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MAs Heiratskandidaten?

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> 1755-1770 Marie Antoinettes Kindheit
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do März 30, 2017 10:15 am    Titel: MAs Heiratskandidaten? Antworten mit Zitat

Eine interessante Frage die sich mir derzeit gerade stellt - gab es eigentlich bevor das Bündnis mit Frankreich und die Heirat mit dem Dauphin beschlossen wurde, irgendwelche anderen eventuellen Heiratskandidaten für die junge Erzherzogin? Bzw eher natürlich die Frage ob in diesem Fall etwas darüber bekannt geworden ist, potentielle Heiratskandidaten gab es ja sicher durchaus
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do März 30, 2017 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Da ist mir bislang nix bekannt.

Heiratskandidaten sind aber bei den Habsburgern doch recht schwierig. Eine Kaisertochter standesgemäß zu verheiraten macht den Kreis der Prinzen eher klein. Wenn wir uns ihre Schwestern anschauen, sieht man schon die Kriterien: katholisch, mindestens hochadelig wenn nicht gar königlichen Hauses.
Parma im Fall von Maria Amalia erklärt sich aus der alten Rivalität Frankreichs und Österreichs um den Besitz Parmas. Parma war ja erst recht frisch damals an die Bourbonen gelangt und hatte einen gewaltigen Krieg ausgelöst oder zumindest in die Länge gezogen (eigentlich wollte die spanische Königin sogar eine vollwertige Krone für ihren Sohn). Die schrittweise stattgefundene Verdrängung Habsburgs aus Italien wog für Maria Theresia schwer, die am liebsten ja Neapel zurückerobert hätte und dann sogar auf Parma obendrein verzichten musste. Mit Maria Amalia in Parma waren wieder neue Optionen einer habsburgischen Einmischung in Italien machbar, mit ihrer Schwester in Neapel obendrein.
Bis auf die Verehelichung mit Albert Kasimir - sowieso eine enorme Ausnahme, die nur nach dem Tod des Kaisers stattfinden konnte - gab es keine Verbindungen mit Deutschland. Man denke vielleicht an die Auswirkungen, welche ehedem solche Verbindungen hatten (Kursachsen und Kurbayern). Sowas wollte man gewiss nicht wiederholen.

Ich versuche mich momentan verstärkt mit Bartenstein und der österreichischen Diplomatie der 1750er zu beschäftigen. Falls mir in dem Zuge was auffällt, melde ich mich.

Konvertieren im Zuge von Heiratsallianzen scheint auf jeden Fall eher eine protestantische Erscheinung gewesen zu sein. Wegen der vielen protestantischen Strömungen (Calvinismus, Lutheraner, Angelikaner) aber sicher in der Natur der Sache begründet.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do März 30, 2017 1:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja die Habsburger waren da immer sehr traditionsbewusst, was ja manches Mal wirklich zu Schwierigkeiten führte, weil nicht viel/genügend passende "Auswahl" vorhanden war.

Mit Deutschland, das wäre vermutlich nur teilweise eine Option gewesen, wären ihnen wirklich die Heiratskandidaten ausgegangen. Könnte mir aber auch vorstellen, dass hier der Krieg/die Feindschaft mit Preußen es schwieriger gemacht hat Verbindungen anzustreben und einzugehen.

Brissotin hat Folgendes geschrieben:
Ich versuche mich momentan verstärkt mit Bartenstein und der österreichischen Diplomatie der 1750er zu beschäftigen. Falls mir in dem Zuge was auffällt, melde ich mich.

Danke, das wäre sehr nett von dir!
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do März 30, 2017 1:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:


Mit Deutschland, das wäre vermutlich nur teilweise eine Option gewesen, wären ihnen wirklich die Heiratskandidaten ausgegangen. Könnte mir aber auch vorstellen, dass hier der Krieg/die Feindschaft mit Preußen es schwieriger gemacht hat Verbindungen anzustreben und einzugehen.

Die meisten katholischen Staaten waren ja nicht im preußischen Lager. Auf Anhieb fällt mir offengestanden kein einziger Staat ein, der katholisch war und eine propreußische Politik verfolgt hätte. Der Fürstenbund kam ja dann erst 1785, als sich auch katholische Staaten vor den borussischen Karren spannen ließen. Ursprünglich hatten ja Mittelstaaten eigentlich - ich müsste es nochmal raussuchen - eine Art dritten Weg zwischen Preußen und Österreich angestrebt, nur gelang es Friedrich II. diese Bewegung für sich zu vereinnahmen.

Ein Hinderungsgrund bis um 1770 mag die französische Politik gewesen sein, möglichst viele Staaten in Deutschland sich als eine Art Sattelitenstaaten abhängig zu machen. Als ich mich mal vor etwa 10 Jahren mit Carl Theodor und Louis XV beschäftigte ist mir dieses Subsidiensystem aufgefallen. Mag sein, dass das mit der finanziellen Misere nach dem Siebenjährigen Krieg eh für Frankreich nicht mehr möglich war. Question
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do März 30, 2017 3:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den kleinen Einblick in die Politik der damaligen Zeit, da lag ich ja dann gänzlich falsch mit meiner Preußen Annahme - wieder was dazu gelernt Mr. Green
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 03, 2017 1:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Eine interessante Frage applause3

Maria Theresia hatte ja grundsätzlich gerade in Frankreich recht viele Heiratskandidaten für ihre Jüngste:
Louis-Augustes älterer Bruder wäre ja (bis zu seinem Tod 1761) auch noch in Frage gekommen; ebenso der Comte de Provence und der Comte d'Artois, auch wenn letzterer etwas jünger gewesen wäre.

