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Louis Antoine de Saint-Just (1767-1794)
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Die Französische Revolution
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 6:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

aber total, wirklich richtig unheimlich...

ich frag mich nur was sich der erbauer gedacht hat, immerhin wird er ja gewusst haben dass da früher einmal ein friedhof war...
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Madame de Saint-Just
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BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 7:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Jepp, das dachte ich auch eh

Aber irgendwie passt es zu dem Zitat von ihm, welches Mme de Saint-Just weiter oben gepostet hatte:

Madame de Saint-Just hat Folgendes geschrieben:
Mir schwirrt da wieder ein Zitat von ihm im Kopf herum:

Es schläft der Held im verfallenen Grabe,
drauf die Liebespaare zum Tanze gehn!

Wie unheimlich, oder ? Das passt so gut...


Ja, ich wusste dass ein Tanzlokal drauf gebaut war und als ich später das Zitat von ihm las fand ich das einfach nur krass. Aber in dem Buch was ich mal las, steht drin das Saint-Just sich wirklich viel Gedanken über die Zukunft gemacht hat. Aber dass das dann wirklich so eintrifft mit dem Lokal, dass finde ich wirklich mehr als krass. Als könnte er hellsehen.

antoinette_verehrer hat Folgendes geschrieben:
ich frag mich nur was sich der erbauer gedacht hat, immerhin wird er ja gewusst haben dass da früher einmal ein friedhof war...


würde mich auch mal interessieren. ich finde das so furchtbar. ich wäre gerne mal hingegangen. aber das geht ja nicht mehr. aber schlimmer finde ich es, das man überhaupt die genehmigung dafür gab um das lokal zu bauen! ich empfind das nicht gerade als angenehm, wenn ich weiss das unter mir ein haufen tote liegen.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 7:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ja genau das meine ich ja, aber es gibt sicher genug "verrückte" die so etwas cool finden... skeptisch
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Madame de Saint-Just
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BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 8:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

antoinette_verehrer hat Folgendes geschrieben:
ja genau das meine ich ja, aber es gibt sicher genug "verrückte" die so etwas cool finden... skeptisch


ich glaub für mich wäre das noch mal extra schlimm, wenn ich jetzt an diesen ort tanzen gehen würde. und unten drunter saint-just liegt. heul ist iwie respektlos. da würde ich ja praktisch auf ihn rumtrampeln. das mit dem lokal ist keine gute sache, auch wenn die toten das nicht mehr mitbekommen. es müsste nen gesetz geben, dass solche gräber nicht umgebaut werden dürfen. dass das heilig ist.
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Do Apr 03, 2008 10:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

die verfassung wurde ja eben nicht in kraft gesetzt. wieso sollte das eine lüge sein? was würde sie bringen? ich habe diese information aus der saintjust bio und aus einem buch, in der es um die franz. revolution geht. vielleicht stimmts wirklich nicht und die verfassung trat in kraft. es wurde zumindest 1793 die verfassung von 1789 ausgebaut an der saintjust hauptsächlich beteiligt war. im grunde war die verfassung nichts anderes als die besagte "tafel der menschheit". ich habe auch gelesen, dass sie nicht in kraft trat, weil saintjust meinte, dass es unter den derzeitigen umständen nicht möglich wäre. wenn man die menschenrechte gelesen hat, versteht man auch warum und auf grund dessen, glaube ich, dass er sich in enem notstand sah und nicht den staat aufgebaut htte, den er sich gewünscht hatte. saintjust hätte niemals leichtfertig seine eigenen geschaffene gesetzte gebrochen, wenn sie in kraft getreten wären. wenn man die ganzen artikeln durchliest, dann findet man einen tief verankerten humanismus. kein schlechter mensch kann sich sowas ausdenken. daraus kann man erkennen, dass er den menschen eine große freiheit geben wollte aber unter der damaligen lage es nicht möglich gewesen wäre, da er befürchtet hatte, dass menschen ihre freiheit ausnutzen würden und die monarchie wieder größeren fuß fassen könnte. das war ein gerechtfertigtes denken, wenn man bedenkt, dass sich andere länder gegen frankreich verbündet haben und um ein haar gewonnen hätten. gerade zu dieser zeit baute sich der terror erst richtig aus. man wollte keine zusätzlichen risiken zum krieg eingehen. es war die große angst, die schließlich auch zum tod von m.a. und madame elisabeth führte. aus ihrer sicht war es notwehr. es entlastet zwar saintjust nicht unbedingt groß aber er hatte zumindest nichts mit der prozessführung von m.a. zu tun, worüber ich sehr froh bin. er war zu dieser zeit in der armee. das waren wohl tinville und hebert, bei denen man es sich ja denken kann. beide waren einfach nur schweine. hebert war ja selbst für saintjust und robespierre zu radikal. das heißt schon was und tinville hatte glück, der er ja einfach nur seine arbeit machte. bei ihm klingt es so, als wäre es ihm egal gewesen was er für eine job er gemacht hat, hauptsache macht.

tja, das stalin sich als weltveränderer gesehen hat, glaube ich schon aber ob ich das so sehe, ist eine andere frage. für mich hat er nur etwas weitergeführt, was andere für ihn gemacht haben.
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Fr Apr 04, 2008 2:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Voltaire!

