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Maria Theresia Zweiteiler (2017)
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 15, 2017 9:04 am    Titel: Maria Theresia Zweiteiler (2017) Antworten mit Zitat

Seit April wird vor allem in Brünn an einem neuen TV-Zweiteiler über Maria Theresia gedreht. Dieser soll sich um die Jugendzeit und die ersten 30 Regierungsjahre drehen und wohl Ende des Jahres im TV zu sehen sein.
Maria Theresia wird darin von der jungen Burgschauspielerin Marie Louise Stockinger verkörpert:
http://der.orf.at/unternehmen/aktuell/maria_theresia108.html
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 15, 2017 9:34 am    Titel: Antworten mit Zitat

Von dem Szenenbild her, schaut es ja schonmal besser aus als die Arte-ZDF-ORF Doku. Hoffen wir mal einfach das Beste. Sicher läuft das dann auch mal auf 3sat (ist ja ein gemeinsamer Sender von ORF, ARD und Schweizer Fernsehen) oder Arte.

Danke für den Hinweis. Very Happy
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 15, 2017 9:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Gern, bin auch schon recht gespannt, vor allem auf die Kostüme. Spielt ja doch in der Zeit früher als die meisten anderen Filme die im 18. Jahrhundert angesiedelt sind.
Denke auch dass er in etwa zeitgleich auf einem deutschen Sende zu sehen sein wird, war bei den Historienmehrteilern in der Vergangenheit ja auch fast immer so Smile
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 13, 2017 10:40 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also der Zweiteiler wird auf ORF1 nun am 27. und 28.12. jeweils um 20.15 Uhr zu sehen sein - wann er im deutschen TV zu sehen ist, entzieht sich momentan leider meiner Kenntnis.
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BeitragVerfasst am: Do Dez 14, 2017 11:02 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vermute mal auf Arte Anfang nächsten Jahres. Bin mal gespannt.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do Dez 14, 2017 8:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Oh ja, ORF1 ist hier in Rheinland-Pfalz empfangbar applause2
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Di Dez 19, 2017 10:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin auch schon gespannt darauf, was man alles zu sehen bekommt und vor allem, wen, nicht nur "Maria Theresia", sondern auch den Hof, die Kinder etc.
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Do Dez 28, 2017 8:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So weit, so gut: aber: Es sind einige Fehler drinnen u.a. die lockere Ausdrucksweise. So hätte man sich im 18. Jahrhundert nie unterhalten. Maria Theresias Vater ist an einer Krankheit gestorben, nicht bei einen Jagdunfall etc.

Wer weiß, wie Teil 2 ist. Besser oder schlechter als Teil 1 ? Ich lasse mich überraschen.
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Verfasst am: Do Dez 28, 2017 8:07 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Do Dez 28, 2017 8:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

https://derstandard.at/2000071152085/Zweiteiler-Maria-Theresia-im-ORFGeschichte-mit-Dekolletes
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 03, 2018 11:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fands ehrlich gesagt schrecklich. Der erste Teil strotzte ja nur vor Kitsch und Langeweile - dieses ewige Hin und Her "Ich liebe ihn, ich will ihn. Er will mich nicht" - man hätte das durchaus kürzen können und dafür weiter als bis zur ungarischen Krönung gehen können.
Der zweite Teil schoss ja wohl dann den Vogel ab - MT würde sich für ihr Land verprostituieren? Selten so einen Schwachsinn gesehen, sehr enttäuschend.

Die Kostüme und Perücken - naja typischer TV-Schinken halt - Polyester und Rückenverschnürungen. Schade, hätte mir tatsächlich mehr erwartet...
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 03, 2018 3:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Links. Kann es wohl in der ORF-Mediathek anschauen.

@ Trianon
Ach, ich liebe doch Fernseh-Trash. Ich kann wohl auch schöne Filme genießen, aber bin auch dem Schlechten Geschmack durchaus hold.

Danke für Deine Kommentare!
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 03, 2018 5:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Teil 2 ist noch schlimmer als Teil 1.

