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Marie in Bayern, Königin von Neapel-Sizilien

 
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Marie-Josèphe de Saxe
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Anmeldedatum: 04.12.2014
Beiträge: 17
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: Mo Feb 23, 2015 6:57 pm    Titel: Marie in Bayern, Königin von Neapel-Sizilien Antworten mit Zitat

Da wir noch kein Thema über diese außergewöhnliche Frau haben, dachte ich, ich eröffne ma eins.
Es geht um
Marie Sophie Amalie, Herzogin in Bayern. Sie war durch Heirat die letzte Königin Neapel-Siziliens, sowie Heldin von Gaeta.
Schwester von Sisi, Sophie d'Alencon & Co.




Zitat:
Geboren wurde Marie am 4. Oktober 1841 in Possenhofen und sie starb am 19. Januar 1925 in München.
Marie war die Tochter von Herzog Max Joseph in Bayern und seiner Ehefrau Ludovika von Bayern, d.h. eine Schwester der österreichischen Kaiserin Elisabeth und Schwägerin von Kaiser Franz Joseph I.

Mit 17 Jahren wurde sie mit dem Kronprinzen Franz von Neapel-Sizilien (Bourbone) Abwesenheit des Bräutigams, in München verheiratet, mit einem Mann, den sie nur von einem geschönten Bild kannte, das man ihr in München von ihrem zukünftigen Gemahl übergeben hatte.

Als sie in Neape-Sizilien ankam, lag gerade ihr Schwiegervater im Sterben. Ihr Gemahl Franz II. sollte auf den Thron folgen, war jedoch regierungsunfähig und mehr mit Kirchenliteratur beschäftigt. Die Regierung übernahm nach dem Tod des Königs Franz' Stiefmutter Maria Theresia von Habsburg, während Marie nur formal Königin war.

Die radikalen Giuseppe Garibaldi und Francesco Crispi planten mit Hilfe des Königreiches Sardinien-Piemont, der neapoletanischen Königsfamilie, den Bourbonen, die Macht zu entreißen und ihr Territorium dem künftigen italienischen Nationalstaat einzugliedern. Armee und Freiwillige schlossen sich Garibaldi an, und Neapel wurde erobert. Königin Marie flehte Schwester Sisi und Schwager in Wien um militärische Hilfe an; doch Österreich war gerade im Sardinischen Krieg unterlegen und konnte nicht helfen.

Marie und Franz fanden Zuflucht bei General Felix von Schumacher, dem Verteidiger der Festung Gaeta, wobei sie nur 66 Reliquiare und die Asche der heiligen Iasonia mitnahmen, da Franz annahm, dass sich die Lage innerhalb weniger Tage wieder beruhigen würde. Doch schließlich wurde auch Gaeta beschossen und bombardiert. Hunger und Seuchen in der Burg machten die Verteidigung schwer; Franz wollte schließlich abtreten und ins Exil gehen, doch Marie war entschlossen auszuharren. Sie tat alles, was in ihrer Macht stand, um den kämpfenden Soldaten beizustehen, teilte Vorräte ein, versorgte Verwundete und ermutigte die wenigen königstreuen Truppen (vier Schweizer Bataillone und Reste der neapoletanischen Armee) zum Weiterkämpfen. Schließlich stellte sie sich selbst, mit einem Gewehr bewaffnet, auf die Zinnen der Festung, um diese mit zu verteidigen. Ein eindrückliches Gemälde des Historienmalers Carl Theodor von Piloty in Bad Kreuth zeigt, wie sie in Begleitung von General Felix von Schumacher in höchster Gefahr die Batterien besucht.

So verblieb das Herrscherpaar bis zur letzten Minute in seinem untergehenden Königreich, bis es keinen anderen Ausweg mehr gab und Gaeta im Februar 1861 kapitulierte. Franz unterzeichnete am 13. Februar 1861 die Kapitulation. Im Auftrag Cavours wurde dem königlichen Paar ein ehrenhafter Abzug gestattet, da die Feinde von der Tapferkeit der nur 19-jährigen Königin beeindruckt waren. Das Königspaar reiste auf einem französischen Schiff und in Begleitung von General Felix von Schumacher nach Rom ins Exil, wo sie zunächst im Vatikan Zuflucht fanden.

Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Marie_in_Bayern

Im Exil machte Marie mit Skandalen auf sich aufmerksam. Unteranderem Nacktbaden am Meer und das gebären eines unehelichen Kindes mit einem Gardeoffizier. Der Familienrat der Wittelsbacher wies sie darauf hin an, dass sie sich nach Possenhofen zu begeben, das Kind dort zu bekommen und es dann in aller Heimlichkeit abzugeben habe. Danach kam es zu Aussöhnung mit ihrem Ehemann und er ließ die nötige Operation durchführen. So bekamen die beiden doch noch ein Kind, eine Tochter, die aber im Kindesalter verstarb.

********************************************************************

Also was haltet ihr von ihr? Ich denke, auch eine bayerische Prinzessin auf die die Wittelsbacher stolz sein konnten. :)
Außerdem glaube ich, dass es sehr anstrengend für sie war, mit so einem Mann zusammen zu leben, der lieber Reliquiare mitnahm, als die Königskrone.

