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Beste Historische Filme, die im 18.Jh. spielen
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Di Mai 28, 2013 10:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

AustroBavarian hat Folgendes geschrieben:
für meine abendliche Fitness-Stunde auf dem Heimtrainer liegt schon die DVD "Sacrifcium" mit Cecilia Bartoli bereit...


ungewöhnliche Fitness Musik, vielleicht ist das ja eine Marktlücke und die Studios sollten mal über einen Wechsel vom fitness-üblichem Umz-umz-umz-umz nachdenken. Mr. Green
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi Jul 03, 2013 11:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

Duc de Berry hat Folgendes geschrieben:
Ich hab noch einen – eher ein Zufallstreffer


„Piratenjagd“ (Kidnapped)

Der saudumme Filmtitel lässt kaum erahnen, dass es sich hierbei um einen wirklich gut gemachten Film handelt, basierend auf einem Roman von Stephenson (Die Schatzinsel)

Es wird das Jahr 1751 geschrieben, der Jakobitenaufstand unter Bonnie Prince Charles ist niedergeschlagen.

Es geht um den jungen Schotten David Belfour, der nach dem Tode seines Vaters zu seinem bisher unbekannten Onkel geschickt wird. Dieser, ein skrupelloser Geizhals, will seinen Neffen schnellsten loswerden – denn dieser hat Ansprach auf seinen Besitz.
So verkauft er David an einen zwielichtigen Kapitän, der David in Amerika auf dem Sklavenmarkt verkaufen will.
Parrallel wird die Geschichte eines Rebellen erzählt, Alan Breck Stuart, der nach wie vor versucht Gelder für den geflüchteten Bonnie Prince Charles zu sammeln.
Durch einen Zufall geht er an Bord des zwielichtigen Kapitäns – David und Alan schließen schnell Freundschaft und verbünden sich gegen die Halsabschneider.
Schließlich kentert das Schiff und die zwei Freunde stranden erneut an der schottischen Küste. Sie werden in die Ermordung des Statthalters der Highlands verwickelt und es beginnt eine wilde Jagd durch die Highlands, bis David schließlich mit Alan seine Rechte durchsetzen kann.


Mit Piraten hat der Film reichlich wenig zu tun.
Vergisst man mal den Filmtitel so kann man einen wirklich schön gemachten Film – mit gewaltiger Überlänge – genießen.
Tolle Landschaftsaufnahmen, gute Schauspieler, tolle Ausstattung. Mag sein, dass es hier und da Freiheiten in Bezug zur Romanvorlage gibt, aber darüber kann man hinwegsehen.

Ich fand den Film, von dem ich nur Ausschnitte kenne, irgendwie skuril, v.a. dieser Angriff von englischen Infanteristen auf ein Dorf, nachdem man einen Trupp von ihnen einmal mit einer Schiffskanone (ein 1/2 Pfünder? Laughing ) begrüßt hatte. Armand Assante bringt aber meines Erachtens den undurchsichtigen und eigenwilligen Alan Breck sehr gut rüber.
Der Stoff ist ja schon x-mal verfilmt worden. Deswegen verstehe ich auch erstrecht nicht, weshalb man hier einen so saublöden deutschen Titel brauchte.

Bis jetzt am besten gefiel mir eigentlich die Verfilmung von 1960 mit dem genialen Peter Finch als Alan Breck Stuart und James MacArthur als David Balfour. Das mag aber auch an Peter Finch sowie dem irgendwie erstaunlichen Auftritt von dem damals noch recht unbekannten jungen Peter O'Toole mit Vollbart liegen, dem man den Highlander so hundertprozentig abnimmt.
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Mademoiselle L.
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BeitragVerfasst am: Do Jul 04, 2013 4:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Diesmal ist es die richtige Sparte Very Happy

Also, meine empfohlenen Filme sind:

- Ridicule

- Louis XV (Dokumentation)
- kann man auch auf Youtube anschauen.

beides sehr gute Werke.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: So Jul 07, 2013 2:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Doku von Louis XV finde ich auch extrem klasse - sowas wünscht man sich doch öfter zu sehen ja

