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The Favourite (2018)

 
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Fr Jul 13, 2018 7:36 am    Titel: The Favourite (2018) Antworten mit Zitat

Auf diesen Film warte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit (und einigen Umbesetzungen) - die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück und porträtiert die englische Königin Anne (gespielt von Olivia Colman) aus dem Hause Stuart und ihre Beziehung zu ihrer Favoritin Sarah Churchill, Duchess of Marlborough (ursprünglich sollte Kate Winslet diese Rolle übernehmen, schlussendlich wurde es jedoch Rachel Weisz).

Bisher gibt es einen Teaser Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=SojHxpqswV8

Der Film soll im Jänner 2019 in die deutschsprachigen Kinos kommen
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Fr Jul 13, 2018 4:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hoffentlich kommt's dann auch wirklich in die Kinos und es ergeht dem Streifen nicht genauso wie "L'échange des princesses" Crying or Very sad
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 01, 2018 2:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Im September wurde nun der richtige Trailer veröffentlicht:

https://www.youtube.com/watch?v=SYb-wkehT1g

Er dürfte wohl um 1708 angesiedelt sein, nach dem Tod des Gemahls der Königin, da schwarz in der Kleidung vorherrscht.
Ursprünglich war angeblich Kate Winslet für die Rolle der Herzogin vorgesehen, diese wurde dann jedoch von Rachel Weisz abgelöst. Soweit ich mit entsinnen kann, war die Herzogin blond, das hätte dann wohl ein wenig besser gepasst. Bin dennoch gespannt, schaut ein wenig nach Komödie aus
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi März 06, 2019 9:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne Kate Winslet zu nahe treten zu wollen, fände ich, dass sie zu alt für die Rolle wirkt. Auch Rachel Weisz hat irgendwie nicht den Charme, den ich mir bei der Lady Marlborough vorstellte. Sie ist eher diabolisch. Aber da der Film garnicht historisch akkurat sein soll, wiederum OK.

"The Favourite" 2018 (Regie: Georgios Lanthimos)

Wir haben es nun doch in "The Favourite" geschafft. Der Ansturm im Kino war so groß, dass der Film extra in einen größeren Saal verlegt wurde, der dann auch ausverkauft war. Scheinbar pushen die 10 Oscar-Nominierungen schon erheblich so einen Film.

Handlung: Abigail Hill (Emma Stone) kommt an den Hof von Queen Anne (Olivia Colman), wo sie anfangs trotz ihrer Verwandtschaft mit Lady Marlborough (Rachel Weisz) niedere Dienste verrichten muss. Lady Marlborough beherrscht die Königin, obwohl sich diese durch die herrische Art der Lady oft in die Ecke gedrängt und gedemütigt fühlt. Eigentlich neigt die Königin eher den Tories unter der Führung Robert Harleys (Nicholas Hoult) zu, während sie aber von Lady Marlborough gedrängt wird die Whigs um Godolphin (James Smith) zu unterstützen, die für eine Verlängerung des Krieges stimmen. Lord Marlborough (Mark Gatiss) ist ein gefeierter Held, aber Lady Marlborough wäre durchaus bereit ihn zu opfern, wenn es ihren Zielen nützt. Abigail hingegen erobert mit ihrer anfänglich gütigen Art zusehends das Herz der Königin. V.a. dass Abigail sich auch auf praktische Dinge wie die Heilkunde versteht, nutzt ihr bei der immer kranken Königin, die nicht nur an der Gicht leidet, sondern auch durch ihre ungesunde Ernährung stark eingeschränkt ist. Schließlich gelingt es Harley mit Gewalt und Versprechungen Abigail auf seine Seite zu ziehen und Abigail begreift, dass sie nur mit harten Bandagen am Hof weiterkommt und zumindest für den Moment Lady Marlborough außer Gefecht setzen muss. Schließlich erreicht sie alles, die Gunst der Königin und eine Hochzeit mit Harleys Parteigänger Samuel Masham (Joe Alwyn), was ihrer Position bei Hofe nutzt.

