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   MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Epochen - Allgemeines
Autor: marie_antoinette_fan_100 Verfasst am: Sa Jul 30, 2011 8:50 pm Titel: Frauen und Männer der Geschichte
ich wollte eich mal fragen welche eure lieblingspersonen in der geschichte sind ???


Autor: Elizabeth Antoinette Verfasst am: Sa Jul 30, 2011 8:56 pm Titel:
Ich würde sagen Ludwig XIV, Marie Antointte und Galilei


Autor: marie_antoinette_fan_100 Verfasst am: Sa Jul 30, 2011 9:00 pm Titel:
bei mir Marie Antoinette ,Anne Boleyn ,Kathryn Howard ,Mary Tudor und Elisabeth I


Autor: Antoinette Verfasst am: So Jul 31, 2011 3:37 pm Titel:
Also meine Favoriten sind definitiv Marie Antoinette und Anne Boleyn. Aber auch Elizabeth I., Lady Jane Grey, Katharina von Bora und Leonardo da Vinci sind faszinierende Persönlichkeiten.


Autor: Giuseppe Verfasst am: Di Aug 02, 2011 8:57 pm Titel:
Ich würde meine Antwort gerne chronologisch nach Epochen ordnen:

Antike: Marcus Tullius Cicero steht hier ganz oben auf meiner Liste. In letzter Zeit habe ich mich intensiv mit ihm befasst.
Dann natürlich auch Augustus Caesar, welcher als erster römischer Kaiser gilt, obwohl er offiziell gar nicht Kaiser war.
Ansonsten darf natürlich Alexander der Große nicht fehlen: Allein schon der Gedanke, in welch kurzer Zeit er aus dem kleinen Makedonien das riesige Alexanderreich geformt hat. Beeindruckend, sage ich da nur.

Mittelalter: Im Mittelalter selbst finde ich keine Persönlichkeit wirklich beeidruckend, obwohl es sich immerhin 1ooo Jahre
unserer Zeitrechnung einverleibt. Natürlich liegt das zum einen daran, weil ich mich für diese Epoche und dessen Persönlichkeiten an sich nicht viel interessiere und beschäftige. Jedoch zählt das Genie Nr. 1 theoretisch noch zum Mittelalter: Leonardo Da Vinci

Renaissance: Also da ich gerne Elisabeth (beide Teile) gerne gesehen habe, interessiere ich mich hauptsächlich für die Renaissance Englands und deren Persönlichkeiten: Elisabeth I., Walsingham, usw., aber auch für deren Vorgängergeneration: Henry VIII. und seine Frauen

Barock: Nenne ich zuerst meine Lieblingskomponisten dieser Zeit: Vivaldi, Lully und Bach.
Natürlich darf hier der Sonnenkönig Louis XIV. nicht fehlen, aber auch Maria Theresia, Friedrich der Große, Louis XV. und andere Zeitgenossen. Madame Pompadour fasziniert mich immer wieder, wie auch Monsieur Choiseul.

Rokoko: Natürlich ist es schwer die genaue Abgrenzung zwischen Barock und Rokoko zu setzen, aber in der Zeit des Rokoko gibt es besonders viele interessante Personen:
Fange ich mit Frankreich an: Marie Antoinette, Louis XVI, Danton, Robespierre und viele andere Franzosen aus der vorrevolutionären und revolutionären Zeit.
England: Die Herzogin von Devonshire, Georgiana Cavendish, ist wirklich sehr interessant. Aber auch King George.
Österreich: Hier nenne ich den Gott der Musik zuerst: Mozart!!! Seine Musikkreationen sind einfach der Wahnsinn: Denkt nur an die Zauberflöte oder sein Requiem! Ansonsten der Bruder Marie Antoinettes Joseph.
Amerika: George Washington und allgemien die Personen, die maßgeblich an der Unabhängigkeit der 13 Kolonien beteiligt gewesen waren.
Es gibt noch andere beeindruckende Personen, die hier jedoch den Rahmen sprengen würden.