Zu "Ridicule" haben wir im MA-Bereich sogar einen Thread: Ridicule - Von der Lächerlichkeit des Scheins
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AustroBavarian
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BeitragVerfasst am: Do Aug 01, 2013 3:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt nach langem Suchen endlich den 4-Teiler "Marie Antoinette" aus dem Jahr 1975 in deutscher Fassung bekommen (4x90 Minuten). Er dürfte irgendwann einmal im Fernsehen gelaufen sein, jedenfalls ist es eine private Aufnahme auf DVDs. Gesehen habe ich die Filme noch nicht, erstmal habe ich sie auf meine Festplatte gesichert, falls den DVDs was passieren sollte. Leider ist die Bildqualität nicht besonders, aber ich denke mir, besser die Filme in schlechter Qualität als gar nicht Wink

Die deutsche Fassung des 1938er Films "Marie Antoinette" mit Norma Shearer und Tyron Power habe ich über die gleiche Quelle bezogen. Hier besitze ich bereits die englische Orginalfassung, was für mich kein Problem darstellt, aber ich wollte die deutsche eben auch haben. Trotz einiger Kritikpunkte (z.B. Darstellung Louis XVI) gefällt mir dieser Film, dem die Biographie von Stefan Zweig zu Grunde liegt, sehr gut.

"L'Autrichienne" mit Ute Lemper als Marie Antoinette suche ich bisher noch immer vergeblich in einer mir verständlichen Sprache (deutsch oder englisch).

Es soll auch noch eine deutsche Produktion aus dem Jahr 1922 geben "Marie Antoinette - Das Leben einer Königin". Kennt den jemand?

Liebe Grüße
vom AustroBavarian
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Louis XIV le Grand
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Aug 01, 2013 5:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ AustroBavarian
Wobei Deine Filmtipps ja eigentlich eher in das UF passen: http://marie-antoinette.forenking.com/f28-film_und_fernsehenmarie_antoinette.html
Very Happy
Am besten gefiel mir an dem 1938er-"Marie Antoinette"-Film immer Robert Morley. Aber da geht es ja nicht darum, wie gut das Drehbuch den König getroffen hat, sondern um seine schauspielerischen Qualitäten.
Vom Äußerlichen her war es ja scheinbar egal, ob die Darsteller irgendeine Ähnlichkeit mit der historischen Person hatten.

Vielen Dank schonmal für die Hinweise, auch wenn zumindest für mich persönlich nix so besonders neues umwerfendes dabei war.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi Jul 09, 2014 5:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Top 10:



"Dangerous Liaisons" (S. Frears) 1988

Zeitschnitt: 1760er ?

Ausstattung 3/5

Kostüme, Frisuren 3/5

Romanumsetzung 3/5

Drehorte 5/5

Zeitgefühl/Bilder 5/5

Filmisch (Kamera etc.) 4/5

Spannung 4/5

Musik 2/5

Aufwand 4/5

Gesamteindruck 4/5



"Jefferson in Paris" (James Ivory) 1995

Zeitschnitt: 1785-1789

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 4/5

Historische Korrektheit 3/5

Drehorte 5/5

Zeitgefühl/Bilder 5/5

Filmisch 3/5

Spannung 1/5

Musik 5/5

Aufwand 4/5

Gesamteindruck: 4/5



"Barry Lyndon" (S. Kubrick) 1975

Zeitschnitt: 1750er-1789

Ausstattung 3/5

Kostüme, Frisuren 2/5

Drehorte 2/5

Zeitgefühl/Bilder 5/5

Filmisch 5/5

Spannung 3/5

Musik 1/5

Aufwand 4/5

Gesamteindruck: 4/5



"Tom Jones" (Tony Richardson) 1963

Zeitschnitt: 1745

Ausstattung 2/5

Kostüme, Frisuren 2/5

Romanumsetzung 3/5

Drehorte 4/5

Zeitgefühl, Bilder 4/5

Filmisch 5/5

Spannung 4/5

Musik 3/5

Aufwand 5/5

Gesamteindruck: 4/5



"The Madness of King George" (Nicholas Hytner) 1994

Zeitschnitt: 1780er

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 4/5

Historische Korrektheit 3/5

Drehorte 4/5

Zeitgefühl/Bilder 4/5

Filmisch 3/5

Spannung 3/5

Musik 5/5

Aufwand 5/5

Gesamteindruck: 4/5

Sehenswert aus Einzelaspekten



"Tödliches Geheimnis" (Herbert Wise) 1980

Zeitschnitt: letzte Jahrzehnte des 18.Jh.