Schade, dass man nicht mehr gezeigt hat, von den Kindern, dem Leben am Hof etc.

Stattdessen wird die Liebesgeschichte ausgeweitet.

Da wäre mehr drin gewesen.

Geburten weiterer Kinder, Hochzeiten der Kinder, Geburten der Enkelkinder etc.

Politisches Wirken von MT etc.
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BeitragVerfasst am: Do Jan 04, 2018 11:37 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kopiere hier mal meine Einschätzung aus einem anderen Forum rein:

"Maria Theresia" Robert Dornhelm (2017) Ö/CZ

Ich bin nun in den Genuss der tschechisch-österreichischen Koproduktion gekommen. Leider war gestern Abend nur noch der 2. Teil in der ORF-Mediathek zu sehen, aber ich denke mal, dass der Zweiteiler über kurz oder lang auch auf Arte oder 3sat ausgestrahlt wird. In Österreich und Tschechien erreichte die Produktion Traumeinschaltquoten (über 1,1 Mio. in Ö. und 2,1 Mio in CZ) - ein moderner Straßenfeger sozusagen, was sicherlich an der für beide Länder prominent besetzten Darstellerriege lag. Im ersten Teil trat beispielsweise Karl Merkovics als Prinz Eugen und Fritz Karl als Karl VI. auf.

Ich beziehe mich nur auf Teil 2. Dieser spielt nur 1740/41.

Nachdem Maria Theresia (Marie-Luise Stockinger) vom Tod des Kaisers erfährt, reist sie nach Wien. Dort angekommen sieht sie sich mit der unausgesetzten Kritik des Hofes, auch der Kaiserin Elisabeth Christine (Zuzana Stivínová) konfrontiert. Vor allem Bartenstein (Dominik Warta) und Graf Harrach (Jiří Dvořák), der laufend auf Prinz Eugens Entscheidungen in jedem Falle verweist, setzen ihr zu. Herzog Franz Stephan (Vojtěch Kotek) gibt sich als liebender Vater, verfällt aber auch auf Anhieb jeder hübschen Dame bei Hofe, vor allem aber der Gräfin Fritz ( Táňa Pauhofová) und einer gewissen Wilhelmine von Colloredo (Nathalie Köbli). Aus den Staatsgeschäften vor allem aber dem Krieg macht er sich nichts - ja er lehnt es ab sich an die Spitze der Truppen zu stellen, als Maria Theresia ihn darum bittet. Als ihre engste Beraterin genießt die Gräfin Fuchs (Julia Stemberger) das Vertrauen der Erzherzogin. Der Herzog von Lothringen aber stürzt sich in die Seidenherstellung und gründet dazu eine Tuchmacherei (sic!), wo man scheinbar (sic!) auch komplette Kleider kaufen kann. Obwohl Maria Theresia versucht der preußischen Aggression dadurch den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem sie Grumbkow (Zoltán Rátóti) in ihren engeren Kreis zieht, greifen sie bald Österreich an und werden von den Schlesiern jubelnd begrüßt.
Maria Theresia ist verzweifelt. Das Volk sei arm und krank, der Adel verließe den Hof und der Feind fiele von allen Seiten über sie her. während sie keine Verbündete habe - so ihr Eindruck.
Daher wendet sie sich schließlich an den Grafen Nikolaus Esterházy (Bálint Adorjáni), dem sie im Gegenzug für seine Unterstützung bei den ungarischen Magnaten eine Liebesnacht anbietet. Ihr Gemahl ist ja bereits ohnehin der Gräfin Colloredo verfallen, nachdem es Maria Theresia gelungen war die Gräfin Fritz auf ihre Seite zu ziehen. Zwar scheitern die Verhandlungen mit Esterházy, aber sie reist dennoch nach Ungarn, um mit einer Rede den ungarischen Adel für sich zu gewinnen. Unter der Führung des Grafen Esterházy schließen sich doch noch die Adligen der Erzherzogin an und sie wird in Preßburg gekrönt. Man verspricht ihr 60.000 Mann, aber sie bekennt zu ihrem Gemahl, dass sie froh wäre in Wahrheit die Hälfte zu bekommen.

