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Comte de Provence - Louis XVIII.
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Trianon
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Anmeldedatum: 04.03.2008
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BeitragVerfasst am: Di Jun 05, 2012 8:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

In Carolin Philipps Buch "Die Dunkelgräfin" wurde ein Brief zitiert, den der Comte de Provence nach dem Tod Ludwig XVI. an seinen noch lebenden Bruder, den Comte d'Artois, geschrieben hat.
Er ist nicht unbedingt sehr schmeichelhaft für den späteren König:
Zitat:

Es ist geschehen, mein Bruder, der Schlag ist passiert. Ich halte in meinen Händen die offizielle Nachricht über den Tod des unglücklichen Louis' XVI., und mir bleibt nur die Zeit, euch darüber zu unterrichten.
Man hat mir auch zu verstehen gegeben, dass sein Sohn sterben wird. Indem wir über unsere Verwandten weinen, solltet Ihr nicht vergessen, wie nützlich für den Staat ihr Tod sein wird.
Möge diese Idee euch trösten und denkt daran, dass euer Sohn nach mir die Hoffnung und der Erbe der Monarchie ist.

Quelle: Carolin Philipps, Die Dunkelgräfin Seite 282

Sie hat das Zitat aus dem Buch Crimes et secrets d'Etat (1730-1830) von Robert Ambelain (1907-1997) übernommen.
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Jun 05, 2012 10:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für den interessanten Brief.
Man möchte grad meinen, dass hier ein völlig Unbeteiligter schreibt. Diese kalte Art des Ausdrucks ist echt dramatisch, finde ich Crying or Very sad
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| Marie Antoinette | Château de Versailles | La Parisienne | Frankreichs Bourbonen |
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 06, 2012 4:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, das ist echt heftig! o.0 Wenn man daran denkt, dass es sein eigener Bruder schrieb!
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saludos cariñosos
Antoinette
Marie Antoinette~historical comics~Kät-Toons~das Kahnerium~Lady Tudor - der Renaissance-Blog
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2012 10:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mir hat es regelrecht einen Stich verpasst - schreibt wirklich so ein Bruder der seinen toten Bruder geliebt hat? Der Comte scheint wirklich nur an sich und seine Interessen gedacht zu haben, wie man nur dermaßen unsympathisch sein kann!

Was mich interessieren würde - wer hat ihm mitgeteilt dass auch der Dauphin sterben wird? Zu der Zeit war er ja noch im Temple bei seiner Familie. Gabs damals schon Anzeichen einer Krankheit oder hat ihn hier jemand zu verstehen gegeben dass man den Dauphin nicht leben lassen will?
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2012 4:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

...nützlich für den Staat? An welchen Staat denkt er da? Mir scheint es eher, als sei der Brief bewusst so formuliert worden, weil er vielleicht abgefangen werden konnte. Ich kann mir diese eigenartige Floskel sonst nicht erklären.
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Verfasst am: Fr Jun 08, 2012 4:56 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Elizabeth Antoinette
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 28, 2013 5:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe hier ein Bild von einem Apartment des Comte in Versailles gefunden. Es besteht bis heute, ist aber glaube nicht zu besichtigen.

Sein Gemach:
http://i14.tinypic.com/4m7blz7.jpg

(Quelle: http://maria-antonia.justgoo.com/t137-louis-stanislas-comte-de-provence)

Und den Leichenwagen von Louis XVIII.:

http://www.versaillesarras.com/index.php/de/oeuvres-salles/mur-d-images?option=com_content&view=article&id=280

Smile
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Mein Mann ist Graf Ludwig XVIII. Stanislas Xavier von Provence.

"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
(von Albert Einstein)
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graziella
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BeitragVerfasst am: So Dez 29, 2013 7:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja der Brief ist echt erschütternd gefühlskalt. Meines Erachtens lies ihn der Tod seines königlichen Bruders absolut kalt und wie es scheint, war ihm auch der (spätere) Tod des kleinen Louis Charles sehr gelegen. Mir ist auch nichts bekannt, daß der Comte irgend etwas unternahm, um das Kind zu retten.

Die Mißgunst gegenüber seinem Bruder Louis XVI. scheint von Anfang an bestanden zu haben. Er und sein jüngerer Bruder intrigierten ja mehrfach gegen den König. Von Bruderliebe ist da nicht zu reden.

Ich habe nur Verachtung für den Comte übrig.
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Antoinette
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Beiträge: 4256
Wohnort: el culo del mundo

BeitragVerfasst am: Mo Jan 20, 2014 4:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, der Leichenwagen ist imposant.
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saludos cariñosos
Antoinette
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 20, 2014 4:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe den Auszug aus dem Brief folgendermaßen:
Der Comte muss als Bruder des Königs um denselben weinen.

Aus der Sicht des Staates aber ist der Tod des Königs vorteilhaft. Denn Louis XVI war ja Gefangener seiner Feinde. Durch seinen und seines Sohnes Tod aber wäre der rechtmäßige König von Frankreich, nunmehr als Louis XVIII kein Gefangener der Revolutionäre sondern sein eigener Herr. Das bedeutete, dass er, der Comte de Provence, dann als König mit bspw. Preußen oder England im Sinne der Monarchie verhandeln konnte. Zuvor konnte er ja nur stellvertretend für Louis XVI in dessen Namen, ohne dass der eigentliche König dazu etwas sagen konnte, agieren.
Es ist eigentlich oft so, dass die Herrscher sich als Person und als Funktion getrennt sehen. Als Funktionsträger hatte er das Staatsinteresse über alles zu stellen - oder das was er dafür hielt - als Person/Mensch, durfte er menschliche Gefühle (Trauer um den Bruder) empfinden.

Ich kann ungefähr erahnen wie er das meinte.
Generell scheinen ja der Comte de Provence und der Comte d‘Artois sich (wie oft ist das nicht der Fall!) für fähiger als ihren Bruder zum Herrschen gehalten zu haben.
_________________
Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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