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Danton 1931

 
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Bluetit
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Anmeldedatum: 23.08.2017
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BeitragVerfasst am: Di Sep 19, 2017 6:59 pm    Titel: Danton 1931 Antworten mit Zitat

Bonjour Mesdames et Messieurs, hello

Ich möchte euch einen Film vorstellen den ich wirklich sehr liebe: "Danton" Es handelt sich um einen deutscher Spielfilm von Hans Behrendt aus dem Jahre 1931. Ich kann ihn euch nur ans Herz legen.


Handlung: Der Name sagt glaube ich schon alles: Der Film spielt in Frankreich zur Zeit der Französischen Revolution. Unter den Revolutionären wird diskutiert, was mit König Ludwig XVI. geschehen soll. Die Gruppe um Georges Danton plädiert für die Hinrichtung. Dem König wird der Prozess gemacht und er wird hingerichtet. Es folgen weitere Prozesse gegen Adelige und massenhaft werden Todesurteile ausgesprochen. Als Danton ein Gefängnis besucht, verliebt er sich in die gefangene Louise Gély. Jetzt gerät Danton in Konflikt zu seinem Gegenspieler Robespierre. Robespierre gelingt es, auch Danton auf die Anklagebank zu bringen und der einstige Mitstreiter Danton wird ebenfalls zum Tode verurteilt und unter der Guillotine hingerichtet. (Wikipedia)

Eine uns schon altbekannte Handlung Wink

Schauspieler und ihre Rollen: Ich möchte...nein ich muss zu zwei personen etwas wichtiges los werden Mr. Green
Fangen wir mit unseren Protagonisten an:

Georges Danton wird verkörpert von dem großen deutschen Schauspieler Fritz Kortner (1892-1970). Ein Wort: Glanzleistung. Er ist nicht nur ein wahrer Rhetoriker sondern auch ein Mensch der das Leben genießt mit einem lächeln auf den Lippen. Kortner bringt den Danton sehr gut rüber und verleiht ihm den Charme den dieser Mensch hatte etwas heiteres und freundliches aber auch etwas lautes und aufbrausendes.

und nun mein absoluter Lieblings Schauspieler in der Rolle die ich trotz allem am meisten Liebe und auf dem mein Auge den ganzen Film lang ruhte: Embarassed

Maximilien de Robespierre wird verkörpert von Gustaf Gründgens (1899-1964). Gründgens ein großer deutscher Schauspieler der vor allem als Mephisto im Faust berühmt wurde spielt meiner Meinung nach seine beste Rolle. Wer könnte den schwierigen Charakter Robespierre besser rüber bringen als das ebenso schwierige Mysterium Gründgens von dem heute noch immer nicht ganz klar ist was er letzt endlich war und was er vertrat? Er ist der beste Robespierre den ich je gesehen habe: kalt und undurchdringbar. Gründgens über deutliche und harte Aussprache unterstreicht den Unbestechlichen und verleiht ihm etwas sehr strenges. Die Perücke und Brille stehen Gründgens meiner Meinung auch noch und er ist für mich der Schauspieler der ihn am besten rüber brachte. Er verkörpert den Robespierre wie er in den Köpfen den Menschen existiert und doch... am ende des Films zeigt er etwas was er im ganzen Film NIE getan hat: Zweifel.
Ich liebe ihn einfach love7

weitere Rollen und Schauspieler:


Lucie Mannheim als Louise Gély
Alexander Granach als Marat
Gustav von Wangenheim als Desmoulins
Werner Schott als Saint Just
Hermann Speelmans als Legendre
Georg John als Fouquier-Tinville
Ernst Stahl-Nachbaur als Malesherbes, Verteidiger des Königs Ludwig XVI.
Georg Heinrich Schnell als Herzog von Koburg

Kritik

Als zeitbezogenes Bekenntnis zur bedrohten Weimarer Republik und Absage an die Gewalt verstandener früher deutscher Tonfilm um den Kampf des französischen Revolutionärs Danton und seines Gegenspielers Robespierre. Von der Leistung der beiden Schauspielerpersönlichkeiten Kortner und Gründgens geprägt.“
– Lexikon des internationalen Films

„Keine Piscator-Bühne, kein großes Schauspielhaus kann diesen Massen-Eindruck in seiner Totalstärke geben. Die Kamera reißt da Vergangenheit zu Gegenwart. Zweimal diese gipfelnden Augenblicke, zweimal Danton-Zitate Kortners mit Republik-Appell, Vaterlands- und Freiheitsruf, zweimal ein ungeheuer von Volksbeifall getragenes Echo. Eine Geräusch- und Schrei-Eroica, aus der sich die Hymne der Revolution reckt.“
– Film-Kurier, 23. Januar 1931

