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Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822)
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 4:13 pm    Titel: Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822) Antworten mit Zitat


Albert Kasimir von Sachsen-Teschen
(1738-1822)




Als Ehemann der Erzherzogin Maria Christina von Österreich - und damit als Schwager Marie Antoinettes - gehört Prinz Albert unbedingt hierher Mr. Green
Dass er auch über diverse andere Ecken mit dem Hause Habsburg verwandt ist, ist klar.

Sein Vater war Friedrich August II. von Sachsen (August III. von Polen) (1696-1763), die Mutter Erzherzogin Maria Josepha von Österreich (1699-1757).
Bekannt sein dürfte auch eine der Schwestern des Prinzen: Maria Josepha von Sachsen (1731-1767), Dauphine von Frankreich und Mutter der frz. Könige Louis XVI, Louis XVIII und Charles X.

Wenn man sich mal seine Lebensdaten anschaut - 11.07.1738-10.02.1822 - , dann hat Albert ein richtig hohes Alter erreicht Shocked : er ist 83 Jahre alt geworden !

Prinz Albert ist der Begründer der berühmten Albertina, der größten Graphiksammlung der Welt

Arrow zur wiki-Biografie


In Maria Christina - Tagebuch einer Tochter wird er als äußerst charmant beschrieben.
Ich muss unbedingt mehr über ihn erfahren.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 7:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin ihm überaus dankbar, weil es ohne ihm die genannte, wundervolle Albertina nicht geben würde und das stimmungsvolle Grabmal von Marie Christine in der Augustinerkirche.
Kunst war eindeutig sein Metier - da vertand er sich gemeinsam mit seiner Gemahlin wirklich gut darin.

Auf der einen Seite ist sein Alter beachtlich, aber ob es für ihn wohl ein "Segen" war? Immer wieder lese ich dass er in den späteren Jahren vereinsamte und noch immer wie im 18. Jahrhundert lebte, kein Gefühl für die neue Zeit hatte.
Ich stell mir das nicht wirklich schön vor, armer Albert...
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 8:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dass er vereinsamte, kann ich mir vorstellen. Er verlor Marie Christine ja doch recht früh Sad

Auch das "Hängenbleiben im 18. Jahrhundert" verstehe ich nur zu gut.
Die Revolutionskriege haben ganz Europa aufgemischt und da sehnte sich sicherlich der eine oder andere Aristokrat nach der "guten, alten Zeit".
Ich muss spontan an den Roman von Chantal Thomas denken. Sie versetzte ihre fiktive Vorleserin im 19. Jahrhundert auch in diese Art "Zurücksehnen".


Gab es nach (oder gar während) Marie Christines Lebzeiten eigentlich andere Frauen in Alberts Leben ?
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 8:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Er hat im Palais sogar die geplanten Gemächer für Marie Christine herstellen lassen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebte. Ich glaub das war wirklich die große Liebe.
Von Frauen davor, dazwischen und danach hätte ich bis jetzt noch nichts gehört, was ja nichts heißen mag. Möglich ist ja alles und gerade in der Zeit war ja doch eine kurze Affäre oder ein "OneNightStand" leider an der Tagesordnung.
Anhängen will ich ihm aber nix und glaub, zumindest bis es dafür Beweise gibt, dass er MC treu war und auch danach der traurige Witwer blieb...
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 8:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:
Er hat im Palais sogar die geplanten Gemächer für Marie Christine herstellen lassen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebte. Ich glaub das war wirklich die große Liebe.

Das ist wirklich rührend... Crying or Very sad
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 8:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und nicht nur das - gerade diese Räume sollen die schönsten und prunkvollsten im Palais gewesen sein. Heute zeugt davon leider nur mehr ein einziger kleiner Raum - das Goldkabinett, welches MC als Boudoir dienen sollte. Wirklich ein ungemein prunkvoller und schöner Raum.