Hier endet der Film.

Teilweise tut es schon beinahe weh wie ahnungslos offenbar die Drehbuchschreiber in der Materie waren. Was soll denn der Herzog von Lothringen mit einer Tuchmacherei? Er will Seide produzieren. Da muss man erstmal Maulbeerbäume anpflanzen und dann braucht man Seidenweber nicht Tuchmacher und Kleider werden von Schneidern produziert und nicht von den Stoffherstellern. Und dann reihen sich auch noch zahlreiche Verwechslungen aneinander. Was soll denn die Erzherzogin beim Grafen Esterházy, wo doch sein Bruder der Fürst ist und dieser den Einfluss viel eher genießt. Noch absurder aber ist das Bild von Bartenstein, der hier als entschiedener Gegenspieler Maria Theresias dargestellt wird, der kompromissbereit mit Preußen verhandeln will. Genau das Gegenteil war ja der Fall; Bartenstein war der Führer der Partei der Hardliner gegen alle Feinde Österreichs. Offenbar kannte der Drehbuchschreiber vielleicht die Figuren dem Namen nach, aber hatte keine Ahnung von deren Intentionen oder politischer Haltung.
Die Dialoge sind teilweise etwas arg bemüht lustig und hin und wieder regelrecht banal.

Die Ausstattung ist offenbar für den Zweiteiler extra angeschafft worden. Seltsamerweise wurde das Kunststück vollbracht, dass beinahe keinem der Darsteller sein Gewand passt - vielleicht von der Stange gekauft? Bartenstein trägt irgendeinen Fummel, der nach spätem 17.Jh. ausschaut und obendrein 2 Nummern zu groß ist - dagegen war der echte Bartenstein äußerst Modebewusst und keineswegs eine graue Eminenz. Wirklich störend sind die Perücken bei den Damen, das in einer Zeit als Perücken für Damen, wo sie nicht unter Haarausfall etwa litten, ganz unnötig waren (recht kurze Haare bei der Frisur). Maria Theresia sind hingegen viele Kleider zu klein. Vor einem Hofball legt dann auch Maria Theresia ihr Galakleid ab und zieht als angebliches Galakleid eine Pseudo-Robe-à-la-Francaise an - also das offizielle Kleid gegen das inoffizielle verkehrt rum getauscht. Ja, bei manch einem sieht man, dass die Borte nur für die Vorderseite des Kleidungsstücks reichte und man vergessen hatte, dass man die Männerrolle 1/3 der Zeit von hinten sah! Very Happy Die beiden Esterházy, die gemeinhin hier im Film für ihre Schnurbärte gerühmt wurden, haben seltsamerweise just keine gehabt (siehe Porträts auf Wikipedia z.B.). Die ungarischen Gewänder, obwohl ebenfalls lange im Bild, wirken enorm pimmfig. So hätte sich doch kein ungarischer Magnat tot über den Zaun gehangen. Und so ging das weiter bis hin zu den obligatorischen angeblich fehlenden Stiefeln (!), welche Maria Theresia bei einem Haufen deutscher Infanterie monierte: aua, trag mal Stiefel auf so einem Marsch, Du doofe Chefin, würde ich da als Füsilier mal sagen. Wink Einziger Pluspunkt, dass man ausnahmsweise wenigstens den Herzog von Lothringen im Spanischen Mantelkleid, wenngleich ohne Mantel (!) sieht. Bei einem Anlass, wo das getragen wurde, trug dann aber eigentlich DER HOF diese Galakleidung, nicht nur der Chef!

