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Glück im Unglück... - dem Schafott entronnen
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Die Französische Revolution
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MariaAntonia
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Anmeldedatum: 03.03.2008
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 2:15 pm    Titel: Glück im Unglück... - dem Schafott entronnen Antworten mit Zitat

Hallo !
Beim Durchstöbern des Themas "Frz. Revolution" im alten Forum, stieß ich auf den Thread von Voltaire über Thomas Paine:

Voltaire hat Folgendes geschrieben:
"Die unglaubwürdige Geschichte des Thomas Paine"

In vier Departements wurde er zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt, er entschied sich für Calais. Unter anderem mit Danton und Condorcet arbeitete er 1792/1793 den girondistischen Verfassungsentwurf aus, der allerdings nicht in Kraft trat. Obwohl Paine ein entschiedener Gegner der Monarchie war, lehnte er doch als Mitglied der französischen Nationalversammlung die Hinrichtung von Ludwig XVI. ab. Das genügte, um Paine – der nicht eben für seine Diplomatie bekannt war – in Konflikt zu bringen mit der zunehmend radikalisierten Revolutionsführung.

Robespierre ließ ihn am 28. Dezember 1793 verhaften und zum Tode verurteilen. Paine entkam der Enthauptung nur durch Glück: Ein Wachposten lief durch das Gefängnis und markierte die Türen der verurteilten Gefangenen mit Kreide. Auch Paines Zellentür erhielt ein Kreidezeichen – aber da gerade ein Arzt in der Zelle den gefangenen Paine behandelte, stand die Zellentür offen; als sie zugeschlagen wurde, befand das Kreidezeichen sich auf der Innenseite der Zelle. Als später die zum Tode Verurteilten zusammengerufen wurden, überging man Paine, da außen an seiner Zelle kein Kreidezeichen zu sehen war. Drei Tage danach erfolgte die Hinrichtung Robespierres.

Marie_Thérèse hat Folgendes geschrieben:
hier ist die wikipedia seite zu thomas Paine

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Paine

[der_Saint-Just_Gast] hat Folgendes geschrieben:
Auf Einladung Präsident Jeffersons kehrte Paine 1802 nach Amerika zurück. Er war dort wegen des Zeitalters der Vernunft in Ungnade gefallen und wurde von der föderalistischen Presse bei seiner Ankunft als verlogener, versoffener und hemmungsloser Ungläubiger verleumdet. Einsam und verbittert verbrachte Paine seine letzten Jahre, ungebrochen schrieb er weiter politische und religionskritische Artikel. Letztere wurden später als Dritter Teil des Age of Reason herausgebracht. Paine starb in Greenwich Village, in New York City am 8. Juni 1809. Nur sechs Personen folgten dem Sarg des geistigen Gründungsvaters der USA.

Voltaire hat Folgendes geschrieben:
möchte wissen, ob es noch andere gab, die so ein glück hatten. da muss schrecklich sein, wenn man gerade mal drei tage vor robespierre sterben muss.

An diesen Thread im alten Forum konnte ich mich gar nicht mehr erinnern.

Interessant wäre es aber schon, mal zu sammeln, welche Personen zu Zeiten der Revolution kurz vor dem Tod standen und durch glückliche Umstände doch noch dem Schlimmsten entkamen.

Mir fällt da spontan Joséphine de Beauharnais, die spätere Kaiserin ein.
Nach der Hinrichtung ihres Gatten (23.07.1794) wurde Joséphine ebenfalls verhaftet. Es war bereits geplant, sie vors Revolutionstribunal zu stellen.
Der Sturz Robespierres verhinderte dies.
Sie wurde schließlich im Auftrag der späteren Madame Tallien, die sie im Gefängnis kennenlernte, von Tallien befreit.

Weiterhin waren die Marquise de Tourzel (Kinderfrau der Königlichen Kinder) und deren Tochter Pauline glücklich dem Tod enkommen. Sie überlebten immerhin die Septembermassaker, deren garantierte Opfer sie waren.
Die Marquise und Tochter Pauline wurden im August 1792, nach der Abschaffung der Monarchie gemeinsam mit der Princesse de Lamballe von der Königsfamilie getrennt und im La Force-Gefängnis inhaftiert.
Während die Princesse de Lamballe am 03.09. während der Septembermorde dem wütenden Pöbel zum Opfer fiel, wurden die Marquise und ihre Tochter von einem Unbekannten aus dem Gefängnis geschmuggelt. Das war ihre Rettung.

Weiß vielleicht jemand noch ein paar Details zu diesen Umständen ?

Welche Personen hatten noch Glück im Unglück ?

MariaAntonia
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Zuletzt bearbeitet von MariaAntonia am Fr Aug 07, 2009 12:52 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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PeterH
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 7:24 pm    Titel: Richtigstellung Antworten mit Zitat

Hallo Maximilian de Robespierre wurde doch am 28.Juli 1794 hingerichtet,
nicht Ende 1793

Freundlichen Gruss :lächeln
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Madame de Saint-Just
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 9:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das Schicksal der Marquise de Tourzel kannte ich noch gar nicht auch die Person an sich nicht. Danke für die Info. Was ist denn aus ihr geworden? Ich finde es ja bei solchen Leuten immer schlimm, dass sie danach total verbittern und total einsam sind. :( Paine hat auch echt voll Glück gehabt! Sein Schicksal ging mir am nahesten... Hab sogar noch Nächte später an ihn denken müssen als ich das damals las.
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Madame Victoire
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 9:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu fällt mir das Schicksal von Madame de Mortemart ein, einer engen Freundin von Madame Dubarry und Tochter des Herzogs von Brissac.
Während der französischen Revolution versteckte sie sich in einer Dachklammer in Calais.
Eigentlich wäre das nicht weiter bemerkenswert, wenn sich nicht die Geschichte von Madame Dubarry damit verbinden würde. Sie hätte nämlich aus ihrer Gefangenschaft von einem irischen Prister gerettet werden können. Aber sie lehnte es zugunsten der Madame de Mortemart ab (der Priester hätte nur eine Person retten können).
Diese wurde dann vom o.g. Priester von Calais aus sicher nach England gebracht.
Madame Dubarry wurde kurz darauf hingerichtet.
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 9:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Weil ich das Thema gerade im alten Forum gesucht habe, zitiere ich mal, was Hélène dort geschrieben hatte bezüglich der de Tourzel:

