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MA - Bourbonin oder doch Habsburgerin? :: MARIE ANTOINETTE - Forum
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MA - Bourbonin oder doch Habsburgerin?
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MA - Bourbonin oder Habsburgerin?
Bourbonin
10%
 10%  [ 2 ]
Habsburgerin
31%
 31%  [ 6 ]
Habsburgerin und Bourbonin
57%
 57%  [ 11 ]
Stimmen insgesamt : 19

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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 1157
Wohnort: VÖ

BeitragVerfasst am: Mi Apr 20, 2011 10:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Brissotin hat Folgendes geschrieben:
Für mich ist das Haus Habsburg 1740 ausgestorben. Twisted Evil Wink

"Habsburg-Lothringerin" o.ä. wäre da genehm ?

Als Vorderösterreicher müsste ich sagen: ja.

Als Skeptiker muss ich sagen: Das Haus Wettin hieß auch nicht nach der Vermählung von Friedrich August II. mit Maria Josepha Habsburg-Wettin. Wenn die Wittelsbacher und Wettiner 1741 Österreich aufgeteilt hätten, vielleicht ja dann... Laughing

Ist es so, dass eine Adelige durch Heirat komplett im anderen Haus aufgeht? Man kennt ja von den Schlössern her überall Allianzwappen. Wenn man höherrangig war, betonte man das.

Beispiele:
Die Gräfin von Hohenlohe-Weikersheim um die Mitte des 18.Jh. nannte sich Fürstin, da sie eine Fürstentochter aus dem Hause Öttingen-Öttingen war.
Die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth nannte sich vorrangig königliche Hoheit, was sie als Tochter von König Friedrich Wilhelm I. war.

Folgerichtig wäre also im Prinzip auch, wenn Maria Antonia bei der ranglich höher geordneten Abkunft als Kaisertochter (kaiserliche Hoheit) geblieben wäre.

Das mit der Hilflosigkeit der kaiserlichen Familie nach 1789 verstehe ich in diesem Kontext nicht. Der Kaiser (Joseph II. und dann Leopold II.) hatte 1789 und auch 1790 herzlich genug mit eigenen Problemen, Aufständen, Konflikten im Reich, dem Krieg gegen die Türken etc. zu tun. Ich würde das nicht unterschätzen an eurer Stelle. "Hilflosigkeit" klingt mir nach einer Einschätzung aus einer Art Froschperspektive, vielleicht hat es aus marie-antoinette-zentrischer Sicht so gewirkt.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 20, 2011 10:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde ja besonders die Aussage von Leopold II. in diesem Zusammenhang - unterlassene Hilfleistung - heftig - sinngemäß zitiert: Er habe eine Schwester, die Königin von Frankreich, doch das Heilige Römische Reich habe keine Schwester. Er müsse so handeln, wie es die Interessen des Reiches gebieten und nicht nach persönlichen Interessen.

Quelle: Friedrich Weissensteiner, Die Söhne Maria Theresias, Wien, 2005.

Auch hier stehen die Interessen des Reiches - ob nun Habsburg-Lothringen, Bourbon, Wettin etc. - vor den persönlichen Interessen - das ist interessant. So sehr ich Leopold II. sonst bewundere, doch in diesem Punkt hat er vollständig versagt.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 20, 2011 11:41 am    Titel: Antworten mit Zitat

Man darf aber nicht vergessen, das Joseph und Leopold hier nunmal als Kaiser und nicht als Brüder agieren mussten.
Ich kann mir vorstellen, dass es auf der politischen Ebene ganz arg schwierig ist, diplomatisch fürs Land zu handeln UND eigene Interessen unter einen Hut zu bekommen.
Vielleicht dachten die beiden Kaiser als Privatpersonen so: "Wir wollen unserer Schwester helfen."
Als Kaiser jedoch konnten sie nur so denken: "Sie ist die Königin eines anderen Landes, das revoltiert. Wir müssen unser eigenes Land nun zusammenhalten."
Von den Entscheidungen der Kaiser war schließlich nicht nur eine Familie abhängig, sondern ein ganzes Volk.

Und da man wahrscheinlich nur die offiziellen Aussagen kennt - also die der "Kaiser", nicht der Privatpersonen - klingt das für uns unglaublich unmenschlich Marie Antoinette gegenüber.