Bedauerlicherweise wurde nichtmal ansatzweise versucht zumindest einzelne Szenen in der Hofburg zu drehen. Dadurch spielt sich der Hof in einer Fantasiegegend ab, die offensichtlich nichts mit Wien gemein hat, auch wenn man mal eine Fahrt durch ein PC-Animations-Wien wagt. Dadurch sind die Räumlichkeiten vor allem bei dem Hofball, einem "Herzstück" des Films eher mickrig. Obwohl der Standart anführte, dass man eine Koproduktion unternommen hatte, um überhaupt die Kosten der Posse zu stemmen, nimmt sich das Ergebnis mager aus. Auf Massenszenen wird verzichtet. Wo es unumgänglich wird wie bei der Königskrönung in Pressburg scheint der Versuch durch geschicktes Filmen z.B. den Ritt auf den Hügel nur anzudeuten eher unfreiwillig komisch.

Die Schauspieler bemühen sich wohl. Leider ist aber selbst unter den Hauptfiguren wie der des Grafen Esterházy die Schauspielerei etwas hölzern, vielleicht durch die etwas arg unglaubwürdige Handlung - mag sein, dass der Darsteller ahnte, dass das nicht funktioniert. Marie-Luise Stockinger macht ihre Sache erstaunlich gut. Sie wurde wohl danach ausgesucht, dass sie ein kleines Doppelkinn hat, welches man Charakteristikum der Physiognomie der späteren Kaiserin ansah.

Es wurde scheinbar versucht einen reichlich unpolitischen Film über eine politisch brisante Zeit zu machen. Ohne die Stimmung in Wien und die Ambitionen Karl Albrechts z.B. zu beleuchten, bleibt die Bedrohung der Hauptfigur nicht plausibel. Maria Theresia auf einen teilweise an den Haaren herbei gezogenen Dauerkonflikt mit ihrem Gemahl zu beschränken, ergibt letztlich eine Schmonzette.

Insgesamt eine eher schwache Produktion, die ungefähr so frei mit der Geschichte umgeht wie der etwa zeitgleich entstandene Film über Kaiser Maximilian I., aber mit einer schwächeren Besetzung und lustloserem Drehbuch mit zahlreichen Längen.

4 von 10 Plastikfifis.
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BeitragVerfasst am: Do Jan 04, 2018 11:40 am    Titel: Antworten mit Zitat

M.E. typisch beim Standart, dass die Filmkritik deutlich zu kurz greift. Was hier moniert wurde, sind Nebensächlichkeiten, während das Wesentliche wiederum verborgen bleibt.
Als ob es ein Kriterium wäre, dass man Dekolltés sieht! Was soll man denn sonst sehen, wenn die Damen Schnürleiber tragen und einen zeittypischen Ausschnitt tragen? Dass die Sprache schlüpfrig oder gar frivol ist - na und?
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Do Jan 04, 2018 7:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Eine kleine Anmerkung zu den Drehorten:

Wo soll man Dreharbeiten durchführen, wenn ein Teil der Hofburg für die Touristen zwecks Führungen und der andere Teil für die "Ersatzkaiser" sprich Bundespräsidenten und Bundeskanzler zur Verfügung steht ?

Außerdem ist die echte Hofburg im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut worden und schaut längst nicht mehr so aus, wie zu MT's Zeiten.

Selbiges trifft auch auf Schloss Schönbrunn zu. Durch einige Räume flanieren die Touristen, andere Räume sind hingegen für die Öffentlichkeit tabu und werden als private Wohnungen genützt.

Filmstudios wie jene auf dem Rosenhügel, wo u.a. die Sissi-Filme gedreht worden sind, gibt es nicht mehr. Bzw. sind mir keine bekannt.

Hat man im 18. Jahrhundert wirklich so eine saloppe Ausdrucksweise verwendet ? "Resi" statt "Maria Theresia" oder nur "Theresia" ?
Hat man dem Kaiserpaar - bezogen auf Karl VI./Elisabeth Christine - wirklich beim Vollzug der Ehe zugesehen ?

Die Episode mit dem zerbrochenen Bett stimmt teilweise. Ja, sie ist passiert und das Jahr 1739 ist auch korrekt. Aber nicht in Wien, sondern in Porcia in Kärnten. MT und Franz Stephan sind in diesem Jahr unterwegs nach Italien gewesen.
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Verfasst am: Do Jan 04, 2018 7:18 pm    Titel: Ähnliche Themen

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