Da gab es für die Kaiserin ja zumindest auf französischer Seite recht viele standesgemäße Prinzen.
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Verfasst am: Mo Apr 03, 2017 1:33 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Di Apr 04, 2017 4:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hätte Karl III. von Spanien einen Sohn gehabt, der alters- und rangmäßig zu MA gepasst hätte ?

In Neapel und Parma sind die Thronfolger ja bereits an MA's Schwestern Maria Karolina und Maria Amalia vergeben worden.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 05, 2017 8:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Johanna_Gabriela hat Folgendes geschrieben:
Hätte Karl III. von Spanien einen Sohn gehabt, der alters- und rangmäßig zu MA gepasst hätte ?

Da hätte es durchaus "Potential" gegeben - die drei jüngeren Söhne hätten altersmässig (geboren zwischen 1752 und 1757) durchaus gepasst und heirateten auch erst in den 1780er Jahren, der Jüngste starb bereits 1771 an den Pocken.
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 05, 2017 2:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Alles klar. Danke für die Infos, Trianon, ich freue mich sehr darüber.

Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre, dann hätte MA theoretisch auch Karl (IV). von Spanien heiraten und Königin von Spanien sein können.

Das wäre doch was gewesen.

Einige Heiratskandidaten in Deutschland sind ja, aufgrund des protestantischen Glaubens, nicht für MA infrage gekommen.

Eventuell , wie bei Marie Christine, ein Prinz von Sachsen oder ein Prinz von Bayern, wobei hier der Altersunterschied zwar größer gewesen, aber die Rangfolge wichtiger gewesen wäre.

Beim portugiesischen Königshaus kenne ich mich zu wenig aus und weiß nur, dass eine Tante von Maria Theresia, Maria Anna den Cousin Johann V. von Portugal (die Mütter von Maria Anna und Johann sind Schwestern gewesen) geheiratet und einige Kinder gehabt hat.

Vielleicht wäre auch ein Prinz von Portugal für MA infrage gekommen.

Ein russischer Thronfolger wohl eher nicht, dann hätte MA zum orthodoxen Glauben konvertieren müssen. Hmm.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 05, 2017 2:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Portugal war damals ein wenig "männerarm" - da regierte die Tochter des letzten Königs Maria gemeinsam mit ihrem Gatten und Onkel. Ihre Söhne kamen erst in den 1760er Jahren zur Welt und wurden teils wieder mit Tanten oder nahen Verwandten verheiratet - ich glaube da hätte man MA vermutlich nicht "gebraucht" Mr. Green
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 05, 2017 9:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aha, das hab ich nicht gewusst.

Maria ? Tochter von Maria Anna und Johann ? Oder eine Enkelin ? Sie verheirat ihre Söhne mit deren Tanten, wie das ? Und regiert gemeinsam mit ihrem Gatten und ihrem Onkel ? Shocked

Jeder mit jedem verheiratet und das schon seit 100 Jahren - bei Karl II. von Spanien (1661-1700, 38jährig) hat sich das leider total ausgewirkt, obwohl der Arme nichts dafür kann. Wink

Verwandt, verschwägert, verfeindet.

Wer weiß, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre, hätte MA vielleicht auch nach Portugal heiraten können/dürfen. Vom katholischen Glauben her, hätte alles gepasst.
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 10, 2017 3:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Bartenstein-Biographie sagt nichts darüber aus. Offenbar wurde Bartenstein auch nach seiner Entfernung aus den ausländischen Angelegenheiten (1753) kaum noch zu solchen Themen befragt. Einmal bat ihn noch Maria Theresia um seinen Rat bezüglich einem Bündnis mit Frankreich, schlug denselben dann aber doch in den Wind mit den entsprechenden Auswirkungen. In den späten 1750ern bis zu seinem Tod war er mit Erziehungstraktaten für Joseph II. und vielen Arbeiten für die Innenpolitik betraut, v.a. im Zollwesen war er sehr umtriebig und auch erfolgreich. Leider liefert die Biographie aber auch nur kaum Details und wendet sich fast nur dem politischen Bartenstein zu und dann schöpft der Autor auch fast nur aus seinen eigenen Werken über Maria Theresia.

Kaunitz müsste viel eher die Anlaufstelle sein. Wenn man sich anschaut, dass wahrscheinlich selbst das österreichisch-französische Bündnis vielmehr auf Bartenstein zurückgehen könnte, fragt man sich, was denn Kaunitz' eigentliche Verdienste gewesen sein sollen, die ihn in der heutigen Meinung so viel höher über seinen Vorgänger Bartenstein erheben.
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