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Umrechnung Währung

 
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 08, 2016 10:07 pm    Titel: Umrechnung Währung Antworten mit Zitat

Sicherlich steht jeder mal vor dem Versuch einen Livre Betrag so umzurechnen, dass man eine Vorstellung von der Summe an sich hat.

Habt Ihr etwaig genaue Seiten zum umrechnen gefunden?
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Talleyrand über den Hof Versailles
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Di Feb 09, 2016 10:33 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja.

http://www.geschichtsforum.de/479742-post2.html

http://www.pierre-marteau.com/currency/converter/fra-eng.html

http://www.geschichtsforum.de/f14/w-hrungen-m-nzen-und-ma-einheiten-41230/

http://www.geschichtsforum.de/252544-post10.html

Eine Umrechnung in Euro führt logischerweise zu Garnichts, da der Wert der Münzen damals je nach Witterung etc. enorm schwankte.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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prince d'amour
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Beiträge: 690

BeitragVerfasst am: Di Feb 09, 2016 8:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nach Witterung? Ich fürchte ich stehe auf der Leitung?
Du meintest sicher Wechselkurse?
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 10, 2016 10:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:
Nach Witterung? Ich fürchte ich stehe auf der Leitung?
Du meintest sicher Wechselkurse?

Die Witterungen führten zu Missernten. Die Wein- und Fruchtpreise schwankten daher im 18.Jh. enorm, konnten in einem Jahr doppelt so hoch wie in dem anderen liegen, je nachdem ob der Hagel nach einer Dürre reingeschlagen hat oder nicht. Viele Agrarprodukte waren zum einen stark von den Wetterunbilden, ohne Gewächshäuser in den Niederlanden oder Überzügen - man denke nur mal an den Hagelschutz heute über den Rebstöcken! - abhängig. Zum anderen wurde das Einwecken erst im 19.Jh. entwickelt. Alternativen bestanden in Tiefkellern oder natürlichen Kühlschränken (z.B. am Haus mit immer kühler Quelle), aber das war alles nicht sonderlich sicher. Außer Preußen und ein paar anderen Staaten oder Assoziationen wurde fast keine Vorratshaltung betrieben. Die Wetterextreme und Missernten waren keine so große Seltenheit, sondern kamen so alle 10-20 Jahre vor. In Marie Antoinettes Jugend fällt die Missernte der frühen 1770er. Sicher kein Zufall, dass just ihre Reise von starken Regenfällen überschattet wurde.
Außer der schlechten Witterung haben wir mindesten alle ca. 10/15 Jahre in Mitteleuropa Krieg. 1733-38, 1740-48, 1756-63, 1778, 1792-1797 ... Obwohl die Kabinettskriege nicht ganz so dramatisch wie der 30-jährige Krieg und die Napoleonischen Kriege auf die Zivilbevölkerung einwirkten, haben wir doch immer wieder ähnliche Bilder: Raub von Vieh, Flucht aus heißer umkämpften Landstrichen, Seuchen. Selbst der oftmals verharmloste Polnische Thronfolgekrieg war da nicht ganz ohne. Denn wo die Armeen hinkamen, da schleppten sie im Gepäck ihre Krankheiten ein.
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Forenking






Verfasst am: Mi Feb 10, 2016 10:24 am    Titel: Ähnliche Themen

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AustroBavarian
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BeitragVerfasst am: So Feb 14, 2016 3:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bin ganz der Meinung von Brissotin.
Natürlich könnte man versuchen, historische Währungen anhand von Inflationsraten zu indexieren - aber das wird, wie Brissotin bereits mit seinem Witterungsbeispiel deutlich machte - nur zu theoretischen Ergebnissen führen, die nicht zwingend der damaligen tatsächlichen Kaufkraft entsprechen müssen.

Viel eher kommen wir zu einem anschaulichen Ergebnis, wenn wir uns die Preise für Dinge des täglichen Lebens während der gefragten Zeiten ansehen - und auch hier kann es regional zu ganz erheblichen Abweichungen kommen, u.a. eben auch aufgrund der Witterung, die in einzelnen Landesteilen zu Überproduktion (= fallende Preise), in anderen Landesteilen aber auch zu Missernten (= steigende Preise) führten, mitunter sogar zur selben Zeit.

Liebe Grüße
vom AustroBavarian
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Und wenn uns erlaubt ist zu tun, was immer wir wollen, so ist es nicht einfach, stets nur das zu wollen, was richtig ist.
Louis XIV le Grand
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prince d'amour
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Beiträge: 690

BeitragVerfasst am: Mi Feb 17, 2016 11:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Okay ich stand wirklich neben mir. Danke das Ihr mir nochmal auf die Sprünge geholfen habt.

Das waren zwei gute Zusammenfassungen, das blöde ist daran jedoch das man keiner umgerechneten Summe vertrauen kann. Siehe die Kosten von Versailles, Zeitspanne über 15 Jahre, oder die Kosten der Schlösser Ludwig II.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Okt 06, 2016 5:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:


Das waren zwei gute Zusammenfassungen, das blöde ist daran jedoch das man keiner umgerechneten Summe vertrauen kann. Siehe die Kosten von Versailles, Zeitspanne über 15 Jahre, oder die Kosten der Schlösser Ludwig II.

Bau mal heute eine Straße oder sonst ein Großprojekt über 15 Jahre! Da stimmen doch die Kostenschätzungen der Planungsphase auch schon nach 1-2 Jahren nicht mehr durch steigende Personal- oder Materialkosten. Z.B. als die Chinesen den ganzen Markt an Eisenwaren leer gekauft haben und die Preise für Bewehrungen in die Höhe gingen. Damals war das nicht so großartig anders. Natürlich war die Globalisierung zumindest hinsichtlich der Baustoffe noch nicht das Problem. Es wurden nur ganz wenige Baustoffe über große Distanzen verhandelt. Natürlich Bauholz nach England, da dort für die Schiffsbauindustrie schon allein zu wenig Wald rumstand und man daher aus Russland massiv importieren musste. Steine wurden aber eher selten aus größerer Entfernung rangeschafft. Wenn man keine eigenen Marmorvorkommen hatte, wurde eben Stuckmarmor vor Ort produziert. Kostete zwar auch was, aber die ganzen Zölle etc. fielen weg.

Man muss Versailles in Relation zum Staat sehen. Frankreich hatte 24-26 Mio. Einwohner, schwankte auch durch Hungerkatastrophen unter Louis XIV.
Versailles ist groß.
Aber man muss sich mal anschauen, was die Württemberger hinknallten: Ludwigsburg. Das ist praktisch ne Schlossstadt mit einer gewaltigen überbauten Fläche und das bei nur 450.000 Untertanen in der Zeit! Ökonomisch war Württemberg auch nicht so bedeutend. Der Weinbau florierte, war aber auch nicht wie Frankenwein oder Rheinwein jetzt der Exportschlager. Handelsrouten verliefen kaum durch Württemberg. Da der Handel seit dem 16.Jh. zunehmend über See abgewickelt wurde, verloren die Binnenländer an Bedeutung. Die Seemächte (England, Niederlande, Frankreich) wurden unglaublich reich.
Bei aller auch schon damals existenter Kritik an dem Projekt Versailles und der Maßlosigkeit des Aufwandes, muss man sagen, dass es in der Zeit gesehen noch eher proportional zum Staat passte.
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Verfasst am: Do Okt 06, 2016 5:17 pm    Titel: Ähnliche Themen

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