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Die Frauen der Revolutionäre
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Die Französische Revolution
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Madame de Saint-Just
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Anmeldedatum: 03.03.2008
Beiträge: 876
Wohnort: Blérancourt

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 11:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Voltaire hat Folgendes geschrieben:
es gab heiratspläne zwischen fouche und charlotte robespierre aber daraus wurde nichts.


Das wusste ich gar nicht. Shocked Aber da kann sich ja charlotte glücklich schätzen, dass daraus nichts wurde. *fouche absolut nicht mag*
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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 884
Wohnort: VÖ

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 11:30 am    Titel: Antworten mit Zitat

Soiree hat Folgendes geschrieben:


Gut, der Zeitpunkt war mit der Revolution auch ziemlich schlecht gewählt, erstmal die Rechte der Bürger durchsetzen und dann hätte man eben etwas später zu den Bürgerinnen kommen können :zwinker
Ja ja, die Jakobiner...vor der Guillotine waren eh wieder alle gleich, ganz egal ob Männlein oder Weiblein skeptisch

Das ist bestimmt schwer zu sagen. Man muss sich die unheimliche Aufbruchstimmung vergegenwärtigen. Jeder meinte sich mit dem großen Umsturz in seinen Zielen verwirklichen zu können. Die Damen hatten während der Aufklärung eine wichtige Rolle in der Gesellschaft gespielt, dass die Klugen unter ihnen nun auch Mitsprache in ganz realer Form haben wollten, erscheint mir nur eine Folgerichtigkeit.

Klar der Terreur war eine ungünstige Zeit, sich derart aufzulehnen, wie es Olympe de Gouge tat. Aber unterschätzten nicht so viele diese Diktatur und die persönliche Gefahr, in welche sie dadurch geworfen wurden? Niemand bringt das so gut zur Geltung wie Wajda in seinem Film "Danton" aus den 1980ern. Es war für die denkenden Menschen einfach unbegreiflich, dass nach all den Errungenschaften wie Pressefreiheit etc. auf einmal eine Herrschaft existieren sollte, die in vielen Punkten noch viel schlimmer und vor allem noch weniger einschätzbar als das Ancien Régime sein sollte. Und noch 1794 wägten sich so einige in einer Republik, in welcher es doch nicht möglich wäre, jemanden ohne echte Beweise verhaften zu können. Das überstieg die Vorstellungswelt eines Juristen wie Danton, das überstieg auch den Geist einer Olympe de Gouges - kurzum man glaubte sich mit seinem Gewissen im Einklang mit der Revolution. Heute erscheint uns diese Haltung da wir die Tausende von Opfer der Willkür des Terreur kennen unverständlich, aus der damaligen Perspektive herraus war sie aber vielleicht sogar nachvollziehbar.
Außerdem darf man nicht unterschätzen, dass die Hinrichtungen und Morde noch auf andere Weise auf den Menschen einwirken: sie führen zu einer Abstumpfung, nicht nur der Täter von Massakern, sondern auch derjenigen, die potenzielle Opfer werden könnten. Wenn man schon unberechtigterweise sterben sollte und der Tod einem ja tagtäglich vor Augen schwebte, dann wollte man als politisch denkender Mensch, es wenigstens versucht haben, die Tyrannei, die man so erkannte, zu bekämpfen.
_________________
Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Soiree
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Anmeldedatum: 09.03.2008
Beiträge: 210
Wohnort: Herzogtum Berg

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 12:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sicher, während man eine solche Zeit wie die Revolution durchlebt, kann man nicht ahnen, was die Zukunft bringen wird.
Wir, die wir (beinahe) alles, was geschah, heute überschauen können, haben da doch einen entscheidenden Vorteil und haben leicht reden, wenn wir sagen, dies oder jenes hätte man aber anders machen oder gar verhindern können!
Sicher sahen die Frauen in diesen Zeiten des Umbruchs eine Möglichkeit, auch die Rechte der Frau anzubringen, dies hätten wir vermutlich auch getan, es schien eine erste Chance zu sein.
Ganz recht, ich glaube auch, daß solche Geschehnisse abstumpfen, Paris schien sich geradezu im Blutrausch zu befinden. Nur ein weiteres vieler anderer Beispiele der Geschichte.
Der Mensch ist ohnehin ein Gewohnheitstier, eine Tat einmal begangen scheint oft eine Art Bann gebrochen und eine Wiederholungstat ist nicht mehr ausgeschlossen. So hat er aber auch die Fähigkeit, sich stets den Widrigkeiten des Lebens anzupassen und auch noch so schlimme Erlebnisse verblassen mit der Zeit.
Mysterium Mensch...

Ach je, ich schweife immer wieder ins OT ab, pardon! unsicher
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PeterH
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Anmeldedatum: 08.03.2008
Beiträge: 265
Wohnort: Wertach

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 1:18 pm    Titel: Ja kann ich verstehen das man Fouche nicht mag Antworten mit Zitat

