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Einspielungen von Musik von Grétry
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Di März 19, 2013 4:14 pm    Titel: Einspielungen von Musik von Grétry Antworten mit Zitat

Wer sich für die Musik Marie Antoinettes interessiert, kommt an Grétry nicht vorbei.
Zum Glück kommen nun zusehends brauchbare Einspielungen auf den Markt, die erlauben, die verstaubten Aufnahmen mit der Mesplé mal in die hinteren Ecken der Sammlungen verschwinden zu lassen.

Folgende Opern wurden in neuerer Zeit eingespielt und sind m.E. empfehlenswert:

- Marc Minkowski (mit Ricercar Academy)
"La Caravane du Caire" (Neuauflage 2008)
Meisterlich gespielt, sehr unterhaltsam. HIP

- Sergey Stadler (Orchester und Chor der Helikon-Oper)
"Pierre le Grand" (2005 erschienen) DVD
Gut gemacht, nicht HIP. Sehenswert.

- Hervé Niquet (le Concert Spirituel)
"Andromaque" (2010)
Bombastische Oper, sicher nicht jedem sein Geschmack. Ich liebe es. Sicherlich treffend eingespielt. HIP.

- Jérémie Rhorer (Le Cercle de l'Harmonie)
"L'amant jaloux" (2010) DVD
Fantastisch gesungen und gespielt, schönes Bühnenbild, wenn auch nicht ganz HIP (das Bühnenbild). Hätte ich zu gern live in Versailles erlebt! Sad

Nicht so toll, bzw. wohl Geschmackssache fand ich:

- Guy van der Waas (Les Agrêmens)
"Céphale et Procris" (2010)
Eher schwerfällige Oper, gefiel mir als einziges Wert Grétrys mal nicht auf Anhieb. Aber wohl angemessen eingespielt.



Es gibt auch neuere Einspielungen, die ich noch nicht gehört habe, so:
- "Richard Coeur de Lion" mit dem Orchester des Konservatoriums Monteverdi (2000)
- "Denys le Tyran" Orchestra Internazionale d'Italia (1989/1995)
- "La Jeunesse de Pierre le Grand" Orchestre de chambre Olivier Opdebeck (2003)

Sehr interessant sieht folgende aus:
"Le Magnifique" (2010) Ryan Brown dirigiert die Opera Lafayette.

Kennt jemand die mir unbekannten Einspielungen und kann etwas zu der Qualität sagen?
Im CD-Handel in Freiburg ist Grétry leider kein Begriff, selbst in nem Fachgeschäft mit einer großen Klassik und Alte Musik Abteilung.
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Di März 19, 2013 6:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bombastische Oper, sicher nicht jedem sein Geschmack.

damit bin ich gemeint Mr. Green


Zitat:
"Le Magnifique" (2010) Ryan Brown dirigiert die Opera Lafayette.


ja unbedingt besorgen, tolle Aufnahme mit einigen hinreißenden Passagen.


Zitat:
Denys le Tyran" Orchestra Internazionale d'Italia (1989/1995)


es ist für mich das Orchester des Grauens, der Klang der Aufnahme ist eher dumpf und glanzlos, wie es halt so klingt, wenn man eine Live Aufnahme nicht aufpoliert. Die Stimmen sind auch 3.Garnitur.

Zitat:
"La Jeunesse de Pierre le Grand"

hab ich auch, aber noch nicht eingehend gehört.
Aber ordentlich gespielt (HIP) und auch mit dem nötigen Feuer und Esprit.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi März 20, 2013 10:55 am    Titel: Antworten mit Zitat

Duc de Berry hat Folgendes geschrieben:

1.
Zitat:
Bombastische Oper, sicher nicht jedem sein Geschmack.

damit bin ich gemeint

2.
Zitat:
"Le Magnifique" (2010) Ryan Brown dirigiert die Opera Lafayette.


ja unbedingt besorgen, tolle Aufnahme mit einigen hinreißenden Passagen.

3.
Zitat:
"La Jeunesse de Pierre le Grand"

hab ich auch, aber noch nicht eingehend gehört.
Aber ordentlich gespielt (HIP) und auch mit dem nötigen Feuer und Esprit.

