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Musik für Marie Antoinette
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Duc de Berry
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Anmeldedatum: 29.09.2008
Beiträge: 335

BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2008 10:14 am    Titel: Musik für Marie Antoinette Antworten mit Zitat

Für die Princesse de Lamballe :hi:

I. Das Centre Musique Baroque de Versailles

Mittlerweile kümmert sich der frz. Staat vielleicht mehr als jedes andere Land um sein musikalisches Erbe.
Vor über 20 Jahren wurde das Centre Musique Baroque de Versailles gegründet, eine Institution die eigentlich Vorbild sein könnte, aber in Deutschland scheint man außer für Bach und Wagner nur wenig Platz und Verständnis aufzubringen.
Wenigstens gibt es die vielen Festtage alter Musik, aber auch dominiert Bach....

Versailles wurde in den letzten Jahren von einem Museum in ein Schloss zurückverwandelt.
Das CMBV ist Heute Veranstalter zahlreicher Konzerte und eine Forschungseinrichtung, die sowohl Noteneditionen und Tonträger produziert.
Schwerpunkt ist die Epoche Louis XIV, das sie auch die reichste und aufregendste musikalische Epoche der frz. Musikgeschichte war.
Aber in den letzten Jahren rückte auch verstärkt die letzte Epoche von Versailles ins öffentliche Interesse.
Man entdeckte die Musik am Hofe der Jahre 1770 – 1789


II. Musik a Hofe von Marie Antoinette und Louis XVI

Die Musik in Frankreich war wesentlich traditioneller als in anderen europäischen Ländern.
Und zwei Gattungen dominierten stets das frz. Musikleben, das Ballett und die Oper.
Lully hatte in den Jahren 1673 – 1687 seine großen „Tragèdies Lyriques“ geschrieben, eine eigene französische Form der Barockoper.
Im Gegensatz zu den italienischen Opern, die häufig Dramen waren, also 3 Akte mit Happy End und ihre Handlungen meist aus der römisch – griechischen Geschichte rekrutierte, war die frz. Oper völlig anders konzipiert.
Es waren Tragödien, 5 Akte, eröffnet von einem großen Prolog der den Ruhm des Königs besingt, es gab keine Kastraten und oft kein Happy End. Auch waren die Handlungen dieser Tragödien fast ausschließlich der Mythologie entnommen, aber es gab auch Rückgriffe auf frz. Ritterepen.
Ebenfalls nur in der frz. Oper zu finden, waren die großen Divertissements der jeweiligen Akte, also große Chöre und Ballettszenen.
Alles war strenger, wie auch die frz. Architektur des Barock und die Malerei.

Diese Form der Oper blieb bis zur Revolution unverändert gültig.
Wer sich davon entfernte, oder eigene Ideen versuchte, wurde abgestraft indem das Publikum der Oper den Erfolg versagte.
Italienische Einflüsse wurden strikt abgelehnt.
Erst Rameau gelang es mit seinen Werken das Publikum und den Hof für neue Ansätze zu begeistern.
Doch gastierten auch italienische Operntruppen in Paris, so wurde Pergolesis „La Serva Padrona“ aufgeführt, was das Kulturleben Frankreichs erschütterte.
Es brach der „Buffonistenstreit“ aus. Es ging einfach darum, das die „Buffons“ diese neue italienische, komische Oper als Ideal ansahen, allen voran Rousseau.
Die konservativen „Lullisten“ hingegen das Opernmodell Lullys verteidigten.
Der Streit kam einem Religionskrieg nach. Und es kam sogar soweit, dass der König das Stück verbot und den italienischen Truppen keine Spielstätten zur Verfügung stellte.
In wie weit dieser Kulturstreit zwischen dem Hof und den Intellektuellen mit verantwortlich für die Revolution war, wird immer noch untersucht, aber zu unterschätzen ist das bei weitem nicht.


In dieses Klima kam also Marie Antoinette.

1770 war zwar Rameau schon 6 Jahre tot, doch der Streit tobte noch immer.

Was wurde zur Hochzeit von Marie Antoinette in Versailles gespielt ?