Ich will gar nicht bezweifeln, dass Saint Just eigentlich nur das beste wollte, und das er auch bis zum Schluss an die gerechte Sache glaubte. Und vom Prinzip her ist es ja auch eine sehr humanitäre Idee. Nur die Umsetzung kann ich halt nicht befürworten. Aber solche Versuche laufen erfahrungsgemäss ja immer aus dem Ruder.
Ich reagiere da vielleicht vorsichtiger, weil ich in einer Gesellschaft aufgewachsen bin, in der Revolutionen per se als grossartig galten, die Revolutionäre immer die Guten und das umgeworfene System immer die Verbrecher waren. Ich fühle mich da rein ideologisch einfach als gebranntes Kind, denn diese schwarz/weiss-Logik war und wird nie die ganze Wahrheit sein. Es ist nur ein kurzer Schritt von der eigenen moralischen Überlegenheit hin zum Alleinanspruch auf die Wahrheit.

Was mich interessieren würde, wie kam eigentlich Saint Just zu seiner politischen Einstellung? Ich weiss nur das, was in den MA-Bios stand, und das ist nicht sehr viel. Es wäre nett, wenn du vielleicht dazu etwas schreiben könntest, wenn du magst.(?)



Lolo
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Fr Apr 04, 2008 11:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ich würde auch vorsichtiger regieren. alles hat seine positiven und negativen seiten, das darf man nie vergessen und man sollte draus lernen. man sollte als revolutionär streng sein aber nicht zu streng. die leute sind oft mit neuen ideen überfordert. die masse gewöhnt sich erst langsam an sie. ich denke, man kann nur spekulieren. er war wohl ganz einfach ein mensch, der an andere dachte, sich in andere hineinversetzten konnte und nicht nur an sich selbst dachte, also kein typisches kleinbürgerdenken alla hauptsache mir gehts gut. er blickte weiter hinaus. ich glaube, man muss als mensch einfach so sein. außerdem war er ein stolzer mensch, der sich nicht viel gefallen lassen konnte. seine familie war fast adelig. ich glaube aber nicht, dass es daran lag (hätte ja persönlich auch schlechte erfahrungen machen können) aber er war ja kaum zu hause, weil er im internat war. vom elternhaus konnte er also kaum geprägt worden sein. die meisten erfahrungen wird er in der schule mit schülern und lehrern gemacht haben. sein vater diente in der königlichen armee und hatte da einen hohen posten inne. ich glaube, dass weder sein vater noch seine mutter jemals antimonarchisten waren. was aber seine einstellung vielleicht gefördert hat, war sein jura studium. fast alle revolutionäre waren rechtsanwälte und kannten sich mit dem gesetzt aus. zu dieser zeit gab es eine unmenge an anwälten. man kann die situation wohl mit heutigen edv-techniker vergleichen. *G* es heißt auch, dass saintjust erst durch die flucht von louis begann, gegen die monarchie zu sein. vorher war er nur gegen die absolute. mehr kann ich leider auch nicht sagen.
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Madame de Saint-Just
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 12:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Heute ist ein sehr, sehr, sehr trauriger Tag! heul
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Verfasst am: Mo Jul 28, 2008 12:01 am    Titel: Ähnliche Themen

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Lolo
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 4:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Verstehe. Mein Beileid. :zwinker



Lolo
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 4:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Acuh von mir natürlich: Beileid. Ich bin in diesen Stunden mit meinen Gedanken und Gebeten bei dir und ihm.
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Princesse_de_Lamballe
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 5:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dem schließe ich mich an, es ist ein trauriger Tag aber auch eine Gelegenheit ihm zu gedenken...
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Madame de Saint-Just
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 6:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denk schon die letzten Tage nur an ihn. :zwinker Find das so furchtbar traurig. heul 214 Jahre ist das jetzt her. Hätte ihn gerne gesehen wenn er etwas älter geworden wäre. ^^ Das ist voll lieb von euch allen. :zwinker
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 10:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Echt? Ich dachte ihr "hasst" ihn alle, wegen Marie Antoinette und Louis? Neben Saint-Just staben heute vor 214 Jahren auch Maximillian und Augustin Robespierre, Couthon und angeblich um die 60 weitere Jakobiner, andere wurden inhaftiert später hingerichtet oder wieder frei gelassen. LeBas, ein Freund von Saint-Just, der ein überzeugter Jakobiner war aber wenig Einfluss hatte, begann heute vor 214 Jahren selbstmord.
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Princesse_de_Lamballe
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 10:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, es waren alles Menschen. Und in diesem Fall besonders kann man sagen, sie waren im Tod alle gleich..
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Jul 29, 2008 8:30 am    Titel: Antworten mit Zitat

Voltaire hat Folgendes geschrieben:
Echt? Ich dachte ihr "hasst" ihn alle

Also, ich hasse Saint-Just zwar nicht, doch mag ich ihn nicht.
Das heißt aber nicht, dass ich mich über seinen Tod freue, denn so etwas wünscht man niemandem, egal wie sich der Mensch verhalten hat.
Außerdem würde ich mich dann mit ihm und Co. auf eine Stufe setzen - schließlich sorgten er und seine "Kollegen" vorsätzlich für den unsinnigen Tod vieler, vieler Menschen.
Die Hinrichtung von Robespierre und Co. steht für das Ende eines Wahnsinns.
Aus diesem Grund bedauere ich diesen Tag nicht, doch sehe ich die vielen Hinrichtungen an diesem Tag ebenso als grausam an wie viele Hinrichtungen davor.
dontknow
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Verfasst am: Di Jul 29, 2008 8:30 am    Titel: Ähnliche Themen

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