Wenn man dann noch hört dass gegenüber des Grabmales ein Oratorium für den Herzog angelegt worden war, durch das er während der Messe die ganze Zeit das Grabmal anschauen konnte und dann diese Worte liest, die er kurz nach ihrem Tod geschrieben hat:
Zitat:
...nach 33 Jahren der glücklichsten Ehe die vollkommenste Freu, die je gelebt hat, mein Teuerstes auf Erden und den geliebten Gegenstand meines ganzen Glückes verloren habe...


Muss es doch wirklich wahre und aufrichtige Liebe gewesen sein oder?
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 9:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz offensichtlich crybaby2
Herrje, diese Infos lassen den Prinzen in meinen Augen noch charmanter und liebenswerter erscheinen.

Zumindest durfte er dieses Eheglück genießen, welches damals nicht üblich war.

Vielen Dank für diese schönen Informationen, Trianon knuddel1
Stehen die etwa alle in diesem Albertina-Band ?
Du hattest mir da schonmal etwas zu MC gepostet und davon berichtet, dass der Band so viele Infos liefert.
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 9:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bitte gern, ja es ist mehr als rührend. Ich kann bei solchen Stellen auch immer irgendwie schwer begreifen dass MC so intrigant gewesen sein soll. Ich schätze mal dass da doch sehr übertrieben wurde...

Ja du hast Recht, die Infos stammen auch wieder aus dem Albertina-Bildband, den ich immer wieder einfach gern zur Hand nehme und wieder ein wenig durchlese.
Er bietet natürlich auf keinen Fall so viele Infos wie eine Biografie und großteils mehr über die kunstgeschichtlichen Aspekte, aber dann auch wieder solch kleine biografische Geschichten, Briefstellen.
Das macht es sehr menschlich und gerade bei Albert und Christine ist das natürlich toll, da sie sonst eher weniger erwähnt werden...
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Verfasst am: Mo März 14, 2011 9:07 pm    Titel: Ähnliche Themen



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Lolo
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 9:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die vielen Infos. Ich finde die Geschichte auch sehr rührend, der Gute hat seine Frau wirklich geliebt. Crying or Very sad Umso schlimmer, dass er sie so lange vermissen musste, bis ins hohe Alter. Und dann auch noch vereinsamt sterben musste. So einen Abschied wünscht man doch niemanden.

Lolo
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2011 7:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das stimmt, so einsam sollte niemand sein Sad


Ich bin gerade total aus dem Häuschen, da heute eine kürzliche Bestellung ins Haus flatterte !
Trianon, du hattest mir den Buchtitel benannt, dafür danke ich dir:


Herzog Albert von Sachsen-Teschen
1738-1822
Reichsfeldmarschall und Kunstmäzen

(von Walter Koschatzky & Selma Krasa)
Arrow ISBN: 3-215-04826-4

Das Buch ist etwas größer als A4, hat um die 260 Seiten und ist gefüllt mit einer Biografie Alberts, diversen Briefen, Tagebucheinträgen (Albert, Marie Christine, Isabella von Parma usw.), Zeitungsberichten und dazu gibt es soooooo viele Bilder und Zeichnungen, die ich bislang noch nie gesehen habe !
Ich muss euch bei Gelegenheit unbedingt welche zeigen.


Interessant sind die diversen Briefe Marie Christines zur Zeit der Frz. Revolution, z.B:

01.08.1789, an Eleonore Liechtenstein:
"Was sagen Sie, meine teure Freundin, über die schreckliche Lage meiner Schwester in Paris ? Ich leide sehr mit ihr. Wer hätte gedacht, daß es in einer Stadt wie Paris solche Grausamkeiten gäbe. (...)"

06.09.1789, an Eleonore Liechtenstein:
"Dieser gute König ist sehr zu bedauern, dies hat er nicht verdient. Seine Absichten und Pläne waren nur auf das Glück und das Wohlergehen seiner Völker gerichtet.
Er war zu meiner Schwester zu gut, aber auch zu launenhaft. Sie ist jetzt das Opfer. Die Erbitterung, die man gegen sie hegt, alles das, was man gegen sie sagt und druckt, ist unvorstellbar. Trotzdem hat sie meiner Meinung nach das einzig Richtige getan: weder Drohung noch Furcht konnten sie aus Versailles wegbringen und sie vom König trennen."