1.
Nein. Da bist Du nicht der Einzige. Habe beim Einlegen der Scheibe schon manchmal hochgezogene Augenbrauen erlebt. Wink

2.
Mache ich!

Hast Du schon gesehen, dass Naxos offensichtlich noch weitere Opera Comiques aus der Zeit hat? Z.B. "Le Deserteur" von Monsigny. Finde ich ja sehr spannend, da ich mich mit der Oper der 1760er noch garnicht so recht beschäftigt habe, weil für mich nach Rameau immer direkt Grétry kam. Very Happy

3.
Besser als die Einspielung der Helikon-Oper?
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Mi März 20, 2013 1:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe Pierre Le Grand heute morgen gehört, ich finde die Aufnahme ganz passabel.
Jedenfalls auch eine Liveaufnahme, aber im Gegensatz zu der italienischen Produktion, ist das hier gelungen.


Und Andromaque werd ich mir heute auch nochmal gönnen, vielleicht packt es mich ja diesmal Mr. Green


die Aufnahmen des Ensembles Opera Lafayette sammle ich, mich haben die bisher alle begeistert.
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BeitragVerfasst am: Mi März 20, 2013 2:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Duc de Berry hat Folgendes geschrieben:


Und Andromaque werd ich mir heute auch nochmal gönnen, vielleicht packt es mich ja diesmal Mr. Green


Ich komme eben ursprünglich aus einer anderen Richtung. Ich habe vor Rameau Cambinis, Méhuls etc. Revolutionsmusik gehört. Und da passt für mich der "Andromaque"-Hammer hinein. Grétry ist ja nicht immer, auch in seinen Opéra Comiques nur gefällig und witzig, sondern hat auch ansonsten manchmal die musikalische Brechstange zur Hand. Mr. Green

Und mit Méhul und Grétry ist ja nunmal bei mir auch Ende der Fahnenstange hinsichtlich klassischer Musik und mir ist ja schnuppe, was ihre Nachfolger wie Beethoven daraus fabriziert haben. Ich glaube Méhuls "Stratonice" und Gossecs "Le Triomphe de la Republique ou Le Camp de Grand Pré" sind die modernsten Werke in meiner Sammlung von Opern. Auch wenn mich momentan Catels "Semiramis" (1802) etwas anlacht und zumindest noch in dem mir selbst gesteckten Rahmen (Musik vor 1803) passt.*

Hat die Königin "Andromaque" gesehen oder hätte es dafür in Versailles bzw. Fontainebleau aufgeführt werden müssen? Die 2. Version von 1781 wäre vielleicht eher etwas für sie gewesen. Wink
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Mi März 20, 2013 3:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bevorzuge ja eigentlich die Tragèdie Lyrique und das Opéra Ballet, genauso wie die Opera Seria.
Opera Buffa und Opera Comique verachte ich etwas Mr. Green
Aber bei Grétry bin ich absolut begeistert.
Céphale et Procris gefällt mir wohl auch deshalb so gut, weil dieses Ballet-Heroique so fürchterlich altmodisch ist. (Eigentlich 40 Jahre zu spät komponiert).
Aber man muss es halt im Kontext der Entstehung sehen, eine der Opern für die Hochzeit des Grafen von Artois : zur gleichen Festlichkeit wurde auch Lullys Bellerophon von 1679 gegeben. Céphale ist daher auch ein absolut singuläres Werk Grétrys.
Am Hof war der Geschmack ohnehin völlig veraltete, Louis XVI ließ im neuen Opernhaus Rameaus Castor et Pollux (2.Fassung von 1754, die erste stammt aus dem jahr 1737) zum Besuch Joseph II. geben.
Zur Hochzeit des zukünftigen Königs mit Marie Antoinette wurde Lullys Persée (1682) gegeben... usw.

Andromaque mit den Revolutionsmusiken zu vergleichen ist allerdings absolut treffend. Mir kommt das Werk halt wie eine Nachahmung von Glucks Alceste vor. Gluck hatte schon Angst, dass die Oper zu düster sein könnte, aber der Erfolg widerlegte seine Befürchtung. Auch ähnlich gestrickt ist dann Salieris "Les Danaides" - beide Werke könnten Dir demnach sehr zusagen.