Bilder:
Marie mit ihrem Mann, Franz II.
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graziella
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Anmeldedatum: 21.10.2012
Beiträge: 273
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 23, 2015 9:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zweifelsfrei war Marie eine sehr mutige und interessante Persönlichkeit. Auf dem Bild mit Franz II. scheint sie nicht sonderlich glücklich zu sein. Scheint fast in der Familie zu liegen, dass die meisten Ehen dieser Wittelsbacher Geschwister unter keinem guten Stern standen.
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Marie-Josèphe de Saxe
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Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: Di Feb 24, 2015 12:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, bei den Schwestern scheint sich der "Fluch" ihrer Mutter Ludovika bewahrheitet haben:

Zitat:
„Dieser Ehe und allem, was daraus hervorgeht, soll der Segen Gottes fehlen bis ans Ende“


Während der Hochzeitsfeier sprach Ludovika beim Werfen des Brautstraußes diesen Fluch aus, da sie Max nicht heiraten wollte sondern lieber den portugiesischen Prinzen Miguel. Der war aber von ihren Eltern als nicht würdig empfunden wurden, weil er angeblich keine Chance auf den Thron hatte. Die Ironie dabei, kurz nach der Verlobung von Max und Ludovika, wurde Miguel König von Porutgal.


Aber zurück zum Thema Marie in Bayern:

Was ich auch sehr interessant finde, ist dass sie genau so eine Zeremonie beim Grenzüberschreiten hatte, wie Marie Antoinette. Sie dürfte nur zwei Wellensittiche mitnehmen. Marie fand diese Tradition sehr veraltet. Und erstaunlich ist es auch, wie sie einen der letzten Bourbonenthrone der Welt retten wollte, obwohl sie sich im Land nicht wohlfühlte.
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Marie-Josèphe de Saxe
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BeitragVerfasst am: Di März 03, 2015 7:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe hier ein Bild von Marie gefunden. Das Kleid wirkt so imposant, dass ich mir vorstellen kann, dass es ihr Hochzeitskleid war? Es wirkt so traditionshaft, und irgendwie nicht passend zur damaligen Zeit.

Weiß jemand was?
Liebe Grüße :)



[/img]
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Verfasst am: Di März 03, 2015 7:17 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Do Mai 21, 2015 5:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin grad verunsichert wegen den Urheberrecht der Fotos - MariaAntoina, was meinst du?

Auf jeden Fall eine interessante Frau, die umbedingt im Mesdames de histoire Forum, findest du nicht auch, Trianon?! Wink
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saludos cariñosos
Antoinette
Marie Antoinette~historical comics~Kät-Toons~das Kahnerium~Lady Tudor - der Renaissance-Blog
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 23, 2015 8:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Antoinette:
Mein letzter Stand ist, dass der Urheber des Fotos (wohl der Fotograf) 70 Jahre tot sein muss.
Hiervon gibt es sicherlich diverse Rechtsabwandlungen, aber so in etwa merke ich mir das immer.

Wann wurde das Foto geschossen? Wahrscheinlich (wenn sie hier im Hochzeitskleid gezeigt wird) Anfang der 1860er. Mal angenommen der Fotograf war sehr jung (20 Jahre, also ca. 1840 geboren) und durfte das 100ste Lebensjahr erreichen (1940), dann hätten wir die 70 Jahre seit seinem Tod erreicht.
Ich denke, das könnte reichen Mr. Green

Danke für deine Achtsamkeit, Antoinette dafuer
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 25, 2015 8:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Robe erinnert mich sehr an Winterhalters Portrait der Königin Olga von Württemberg und damit eher an die großen Hof/Gala Roben als an ein Hochzeitskleid. Außerdem würden mir die damals oft erwähnten Orangenblüten und Myrthenzweige, sowie der Schleier fehlen. Ich weiß zwar nicht ob diese in ihrem Kleid eingearbeitet wurden, aber da es Tradition war und auch ua bei den Beschreibungen der Hochzeiten ihrer Schwestern und anderer "Royal Brides" erwähnt wurden, schätze ich mal dass auch bei Marie diese verwendet wurden.
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
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Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 08, 2015 10:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wusstet ihr, dass Marie und Franz eine Tochter Maria Pia (1869-1870) gehabt haben, die am 24.12. geboren worden, jedoch leider nach wenigen Monaten verstorben ist ?
Ob Marie keine Kinder bekommen konnte oder keine mehr bekommen durfte, ist mir nicht bekannt.


Marie-Josèphe de Saxe hat Folgendes geschrieben:
Ja, bei den Schwestern scheint sich der "Fluch" ihrer Mutter Ludovika bewahrheitet haben:
Zitat:
„Dieser Ehe und allem, was daraus hervorgeht, soll der Segen Gottes fehlen bis ans Ende“

Während der Hochzeitsfeier sprach Ludovika beim Werfen des Brautstraußes diesen Fluch aus, da sie Max nicht heiraten wollte sondern lieber den portugiesischen Prinzen Miguel. Der war aber von ihren Eltern als nicht würdig empfunden wurden, weil er angeblich keine Chance auf den Thron hatte. Die Ironie dabei, kurz nach der Verlobung von Max und Ludovika, wurde Miguel König von Porutgal.

Miguel/Michael war nur kurz König von Portugal, dann hat seine Nichte Maria da Gloria (eine Cousine von Franz Joseph) den Thron bestiegen und bis 1853 (+ 34jährig) inne gehabt.
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"Gott erhalte - Gott beschütze unsren jungen Kaiser Franz."
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Verfasst am: Mo Jun 08, 2015 10:43 pm    Titel: Ähnliche Themen

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