Zuerst gab man das „Ballet Royal d’Alessandro“ von Gluck, es war sein erstes Werk, das er für Frankreich schrieb.
Zur gleichen Zeit wurde auch das neue Opernhaus in Versailles fertig gestellt und mit Lullys Persée eingeweiht.
Marie Antoinette erlebte also eine Oper die 1682 komponiert wurde, also fast 100 Jahre alt war. Für die damalige Zeit war das eigentlich im übrigen Europa undenkbar, da wurden Opern aufgeführt und wieder vergessen, niemals wurden alte Opern noch mal aufgeführt.
In Frankreich gehörten die Werke Lullys zum festen Kulturleben und jeder Musiker musste sich an diesen Werken messen lassen.

Zu dieser Zeit hatten die Komponisten Francois Francoeur und Francois Rebel die Leitung der Oper und auch den Posten des Oberhofmeisters der Musik inne – zum ersten Male zwei Männer. Seit ihrer Jugend waren sie in Freundschaft verbunden und komponierten alle ihre Bühnenwerke gemeinsam.
Ihr erster großer Erfolg war die Tragèdie Lyrique „Pirame e Tisbe“ die Handlung dieser mythologischen Geschichte ist fast identisch mit Shakespeares Romeo und Julia.

Ähnlich prunkvoll wie Hochzeit des Dauphins wurden auch die Hochzeiten der Grafen von Provence und Artois.

Für Artois stellte Francoeur eine prunkvolle Tafelmusik zusammen, bestehend aus eigenen Instrumentalstücken seiner Opern, aber auch von anderen Komponisten wie Mondonville, Berton und Rameau.

In der Oper von Versailles wurde die Tragèdie Lyrique „Céphale et Procris“ von Gretry aufgeführt.



Mit dem Tode Louis XV 1774 gab es auch langsam Veränderungen im Musikleben.
Louis XVI berief Atoine Dauvergne zum Oberhofmeister der Musik, ein Komponist der sich nicht gerade durch seinen Konservatismus auszeichnete.

Und natürlich begann die Ära Gluck in Paris.
Zur Krönung Louis XVI wurde eine festliche Messe von Francois Giroust geschrieben, Giroust war einer der Sur Maitres an der königlichen Kapelle und gehörte zu den einflussreichsten Komponisten am Hofe.

Glucks „Iphigenie en Aulide“ wurde ebenfalls zu den Feierlichkeiten aufgeführt, wenig später auch die frz. Fassung von „Orphee et Euridyce“
Gluck schrieb sogar Opern auf die Texte Quinaults, der Librettist Lullys.
Genauso unantastbar wie die Musik Lullys waren auch die Texte die er vertonte.
Viele Komponisten schaufelten sich ihr Grab, als sie diese Texte neu vertonten.
Gluck jedoch wurde bejubelt als er seine „Armide“ und seine „Alceste“ auf die Bühne brachte.

Aber schon brach der nächste Streit los.
Durch Glucks Erfolg kamen auch weitere Komponisten nach Frankreich, die Italiener Piccinni und Sacchini.
Beide beherrschten die frz. Und ital. Opernform meisterhaft.
Piccinni wurde von der einen Partei bejubelt, Gluck von der anderen. Sacchini stand als Günstling von Marie Antoinette dazwischen.

Neben diesem Opernkrieg konnte sich aber ein Komponist dem Beifall aller Parteien und Publikumsschichten sicher sein:
André Ernset Modeste Gretry.

Marie Antoinette konnte den Konzertmeister des „Concert de la Loge“, also jenes Orchester das auch die „Pariser Symphonien“ Haydns in Paris aufführte, als Musikmeister gewinnen:

Joseph Boulogne Chevalier de Saint Georges war der Sohn eines frz. Plantagenbesitzers aus Guadeloupe und einer Sklavin.
Er hatte also dunkle Haut.
Doch sein Vater ließ ihm eine hervorragende Ausbildung zukommen.
So kam es dass er Gardist Louis XVI wurde, Weltmeister im Fechten und Schwimmen und einer der berühmtesten Violinisten seiner Zeit.
Nebenbei war er auch einer der größten Frauenhelden seiner Zeit.
Später schloss er sich der Revolution an.


Doch ein Komponist hatte seit 1760 in Frankreich immer mehr Einfluss.
Joseph Francois Gossec.
1760 führte der Rameau-Schüler seine « Grand Messe des Morts » auf.
Dieses Werk machte ihn über Nacht berühmt, eine Totenmesse von solcher Wucht und Kraft hatte man bis dahin nicht gehört.
Gossec wurde vor allem auch durch seine Symphonien berühmt. In der Oper hatte er keine Erfolge, obwohl er einer der Direktoren gewesen war.
Gossec war zudem noch der Oberhofmeister des Prinzen von Condé in Chantilly.