Ausstattung 3/5

Kostüme, Frisuren 2/5

Romanumsetzung 4/5

Drehorte 5/5

Zeitgefühl/Bilder 4/5

Filmisch 4/5

Spannung 4/5

Aufwand 5/5

Gesamteindruck: 3/5



"Longitude" (Charles Sturridge) 2000

Zeitschnitt: 1707-1776

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 3/5

Historische Korrektheit Handlung 4/5

Drehorte 5/5

Zeitgefühl/Bilder 4/5

Filmisch 2/5

Spannung 1/5

Aufwand 4/5

Gesamteindruck: 3/5



"Revolution" (Hugh Hudson) 1985

Zeitschnitt: Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Ausstattung 3/5

Kostüme, Frisuren 2/5

Uniformen 3/5

Historische Korrektheit Handlung 3/5

Militär. Verhalten 2/5

Drehorte 5/5

Zeitgefühl/Bilder 3/5

Filmisch 3/5

Spannung 4/5

Aufwand 3/5

Gesamteindruck: 3/5



"Rob Roy" (Michael Caton-Jones) 1995

Zeitschnitt: 1. Hälfte 18.Jh.

Ausstattung 3/5

Kostüme, Frisuren 4/5

Drehorte 4/5

Zeitgefühl/Bilder 4/5

Filmisch 2/5

Spannung 3/5

Aufwand 3/5

Gesamteindruck: 3/5



"Amazing Grace" (Michael Apted) 2006

Zeitschnitt: Spätes 18.Jh. bis 1833

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 4/5

Drehorte 5/5

Historische Korrektheit Handlung 3/5

Zeitgefühl, Bilder 4/5

Filmisch 2/5

Spannung 1/5

Musik 0/5

Aufwand 3/5

Gesamteindruck: 3/5



"The Bounty" (Roger Donaldson) 1984

Zeitschnitt: 1787-1792

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 3/5

Uniformen 3/5

Historische Korrektheit ? 4/5

Drehorte 5/5

Filmisch 3/5

Spannung 2/5

Aufwand 5/5

Gesamteindruck: 3/5



"La religieuse" (Guilaume Nicloux) 2013

Zeitschnitt: 1760er

Ausstattung 3/5

Kostüme, Frisuren 3/5

Romanumsetzung 2/5

Drehorte 4/5

Zeitgefühl/Bilder 4/5

Filmisch 3/5

Spannung 3/5

Aufwand 3/5

Gesamteindruck: 3/5



"The Duchess" (Saul Dibb) 2008

Zeitschnitt: 1774-1806

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 3/5

Drehorte 4/5

Historische Korrektheit Handlung 1/5

Zeitgefühl, Bilder 2/5

Filmisch 1/5

Spannung 1/5

Aufwand 4/5

Gesamteindruck: 2/5



"Fanny Hill" (James Hawes) 2007

Zeitschnitt: 1740er?

Ausstattung 2/5

Kostüme, Frisuren 1/5

Drehorte 5/5

Romanumsetzung 1/5

Zeitgefühl, Bilder 4/5

Filmisch 3/5

Spannung 3/5

Aufwand 2/5

Gesamteindruck: 2/5



"The Last of the Mohicans" (Michael Mann) 1992

Zeitschnitt: 1757

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 4/5

Uniformen 2/5

Romanumsetzung 1/5

Drehorte 5/5

Zeitgefühl, Bilder 3/5

Filmisch 5/5

Spannung 5/5

Aufwand 5/5

Gesamteindruck: 2/5



"Der Winter, der ein Sommer war" (Fritz Umgelter) 1976

Zeitschnitt: 1775-1776

Ausstattung 2/5

Kostüme, Frisuren 1/5

Uniformen 2/5

Historische Korrektheit Handl. 2/5

Drehorte 3/5

Zeitgefühl/Bilder 2/5

Filmisch 3/5

Spannung 2/5

Aufwand 5/5

Gesamteindruck: 2/5



"The Patriot" (R. Emmerich) 2000

Zeitschnitt: Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg.

Ausstattung 4/5

Kostüme, Frisuren 3/5

Uniformen 1/5

Historische Korrektheit Handl. 1/5

Milit. Verhalten 2/5

Drehorte 4/5

Zeitgefühl/Bilder 1/5

Filmisch 1/5

Spannung 3/5

Aufwand 4/5

Gesamteindruck: 2/5



"Marie Antoinette" (S. Coppola) 2006

Zeitschnitt: 1770-1789

Ausstattung 2/5

Kostüme, Frisuren 2/5

Drehorte 3/5

Historische Korrektheit Handl. 1/5

Zeitgefühl, Bilder 2/5

Filmisch 2/5

Musik 3/5

Spannung 0/5

Aufwand 1/5

Gesamteindruck: 2/5

Aspekte wie schauspielerische Qualität kann man auch in detailierteren Threads mal auswellen.