Empire/Regency/19.Jahrhundert: Napoleon muss hier an ersten Stelle genannt werden. Queen Victoria, Bismarck, Metternich, Kaiserin Sissi und ihr Gemahl, Karl Marx, Lincoln und viele andere.

1900 - 1945: Hier sind eigentlich im positiven keine Größen mMn zu nennen. Natürlich sind die drei Diktatoren des 20 Jahrhunderts sehr interessante Themen, jedoch fallen sie nicht unter die Kategorie Lieblingspersonen.

1946 - 2011: Eva Maria Duarte de Peron fasziniert mich. Zugegebenermaßen durch den Musicalfilm Evita mit Madonna, aber dadurch habe ich mich intensiv mit der wahren Evita auseinandergesetzt. Queen Elizabeth II. sowie Königin Beatrix sind mir beide sehr symphatisch. Bei Letzterer meine ich sowohl das Original als auch die Hape-Kerkeling-Version.^^
Würde ich intensiv weiter nachdenken, würden mir bestimmt noch weitere Persönlichkeiten aus der Gegenwart einfallen, aber das soll fürs erste Reichen.


Autor: Johanna_Gabriela Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 10:21 am Titel: Gar nicht so einfach, diese Frage zu beantworten
"Nur" Adelige, oder dürfen es auch "bürgerliche" sein. Falls's beide erwünscht sind, so tue ich hiermit meine Meinung kund - ohne Anspruch auf Vollständigkeit zwecks genauerer Personendaten:

- Lise Meitner (österreichische Physikerin)

- Marie Curie (polnische Chemikerin)

- Emmy von Rhoden (deutsche Schriftstellerin "Der Trotzkopf" )

- Johanna von Spanien (das erste "Mobbingopfer" der Geschichte - egal was sie tut, es ist immer "falsch" bzw. wird so interpretiert, daher auch der Beiname "die Wahnsinnige"/"die Schwermütige" (la loca = die schwermütige).



Bezüglich der Adeligen hmm, im gewissem Sinne beeindrucken sie mich alle nicht. Weder Königin Luise (nur weil sie in jungen Jahren mit knapp 34 gestorben ist, wird sie angehimmelt wie eine Halbgöttin), noch Königin Viktoria von England (eine eitle, selbstverliebte alte Frau) und schon gar nicht Kaiserin Elisabeth (Liebeshimmel oder Ehehölle wie war es wohl wirklich ? ).

Desgleichen finden auch Persönlichkeiten mit dem Beinamen "der große", der "starke" etc. keine Beachtung. Und Johann Wolfgang von Goethe kann ich überhaupt nicht leiden: Ein eitler, selbstverliebter, großkotziger, etc. Schwachkopf . "größter Dichter deutscher Zunge" - pha, andere haben auch Gedichte geschrieben z.B. Friedrich Schiller.

Auch die Kaiser/innen, Könige/Königinnen etc. sind nicht die einzigen gewesen, die dieses Amt ausgeübt haben.

Streng genommen trifft das - sie sind nicht die ersten und einzigen - auch auf die oben erwähnten Wissenschafterinnen und die Schriftstellerin zu. Dennoch bewundere ich deren Mut und Durchsetzungskraft in Zeiten, in denen "nur" die Meinung der Männer gezählt hat.


Autor: Antoinette Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 11:07 am Titel:
Giuseppe hat Folgendes geschrieben:


Mittelalter: Im Mittelalter selbst finde ich keine Persönlichkeit wirklich beeidruckend, obwohl es sich immerhin 1ooo Jahre
unserer Zeitrechnung einverleibt. Natürlich liegt das zum einen daran, weil ich mich für diese Epoche und dessen Persönlichkeiten an sich nicht viel interessiere und beschäftige. Jedoch zählt das Genie Nr. 1 theoretisch noch zum Mittelalter: Leonardo Da Vinci

Muss dich leider korrigieren, Da Vince wird zur Renaissance gezählt Wink


Autor: Giuseppe Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 12:44 pm Titel:
Naja, wie man es nimmt: Zeitlich hat er Ende des Mittelalters und Anfang der Renaissance gelebt.
Anderereits kann man aber auch sagen, dass seine Erfindungen maßgeblich daran beteilgt gewesen waren, die Renaissance einzuläuten.