„Fritz Kortners Danton ist eine schauspielerische Leistung, wie sie uns der große Künstler lange nicht schenkte. Ist er in den Begegnungen mit Louise Gély spröde, so ist er in den Augenblicken vor dem Tribunal von einer Gewalt und erschütternden Größe, die zutiefst packen.“
– Lichtbild-Bühne, 23. Januar 1931

Fazit: Obwohl der Film für viele wohl als schlecht gilt,mehrere historische abweichungen hat und für den ein oder anderen als eingestaubt eingestuft werden könnte liebe ich den Film. Er ist Sehens wer und ich kann ihn wirklich nur allen emphehlen die sich für das Thema interessieren. Wink Smile

Bilder:

http://www.benitomovieposter.com/catalog/images/movieposter/77727.jpg Poster

http://www.filmforum.at/sites/filmforum.at/files/imagecache/filmansicht/danton_1.jpg Danton und Robespierre

https://www.rarefilmsandmore.com/Media/Uploaded/New%20Folder/283.JPG Robespierre

http://www.filmportal.de/sites/default/files/imagecache/movie-teaser/f015420_pic_08.jpg Danton im Gefähngnis

http://www.morisel.de/seiten/dvd/titel/danton/02.jpg Danton und seine Frau

Kauflinks:

jpc Arrow https://www.jpc.de/jpcng/movie/detail/-/art/Danton-1931/hnum/1243894?iampartner=spon6&awc=150&awa=1263&gclid=EAIaIQobChMIt6Pw2uix1gIVlQrTCh0_BwbEEAkYASABEgL27vD_BwE

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"(...) nie wird Frankreich sich darüber einigen können, ob er ein großer Staatsmann oder ein blinder Hetzer war, ob er mit Wonne das Blut seiner Menschen vergoss oder im Augenblick gestürzt wurde, als er dem Schrecken der Guillotine aus Menschenliebe ein Ende bereiten wollte (...)"

Friedrich Sieburg: Robespierre, S. 12
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 20, 2017 9:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag so alte Schinken. Nur bin ich kein Gründgens Fan und mag ihn als Mephisto schon garnicht, weil er mir da so eindimensional anmutet.

"Me and Marlborough" ist so ein alter Schinken, den ich schätze. Vielleicht weil auch so schön britisch. http://www.geschichtsforum.de/thema/spielfilme-angesiedelt-im-18-jh.12610/page-16#post-758800
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Teresa
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 22, 2017 12:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlichen Dank übrigens für den Filmtipp damals. "Me and Marlborough" hat mir sehr gut gefallen. Der Film dürfte zwar in erster Linie als Vehikle für die Hauptdarstellerin entstanden sein, was für die 1930er-Jahre recht häufig zu beobachten ist, aber ich wundere mich immer, wie unterhaltsam damals noch inszeniert wurde.
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Verfasst am: Fr Sep 22, 2017 12:47 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 22, 2017 3:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Teresa hat Folgendes geschrieben:
Herzlichen Dank übrigens für den Filmtipp damals. "Me and Marlborough" hat mir sehr gut gefallen. Der Film dürfte zwar in erster Linie als Vehikle für die Hauptdarstellerin entstanden sein, was für die 1930er-Jahre recht häufig zu beobachten ist, aber ich wundere mich immer, wie unterhaltsam damals noch inszeniert wurde.

Naja, aber ist ja heutzutage mit z.B. "Mel Gibson - Der Patriot" auch nicht anders. Da prangt bisweilen auch nur eine Birne auf dem DVD-Cover, selbst wenn es weitere, wohl auch schauspielerisch bessere Mimen gibt.

Es ist ja schwierig heute das Ensemble von damals einzuschätzen. Auch der Marlborough-Darsteller scheint mir damals ein profilierter Schauspieler gewesen zu sein, auch wenn die weibliche Hauptrolle deutlich im Vordergrund steht. Immerhin m.E. irgendwie frischer und sympathischer als andere Leinwandlegendinnen dieser Epoche.
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Teresa
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BeitragVerfasst am: So Sep 24, 2017 11:28 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist nicht nur, dass die weibliche Hauptrolle im Zentrum steht, sondern der Film (mein Eindruck jedenfalls) ist auf sie zugeschnitten - er würde vermutlich mit einer anderen Hauptdarstellerin nicht so funktionieren.

Allerdings habe ich bei heutigen Vehicles den Eindruck, dass die Darsteller, auf die sie zugeschnitten sind, nicht wirklich tragen, es sei denn, dass es halt die Fans sind. Auffallend ist bei "Der Patriot" ist doch, obwohl er eigentlich ein Vehicle für Mel Gibson ist, dass er in meinem Bekanntenkreis eher mit dem Jason Isaacs assoziiert wird.

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Interessant ist übrigens, dass Wilhelm von Oranien sein schlechtes Image erst im 21. Jahrhundert hat. Im 19. Jahrhundert wurde er noch relativ positiv gesehen.
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Bluetit
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BeitragVerfasst am: So Sep 24, 2017 4:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ontopic
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