeth tat ihr den Gefallen und umarmte die Frau, bevor diese das Schafott besteigen musste. Die Meute war von dieser Geste gerührt, es hatte etwas von einer heiligen Szene. In diesen grausamen Tagen empfand das Volk diese Szenerie als besonders und würdevoll. Es heißt, der gefasste und zuvorkommende Umgang der Prinzessin mit ihren Mitleidenden erinnerte an die höfische Gesellschaft. Als sei dies ein Schauspiel aus einer anderen Welt.
Elisabeth fuhr so auch mit den anderen Verurteilten fort, sie umarmte die Damen und reichte den Herren die Hand zum Kuss.
Ich denke, die Todgeweihten fühlten sich dadurch gesegnet.


Autor: Henryk Verfasst am: Mo Jun 01, 2015 9:53 pm Titel:
https://www.youtube.com/watch?v=8TEzABvO2Ss

Pauvre Jacques



In diesem Jahr 2015 gedenken wir, ein paar Tage auseinander, die beiden hundertdreiundfünfzig ersten Jahrestag der Geburt von Madame Elisabeth de France, Versailles, 3. Mai 1764 und der 220. Jahrestag sein Martyrium in Paris 10. Mai 1794, als sie 30 Jahre und sieben Tage.

Viele von euch bereits wissen - zumindest kurzfristig - die Biographie von Madame Elisabeth, werde ich hier nicht wiederholen. Ich erinnere mich, wie dieser fromme und tugendhafte Prinzessin zeigte große geistige und moralische Unterstützung - unter ihren schrecklichen Torturen sie geteilt - für seinen Bruder und Schwägerin, Ihre Majestäten König Ludwig XVI und die Königin Marie Antoinette und ihre Nichte Marie Thérèse von Frankreich, "Madame Royale".
Und jeder weiß, dass sie starb im wahrsten Sinne "Geruch der Heiligkeit", da - durch ein Wunder schlug mit Erstaunen aller Helfer und sie Zeuge trug - als sein Kopf fiel unter die Hackmesser, eine wirklich übernatürliche Rosenduft verbreitete alle über den Ort dann als "Revolution", das heißt, der aktuelle Place de la Concorde.

Damals Jubiläen seiner Geburt und seines Martyriums, mit großer Inbrunst, bitten sie, für Frankreich zu intervenieren, weil es so betete, dass der katholische Glaube nicht untergehen.
Beten wir auch für die Anliegen unserer Familien und bitten Sie ihn für uns alle die Gnade zu bleiben - als sie selbst - stark und treu, konstante und anhaltende, selbstbewusst und verlassen zum Göttlichen Herzen Jesu, in der Mitte Strom heftigen Kämpfen gegen den Geist des Bösen entfesselt ...


Autor: prince d'amour Verfasst am: Do Jul 23, 2015 8:14 pm Titel:
In welchen Appartements war die Prinzessin überhaupt untergebracht? Wenn Sie ein ebensolchgroßes Paradebett wie die Königin besessen haben soll, müssen dann nicht alle königlichen Prinzen und Prinzessin solch große Räume gehabt haben?

Haben wir einen Thread über die Raumverteilungen?


Autor: Forenking Verfasst am: Do Jul 23, 2015 8:14 pm Titel: Ähnliche Themen




Autor: Trianon Verfasst am: Sa Jul 25, 2015 10:29 am Titel:
Mme Elisabeth bewohnte in ihrem Leben in Versailles insgesamt 3 verschiedene Appartements. Ab ihrer Geburt lebte sie gemeinsam mit ihren Brüdern, ihrer Schwester und ihrer Gouvernante Mme de Marsan das sog. "l’appartement des enfants de France" im Erdgeschoss des Südflügels von Versailles mit Blick auf den Park.

1778, als alle ihre Geschwister verheiratet waren, bekam die 14-jährige Prinzessin ihren eigenen offiziellen Hofstaat und bezog gleichzeitig auch neue Gemächer. Diese befanden sich ebenfalls im Südflügel und im Erdgeschoss, allerdings im sog. "Pavillon de Surintendance".
Insgesamt gab es 11 Räume (9 davon mit Kamin) sowie 7 Kabinette im Zwischengeschoss (davon 3 mit Kamin). Hier lebte die Prinzessin gemeinsam mit ihrer Dame d'Honneur Mme la Comtesse Diane de Polignac bis ins Jahr 1780.
Hier ein Plan aus den 1750er Jahren, die Appartements f und g sind jene die Mme Elisabeth später bewohnte:
http://edb.kulib.kyoto-u.ac.jp/library/f01/image/04/f01l1269/f01l1269_1_2.jpg