Autor: Finn Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 1:34 pm Titel:
Da Vinci war zwar ein Wegbereiter und ein genialer Denker der Renaissance, jedoch werden seine Erfindungen häufig überschätzt. Er war bei weitem nicht der einzige, der sich mit Fluggeräten, Taucheranzügen u. ä. beschäftigte. Häufig übernahm er auch die Theorien von anderen und entwickelte sie weiter. Dazu soll sogar auch der vitruvianische Mensch gehören.

Ich selbst habe eigentlich keine Lieblingsperson in dem Sinne. Ich denke, jede Epoche hatte ihre ganz eigenen faszinierenden Persönlichkeiten.


Autor: Lolo Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 3:48 pm Titel:
Giuseppe hat Folgendes geschrieben:
Dann natürlich auch Augustus Caesar, welcher als erster römischer Kaiser gilt, obwohl er offiziell gar nicht Kaiser war.


Sorry, hier muss ich sch****ern. Wen meinst du jetzt genau? Wenn du den imperator Caesar meinst (also Gaius Julius), dann ist es richtig, dass er im eigentlichen Sinne kein Kaiser war. Dann ist es allerdings falsch ihn Augustus Caesar zu nennen, denn den Beinamen Augustus trugen erst alle Kaiser nach Augustus.
Wenn du allerdings Kaiser Augustus meinst (also den Adoptivsohn Caesars), dann war dieser definitiv und hochoffiziell der erste und prototypische Kaiser Roms, nach dessen Selbstverständnis und Amtsauslegung alle weiteren Kaiser agierten. Natürlich begriffen sich alle Caesaren als "Erste unter Gleichen", aber sogar damals war allen dies als Augenwischerei bewusst und eine Militärmonarchie unter Augustus vollständig etabliert und (weitestgehend) akzeptiert.

Wink Lolo


Autor: Antoinette Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 4:37 pm Titel:
Giuseppe hat Folgendes geschrieben:
Naja, wie man es nimmt: Zeitlich hat er Ende des Mittelalters und Anfang der Renaissance gelebt.
Anderereits kann man aber auch sagen, dass seine Erfindungen maßgeblich daran beteilgt gewesen waren, die Renaissance einzuläuten.

Gewiss, und aufgrund seines aufklärerischen Denkens ordnet ihn zur Renaissance Wink


Autor: Forenking Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 4:37 pm Titel: Ähnliche Themen




Autor: AustroBavarian Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 5:21 pm Titel:
Wo fang ich an? Wo hör ich auf? Das frage ich mich bei diesem Thema.

Ich versuch mal eine Aufzählung, auch auf die Gefahr hin den/die eine/n oder andere/n zu vergessen:

Steinzeit: Die Baumeister der Megalithkultur, die mit einfachsten Mitteln aber großer Genialität beeindruckende Monumentalbauten errichtet haben - lange vor den ersten Pyramiden. Wer will, kann sich hier ein Bild davon machen: http://www.heritagemalta.org/sites/sites.html

Altes Ägypten: Echnaton und Nofretete, die "Erfinder" des Ein-Gott-Glaubens. Meiner Meinung nach noch viel zu wenig erforscht - insbesonder in ihrer Auswirkung auf spätere kulturelle Entwicklungen.

Antikes Griechenland: Homer, der große "Geschichtenerzähler" hat mich mit seiner Ilias und seinen Argonauten schon zu meiner Kindheit in seinen Bann gezogen.

Antikes Rom: Na ja, lauter Krieger und Raufbolde - aber auch Kulturbringer und immerhin Gründer meiner Geburtsstadt Augsburg. Ansonsten steh' ich in dieser Epoche lieber auf der Seite von "Asterix und Obelix" Wink

Völkerwanderung: Wer lebte tatsächlich, wer ist nur Fiktion? Bei König Artus und seiner Tafelrunde war mir das immer egal - obwohl ich davon überzeugt bin, dass es hier einen bzw. mehrere historische Vorbilder geben muss.