Zitat:
Ab 1789 verbrachte sie sehr viel Zeit mit der königl. Familie, z. B. das Leben in den Tuilerien, die Flucht nach Varennes, die Gefangenschaft im Temple und wurde so eine enge Freundin der Familie (sie war stets loyal und weigerte sich hartnäckig - im Gegensatz zu Mme Polignac - zu fliehen! Bis zum Schluss!!!) auch später teilte sie ihre Gefängniszelle mit Marie-Therese.

Sie wurde auf mysteriöse Weise aus dem Gefängnis La Force befreit (in dem übrigens auch Mme Lamballe inhaftiert war) - wer weiß, vielleicht war es der sagenhafte Baron de Batz, der ihr zur Freiheit verhalf!? Ihre Tochter Pauline wurde später die Hofdame von Mme Royale! Was weiter mit ihr geschah, weiß ich nicht.



Lolo
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 17, 2008 5:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zu Madame Tallin noch- wieos spätere Tallin? War sie ja bereits und dann Freundin von Barras, einen Thermidorianer, der sich in der späteren Direktoriumzeit hervor tat. Auch sie hatte Glück. Am 9 Thermidor II unterbracht ihr Mann, Tallin, Saint-Just bei seiner Rede, weil er seine Frau befreien wollte. Da die Jakobiner dann entmachtet wurden, kam sie aus dem Gefängnis.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 17, 2008 6:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Da waren Tallien und Thérésia aber noch nicht verheiratet. Zu dieser Zeit war sie nur seine Geliebte, die er nach einem Brief unbedingt retten wollte.
Sie schrieb ihm aus dem Gefängnis:
"Ich hatte einen Traum. Ich träumte, ich werde am nächsten Tag hingerichtet. Dies könne man ändern, wenn es nicht kleinmütige Schwächlinge, sondern richtige Männer gebe."

Also würde ich nicht unbedingt sagen, dass sie Glück hatte, sondern eher dass sie Verstand hatte und wusste wie man Tallien dazu bringen würde ihr zu helfen...
Geheiratet haben die beiden dann 1794, 1802 wurde die Ehe geschieden.
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Madame de Saint-Just
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 18, 2008 9:20 am    Titel: Antworten mit Zitat

Weißt du weshalb ihre Ehe dann wieder geschieden wurde?
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Verfasst am: Sa Okt 18, 2008 9:20 am    Titel: Ähnliche Themen

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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 18, 2008 6:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, kann auch sein ja, das triffts bei der wohl eher, dass sie ihn dazu gebracht hat. Die war zum einen mit Barras zusammen dann mit ein paar anderen Fuzis, die so blöd waren, ihr alles zu bezahlen. Man kann nur vermuten, dass der Tallien ihr nicht mehr genügte.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 18, 2008 6:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dadurch dass Tallien 1795 zur Westarmee beordert wurde, kann man eigentlich da schon von der "Trennung" schreiben.
Danach hatte sie mehrere Affären unter anderem mit Lazare Hoche und wahrscheinlich sogar mit Napoleon, schließlich wurde sie dann die Geliebte von Barras. 1802 wurde dann eben die Ehe mit Tallien geschieden.
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 18, 2008 7:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Kennt denn noch jemand weitere Schicksale, die sich vielleicht in höchster Gefahr befanden, doch dann noch gerettet wurden ?
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PeterH
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BeitragVerfasst am: So Okt 19, 2008 10:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo im Zusammenhang mit dem Sturz Maximilian Robespierre wurde auch Napoleon Bonaparte verhaftet und Hinrichtung war vorgesehen.
Napoleon war durch den Bruder Augustin Robespierre doch zu Armee gelangt und von ihm ist Napoleon auch gefördert worden. Er war auch ein Anhänger der Jakobiner. Er kam durch die Fürsprache von Barras wieder frei.
Juli 1794
Freundliche Grüsse hello
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: So Okt 19, 2008 2:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ich glaube so was wie dem Thomas passiert ist, wird man wohl nicht so einfach finden. Ich kann auch nur noch vom Maler Jacques Louis David sprechen, der Monate lang im Gefängnis saß und entweder durch seine Exfrau oder durch seine Schüler dann frei kam. Er war ebenfalls Jakobiner und wurde gleich nach Robespierres etc. Verhaftung eingesperrt.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: So Okt 19, 2008 3:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Da fällt mir noch Grace Elliott ein, die Geliebte vom Duc d'Orleans. Sie wurde ebenfalls vor das Revolutionstribunal gestellt und dann aber von Robespierre begnadigt.
Ganz interessantes Detail: sie teilte sich mit Madame du Barry eine Zelle...
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BeitragVerfasst am: So Nov 09, 2008 7:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

War das nicht noch vor der eigentlichen Terrorphase? Also in der wirklich schlimmen Zeit von Hebst 1793-Sommer 94?. Dann ist es ja verständlich, da war man noch nicht so engstirnig. Find ich aber toll von Max. obwohl sie ja konterrevolutionär war.
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