Neulich habe ich die Hälfte von "Aus dem Siebenjährigen Kriege" der Reihe "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" gesehen. Aber irgendwie war das sogar noch schlechter als der Anfang der Reihe. Die Handlung fand ich primär absurd und bis auf das Duo Brühl/August III. war die Darstellerriege auch enorm langweilig. Die Militärszenen mit sozusagen allem was man an sächs. bzw. preußischen Uniformen und Bewegungen etc. falsch machen kann, gaben dann dem Ganzen den Rest. Irgendwann kann man auch diese teilweise einfach nur hässlichen Kostüme und Ausstattungsschmankerln wie die modernen Tassen etc. nicht mehr sehen. Confused
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Do Okt 30, 2014 12:42 am    Titel: Antworten mit Zitat

So unterhalsam sich das ganze auch liest, ich finde diese Benotung von Brissotin etwas sehr übertrieben. Zeitgefühl 5/5 ??? Man könnte beim Lesen ja fast schon annehmen der Zensor wäre ein noch lebender Zeitgenosse des Ancien Regime!

Mr. Green

Vor einigen Jahren war ich auch so ein pedantischer "Erbsenzähler" aber mit der Zeit habe ich gemerkt das man sich mit solcher Detailorientierung nur selber desVergnügens beraubt einen Film wirklich voll und ganz zu genießen! Film ist einfach nur Film! Nichts weiter als ein mehr oder weniger gut inszeniertes Theaterstück und was wir im Film sehen ist nicht das 18 - sondern nur das 20 und 21 Jahrhundert in den mehr oder weniger vorbildgetreu nachgeschneiderten Gewandungen einer längst vergangenen Epoche.

Mittelmäßige oder sogar schlecht geschneiderte Rokokogewandungen sehe ich auch auf sehr vielen sogenannten "Reenactmentveranstaltungen".

Mir gefallen mittlerweile auch Filme sehr gut, die nicht so sehr auf anatomisch exakte Historizität bauen und deren Ausstattung und Kostümstil auch immer mal wieder etwas eigene Fantsie und den Zeitgeschmack durchblicken lassen. Ich liebe zum Beispiel die alten Klassiker der 1930er bis 1960er Jahre. Damals hat man ja noch viel mit glänzenden Synthesehaar gearbeitet. Aber! Die Perücken der Damen und Herren waren erstklassig frisiert und perfekt an die Kopfform des Darstellers angepasst. Pardebeispiel "Madame Dubarry" von 1954 oder auch die traumhaft göttliche Norma Shearer in "Marie Antoinette" von 1938! Generell kann man sagen die Perückenmacher aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts verstanden ihr Handwerk.

Für modernes Pseudorokoko gibts ja auch den Begriff "Fancy-Dress".
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Verfasst am: Do Okt 30, 2014 12:42 am    Titel: Ähnliche Themen

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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Okt 30, 2014 12:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die einen mögen solche, die anderen mögen solche Gesichtspunkte. Was ich mache, ähnelt ein bisschen den TV-Zeitschriften, wo Punkte für Spannung, Erotik, Anspruch etc. vergeben wurden. Zumindest macht dies das Urteil etwas transparenter ohne dass der Kommentator ellenlange Texte schreiben braucht.

Ich mag auch oft Filme, die ein historisches Thema behandeln und völlig "unauthentisch" sind, wenn mir gewisse Aspekte gefallen. Oftmals ist auch der Eindruck im Kino dann ein ganz anderer, als der auf der Couch, falls man sich denselben Film nochmal auf DVD antut.

Ich würde nicht sagen, dass ich mich über Film"fehler" oder sowas arg aufrege. Außerdem bin ich soweit selbstkritisch, dass ich auch weiß, dass meine Einschätzungen zu "Authenzität" durchaus nicht das Gelbe vom Ei sein muss. Irren ist menschlich und ich weiß auch nicht wie das korrekte Porzellan 1773 in Unterursel auf dem Tisch des Reichsritters von Liebmann ausgesehen haben müsste... Mr. Green
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: So Nov 02, 2014 2:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hier meine persönliche Bewertung in Punkto Kostüm und Ausstattung.