Mittelalter: Karl der Große natürlich und selbstverständlich auch "meine" Wittelsbacher, z.B. Otto von Wittelsbach, mit dem ab 1180 der Aufstieg Bayerns begann. Aber natürlich auch "meine" Habsburger, beginnend mit Rudolf von Habsburg, der mit dem Sieg in der Schlacht auf dem Marchfeld zwischen den Dörfern Dürnkrut und Jedenspeigen an der heutigen Grenze zur tschechischen Republik und zur Slowakei den Grundstein für die österr. Hausmacht legte.
Bei den Kreuzrittern haben es mir die Templer angetan, vielleicht oder gerade aufgrund der noch vielen ungelösten Fragen.

Frühe Neuzeit: Hier bin ich natürlich durch meine 2. Heimat geprägt. Ganz klar L'Ilse Adam, der letzte Großmeister des Johanniter-Ordens auf Rhodos, der 1530 die Ritter schließlich nach Malta führte und Jean Parisot de la Valette, der 1565 als Großmeister die Verteidigung der Insel gegen eine schier unbezwingbare türkische Übermacht siegreich leitete und damit Europa vor einer türkischen Islamisierung bewahrte. Zu Karl V.einem Zeitgenossen des Großmeisters, und der Kaiser, in dessen "Reich die Sonne nicht unterging" habe ich ein eher gespaltenes Verhältnis. Aber ich muss auch anerkennen, dass es eine extrem schwierige (für uns heute natürlich auch eine umso interessantere) Zeit war: Kolonialisierung Südamerikas, Luthers Kirchenreform - der Aufbruch in eine neue Zeit.
Jetzt gehe ich ganz frech 2 Generationen zurück: Maximilian I. (Großvater von Karl V.), genannt der "letzte Ritter". An ihm hat mich stets sein unbezwingbarer Optimismus fasziniert. Stets pleite und trotzdem nie um einen Ausweg verlegen, fehlte auf keinem wichtigen Turnier und bewies noch in seinem Sterben Humor: Er verfügte, dass er "zwischen Himmel und Erde begraben" werde. Sein Grab befindet sich in der Kapelle der Burg von Wiener Neustadt (heute Militärakademie) und diese Kapelle wiederum liegt genau über dem großen Tor - also wirklich "zwischen Himmel und Erde". In seinem Prunkgrabmahl in der Hofkirche von Innsbruck, das von überlebensgroßen Statuen historischer und sagenhafter Persönlichkeiten flankiert ist, konnte er deshalb nicht die letzte Ruhe finden, da ihm die Stadt Innsbruck aufgrund der hohen Schulden, die er dort bereits hatte, nicht mehr einreisen ließ. Er heiratete Maria von Burgund, die Tochter Karls des Kühnen und brachte das Burgundische Erbe (incl. dem Orden vom Goldenen Vlies) zu den Habsburgern.
Ich bleibe noch ein wenig in dieser Zeit: Die Familie Fugger. Einst als Handwerker (Weber) aus einem kleinen schwäbischen Dorf nach Augsburg gezogen, schafften sie den Aufstieg in die Hochfinanz. Ohne die Kredite der Fugger wäre Karl V. niemals Kaiser geworden. Immerhin konnte Jakob Fugger der Reiche mehr "Handsalbe" (so nannte man das übliche Bestechungsgeld für die Kaiserstimme der Kurfürsten ) aufbieten als Franz I. von Frankreich. Dabei haben die Fugger niemals auch ihre soziale Verpflichtung vergessen und mitten in Augsburg eine eigene kleine Stadt, die "Fuggerei" gebaut, in der bis heute "unschuldig in Not geratene Augsburger" zu einer Jahresmiete von 1 rheinischen Gulden (ca. 70 Cent), die bis heute niemals erhöht wurde, eine Wohnung erhalten können. Katholisch müssen diese Menschen sein - und jeden Tag für die Stifterfamilie in der Fuggerkapelle beten.

