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Gemächer der Madame Maintenon

 
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 05, 2017 4:35 pm    Titel: Gemächer der Madame Maintenon Antworten mit Zitat

Ich war mal so frei ein eigenes Thema dazu zu eröffnen. Falls es sich überschneidet bitte einfach löschen.

Ich frage mich, wer alles nach dem Tod der inoffiziellen Königin in ihren Gemächern wohnte? Sie war ja zu groß um sie bei diesen Platzmangel leer stehen zu lassen.

Habt ihr da Informationen? Auch der ganze Aufbau ihres Apartements ist sehr komisch.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Di Jun 06, 2017 8:46 am    Titel: Antworten mit Zitat

Der Aufbau ergibt sich aus der Anlage des alten Schlosses von Ludwig XIII. und den darauffolgenden Ausbauten. Ursprünglich bestand das Appartement von Mme de Maintenon lediglich aus drei Räumen, erst 1698 kam der als "Grand Cabinet" bekannte große Raum hinzu, der durch die schmale, schräge Passage mit dem Rest der Gemächer verbunden ist.
Finde an diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie man aus dem spärlich vorhandenen Platz herausholte was nur irgend möglich war um die Bewohner unterzubringen.

Unter Ludwig XV. soll der Comte der Clermont (ein Prince du Sang) und unter Ludwig XVI. der Marechal de Duras die Räume bewohnt haben. Unter Louis-Philippe wurden die Gemächer stark verändert, da er eine Treppe einbauen ließ und die Räume für Kunst der Revolutionszeit genutzt wurden. Mitte des 20. Jahrhunderts stellte man hier Möbelstücke aus der Zeit Ludwig XIV. aus und heute werden sie für kleinere Ausstellungen genutzt.
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Di Jun 06, 2017 10:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Trianon. Ich wundere mich, warum bekam nicht die erste Hofdame der Königin diese Zimmerflucht? Immerhin waren diese Appartements denen der Königin doch am nächsten?

Was bedeutet Prince du Sang?
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 07, 2017 7:31 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schätze mal, dass diese Gemächer auf ihre Art und Weise schon sehr einmalig waren - immerhin sind sie im selben Geschoss mit den Appartements des Königspaares und diesen extrem Nahe - dementsprechend wichtig (oder hoch in Gunst) muss wohl auch die Person gewesen sein, die dort leben durfte.

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:

Was bedeutet Prince du Sang?

Die Prinzen von Geblüt - sprich Prinzen mit königlicher Abstammung, die nicht direkt zur innersten Königsfamilie gehören (Nebenlinien). Dazu zählten zB die Orléans oder die Condes.
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 07, 2017 5:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aber diese Herren die dort wohnten sind uns doch eigentlich nicht so sehr bekannt oder? Daher habe ich mich sehr gewundert. Vielleicht war's aber auch so das die Gemächer von den Vater an den Sohn vererbt worden.

Aber wie hätte das mit dem Prinzen von Geblüt geändert? Hätten diese Familien sich immer mehr vermehrt in der die königliche Familie immer größer geworden. Es waren doch so schon genug die für Ärger gesorgt haben oder.
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Verfasst am: Mi Jun 07, 2017 5:05 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Jun 08, 2017 10:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:

1.
Aber diese Herren die dort wohnten sind uns doch eigentlich nicht so sehr bekannt oder? Daher habe ich mich sehr gewundert. Vielleicht war's aber auch so das die Gemächer von den Vater an den Sohn vererbt worden.

2.
Aber wie hätte das mit dem Prinzen von Geblüt geändert? Hätten diese Familien sich immer mehr vermehrt in der die königliche Familie immer größer geworden. Es waren doch so schon genug die für Ärger gesorgt haben oder.

1.
Der Duc de Duras war ein verdienter Offizier. Obwohl später Herzog und mit einigen Orden dekortiert, hat er sich aus normalen Offiziersrängen hochgedient. Vor Dettingen stieg er zum Brigadier auf - ein Regimentschef, der eine Brigade kommandierte. Dann wurde er ausdrücklich lobend nach der Schlacht vom Duc de Noailles erwähnt und avancierte dann weiter. Bei der schrecklichen Niederlage von Dettingen war die Erbeutung von feindlichem Geschütz durch die Brigade Auvergne (die Brigaden waren damals in Frankreich nach dem ältesten Regiment benannt, das sich innerhalb der Brigade befand) eine der wenigen rühmlichen Taten. Die Brigade Auvergne zeichnete sich auch später in Flandern durch mehrere mit dem Bajonett genommene Schanzen in der Schlacht bei Rocoux aus. Ob da Duras auch anwesend war, habe ich jetzt nicht überprüft.

2.
Sehe ich nicht so. Schau Dir mal die Herrscherhäuser in Dtl. z.B. an. Viele starben in zahlreichen Linien aus - auch wenn es Anfang des 18.Jh. wie bei den Anhaltinern nach einer unüberschaubaren Anzahl an kleinen Linien aussah.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Jun 08, 2017 11:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:
Aber diese Herren die dort wohnten sind uns doch eigentlich nicht so sehr bekannt oder? Daher habe ich mich sehr gewundert. Vielleicht war's aber auch so das die Gemächer von den Vater an den Sohn vererbt worden.

Das muss nichts heißen - viele Höflinge die damals bekannt waren, sind heute in Vergessenheit geraten. Die Gemächer wurden damals nach Gunst des Königs vergeben, demzufolge müssen diese Herren damals hohen Einfluss gehabt haben. "Vererbt" wurde in Versailles wohl kaum, da niemand dort Eigentum an seinen Räumlichkeiten hatte. Es hing alles vom König ab - es kann natürlich sein, dass dieser die Gemächer an den Sohn weitergegeben hat, aber dann war es eine Gefälligkeit von Seiten des Königs.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Jun 08, 2017 12:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:

Das muss nichts heißen - viele Höflinge die damals bekannt waren, sind heute in Vergessenheit geraten. Die Gemächer wurden damals nach Gunst des Königs vergeben, demzufolge müssen diese Herren damals hohen Einfluss gehabt haben. "Vererbt" wurde in Versailles wohl kaum, da niemand dort Eigentum an seinen Räumlichkeiten hatte. Es hing alles vom König ab - es kann natürlich sein, dass dieser die Gemächer an den Sohn weitergegeben hat, aber dann war es eine Gefälligkeit von Seiten des Königs.

Ich denke, die Feldzüge der 1740er waren so einprägsam für Louis XV wie kaum ein anderes Ereignis.

Weiß man, wo der Maréchal de Saxe logierte? Könnte man da seine große Wertschätzung durch den König erkennen?
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Jun 08, 2017 2:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Brissotin"]
Trianon hat Folgendes geschrieben:

Weiß man, wo der Maréchal de Saxe logierte? Könnte man da seine große Wertschätzung durch den König erkennen?

Der Marechal de Saxe logierte von 1745-1750 im Nordflügel, in jenem Teil der den großen Innenhof in zwei Höfe teilte. Zusätzlich wurde ihm aber ja vom König das Château de Chambord auf Lebenszeit zur Nutzung überlassen. Alles in Allem durchaus eine große Gunst
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