Mozarts Erfahrungen und Scheitern in Paris hatte dazu geführt, dass man dem Musikleben Frankreichs keinerlei Interesse entgegenbrachte.
Doch Mozart konnte zu der damaligen Zeit mit den großen Meistern nicht mithalten, er hatte noch keinen eigenen Stil – und war überdies noch arrogant und besserwisserisch.

Marie Antoinette liebte die Oper, aber sie bevorzugte einache Melodien, die an die frz. Volkslieder angelehnt waren.
In gewisserweise kann man in ihrem Musikgeschmack auch die Geburt des modernen"Chanson" sehen, obwohl diese Gattung seit dem Mittelater in Frankreich sehr beliebt war.




Das CMBV hat gezeigt, das Komponisten wie Gossec, Gretry, Sacchini und Piccinni sehr wohl mit den großen Meistern Mozart, Haydn, Gluck und Salieri gleich zu setzen sind.


Und hier habe ich mal für alle die Interesse an der Musik dieser Epoche haben ein paar schöne Aufnahmen ausgesucht (mit passendem Link zu amazon oder JPC)


http://ecx.images-amazon.com/images/I/517A2Q8RS1L._SL500_AA240_.jpg
F. Francoeur: Symphonies pour le Festin Royal du Comte d'Artois
http://www.amazon.de/Symphonie-pour-le-Festin-Royal/dp/B00002CF2K/ref=sr_1_17?ie=UTF8&s=music&qid=1223193214&sr=1-17


http://ecx.images-amazon.com/images/I/41u1hPhb8RL._SL500_AA240_.jpg
F. Francoeur & F. Rebel: Pirame e Tisbe
http://www.amazon.de/Pirame-Thisbe/dp/B0015DM4KU/ref=sr_1_16?ie=UTF8&s=music&qid=1223193214&sr=1-16

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41HYX5ZAJ1L._SL500_AA240_.jpg
Gretry: Auszüge aus Opern (u.a. Cephale et Procris)

http://www.amazon.de/Airs-Ballets/dp/B00011MKBK/ref=sr_1_39?ie=UTF8&s=music&qid=1223193410&sr=1-39

http://ecx.images-amazon.com/images/I/417VP059XML._SL500_AA240_.jpg
Grands Motes pour la Chapelle Royal de Louis XVI (Gossec / Gretry / Giroust)

http://www.amazon.de/Grands-Motets-pour-Louis-XVI/dp/B000F8MH8U/ref=sr_1_32?ie=UTF8&s=music&qid=1223193395&sr=1-32

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sAT39L2YL._SL500_AA240_.jpg
Antonio Sacchini: Oedipe a Colone (von MA in Auftrag gegeben)

http://www.amazon.de/Odipus-auf-Kolonus/dp/B000H4VZEY/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=music&qid=1223193550&sr=1-3

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51C62QSDKKL._SL500_AA240_.jpg
Gluck: Ballet d'Alessandro / + Rebel & Telemann

http://www.amazon.de/Les-Elements-Alessandro-Sonate/dp/B0000057ER/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1223193611&sr=1-1

http://ecx.images-amazon.com/images/I/6126K2HA46L._SL500_AA240_.gif
Gluck: Iphigenie en Aulide 1774

http://www.amazon.de/Gluck-Iphig%C3%A9nie-Aulide-Gesamtaufnahme-franz/dp/B000005E5N/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=music&qid=1223193630&sr=1-5

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51EFZAQHARL._SL500_AA240_.jpg
Gluck: Orphee et Euridyce

es gibt noch eine etwas bssere Aufnahme (Marc Minkowsky hat die Leitung) die ist aber teuer.

http://www.amazon.de/Orpheus-und-Eurydike/dp/B0007ORDZY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1223193771&sr=1-1

http://ecx.images-amazon.com/images/I/31BB4B8G2NL._SL500_AA240_.jpg
Gossec: Sinfonien

http://www.amazon.de/Sinfonien/dp/B0001AP64E/ref=sr_1_28?ie=UTF8&s=music&qid=1223193881&sr=1-28

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ZR3SYT9ML._SL500_AA240_.jpg
de Saint Georges: Sinfonien, Ballette, Violinkonzert u.a.