Was hat mir nun an dem Film gefallen? Natürlich bekommen die drei Hauptdarsteller Weisz, Colman und Stone nicht ganz umsonst ihre Oscar-Nominierungen und v.a. Olivia Colman brilliert in ihrer Rolle. Die Einteilung des Films in Kapitel und die 18.Jh.-Schrift bei Vor- und Abspann geben ihm eine besondere Note. Wenn man denkt, dass ein Kammerspiel, welches sich primär um 3 Frauen dreht, etwas arg langweilig ist, hat man nur zum Teil richtig geraten. Auch wenn die Intrigen höchst durchschaubar und keineswegs raffiniert sind, machen doch die Dialoge Spaß und die Rollen sind den Darstellerinnen auf den Leib geschneidert. Bis in alle Winkel wurde das Dilemma der traurigen, kranken Queen Anne durchleuchtet, die nicht nur unter dem Tod der zahlreichen Kinder litt. Die Darstellerin der Lady Marlborough hätte aber gerne auch noch etwas schöner sein können oder überhaupt der Person irgendwie ähneln können. Denn so wie es ist, wirkt sie von vornherein diabolisch und berechnend (vielleicht daher die dunklen Haare - hier die echte: Sarah Churchill, Duchess of Marlborough - Wikipedia )
Die Dialoge sind geschliffen und m.E. durchweg gelungen. Auch das Drehbuch, bei aller offensichtlicher Freiheit mit Mordanschlägen etc., hält den Zuschauer auf Trab, auch wenn ich den Film dennoch ein wenig überdehnt empfand.
Ganz drollig die Betonung auf die illustren Freizeitaktivitäten der snobistischen Adligen wie Entenrennen oder sich mit Obst zu beschmeißen.

Was missfiel mir. Trotz des positiven Gesamteindrucks doch eine ganze Menge.
Die Kostüme orientieren sich mit ihrem Schwarz-Weiß-Schema stark an "Der Kontrakt des Zeichners". Die Spitzen sind einfach furchtbar, wenn auch vielleicht ein Stilmittel. Die Herrenkleidung wirkt doch sehr pimfig - wir sprechen hier vom Königshof und nicht von einer Versammlung der Gentry. Man sieht praktisch null Stickereien, auch keine Orden etc. an den Herren. Die Justaucorps mit Knöpfen an beiden Vorderkanten ergeben keinen Sinn. Die Waffen etc. sind erkennbar unpassend (grobe Degen an Höflingen, simpelste Jagdgewehre an Lady Marlborough). Auf die Dauer hat's mich einfach nur noch genervt eine Hauptrolle zum x-ten Mal im selben Kleid zu sehen, selbst wenn es ein Stilmittel sein soll, dass Lady Marlborough immernoch im blutbespritzten Jagdjäckchen rumläuft, statt nach Wochen mal ein anderes zu haben.
Die eingestreuten gewollt witzigen Passagen wie der alberne Tanz von Lady Marlborough mit Mr. Masham fand ich unnötig und ein bisschen nervtötend. Vielleicht sollte ja auch die asiatische Musikerin im Kammermusikensemble auf dem Schlosshof so ein "Witz" sein.
Die Nebenrollen haben mich teilweise erheblich gestört. So wirkt Godolphin einfach wie ein alter Mann ohne jeglichen Esprit. Noch schlimmer aber Mark Gatiss als Marlborough, der in keiner Minute irgendwie glaubhaft den genialen Taktiker darstellt. Er scheint einfach unbeholfen. Man hätte sich da getrost an John Neville orientieren dürfen ("The First Churchills" 1969). Gatiss wirkt einfach wie ein deplatzierter Komödiant in einer ernsthaften Rolle.
Die Ausstattung ist durchwachsen. Am unbrauchbarsten fand ich allerdings den Drehort. Beinahe der gesamte Film spielt nur bei Hofe, der in Hatfield House verlegt wurde. Das führt dazu, dass das Schloss vor allem in der Totalen viel zu klein ist. Wer Windsor oder Hampton Court mal gesehen hat, weiß was ich meine. Das schlägt sich dann auch in Szenen nieder wo bspw. die Kutsche offenbar Probleme hat auf dem viel zu kleinen Hof zu wenden. Hätte man erst eine königliche Equipage genommen, wäre es noch gravierender gewesen. Die Räumlichkeiten passen vielleicht zu einem Grafen oder Herzog, aber eben nicht zur Queen. Das gibt dem Film eine regelrecht klaustrophobische Wirkung, wenn ein "Hofball" in eine viel zu kleine Hall gepresst wird. Ein Hofball mit 10-12 Paaren, die tanzen können? Oh no! My goodness.
Etwas skurril, dass das Familienleben der Marlboroughs vor allem im Gegensatz zu der letztlichen Kinderlosigkeit von Queen Anne garnicht vorkommt.