25.06.1791, an Eleonore Liechtenstein:
"Ich habe seit dem Tod meines angebeteten Vaters und meiner Mutter kein größeres Leid erfahren als die Nachricht von dem unglücklichen Schicksale meiner armen Schwester. Sie werden wissen, daß sie kaum vier Meilen weit von der Grenze gefangengenommen wurde. Wenn sie einen anderen Weg eingeschlagen hätte, wäre sie gerettet gewesen wie Monsieur und seine Frau.
Ich bin untröstlich über meine unglückliche Schwester und ihre unschuldigen Kinder."


11.11.1793, an Eleonore Liechtenstein:
"Hätte Maria Theresia geglaubt, daß sie Kinder zu Welt setzen würde, damit diese zum Spielball der Bösen werden, zu Boden gedrückt durch die Meute, bedeckt mit Schande, um schließlich am Schafott zu sterben ?
Ich kann mich nicht trösten über die Leiden, die die letzten Stunden dieser Unglücklichen gezeichnet haben."



Ganz besonders rührend finde ich Alberts Brief an einen Bekannten, während Marie Christines schlimmer Krankheit, im Juni 1798. Nachdem er ein paar Mal über das Auf und Ab des langen Krankheitsverlaufes berichtete, schrieb er am 05.06.1798:

"Aber der kleine Hoffnungsschimmer, den ich manchmal erblicke, wenn ihre Schmerzen ein bißchen abzunehmen scheinen, wird bald darauf durch verstärkte Wiederholungen, die sie immer mehr hernehmen, zerstört."

Maria Christina hatte ihrem Mann einen Tag vor ihrem Tod einen Abschiedsbrief verfasst, den er am Tag nach ihrem Ableben erhalten sollte... oh Gott, es ist so traurig Crying or Very sad :

"Mein lieber, teurer Mann !
Ich gebe mich bezüglich meiner Gesundheit keiner Täuschung hin, ich sehe und fühle, daß sie nicht wiederkehrt.
(...) Ich will die Zeit noch nützen, solange ich mich wieder etwas besser fühle, um Dir, mein verehrter Gemahl, Lebewohl zu sagen.
Wie könnte ich Worte finden, um Dir zu sagen, was ich denke, für Dich empfinde. Ich habe nur zu sehr Dein tiefes Leid, Deinen Schmerz gesehen -- das macht mir die Trennung so bedrückend, das ist das einzige, was mich bekümmert; denn das Leben an sich gilt mir nichts.
Aber, mein teurer Freund, wenn Du diese Zeilen erhältst, werden Religion und Sitte von Dir Opfer verlangen. Wende Deine Vernunft, Deine Philosophie, Dein Wissen um die Unabänderlichkeit an, ein so verehrungswürdiges Wesen, wie Du es bist, unserer Familie, unserem Hause zu erhalten. So wirst Du die Kraft finden, Deinen Schmerz zu überwinden. Deine Dich zärtlich liebende Frau bittet Dich darum.
Wenn ich die Achtung und das Mitgefühl der Welt verdiene, so verdanke ich das Dir allein. Du hast mich zu dem gemacht, was ich bin. Du warst mein Vorbild, meine Triebfeder zum Guten, mein Leitstern, das einzige Wesen, für das ich lebte, dem ich zugehörte und dessen ich würdig sein wollte. Wie kann ich Dir meine Dankbarkeit schildern für all das Glück, welches Du mich in so vielen Jahren genießen ließest. Dieses allein läßt allen Kummer, den wir hatten, vergessen.
(...)
Zu dieser Stunde, mein lieber Freund, mein teurer Mann, vernimmst Du mich zum letztenmal. Wenn man im Himmel, in den ich durch die Barmherzigkeit Gottes und Dein Gebet einzugehen hoffe, für jemand bitten kann, so wird all mein Bitten und Flehen nur Dir allein gehören. Mögest Du glücklich sein ! Möge Dich in dieser Stunde der Engel des Trostes heimsuchen ! Glaube mir, daß die wahre Religion, ihre Grundsätze und Lehren allein dazu führen.
Im Namen Gottes und unserer Liebe soll Dich diesbezüglich nichts beunruhigen und stören, bis wir einst im Schoße Gottes vereint werden.
Lebe wohl tausendmal, mein geliebter Mann !"

