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"Richelieu, la Poupre et le Sang"

 
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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
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BeitragVerfasst am: Do Sep 26, 2019 1:00 pm    Titel: "Richelieu, la Poupre et le Sang" Antworten mit Zitat

"Richelieu, la Poupre et le Sang" (F) Regie: Henri Helman

Handlung: Der junge Marquis de Cinq-Mars (Pierre Boulanger) kommt an den Hof. Richelieu (Jacques Perrin) setzt große Erwartungen auf den Heißsporn und sein erstes Ziel wird auch erreicht, der König Louis XIII (Stéphan Guérin-Tillié) überwirft sich mit seiner schönen Mätresse, Marie de Hautefort (Ingrid Donnadieu). Der König wird zusehends von Cinq-Mars Charme überwältigt, obwohl er den Marquis auch rügen muss. Doch Cinq-Mars ist seinerseits in die Duchesse de Nevers (Hélène Seuzaret) vernarrt und beschließt rasch sie zu heiraten. Richelieu aber lehnt dieses Ansinnen als lächerlich ab. Der anschwellende Konflikt zwischen Richelieu und Cinq-Mars, schmälert allerdings nicht die Karriere des jungen Mannes, der bald so hoch in der Gunst des Königs gestiegen ist, dass er "Monsieur le Grand" genannt wird und darauf hofft vom Monarchen in den Stand eines Herzogs und Pair von Frankreich erhoben zu werden. Doch lässt er sich von der Herzogin von Nevers in ein Komplott hineinziehen, welches beabsichtigt den König an die Spanier zu verraten, die insgeheim mit der König Anne (Cécile Bois) paktieren. Richelieu konfrontiert die Königin damit, dass er ihr den Sohn und Erben entziehen wird, wenn sie weiter gegen die französische Krone intrigiert. Plötzlich taucht ein Schreiben bei Richelieu auf, welches die Schuld der Verschwörung um Gaston d'Orléans (Jean-Marc Coudert) klar zutage fördert. Auch Cinq-Mars wird in dem Brief erwähnt und muss um seinen Kopf fürchten. Cinq-Mars aber vertraut auf die Liebe des Königs und dass ihn dieser schützen würde ...




Die Handlung thematisiert ausschließlich die Cinq-Mars Affäre und ich war erstaunt beim Anschauen, dass der Film überhaupt etwas mit "Richelieu" heißt, da die Ambitionen und der Hochmut des ehemaligen Günstlings des Kardinals eigentlich im Zentrum stehen. Wie in dem "Richelieu"-6-Teiler von 1977 werden auch hier die Schlachten und Belagerungen ausgespart. Dadurch wird der Film primär zu einer Art modernem Kammerspiel - erstaunlicherweise ohne Sex and Crime.

Henri Helman ist scheinbar im französischen Fernsehen auf solche Historienfilme abonniert ("Lagardére" und "Cartouche" sind ja vergleichbare Formate). Trotz des durchaus erkennbaren schauspielerischen Könnens der meisten Darsteller, allen voran Cécile Bois und Hélène Seuzaret wirkt doch der Film etwas trocken.

Am meisten störte mich die Darstellung von Louis XIII. Während Boulanger und Bois doch eine gewisse Ähnlichkeit mit den historischen Figuren aufweisen, wurde bei Louis XIII darauf völlig verzichtet. Der Darsteller sieht einfach aus wie ein heruntergekommener Typ in feinen Kleidern mit seinem Backenbart (!) und Dreitagebart und diese Frisur hat nunmal garnicht damit zu tun wie man den meist blassen Louis XIII auf zeitgen. Gemälden dargestellt hat und wie er in "Richelieu" (1977) ziemlich korrekt gezeigt wurde. Das störte mich einfach den ganzen Film lang, v.a. auch dass der immer als überaus modisch geschilderte König hier von Cinq-Mars erklärt bekommt wie er sich zu kleiden habe.

Das Kostümbild geht in Ordnung, aber ist nun auch nicht überwältigend. Das 17. Jh. wird in Frankreich aber auch gewöhnlich recht schön in Filmen dargestellt. Die Drehorte sind etwas pimpfig und wollen nicht recht zum franz. Hof passen, der vor über und über dekorierter Räume nur so strotzte.




Insgesamt solide Fernsehkost ohne Tiefgang oder Schauwerte.

5 von 10 gebrochenen Schwüren.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Verfasst am: Do Sep 26, 2019 1:00 pm    Titel: Ähnliche Themen



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