Semiramis von Catel ist mir schon zu modern, ich hab zwar recht viel auch nach 1800 in meiner Sammlung, aber mit der Oper nach der Revolution tue ich mich reichlich schwer.
Mehuls Stratonice und Cherubinis Médée sind für mich die Endpunkte in Sachen Oper.
Mit Lodoiska (1791) von Cherubini tue ich mich allerdings auch schwer, wenngleich die Ouvertüre - fast wie immer bei Cherubini - sehr mitreißend ist.
Ich bin halt ein Anhänger der älteren Generation mit Sacchini und Piccinni Mr. Green (ach ja: Nieder mit Gluck!)
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BeitragVerfasst am: Mi März 20, 2013 3:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Freund meinte mal, dass noch 1790 (so in dem Dreh) "Castor et Pollux" in Straßburg gegeben worden sei, was er aus den Tagebüchern oder Korrespondenzen eines Soldaten der Rev.kriege habe. Die Frage wäre natürlich gleich, ob das dann nicht vielleicht auch auf das zeitliche Maß der Opern von Grétry von 1-1,5 Stunden zusammengeschmolzen wurde, um den neuen Anforderungen zu genügen.

Ich sehe bei Grétry halt auch einen Wandel in der Verteilung von Highlights auf die Opern. Man kann nicht einfach erst im 2. Akt in die Oper kommen, weil im 1. Akt evtl. bereits auch musikalisch Wesentliches abgeliefert wurde. Die Straffungen von Handlung und Musik lassen dann auch nicht mehr diese etlichen Nebenrollen mit teilweise bravourösen Partien zu - man denke an die Priesterinnen, Matrosen, Träume, Sklaven etc. in Rameaus "Dardanus", "Hippolyte et Aricie" etc..

Die Opéra Comique lebt natürlich vom Libretto und taugt auch nicht mehr zur Hintergrundsberieselung einer plaudernden Hofgesellschaft. So geht es zumindest mir. Ich muss mir "Pierre le Grand", "L'amant jaloux" (aber auch die "Beggars Opera") auch anschauen, das Schauspiel kritisieren oder genießen. Pergolesis "Serva Padrona" genauso wie "Livietta e Tracollo" (musikalisch noch langweiliger als die "Serva Padrona" und im 2. Intermezzo auch dramatisch langweilig) muss ich mir auch ansehen. Es gibt bei letzteren beiden Opern immerhin HIP-Inszenierungen unter der musikalischen Leitung von Sigiswald Kuijken.
D.h. natürlich nicht, dass das Libretto bei der Tragédie Lyrique unwesentlich sei. Grétry hat ebenso wie Rameau mit Texten von Voltaire gearbeitet. Very Happy
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BeitragVerfasst am: Mi März 20, 2013 4:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe gerade nochmal nachgesehen - viel besser:

Castor et Pollux hat vielleicht in Bezug auf Marie Antoinette noch eine ganz andere Bedeutung.
Es war die letzte Oper die die königliche Familie besuchte (20. Juni 1791)

übrigens wurde die Oper auch in Kassel gegeben (1776) auch ein bedeutungsschwangeres Jahr, denn in diesem Jahr sind die Kasseler Regimenter nach Amerika geschickt worden.

Die Oper ist seit 1737 insgesamt 254 mal in Paris gegeben worden.
Außerhalb von Paris ist mir eben nur Kassel bekannt, dann Bordeaux (1783) und Nantes (1788).
Aber die Oper scheint durchaus noch in dieser Epoche sehr beliebt gewesen zu sein.

Aber zurück zu Grétry Mr. Green
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Verfasst am: Mi März 20, 2013 4:49 pm    Titel: Ähnliche Themen

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BeitragVerfasst am: Do März 21, 2013 10:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Weiß man etwas zur Resonanz 1776 in Kassel?

Das ist aber auch was trauriges, so eine tragische Oper als letztes Werk gesehen zu haben.

Ist bekannt, ob der König Louis XVI einmal "Pierre le Grand" gesehen hat? Ich finde das gerade wegen dem Schluss sehr interessant.
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BeitragVerfasst am: Fr März 22, 2013 10:20 am    Titel: Antworten mit Zitat

Da muss ich leider passen, ich bin schon froh, dass es zumindest einige Erwähnungen gibt, welche Werke hier in Kassel gegeben wurden.