http://www.amazon.de/Mozart-Tafel-Orchestra-Wolfgang-Amadeus/dp/B00008L3NW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1223193952&sr=1-1

http://ecx.images-amazon.com/images/I/31BPSAQEEVL._SL500_AA180_.jpg
Haydn: die Pariser Sinfonien
(inkl. La Reine)
http://www.amazon.de/Die-Pariser-Sinfonien/dp/B000031WJC/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=music&qid=1223194036&sr=1-2

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41TY8EAKABL._SL500_AA240_.jpg
Plaisir d'Amour - frz. Lieder aus dem 18. Jahrhundert
http://www.amazon.de/Plaisir-d-Amour-Romances-C/dp/B0002MDVUC/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1223194140&sr=1-1

und wer einen Überblick über die gesamte Musik am Hofe von Versailles haben möchte kommt an dieser Box nicht vorbei:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/5425008376523.jpg
http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7344431?rk=classic&rsk=hitlist

die Infoseite: http://www.coffretbaroque.com/


ach ja, alle Aufnahmen die beim CMBV erscheinen sind HIP, das heist, es wird mit historisch informierter Aufführungspraxis gespielt.
Übrigens sind das auch alle hier von mir vorgestellte CD's


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Princesse_de_Lamballe
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BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2008 3:58 pm    Titel: Re: Musik für Marie Antoinette Antworten mit Zitat

Duc de Berry hat Folgendes geschrieben:
Für die Princesse de Lamballe :hi:


knicks Merci beaucoup (um im Bild zu bleiben, müsst ich jetzt theatralisch in Ohnmacht fallen rofl )


Was für ein ausführlicher und interessanter Überblick über die Musik zur Zeit Marie Antoinettes applause ! Und die wundervollen CD-Tipps! Ich glaube, damit hast du uns allen hier sehr weitergeholfen :toothy4:
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2008 4:42 pm    Titel: Re: Musik für Marie Antoinette Antworten mit Zitat

Princesse_de_Lamballe hat Folgendes geschrieben:
um im Bild zu bleiben, müsst ich jetzt theatralisch in Ohnmacht fallen rofl

Haben wir hier keinen *in-Ohnmacht-fall*-Smiley ?
Das geht aber nicht ! Ich kenne da einen gaaaanz süßen, den werd ich uns mal schnell organisieren :zwinker

Die Musik-Zusammenstellung ist wirklich enorm und fantastisch.
Auch von mir, vielen, vielen Dank.
Und weil du hier und im Tamino-Forum so sehr von "200 ans de Musique à Versailles" geschwärmt hast, konnte ich mich nun nicht mehr zurückhalten und hab eine Bestellung gewagt rofl
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Lolo
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BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2008 7:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Toll, danke für deine Mühe, lieber Duc!
Ohne dich wären wir in puncto Musik des 18. Jahrhunderts größtenteils aufgeschmissen.

Vielen Dank!! hello
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2008 10:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Zupruch.


Übrigens gibt es einige Werke auch auf DVD.
Ich beschränke mich allerdings mal auf historisiernde Inszenierungen, denn ich denke das wird Euch auch am meisten ansprechen.


Die Oper die Marie Antoinette bei ihrer Hochzeit in Versailles erlebte, gibt es auch in einer solchen Aufführung:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ZQ2V198JL._SL500_AA240_.jpg
Lully: Persee

http://www.amazon.de/Lully-Jean-Baptiste-Pers%C3%A9e-Marie-Lenormand/dp/B0007X9T9I/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1223238898&sr=8-1

das Werk ist aber für die DVD gekürzt worden, trotzdem macht es viel Spaß die Oper anzusehen.
Es gibt auch Deutsche Untertitel.


von Lully gibt es übrigens auch noch zwei ganz streng historisiernde Inszenierungen:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/3760014197000.jpg
Lully & Moliere: Le Bourgeois Gentilhomme (der Bürger als Edemann)

http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/2427803?rk=home&rsk=hitlist

Das Werk ist nicht nur komplett mit Ballett und Musik, es wird sogar versucht mit der barocken Gestik zu spielen - echt faszinierend.