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BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2011 7:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Es freut mich sehr dass das Buch so toll ist! Bin gespannt was du darin alles für Infos findest und danke jetzt schon mal für die Auszüge!
Der Abschiedsbrief ist unheimlich traurig und zeigt wie stark hier wirklich die Liebe war, fast schon zu schön um wahr zu sein. Kann verstehen dass die Geschwister da neidisch waren...
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BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2011 7:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

06.09.1789, an Eleonore Liechtenstein:
"Dieser gute König ist sehr zu bedauern, dies hat er nicht verdient. Seine Absichten und Pläne waren nur auf das Glück und das Wohlergehen seiner Völker gerichtet.
Er war zu meiner Schwester zu gut, aber auch zu launenhaft. Sie ist jetzt das Opfer. Die Erbitterung, die man gegen sie hegt, alles das, was man gegen sie sagt und druckt, ist unvorstellbar. Trotzdem hat sie meiner Meinung nach das einzig Richtige getan: weder Drohung noch Furcht konnten sie aus Versailles wegbringen und sie vom König trennen."


Das finde ich sehr interessant! Was meint sie nur mit zu launenhaft? Schade, dass sie das nicht weiter ausgeführt hat.

Der Abschiedsbrief ist unglaublich rührend, vor allem wenn man bedenkt, wie es mit dem Herzog weiterging und dass er es eben doch nicht verwinden konnte. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen beim Lesen. Wie schön, dass die beiden sich so geliebt haben. *schnüff*

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BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2011 8:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Abschiedsbrief musste ich auch ganz schön schluchzen.

Alberts Briefe und Tagebucheinträge im Buch sind eher politisch ausgerichtet, weniger persönlich - es sei denn es geht um seine Frau.
Einen Brief habe ich gefunden, da beschreibt er die Ankunft der Madame Royale am Kaiserhof und dass sich seine Gemahlin aus diversen Gründen zurückhaltend gegenüber der Nichte verhält.
Das poste ich dann aber im Madame Royale-Thread mal etwas genauer.

Ich habe bis jetzt nur grob über alles drüber gelesen, daher kommt demnächst mit Sicherheit immer mal wieder ein Auszug Wink


Das Cover des Buches würde ich euch so gern zeigen.
Ich konnte es im web nirgends finden, dabei isses so toll... ich werd's also einfach mal einscannen... dauert aber noch ein wenig.
Es zeigt das Ehepaar im Jahre 1775 und stammt aus der Meytens-Schule.
Das Gemälde ist wunderschön und hängt wohl in der Hofburg zu Innsbruck.
Vielleicht kennt jemand das Bild schon ?

Lolo hat Folgendes geschrieben:
Was meint sie nur mit zu launenhaft? Schade, dass sie das nicht weiter ausgeführt hat.

Ich könnte mir nur vorstellen, dass sie hier vielleicht Inkonsequenz meinte ?
Louis ließ seiner Gemahlin ja so manches durchgehen, z.B. beim Thema Glücksspiel.
Vielleicht mahnt Maria Christina hier einfach an, dass er nicht streng genug war... heute so, morgen so... launenhaft.
???
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BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2011 8:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist eine denkbare Interpretation. Und in der Hinsicht hat sie vermutlich auch recht.

In der Innsbrucker Hofburg war ich ja vor einem Jahr, bin gespannt, ob ich das Bild wieder erkenne. Da waren einige tolle Portraits, aber im Detail kann ich mich nicht daran erinnern.

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BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2011 8:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Kenn das Bild von der Isabella Bio, da ist hinten auch das Cover des Albert Buches auch abgebildet, allerdings nur in s/w...
Kanns kaum erwarten es in Farbe zu sehen Very Happy
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