1784 auch Grétrys Zemire et Azor, zum Besuch des Herzogs Carl Eugen von Württemberg.
Allerdings hat sich dieser ziemlich abfällig über fast alles geäußert.... Neid vom Feinsten Mr. Green

Schweitzers Alceste wurde hier auch gegeben und die ersten Mozartopern auf Deutsch.
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 01, 2013 9:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ich höre gerade einen Radiomitschnitt aus Versailles, diesmal mit einer Oper von Gossec:

F.J.Gossec: Thésée, Tragèdie Lyrique en 4 actes.
Les Agrémens - Guy van Waas.


Die Oper wurde wohl um 1778 bereits in Teilen komponiert, da aber Gossec sein Pulver nicht verschwenden wollte, da er wusste, dass er keine Chance gegen die Opern Glucks hatte, verschob er die Fertigstellung auf das Jahr 1782.
Erstaunlich ist wie Gossec sowohl Gluck zum Vorbild nimmt, aber sich auch von der gewagten "Andromaque" Gretrys von 1780 beeinflussen lässt (3.Akt!) Trotz der Buhrufe muss das Werk also doch ziemlichen Eindruck gemacht haben.
Auch er setzt sich über jegliche Konventionen hinweg - Die Ouvertüre geht, wie es Gluck vormachte, direkt in eine Szene über, Ein Recit wird dem Chor gegenüber gestellt und beides erklingt sogar gemeinsam - das Orchester wird ähnlich wie bei Gluck behandelt und begleitet die Protagonisten bei allen Szenen, Rezitative im klassischen Sinn gibt es keine mehr.
Zwar erreicht Gossec nicht die Radikalität wie Gluck oder Grétry, aber sein "Thésée" hat durchaus Zündstoff, erreichte aber auch nur 15 Aufführungen.
Wenn man nun die großen Werke dieser Jahre nebeneinander stellt, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus - die Pariser Oper muss zu jener Zeit der genialste Ort der musikalischen Welt gewesen sein:

Gluck: Iphigenie en Tauride (1779)
Grétry: Andromaque (1780)
Piccinni: Iphigenie en Tauride (1781)
Gossec: Thésée (1782)
Sacchini: Renaud (1783)
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BeitragVerfasst am: Di Apr 02, 2013 9:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Wie lang ist die Oper in Stunden?

Naja, dass es nur zu 15 Aufführungen kam, verleitet ja manchmal zum Eindruck, diese Komponisten seien mit ihrer Musik irgendwie zu früh gekommen. Andererseits muss ja irgendwer einen Wandel einleiten, sonst bliebe die Kunst ja auf der Stelle - wobei das z.T. vielleicht auch eine reizvolle Vorstellung ist, heute Opern regelmäßig wie Anno 1750 hören zu dürfen. Wink Rolling Eyes
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Di Apr 02, 2013 8:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ca. 20 Minuten länger als Andromaque.
Die Oper hat auch nur 4 Akte - und auch keinerlei Atempausen... wird Dir gefallen Mr. Green
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 10, 2013 9:37 am    Titel: Antworten mit Zitat

"Le Magnifique" ist wirklich sehr schön, sowohl komponiert als auch eingespielt. Es ist ja eine recht frühe Oper von Grétry. Wenn man aber mal Monsigny gehört hat, weiß man, dass schon in den 1760ern ungemein modern musiziert wurde. An einigen Stellen von "Le Déserteur" (1769) fand ich mich komplett in die 1790er und ein Werk von Gossec versetzt. Wahnsinn! Shocked Ich muss mir auf jeden Fall mal das Libretto von "Le Déserteur" besorgen.
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BeitragVerfasst am: Fr Apr 12, 2013 9:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Salut Brissotin, ich war in der letzten Zeit wegen viel zu viel Arbeit viel zu selten hier. Ich habe Deine phantastische Liste erst heute entdeckt, kurz im Internet quergehört, alles was gefiel herausgeschrieben und werde dann nach der Arbeit heute mal shoppen gehen :)
Vielen lieben Dank! Ich freue mich schon sehr aufs "Kompletthören"!
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Verfasst am: Fr Apr 12, 2013 9:01 am    Titel: Ähnliche Themen

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