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Schreibgerät im 17./18. Jahrhundert

 
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Jeanne
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Anmeldedatum: 22.03.2015
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Fr Apr 03, 2015 12:39 am    Titel: Schreibgerät im 17./18. Jahrhundert Antworten mit Zitat

Hat sich eigentlich schon mal jemand hier mit den Schreibutensilien des 17./18. Jahrhunderts beschäftigt?

Ich würde gern mal wieder Briefe schreiben. Aber auf die richtig alte Art und Weise. Und daher versuche ich seit geraumer Zeit herauszufinden ob es damals auch schon Aufsätze für die Federkiele gab oder ob man wirklich mit dem Federkiel direkt geschrieben hat, bevor ich sowas shoppen geh. Wisst ihr da mehr zu?
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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 928
Wohnort: VÖ

BeitragVerfasst am: Di Apr 07, 2015 8:37 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es gab keine Aufsätze für die Federkiele. Wozu bräuchte man auch sonst einen Federkiel? Man kann sich in der Encyclopédie anschauen wie die Spitze eines solchen Federkiels aussah. Meine besten Erfahrungen waren bis jetzt mit bereits angespitzten Federn. Es gab mal ein Schreibset nach einem Original, das wir aus den USA bestellt haben. Leider weiß ich momentan nicht den Händler. Dazu gehörten zwei Federn und ein kleines Tintenglas, das mit einem Korken zu Verschließen war. Für gewöhnlich kaufen wir Eisengallustinte von Abraxas (Basel). Die wird mittlerweile auch in Freiburg vertrieben. Man sollte sie ein bisschen schütteln, dass nicht die schweren Bestandteile unten im Glas bleiben, aber dann schreibt sie prima. Es ist natürlich optimal, wenn man sich selber die Feder härten und zuschneiden kann. Dann kommt es auf das eigene Geschick an (ich habe keines, Cécile macht mir immer meine). Idealerweise sollte man schon sehr fein damit schreiben können, denn im 18.Jh. wurde bisweilen auch winzig klein geschrieben. Eher unüblich waren Glasfedern. Bei uns gibt es sowas im Künstlerbedarf. Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie dazu neigen mit ihrer spitzen Spitze das Büttenpapier kaputt zu machen. Dazu sollte man vielleicht noch was sagen: Zur richtigen Feder gehört natürlich auch das richtige Papier. Manchmal gibt es beim Aldi oder anderen Handelsketten etwas ähnliches wie Büttenpapier für kleines Geld. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu dünn sein sollte, dass die Tinte nicht durchscheint bzw. sogar - wie bei manchem modernen Briefpapier - das Papier komplett aufweicht.
Federn von Metall auf hölzernen Griffen sollen recht alt sein. Zum Üben und wenn es nicht so wichtig ist, ob es authentisch wie im 18.Jh. zugeht, kann man durchaus welche nehmen. Wichtig ist dann, dass man welche verwendet, die vorne sehr spitz zulaufen, sonst kriegt man nie ein schönes Schriftbild hin. Erst im Laufe des 19.Jh. haben sich Stahlfedern durchgesetzt.
Auf den Gemälden des 17. und 18. Jh. habe ich bis jetzt nur Federkiele gesehen. Oftmals wurde der Flaum fast oder sogar ganz vom Kiel runtergeschnitten. Das ist wohl eine Frage der Präverenzen des Schreibers. Um so mehr man anspitzt, was man mit der Zeit automatisch tun muss, desto kleiner wird die natürliche Feder eh.
Ich habe früher viele Briefe geschrieben - so 1-2 pro Woche. Dabei kann ich sagen, dass ein Brief mit einer authentischen Feder nicht wirklich langsamer gemacht ist als mit einem modernen Federhalter. Man sollte halt nicht hektisch sein, dass man nicht Tintenflecken verspritzt. Aber ansonsten geht das schon ganz gut. Ist die Feder perfekt, kriegt man nichtmal schwarze Finger. Alles eine Frage der Übung.
_________________
Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Jeanne
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Anmeldedatum: 22.03.2015
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Mo Apr 20, 2015 8:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke die Brissot für die Tipps.
- sry, war etwas länger nicht da. Mein Rechner läuft auf der letzten Platine. Sozusagen Not-PC-OP gehabt. Brauch n neuen...

Habe das was im Internet gefunden (auch nicht zu teuer wie ich meine.) mit vorangspitzten Federn - ich schätze mein Talent da nämlich mal auf 0 - und auch der Eisengallustinte. Sogar Papier wird angeboten. Werd´s mal probieren, mehr als schiefgehen kanns ja nicht Rolling Eyes

Werde berichten wenn alles da ist und ich meine Versuche gestartet hab.
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Verfasst am: Mo Apr 20, 2015 8:57 pm    Titel: Ähnliche Themen

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