Dass man MA hier also nicht helfend zur Seite eilte, zeigt mir übrigens auch, dass sie nicht mehr als Habsburgerin gesehen wurde, sondern als bourbonische Königin Mr. Green
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 20, 2011 7:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Angeblich wollte Leopold II. ja dann doch noch helfen, ist jedoch leider durch seinen frühen/überraschenden Tod daran gehindert worden.

Sein Sohn Franz II./I. (1768-1835) hat - einige Jahre später - Hoftrauer für MA und Ludwig XVI. angeordnet und Marie Therese (Madame Royale)9 einige Jahre - widerwillig aber doch - in Österreich aufgenommen. Naja, besser ein schwacher Trost als gar keiner.

Marie Therese und ihre gleichnamige Cousine Maria Theresia (1772-1807) sollen einander unsympathisch gewesen sein. O-Ton der römisch-deutschen Kaiserin: "Die kleine Französin." (bezogen auf Marie Therese).

Quelle: Thea Leitner, Skandal im Hause Habsburg, München, 2005. (2. Band - genaue Seitenangabe ist mir entfallen. )
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Verfasst am: Mi Apr 20, 2011 7:10 pm    Titel: Ähnliche Themen



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Princesse_d'Autriche
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Beiträge: 423

BeitragVerfasst am: Fr Apr 22, 2011 9:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ob MA Habsburgerin oder Bourbonin war, darüber kann man sich wirklich streiten. Ich selbst kann mich nicht ganz entscheiden, ich tendiere eher zu "Habsburgerin und Bourbonin".

Der Vergleich mag vielleicht nicht ganz passen, da man das damals alles anders gesehen hat. Für mich funktioniert er aber:
Wenn ich heirate, fühle ich mich zwar der Familie meines Mannes zugehörig, dennoch gehöre ich ebenso zu "meiner" Familie. In die Familie meines Mannes bin ich "nur" eingeheiratet, ich habe ja weiterhin eine Herkunft.
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Antoinette
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Beiträge: 4285
Wohnort: el culo del mundo

BeitragVerfasst am: Fr Apr 22, 2011 9:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Princesse_d'Autriche hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich heirate, fühle ich mich zwar der Familie meines Mannes zugehörig, dennoch gehöre ich ebenso zu "meiner" Familie. In die Familie meines Mannes bin ich "nur" eingeheiratet, ich habe ja weiterhin eine Herkunft.

So denk ich das auch.

Aber ich glaube, MA war im Herzen immer noch Habsburgerin, wobei ihr Lebensstil wohl wirklich mehr zu den Bourbonen passt ^^
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eliasdo
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Beiträge: 372
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 16, 2011 5:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich für beides entschieden. Erst war sie zwar angeheiratete Bourbonin aber neben der Rolle der Dauphine und zu Beginn Ihrer Zeit als Königin wurde sie ja von ihrer Mutter auf den Französischen Thron gesetzt um die Interessen Österreichs zu stärken und den zerbrechlichen Frieden mit Frankreich zu sichern. Ich glaube sie selbst hat sich diese Frage mehr als oft selbst gestellt. Irgendwann finde ich wird sie dann zur richtigen Bourbonin. Besonders zu der Zeit als Louis seine nennen wir es mal "Nervenzusammenbrüche" bekommt und MA anfängt den Sitzungen ihres Mannes beizuwohnen. Um ihn zu stärken, zu entlasten, sich ein Bild zu machen und vielleicht auch mal einen Rat zu geben. Ob der dann angenommen wurde glaube ich zwar nicht. Da einer französischen Königin diese Aufgabe ja nicht Zustand. Eher den Maitressen, die hatte Louis-seize ja aber nicht. Ich finde diese MA ist eine wirkliche Bourbonin, die sich Gedanken um ihr Land und nicht nur um die Familie und den Thron macht.

Auch später in den Tuilerien sehe ich sie eher als Angehörige des Maison Bourbon, die bei Ihrem Mann bleibt und von Paris aus die Habsburgische Verwandtschaft um Hilfe bittet. Als reine Habsburgerin (im Herzen) hätte sie
das Land verlassen können. Aber ich denke die Bourbonin im Herz hat ihr die Kraft gegeben zu bleiben und auch als solche zu handeln.
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Verfasst am: Mo Mai 16, 2011 5:48 pm    Titel: Ähnliche Themen



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