Bereits 1780 entschied sich der König dafür seine Schwester umzusiedeln. Ins Auge gefasst hatte er für sie die Räumlichkeiten des Duc und der Duchesse de Chartres, ganz am Ende des 1. Stocks des Südflügels mit wundervollem Blick über die Orangerie.
Insgesamt bestand das Appartement aus 12 Räumen (8 davon mit Kamin) und 15 Kabinetten im Zwischengeschoss (12 davon mit Kamin). Diese Gemächer bewohnte sie bis 1789 ebenfalls mit der Comtesse de Polignac


Autor: prince d'amour Verfasst am: Sa Jul 25, 2015 4:37 pm Titel:
Vielen Dank Trianon, das ist umfassend. Musste Sie Ihre Lakaien eigentlich auch aus eigener Apanage bezahlen wie die Königin?


Autor: Trianon Verfasst am: Sa Jul 25, 2015 7:34 pm Titel:
Bitte gern.

Na ich denke schon dass sie ebenfalls ihre Dienerschaft von ihrer Apanage bezahlt haben wird.


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Do Jun 29, 2017 7:10 am Titel:
Hatten wir dieses Bild hier schon?



Es zeigt Madame Elisabeth um 1775. Der Künstler ist Charles Le Clercq.
Die Versailler Schlossverwaltung hatte es 2016 erworben.


Autor: prince d'amour Verfasst am: Do Jun 29, 2017 8:09 am Titel:
Zitat:
Bereits 1780 entschied sich der König dafür seine Schwester umzusiedeln. Ins Auge gefasst hatte er für sie die Räumlichkeiten des Duc und der Duchesse de Chartres, ganz am Ende des 1. Stocks des Südflügels mit wundervollem Blick über die Orangerie.
von Trianon

Warum wurden diese überhaupt frei? Sie waren sicher mit die größeren Appartements in Versailles.
Haben Herzog und Herzogin Versailles schon 1780 verlassen?

Das Bild kenne ich nicht. Finde es auch nicht so toll. Es wirkt sehr naiv gemalt. Aber ich bin auch kein kenner und die meisten Gemälde aus der Zeit Marie Antoinettes gefallen mir nicht.


Autor: Johanna_Gabriela Verfasst am: Fr Jun 30, 2017 2:21 pm Titel:
Warum hat Elisabeth eigentlich nie geheiratet ? Wen hätte sie fragen müssen, wenn sie hätten heiraten dürfen ? Ludwig XVI., der ja so etwas wie ihr Vormund gewesen ist ?

Hat es keinen altersmäßig oder rangmäßig passenden Prinzen/König/Kurfürsten, wie auch immer, gegeben, an den Elisabeth hätte verheiratet werden können ?

Ob sie hübsch gewesen ist, kann ich nicht beurteilen, da man im 18. Jahrhundert andere Maßstäbe als heute angelegt hat, was die Schönheit einer Frau angeht.


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Fr Jun 30, 2017 10:52 pm Titel:
Johanna_Gabriela hat Folgendes geschrieben:
Warum hat Elisabeth eigentlich nie geheiratet ? Wen hätte sie fragen müssen, wenn sie hätten heiraten dürfen ? Ludwig XVI., der ja so etwas wie ihr Vormund gewesen ist ?

...

Ob sie hübsch gewesen ist, kann ich nicht beurteilen (...)

Madame Elisabeth soll wohl sehr hübsch gewesen sein und durchaus Verehrer gehabt haben.

Es heißt allerdings, sie selbst habe sich für Frankreich entschieden, wollte immer Französin bleiben und bei ihrem Bruder leben.


Autor: Johanna_Gabriela Verfasst am: Di Jul 04, 2017 7:56 pm Titel:
Aha, das erklärt einiges.

Wobei "hübsch" relativ ist. Wer im 18. Jahrhundert so bezeichnet worden ist, wäre das im 21. Jahrhundert nicht bzw. anders "hübsch", da die Maßstäbe damals andere gewesen sind.

Eine schmale Taille, ja oder nein ? Breite Hüften oder doch nicht ? Eine üppige Oberweite, liegt das im Trend oder nicht ? Dunkle Haare oder blonde ?

Meine Fragen beziehen sich, allgemein, auf das 18. Jahrhundert.


Autor: Trianon Verfasst am: Mi Jul 05, 2017 6:58 am Titel:
Johanna_Gabriela hat Folgendes geschrieben:


Meine Fragen beziehen sich, allgemein, auf das 18. Jahrhundert.


Dann gehören sie allerdings nicht in diesen Thread Wink
Ich bin mir nicht sicher ob wir bereits ein eigenes Thema zu Schönheitsidealen im 18. Jahrhundert haben, aber wenn nicht, kannst du gern eines eröffnen


Autor: Forenking Verfasst am: Mi Jul 05, 2017 6:58 am Titel: Ähnliche Themen





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