Gut, springen wir zeitlich - oder besser räumlich weiter, denn in der Ranaissance sind wir Mitte des 16. Jhdt. mit den Fuggern ja schon. Ab nach Italien: Die großen Renaissance-Fürsten aus den Geschlechtern der Medici und Borgia waren mir etwas zu brutal (gut, musste man damals sein, wenn man überleben wollte), aber die Künstler - und da gab's neben dem großen Leonardo ja noch einige, waren einfach genial. Michelangelo de Buanarotti oder auch Michelangelo de Merisi (genannt Caravaggio) z.B. um nur 2 der ganz großen zu nennen, oder Filippo Burnelleschi und sein Gehilfe Giovanni da Prato, die die grandiose Kuppel der Kathedrale von Florenz erbauten.

Dann im Barock: DER König schlechthin: Louis XIV (wer sonst!) - zumindest wenn es um Frankreich und die große Weltpolitik geht, muss natürlich an erster Stelle genannt werden.
Nicht vergessen möchte ich aber auch:
Maximilian II.,, der "blaue Kurfürst" von Bayern, Sieger über die Türken und Erbauer des Schlosses Schleissheim. Er war sowohl Gegner als auch Verbündeter von Louis XIV.
Prinz Eugen von Savoyen, der von Louis XIV verschmähte geniale Feldherr, der 3 Habsburger-Kaisern (Karl VI., Joseph I. und Leopold I.) diente.
Maria Theresia, die große Erzherzogin von Österreich (fälschlich immer wieder als "Kaiserin" bezeichnet) und Mutter von "unserer" Marie Antoinette.
Bei den Künstlern möchte ich den König des Gartenbaus Le Notre nicht vergessen, ebensowenig alle, die am Bau von Versailles beteiligt waren und natürlich den großen Musiker Lully, den spitzfindigen Komödianten Moliere, den Dramatiker Racine...

Rokoko: Wen soll ich hier nennen, wenn nicht Marie Antoinette und Louis XVI ?!?! In Österreich aber auch den etwas zu eifrigen und missverstandenen Reformer Joseph II, in Bayern Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern, der "Vielgeliebte", der nach dem verlorenen Erbfolgekrieg mit Österreich sein Land wieder sanierte, in Bayern die allgemeine Schulpflicht einführte, die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Nymphenburger Porzellanmanufaktur gründete.

Das 19./20. Jahrhundert möchte ich mit Metternich beginnen und mit allen, vom Fürsten über die Generäle bis zum kleinsten Soldaten, die dem Revolutionsparvenü Napoleon Bonaparte Einhalt geboten.
Aus Bayerischer Sicht natürlich die bayerischen Könige (auch wenn sie ihre Krone von eben diesem Napoleon erhielten - was ich außerhalb diese Forums lieber verschweige Embarassed ) Maximilian I. Joseph, der Bayern die erste Verfassung gab, sein Sohn Ludwig I., der aus dem dörflichen und verschlafenen München die Weltstadt machte, die wir heute kennen, dessen Sohn Maximilan II., der vor allem die Wissenschaft förderte und mit dem Maximilianeum eine Studieranstalt für hochbegabte Schüler gründete. Dessen Sohn Ludwig II., dessen Leistungen viel zu wenig beachtet werden, dessen Verdienste um die Förderung der Technik hinter seinem Ruf als "Märchenkönig" verschwinden, dessen hochsensible Persönlichkeit in der brutalen Zeit des
aufkommenden Nationalismus mit zur Tragik des letzten "wahren Königs" beigetragen hat. Prinzregent Luitpolt, der für den geisteskranken Otto I. (ob tatsächlich krank oder evtl. aus politischen Gründen unter Drogen gesetzt, ist bis heute nicht geklärt) regierte und Bayern auch im von Preußen dominierten Deutschen Reich seine Stellung sicherte, dessen Sohn Ludwig III., der ebenfalls für die Souveränität Bayerns eintrat und darüber hinaus die Landwirtschaft förderte und während des 1. Weltkrieges München mit landwirtschaftlichen Produkten von seinen eigenen Gütern beliefern ließ. Kronprinz Rupprecht, die "Hoffnung" Bayerns, der sich wie Otto von Habsburg (eigener Thread) darum bemühte die Regierung in seinem Land wieder zu erlangen um es Hitler nicht kampflos zu überlassen. Herzog Albrecht von Bayern, den ich noch persönlich kennenlernen durfte und sein Sohn Herzog Franz von Bayern, der jetzige Chef des Hauses Wittelsbach, ein großer Kunstförderer.
In Österreich: Kaiser Karl I. und Kaiserin Zita, die sich seit ihrer Thronbesteigung 1916 vehement für ein Ende des 1. Weltkriegs einsetzten. Kaiser Karl wurde u.a. auch dafür noch von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Der Seligsprechungsprozess für Kaiserin Zita, die ich ebenfalls noch persönlich kennenlernen durfte und bei diesem Anlass ich auch meine Frau kennen lernte, wurde inzwischen ebenfalls aufgenommen.