Und weil das so ein Erfolg war, kommt in den nächsten Wochen, eine ganze Oper auf DVD raus, in dieser Art:

http://www.cadmus.fr/images/701.jpg
Cadmus et Hermione

da gibt es übrigens auf der Infoseite einen Trailer - so muss die Oper am frz. Hof ausgesehen haben .... *gänsehaut*

das ganze wird übrigens nur mit Kerzenlicht beleuchtet !

http://www.cadmus.fr/


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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 8:31 am    Titel: Antworten mit Zitat

Noch eine DVD gibt es, die ich fast ganz vergessen hätte:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iVjqt3vmL._SL500_AA240_.jpg

Hierbei handelt es sich um ein Konzert, das im Theater des Petit Trianon gegeben wurde.

Hauptsächlich wurden hier Opernarien und Symphonien von Gretry und Gossec gegeben.
Sophie Karthäuser, eine wahnsinns Sopranistin, singt hier einige schöne Arien.
Das ganze wird von Guy van Waas und dem Ensemble Les Agremens begleitet.
Sie spielen auf alten Instrumenten.

Ich habe die DVD mal mit einem Freund zusammen gesehen, habe sie allerdings noch nicht selbst.

In jedem Fall ist es optisch wie akustisch ein schönes Produkt.
Aber für jemanden der solche Musik gar nicht kennt, wird das wahrscheinlich zu langatmig und langweilig sein.

Aber ich denke ich werde mir die DVD zusammen mit dem Revolutionsmehrteiler zu Weihnachten gönnen ja

Die DVD war auch bis vor Kurzem nicht in Deutschland erhältlich, aber bei amazon kann man sie jetzt auch recht günstig bekommen:

http://www.amazon.de/Gossec-Gretry-Petite-Musique-Marie-Antoinette/dp/B000FOTI4K/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=dvd&qid=1225520670&sr=1-4


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Princesse_de_Lamballe
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 9:09 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ja etwas Schönes!

Sieht man auf der DVD viel das Petit Trianon?

Also ich glaube fast, ich hätte sie auch sehr gern... :zwinker
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 10:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

also soweit ich mich erinnere sieht man einige Einstellungen, aber vor allem eben das Innere des Theaters - da wird sogar etwas die Bühnenmaschine gezeigt.

Aber ich es ist schon eine Weile her, dass ich das gesehen hab.
Es ist eben halt kein Film, sondern eben ein Konzert.
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Verfasst am: Sa Nov 01, 2008 10:49 am    Titel: Ähnliche Themen

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Antoine
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 11:20 am    Titel: Antworten mit Zitat

wow...das ist ja super ausführlich....was für eine ARbeit du dir gemacht hast.....lieber Duc....vielen Dank!! Very Happy

Antoine hello
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 12:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube Ausschnitte des Konzerts im Theater des Petit Trianon gab es letztes Jahr auf Arte zu sehen, bei einem Marie Antoinette Themenabend. Wir hatten das damals auch im Forum besprochen.
Es war sehr stimmungsvoll, obwohl ich von der Musik nur wenig mitbekommen und in Erinnerung habe. Aber man konnte das renovierte Theater sehr ausführlich sehen. Vielleicht wird das ja auch irgendwann im TV wiederholt.


hello Lolo
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 2:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lolo hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube Ausschnitte des Konzerts im Theater des Petit Trianon gab es letztes Jahr auf Arte zu sehen, bei einem Marie Antoinette Themenabend.

Stimmt, das war die gleichnamige Doku, in der man ganz zum Schluss, beim Abspann eine MA-Darstellerin die Treppen vom Versailler Schloss hinaufgehen sah... das blieb mir irgendwie bildlich in Erinnerung.

Und ja, man sah ein bisschen was vom Petit Trianon bzw. hauptsächlich vom Théâtre de la Reine.
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 2:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:

Hier ist der Link zur damaligen Arte-Sendung:
Marie Antoinettes kleine Hofmusik

hello
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Antoine
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 3:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

klasse...vielen Dank :lächeln

Antoine hello
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Princesse_de_Lamballe
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2008 4:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Danke für den tollen Link! Das Foto mit dem Bühnenbild ist echt schön, wie schade dass die Musiker keine zeitgenössischen Kostüme tragen!
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2009 2:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Duc de Berry

Ich habe mal gelesen, dass dem Hof "Le Jugement de Midas" von Grétry nicht so gefallen habe. Leider erläuterte das Beiheft zur CD mit der Einspielung von Gustav Leonhardt nicht, was dem Hof denn daran genau nicht behagte. Weißt Du dazu Genaueres?

Hat sich die Königin oder der König dazu geäußert?
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Verfasst am: Mi Dez 09, 2009 2:19 pm    Titel: Ähnliche Themen

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