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Louis Charles de Bourbon Leben nach 1791

 
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Herzog der Normandie
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BeitragVerfasst am: So Sep 24, 2017 4:58 pm    Titel: Louis Charles de Bourbon Leben nach 1791 Antworten mit Zitat

In vielen Foren, im Internet und vielen Geschichtsabhandlungen geht man davon aus: Louis Charles ist in Paris 1795 gestorben. Meine Informationen lauten er wurde als Kind nach Schwäbisch Hall in Sicherheit gebracht, ich gehe von 1791 ( 6 Jahre ) aus. Die Fürsten von Hohenlohe waren die stärksten Verbündeten des französischen Königshauses.
Hier nahm er den ursprünglichen Familiennahmen an ( nicht Capet oder Kapetinger ), dieser Name ist in den Daten zu finden, die vor der Zeit liegen als der Herkunftsort zum Adelsnahme wurde. Nach meinem Wissen starb er mit 90 Jahren ( 1871 ). Er hatte 14 Kinder ( 15 Kinder sein erster Sohn starb bei der Geburt, wie auch seine erste Frau ).

Herzog der Normandie
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Bluetit
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Anmeldedatum: 23.08.2017
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: So Sep 24, 2017 5:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moment... du meinst Louis Charles de Bourbon den Sohn von Marie Antoinette? Er ist doch als kleines Kind 1795 im alter von 10 jahren im Tempel gestorben man hat ja auch seine Herz Urne Shocked Wie kommst du den darauf das er nach Schwäbisch Hall gebracht wurde ? oder redest du von einem anderen und ich verstehe irgendwas falsch? dontknow3
_________________
"(...) nie wird Frankreich sich darüber einigen können, ob er ein großer Staatsmann oder ein blinder Hetzer war, ob er mit Wonne das Blut seiner Menschen vergoss oder im Augenblick gestürzt wurde, als er dem Schrecken der Guillotine aus Menschenliebe ein Ende bereiten wollte (...)"

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Teresa
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Anmeldedatum: 25.07.2017
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: So Sep 24, 2017 7:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Der Dauphin dürfte tatsächlich 1795 im Temple verstorben sein, allerdings tauchten im 19. Jahrhundert einige erwachsene Männer auf, die behaupteten, der Dauphin zu sein.

Die Geschichte oder eher Legende dahinter:
Der Junge, der im Temple verstorben ist, wäre gar nicht der Dauphin gewesen, sondern treue Royalisten bzw. Royalistinnen hätten es geschafft, diesen aus dem Temple zu befreien und in Sicherheit zu bringen, indem sie ihn durch ein anderes Kind austauschten, dass dann im Temple gestorben ist. Nachdem die Revolutionsregierung den "Tausch" entdeckt hatten, hatten sie keine Wahl, als so zu tun, als wäre das falsche Kind der Dauphin, weil eine Flucht aus politischen Gründen nicht öffentlich zugegeben werden konnte.

Nach einer anderen Version vertuschte die Revolutionsregierung die Flucht, indem sie selbst ein todkrankes Kind in den Temple sterben ließen und behaupteten, dass es sich dabei um den Dauphin handeln würde, da es nicht ihrem Interesse war, dass die Flucht bekannt wurde.

Offensichtlich gab es im Zusammenhang mit dem Tod des Dauphin einige Dinge, die als Indizien für so eine Flucht-These Sinn machen würden. (Allerdings eben nicht nur als Belege für eine Flucht.) So endete der Mann, dem Dauphin ursprünglich anvertraut war, einige Monate vor dem (öffentlich bekanntgegeben) Tod des Dauphins unter der Guiollotine, die Schwester des Dauphins, die damals noch am Leben war, bekam die Leiche keineswegs zu sehen und Ähnliches.

Von den Männern, die später behauptet haben, dass sie der Dauphin wären, hat allerdings keiner es je geschafft, dass er als solcher tatsächlich gerichtlich oder von der Familie anerkannt wurde. (Was Menschen, die davon überzeugt sind, dass der Dauphin tatsächlich flüchten konnte, gewöhnlich damit erklären, dass die Bourbonen (und wohl auch die Habsburger und andere Hochadelsdynastien) am längeren Ast saßen und großes Interesse daran hatten, dem angeblichen Verwandten die Anerkennung zu verweigern.)

Der Fall des Dauphin ist übrigens kein Einzelfall in der Geschichte: da gibt es zum Beispiel auch den falschen Balduin (Grafschaft Flandern), den falschen Waldemar (Markgrafschaft Brandenburg), mehrere falsche Friedrich (Kaiser Friedrich II., HRR) oder den falschen Sebastian (Portugal).

Am bekanntesten dürfte der falsche Dimitri oder Demetrius sein, der es in die Literatur (Friedrich Schiller, Friedrich Hebbel etc.) und ins Musiktheater ("Boris Godunov" von Modest Mussorgski, "Dimitri" von Antonin Dvorak) geschafft hat.

Im 20. Jahrhundert haben wir noch den Fall der Anna Andersen, die behauptete, die Zarentochter Anastasia zu sein.

Gemeinsames Merkmal ist, dass eine Familie (gewöhnlich in männlicher Linie ausgestorben ist oder als ausgestorben gilt), und dann taucht plötzlich einige Jahre später jemand auf, der behauptet ...
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MariaAntonia
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Anmeldedatum: 03.03.2008
Beiträge: 7974
Wohnort: Rheinhessen

BeitragVerfasst am: Mo Sep 25, 2017 6:57 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja diese Hochstapler gibt es überall in der Geschichte Laughing


Infos hier im Forum:

Arrow Louis XVII: Naundorff & Co.
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Brissotin
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Beiträge: 932
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 25, 2017 10:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Komisch, mir ist noch nie etwas über jemanden untergekommen, der Louis XVII gewesen sein soll und in Schwäbisch Hall lebte. Wie kommst Du darauf? Das Ende der Reichsstadtzeit ist nicht so mein Fachgebiet, aber ein bisschen kenne ich mich da auch aus. Warum sollte auch ein Hohenloher jemanden ausgerechnet nach Hall gebracht haben?

Und wer behauptet, die Hohenloher seien "starke" Verbündete gewesen? Sie besetzten bisweilen wichtige Posten im Militär verschiedener Staaten. Man denke an die Hohenlohe-Ingelfingens von denen gleich mehrere Generäle in der preußischen Armee waren.
Ihre Staaten an sich waren klein und unbedeutend. Obwohl untereinander oftmals in Erbschaftsstreitigkeiten verfeindet vermochten sie außenpolitisch im Fränkischen Kreis und gegen ihre Nachbarn eine gewisse Geschlossenheit der Hohenloher Häuser an den Tag zu legen.
_________________
Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Verfasst am: Mo Sep 25, 2017 10:38 am    Titel: Ähnliche Themen

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