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   MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> 1755-1770 Marie Antoinettes Kindheit
Autor: Simone Archiduchesse Verfasst am: Do Jan 11, 2018 7:16 pm Titel: Etikette in Österreich
Hallöchen Smile

Ich weiß nicht ob es diesen Thread schon gibt, aber meine Frage ist ob man genaueres über MA`s Kindheit weiß, genauer über ihren Unterricht und Freiheiten. Gab es eine strenge Etikette wie in Frankreich?


Ich dank schon mal für die antworten Very Happy


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Fr Jan 12, 2018 9:00 am Titel:
Hallo Simone, willkommen im Forum Very Happy

Über die Erziehung der Erzherzoginnen haben wir bereits einen Thread:
Arrow Erziehung der Erzherzogin

Über die Frage der Etikette am Kaiserhof gibt es offenbar noch keinen Thread. Da können wir hier gern diskutieren Wink
(Ich habe deinen Thread daher mal auf die Etikette beschränkt und den Titel angepasst.)


Autor: Brissotin Verfasst am: Fr Jan 12, 2018 11:05 am Titel:
In Österreich galt in den 1750ern noch eine abgewandelte Form des Spanischen Hofzeremoniells. Anders als am französischen Hof, gab es bei den Männern das Spanische Mantelkleid, welches an besonderen Festtagen und nur in der Residenz getragen wurde, nicht aber in den Lustschlössern.

Wenn Du was dazu an Literatur brauchst, kann ich bedingt, das Buch von Huss empfehlen:
http://marie-antoinette.forenking.com/t2103-der_wiener_kaiserhof_eine_kulturgeschichte_von_leopold_i.html

Ich würde die Etikette in Wien nicht als strenger oder weniger streng als in Versailles, sondern als anders bezeichnen. Die Etikette war letztlich so streng wie die Herrschenden sie auslegten. Die fundamentaleren Reformen, die tatsächlich Einschnitte ins Zeremoniell in Wien mit sich brachten, kamen nach dem Tod Franz Stephans mit dem Herrschaftsantritt von Joseph II. als Kaiser, der bspw. den bzw. richtiger die Kniefälle vor ihm abschaffte.


Autor: Simone Archiduchesse Verfasst am: Mi Jan 17, 2018 8:57 pm Titel:
Danke für die hilfreichen antworten Very Happy


Autor: Brissotin Verfasst am: Mi Jan 24, 2018 12:28 pm Titel:
Huss beschreibt das Wiener Zeremoniell in dem Abschnitt zu Joseph II. durchaus als etwas steif und einengend. Wobei das auch einfach Joseph II. so empfunden haben mag. Friedrich II., sein Vorbild, lebte ja auch praktisch an seinem Hof vorbei. Wenngleich Joseph räumlich eng beim Hof wohnte und arbeitete, brachte er doch viele Stunden für sich in seinen Arbeitsräumen zu. Wer dann die Rolle der führenden Person bei Hofe einnahm, v.a. nach dem Tod Maria Theresias bleibt da leider unerwähnt. Ich frage mich auch ein bisschen wie Joseph seine Reform der Hofhaltung offenbar gegen den Wunsch seiner Mutter schon in den 1760ern umsetzen konnte. Dem Ansehen des Kaiserhofes und seinem Gepränge hat es sicherlich geschadet. Der Duc de Croy, der bei der Krönung Karl Albrechts zugegen war, empfand ja das deutsche Zeremoniell als schöner oder/und beeindruckender als das französische. Vielleicht aber einfach erklärlich mit dem anderen Anspruch. Selbst unter Franz Stephan war ja eigentlich das Kaisertum noch dem Namen nach ein weltumspannendes.


Autor: Forenking Verfasst am: Mi Jan 24, 2018 12:28 pm Titel: Ähnliche Themen





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