Ich bewerte hier ausschließlich nur die handwerkliche Qualität, den Schnitt und die vorbildgetreue Verarbeitung der in den hier aufgeführten Filmen verwendeten Gewänder und Perücken.

5 von 5 Punkten erhält bei mir nur die Kleidung des 18 Jahrhunderts selber.

(5/5 = absolut historisch perfekt)
(4/5= perfekt)
(3/5 = sehr gut)
(2/5= gut)
(1/5= ausreichend)
(0/5= ungenügend aka Faschingskostüme)




1. Gefärliche Liebschaften

Kostüm: 4/5

2. Marie Antoinette (2006)

Kostüm 4/5

3. Jefferson in Paris

Kostüm 4/5

4. Die Herzogin

Kostüm 4/5

5. Der Patriot

Kostüm: 4/5

6. Frankenstein

Kostüm: 4/5

7. Lebe wohl meine Königin

Kostüm: 3/5

8. Revolution

Kostüm: 3/5

9. Der Längengrad

Kostüm: 3/5

10. Die Französische Revolution

Kostüm 3/5



Diverse TV Serien der BRD und DDR der 1970er bis 1990er Jahre:

Kostümbild 2/5
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: So Nov 02, 2014 9:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gefährliche Liebschaften mit Glenn Close ist wahrhaft ein Klassiker! Ich glaube, meine DVD-Sammlung braucht ihn dringend! Wink
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saludos cariñosos
Antoinette
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AustroBavarian
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BeitragVerfasst am: Di Nov 04, 2014 12:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Fast noch besser als "Gefährliche Liebschaften" (ein wirklich sehr guter Film) gefällt mir aber die Verfilmung des selben Stoffes unter dem Titel "Valmont" (die DVD "Valmont" gibt's bei Amazon dzt. für 6,97 Euro - "Gefährliche Liebschaften" für 4,97 Euro Wink )

Liebe Grüße
vom AustroBavarian
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BeitragVerfasst am: Di Nov 04, 2014 12:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

AustroBavarian hat Folgendes geschrieben:
Fast noch besser als "Gefährliche Liebschaften" (ein wirklich sehr guter Film) gefällt mir aber die Verfilmung des selben Stoffes unter dem Titel "Valmont" (die DVD "Valmont" gibt's bei Amazon dzt. für 6,97 Euro - "Gefährliche Liebschaften" für 4,97 Euro Wink )

Liebe Grüße
vom AustroBavarian

Die Drehorte, Gemälde im Hintergrund etc. sind ja fantastisch. Aber die Kostüme, Frisuren und viele Ausstattungsdetails wirken als ob man gezielt daneben gegriffen habe. Ich glaube mich auch zu entsinnen, dass Colin Firth mal, nicht ganz zu Unrecht, als eine der größten Fehlbesetzungen der Zeit (1980er) bezeichnet wurde. Als ich mir das mal anschauen wollte, hat meine bessere Hälfte nach 10 Minuten gestreikt. Vielleicht bringen wir es ja über uns, wenn wir es mal anschauen, ohne auf die Frisuren etc. zu achten(?).
Was die Ausstattung anbelangt scheint "Valmont" mit "Amadeus" - ist ja auch von Forman - auf einer Höhe zu liegen, was ich auch nach Jahren wieder gesehen habe und von der generellen Aussage her genauso nervig wie das Kostümbild fand. Auch in "Valmont" wirkt es beim Drüberschauen schon so (nur ein paar Szenen angeguckt), als ob vieles nichts mit dem Roman zu tun habe. Gerade Valmont ohne Justaucorps auf einem Pferd oder mit Pfeil und Bogen (völlig unüblich in Frankreich des 18.JH.) haben schon etwas höchst irritierendes. Trotz ihrer Schwächen ist die Frears-Verfilmung ganz offensichtlich am nächsten zu den Roman-Charakteren, auch wenn man einige Szenen des Romans v.a. der Nebenhandlung (z.B. wenn die Marquise auch gegen andere außer Cécile und Mme. de Tourvel ihren Charakter zeigt) bedauerlicherweise fort gelassen hat.
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BeitragVerfasst am: Fr Nov 07, 2014 11:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Filme von Milos Forman sind sehr solide gemachte Unterhaltungsfilme. Hier und da gab es auch beim Kostümdesign das eine oder andere gut gearbeitete Gewand zu sehen, aber im Schnitt ist die Garderobe von "Amadeus" und "Valmont" nur akzeptables Mittelmaß.