Insgesamt ein Film, der gut ist und wohl sehr stark von 3-4 Darstellern lebt, aber auch zahlreiche Schwächen hat. Meiner besseren Hälfte hat er besser als mir gefallen.
7 von 10 Sticheleien.
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Verfasst am: Mi März 06, 2019 9:49 am    Titel: Ähnliche Themen



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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi März 06, 2019 12:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zu alt? Find ich witzig, wenn man bedenkt, dass Sarah Churchill zu der Zeit zu der der Film spielen soll um die 50 Jahre alt war und damit 5 Jahre älter als Queen Anne war^^
Was mich allerdings etwas gestört hat war, dass man sie immer als "Lady" bezeichnete. Ihr Mann war bereits ab 1702 Duke of Marlborough, sie demzufolge also Duchess, Abigail Hill kam so gegen 1704 an den Hof, der Film spielt angeblich gegen 1710 herum. Also eigentlich die völlig falsche Bezeichnung

Zum Drehort: Hatfield House fand ich gut gewählt, Queen Anne verbrachte viel Zeit im Kensington Palace, der zur damaligen Zeit sogar noch kleiner war als wir ihn heute kennen. Mir hat hier auch der Kontrast der Räumlichkeiten zu den sehr klaren Linien der schwarz/weiß Kostüme unheimlich gut gefallen. Man merkte, dass es nicht historisch perfekt, eher eine Form der modernen Interpretation dieser Zeit ist, ohne dass es unstimmig oder schlecht gemacht wirkt.

Mir hat der Film wahnsinnig gut gefallen, die Schauspieler waren großartig und die Kameraführung gerade durch die langen Galerien fand ich genial. Wie durch einen gewölbten Spiegel, coole Idee. Wir hatten damals Glück und eine Preview erwischt, in der kaum Leute waren, da hat es sich noch besser genießen lassen können.
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BeitragVerfasst am: Mi März 06, 2019 1:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte auch Bilder von Kensington Palace gesehen, fand dass das aber insgesamt auch mehr nach Queen Anne Style wirkt.

Auf den zeitgenössischen Gemälden wirkt die Duchess einfach noch frischer.
Aber ich denke, dass das da für die Besetzungsentscheidungen keine Rolle spielt, da der Film ja so ein Spagat zwischen Historie und eigenständigem Kunstwerk ist. Er spielt ja auch ein bisschen zwischen den Zeiten. Der Prinz von Dänemark, der eben erst verstorben sein müsste und einen großen Einfluss auf die Politik hatte insofern dass er am Ende seines Lebens die Zielscheibe der Kritik war (als nomineller Kommandierender der Navy).

Dass Queen Anne im Film insgesamt als recht alt dargestellt wurde, fand ich plausibel. Sie war ja lange Zeit krank und wird auch hier als von der Krankheit gezeichnet porträtiert. Queen Anne wirkt auf den meisten Darstellungen der Zeit recht behäbig, eher älter als die Duchess.
Olivia Colman fand ich auf jeden Fall brillant in der Rolle, egal ob sie historisch korrekt widergegeben wurde.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do März 07, 2019 8:59 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehme auch an, dass die zahlreichen Schwangerschaften ihren Tribut gefordert haben und sie dadurch eventuell rascher älter ausgesehen hat. Gemälden kann man wohl nur bedingt trauen, gerade was das Alter betrifft. Wenn eine Duchess (noch dazu eine der einflussreichsten Frauen des Landes) zu mir kommen würde um sich portraitieren zu lassen und sie wollen würde, dass ich sie jugendlich/frischer darstelle, würde ich mich vermutlich auch nicht quer stellen Mr. Green
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Verfasst am: Do März 07, 2019 8:59 am    Titel: Ähnliche Themen



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