Wenn es um "demokratische" Staatsmänner/frauen geht, wird die Liste schon sehr kurz:
Guido de Marco, Jurist, Aussenminister und schließlich Präsident der Republik Malta. Ihm ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Malta 2005 der EU beitreten konnte. Ein Gentlemen durch und durch. Leider verstarb er vor fast genau einem Jahr nach langer schwerer Krankheit, die er stets tapfer ertragen hat und die ihn nie daran hinderte, auch nach Ende seiner offiziellen politischen Tätigkeit, bis zuletzt für sein Land zu arbeiten.

Und in Bayern: Josef Baumgartner (1904-1964), von 1954-1957 stellvertretender bayerischer Ministerpräsident, glühender bayerischer Patriot und Vorsitzender der Bayernpartei, deren Ziel die Wiedererlangung der bayerischen Eigenstaatlichkeit (Abtrennnung von Deutschland als ein wieder souveränes Bayern) ist.

Ich hoffe alle (respektive deren Seelen), die ich in dieser eh schon langen Liste nicht mehr untergebracht habe, mögen mir nicht böse sein.

Liebe Grüße vom
AustroBavarian


Autor: marie_antoinette_fan_100 Verfasst am: Mi Aug 03, 2011 6:08 pm Titel:
alle, die am Bau von Versailles beteiligt waren

die einziegen die ich kenne sind: louis le vau,Jules Hardouin-Mansart,Robert de Cotte und für den garten André Le Nôtre.


Autor: AustroBavarian Verfasst am: Do Aug 04, 2011 8:15 am Titel:
Liebe marie_antoinette_fan_100,

da gibt's noch so viele (die ich ganz ehrlich auch nicht alle kenne Wink ), z.B. Ange-Jaques Gabriel, der u.a. für das Petit Trianon verantwortlich zeichnete, oder neben Le Notre auch noch Jean-Baptiste de la Quintinie, der den Garten "Potager du Roi" als königlichen Nutzgarten in Versailles in kunstvoller Weise angelegt hat. Und dann sollten wir auch die nicht genannten Künstler erwähnen, die die Kristallluster, die Spiegel, die Tapisierien, die Parkettböden etc. etc. hergestellt haben - und das riesige Heer der Arbeiter, ohne die das schöne Versailles nur ein Plan geblieben wäre....

Liebe Grüße aus Wien
vom AustroBavarian


Autor: marie_antoinette_fan_100 Verfasst am: Do Aug 04, 2011 1:24 pm Titel:
ich kann mir die ganzen langen französischen namen auch gar nicht merken


Autor: Finn Verfasst am: Do Aug 04, 2011 1:41 pm Titel:
Auch sind die Bauarbeiter und Handwerker nicht zu vergessen, die beim Bau von Versailles ihr Leben verloren haben. Sad


Autor: AustroBavarian Verfasst am: Do Aug 04, 2011 2:34 pm Titel:
Ja Finn, selbstverständlich dürfen auch jene Arbeiter, die auf den Baustellen der großen Kulturdenkmäler (nicht nur Versailles), die wir heute ehrfürchtig bewundern, verunglückt sind, nicht vergessen werden.