Film ist Theater und Folklore, keine Historie.

Die Wirklichkeit an den Herrscherhöfen des 17 und 18 Jahrhunderts hätte und hat an Schauwerten und Pracht im Guten wie im Bösen alles überboten was eine Filmstudio auch bei Ausschöpfung aller Ressourcen nur im Stande wäre zu leisten.

Viele Dinge aus der Wirklichkeit des 17 und 18 Jahrhunderts sind zb. mit den Mitteln des Filmes überhaupt nicht oder nur unzulänglich realisierbar und daher sollte man als Zuschauer immer Abstriche machen.

Die brutale Wahrheit ist doch, das wie alle nur zu gerne die Realität kennen wollen und sei es nur um sich daran zu ergötzen und zu berauschen.
Nur leider kannten die Leute des Barock und Rokoko noch keine Fotoapparate oder Filmkameras um ihre eigene Epoche für die Nachwelt in Bild und Ton zu dokumentieren. Eine Tatsache die ich persönlich höchst bedauerlich finde.

Wenn ich ganz offen sprechen darf...die Kultur des 20 und 21 Jahrhunderts langweilt mich zu Tode. Ich war schon immer ein grosser Liebhaber der barocken Kultur und habe mich deshalb schon seit frühester Kindheit meiner eigenen Lebenswirklichkeit entfremdet. Im Grunde genommen lebe ich in einer pseudobarocken Traumwelt in der die Kunst und Kultur des Barock und Rokoko eine beherrschende Stellung einnehmen. Meine Persönlichkeit wurde durch den intensiven Konsum von Kostümfilmen und klassischer Musik durch und durch korumpiert. Offengestanden bin ich süchtig nach gepuderten Perücken, protzigen Uniformen und barocken Segelkriegsschiffen.

Das zivile Leben im 20 und 21 Jahrhundert ist gewiss komfortabler und besser als im 17 oder 18 Jahrhundert und dennoch liebe ich meine eigene Epoche nicht. Ich mag weder die Mode noch die Musik oder gar Kunst und Architektur. Pablo Picasso und Oscar Niemeier sind für mich der reinste visuelle Horror. Moderne Kunst bereitet mir Übelkeit, ebenso das Militär mit seinen potthässlichen Uniformen und den ganzen komplizierten High-Tech Waffen. Dieter Bohlen mit seiner verächtlichen Meinung über Georg Friedrich Händel? Die Jugend- und Populärkultur des 20 - 21 Jahrhundert ist mir völlig fremd und wird es auch immer bleiben.
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 10, 2014 10:27 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, kommt m.E. auf den Hof an. Sowas wie Weimar wäre sicher machbar, aber welches große Filmstudio interessiert schon Weimar? Die vielen Goethe-/Schiller-Filme sind ja nunmal deutsche und da war nie die Bereitschaft da, wirklich viel in Kostümbild und Ausstattung zu investieren. Obendrein hat man in Dtl. noch den Vorteil, dass einige Residenzen mit wenig Aufwand fast 1:1 in den Zustand von um 1760 oder sowas zurück zu versetzen sind (Weikersheim z.B. oder auch mit Abstrichen die Heidecksburg). Nur wen interessiert das, außer vielleicht eine Handvoll Enthusiasten?

Mir hatte das bei all den kleinen Fehlerchen in "Jefferson in Paris" ganz gut gefallen, dass dadurch, dass man immer nur Ausschnitte vom Hof sah, dieser im Vergleich zum Heim des amerikanischen Gesandten in Paris, vom Hof in Versailles überwältigt wurde, wenn einfach mal viele Statisten und dichtes Gedränge zu sehen war. Oftmals sieht es ja in Filmen so aus, als wären die Höflinge ein kleines Häufchen in großen Räumen - da die Statisten und Darsteller sich scheinbar in ihrer Kleidung nicht recht wohlfühlen, wird dann der Eindruck eines Fremdkörpers in einer nicht dazu gehörigen Umgebung noch verstärkt.
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Verfasst am: Mo Nov 10, 2014 10:27 am    Titel: Ähnliche Themen

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