Hallo diesen Joseph Fouche später Herzog von Oranto mag ich auch nicht.
Das war ein ganz hinterhältiger Mann und ein Perfekter Spitzel. Und wie oft der seine Meinungen geändert hat.Er war zuerst Priester, in der Revolution einer der grössten Feinde der Kirche.Er war zuerst Girondist, Im Prozess gegen Ludwig XVI verteidigte er zuerst den ehemaligen König, dann am Vorabend der Abstimmung wechselte er die Fronten und stimmte am nächsten Tag als Konventsmitglied für den Tod Ludwigs. Er schloss sich dann den Jakobinern an , und war einer der schlimmsten Männer der Schreckensherrschaft er lies in Lyon viele Leute enthaupten und erschiessen. Als Robespierre in Nach Paris zurückbeordete und auf seine Handlungen in Lyon und anderswo ansprechen wollte. wechselte er zu den Gegnern Robespierre und war an dessen Sturz und seiner Hinrichtung beteiligt, er war vorher ein Guter Freund Robespierres, Später ging er genauso mit Barras im Direktorium so um.Und war an Machtübernahme Napoleons beteiligt. Als Napoleon I um 1814/15 seinen Thron verlor wechselte zu Ludwig XVIII und bei den hundert Tagen wieder zu Napoleon dann wieder zu Ludwig XVIII. Aber jetzt hat dieses Spiel ein Ende er wurde als Königsmörder aus Frankreich verbannt, und floh nach Österreich nach Prag wo er dann viel in der Kirche gesehen wurde .
einer der schlimmsten habe seine Biographie in einem Buch Von Stefan Zweig gelesen.

Freundlichen Gr :zwinker
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Voltaire
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Anmeldedatum: 06.03.2008
Beiträge: 378
Wohnort: Tower of London

BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2008 4:00 pm    Titel: Re: Ja kann ich verstehen das man Fouche nicht mag Antworten mit Zitat

olympe hatte im grunde das selbe problem wie ein robespierre, nämlich dass gewisse überzeugungen zu modern für den damaligen durschnitts menschen war. viele männer haben olympe einfach nicht verstanden. ich denke, dass es keine rolle spielte ob mann oder frau, robespierre und saintjust hatten grundsätzlich darauf wert gelegt, dass so wenig menschen als möglich das gehör der masse fanden. sie hätte erkennen müssen, dass es gefährlich für sie war und das hat sie sicher auch, denn hinrichtungen waren ja öffentlich und so konnte man die entwicklung des terrors direkt mit ansehen. zeitzeugen wie mary wollstonekraft schrieben, dass die menschen nur noch schweigend aneinander verbeigehen und man lieber zu hause bleibt. wenn es so viele leute gemerkt haben, dass besser den mund hält, dann wird es eine so kluge frau wie olympe erst recht gemerkt haben. sie schwieg aber bwusst nicht und sagte was sie dachte. die frau hatte ganz einfach nur viel mut. klar, dass das robespierres nicht gerade willkommen war. ich finde von olympe sehr gut gesagt, dass louis als regent schuldig aber als mann unschuldig ist. das ist genau meine meinung.

peterh, du hast vollkommen recht, ich frage mich auch was in seinem kopf vorging, vor allem weil er ja während der revolution ziemlich revolutionäre texte verfasst hat. ich lese auch gerade die bio von stefan zweig (komm aber leider zur zeit auf grund des abiturs nicht voran). über ihn und verstehe immer noch nicht mehr als vorher. viele meinen, dass er sich so seine macht sichern wollte, dass er im hintergrund die politischen fäden in der hand hielt. glaube ich aber nicht, denn die macht die robespierre oder napoleon hatten, hätte er doch niemals im hintergrund gehabt. er hat sich mit anderen gegen robespierre verbündet (wenn nicht andere das selbe gewollt hätten, hätte er pech gehabt) und war polizeiminister unter louis- mehr aber auch nicht. außerdem war er weder einer der drei konsulte, noch hatte er die regierung des direktoriums übernommen. das alles kann man keine wahre macht nennen. vielleicht war er einfach nur ein feigling, der sich immer wichtig gemacht hatte aber angst vor einer hinrichtung hatte. hebert hat ja angeblich auch bei seiner hinrichtung um gnade gebettelt und vorher aber die ganze zeit auf andere los prügelt. skeptisch

@madame st.-just, habe ich schon mal geschrieben.

achja, falls es noch jemanden interessieren sollte, louis jacques david hatte auch eine frau, die sich aber 1793 vo ihm scheiden ließ, weil er für den tod des königs gestimmt hatte. später heirateten sie aber wieder.
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Verfasst am: Do Apr 17, 2008 4:00 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Princesse_de_Lamballe
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 18, 2009 8:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Voltaire hat Folgendes geschrieben:

eleonore duplay

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/e/ef/Eleonore1.jpg/180px-Eleonore1.jpg



Gibt es eigentlich von Èleonore Duplay auch noch andere Gemälde?

Hier einige Infos zu ihr:
http://de.wikipedia.org/wiki/El%C3%A9onore_Duplay
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 18, 2009 11:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Fällt mir irgendwie sehr schwer zu glauben dass Robespierre verlobt war und noch dazu dass sie seine politischen Ansichten teilte. Aber sie muss ihn ja wirklich geliebt haben wenn sie bis ans Lebensende Witwenkleidung trug...
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 18, 2009 5:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, Elenore wirkt irgendwie faszinierend auf mich love2
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saludos cariñosos
Antoinette
Marie Antoinette~historical comics~Kät-Toons~das Kahnerium~Lady Tudor - der Renaissance-Blog
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Princesse_de_Lamballe
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Beiträge: 1999

BeitragVerfasst am: Fr Feb 20, 2009 8:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hier hab ich noch ein späteres Bild gefunden, das laut Angabe vermutlich Éleonore Duplay zeigt:

http://www.culture.gouv.fr/public/mistral/joconde_fr?ACTION=CHERCHER&FIELD_98=REPR&VALUE_98=Duplay%20El%E9onore&DOM=All&REL_SPECIFIC=1

Aber ob sie es wirklich ist, wer weiß... denn darauf trägt sie keine Witwenkleidung sondern eine Tracht aus der Picardie Shocked
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Verfasst am: Fr Feb 20, 2009 8:37 pm    Titel: Ähnliche Themen

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