Liebe Grüße
vom AustroBavarian


Autor: Lolo Verfasst am: Do Aug 04, 2011 6:34 pm Titel:
Ok, hier noch ganz grob meine all time favourites:

-Römisches Reich (mit Augenmerk auf späte Republik und frühe Kaiserzeit)
-Hochmittelalter (Hauptaugenmerk auf Ottonen, Salier, Staufer)
-Ausgehendes 15. Jahrhundert (in erster Linie Entdeckung und Eroberung der sog. Neuen Welt)
-18. Jahrhundert (hier eigentlich so ziemlich ALLES)
-Nachkriegsdeutschland ab 1945 bsw. deutsche Teilung

Womit ich am wenigsten anfangen kann:

-Altes Ägypten (das ist leider ein solches Klischee geworden und stößt mich total ab)
-Alles rund um den 2.WK und Nazideutschland (dominantes Thema zu Schulzeiten, für mich absolut ausgereizt)


Lolo


Autor: MariaAntonia Verfasst am: Fr Aug 05, 2011 7:01 am Titel:
Ich wüsste jetzt auf Anhieb nicht zu jeder Epoche eine Person, die mich besonders interessiert, dabei bin ich mir sicher, dass mir bei längerem Nachdenken sicherlich der eine oder andere einfällt.
Bei der Frage nach dem Hass-Charakter der Geschichte würde mir spontan jemand einfallen (Napoléon).

Marie Antoinette zählt natürlich zu den "Lieblingspersonen", aber auch die Könige Henri IV bis Louis XVI sowie die jeweiligen Königinnen, aber auch die Mätressen.


Autor: marie_antoinette_fan_100 Verfasst am: Fr Aug 05, 2011 7:18 am Titel:
Very Happy schade das es hier kein gefällt mir gibt, sonst würde ich es überall klicken Very Happy Exclamation Exclamation Exclamation


Autor: Lolo Verfasst am: Fr Aug 05, 2011 11:13 am Titel:
MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Ich wüsste jetzt auf Anhieb nicht zu jeder Epoche eine Person, die mich besonders interessiert, dabei bin ich mir sicher, dass mir bei längerem Nachdenken sicherlich der eine oder andere einfällt.


Ups, jetzt sehe ich auch erst, dass ich das Thema verfehlt habe. Es ging ja um Personen und nicht um Epochen. Rolling Eyes

Hmm, also in der röm. Antike find ich am spannensten die Scipionen, die Gracchen, die diversen Triumvirn (an vorderster Front die üblichen Verdächtigen Marcus Antonius & Octavian) und so ziemlich alle Kaiser bis Konstantin.

Im Hochmittelalter sagte ich ja schon, dass es die Dynastien der Ottonen, Salier und Staufer sind und alles was damit zu tun hat.

Die Entdeckung der Neuen Welt ist insgesamt einfach extrem spannend. Natürlich gibt es da Columbus, aber auch andere Spanier und Portugiesen, da kann ich mich nicht festlegen, weil ich da noch zu wenig drin stecke.

18. Jahrhundert: Natürlich Marie Antoinette als Speerspitze dieses Jahrhunderts. Cool

Nachkriegszeit: Da sind es weniger die Figuren, als vielmehr die unglaublichen kleinen und großen, innerdeutschen und globalen Verstrickungen.

Ansonsten sind noch Lieblinge: Elizabeth I., Karl der Große, Alexander der Große und noch viele "Große" mehr... Laughing

Lolo


Autor: Forenking Verfasst am: Fr Aug 05, 2011 11:13 am Titel: Ähnliche Themen





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