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Robin Hood (2010)

 
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 28, 2012 11:52 am    Titel: Robin Hood (2010) Antworten mit Zitat

Die Robin Hood-Verfilmung mit Russell Crowe und Cate Blanchett in den Hauptrollen habe ich mir an Weihnachten endlich mal angeschaut.

Das ist wieder so ein Film, aus dem ein echter Hit à la Gladiator hätte werden können, da viel Potential in ihm steckte.
Leider gibt es offenbar in den Filmcrews extra geschaffene Positionen, die nur dafür zuständig sind, Filme letztendlich doch noch zu zerstören.

An sich gefiel mir die Art, den Film anders als die anderen Robin Hood-Filme aufzuziehen, indem Robin Hood nicht der wahre Robert Loxeley ist, sondern dessen Identität annimmt usw.
Der Film zeigt quasi die "Vorgeschichte", also wie es überhaupt zur Legende des Robin Hood kommt - wenngleich Inhalte bereits verwendet werden, die eigentlich erst in der bekannten Robin Hood-Zeit geschehen.
Das machte mir aber nix aus, ich mag es, wenn Legenden mal anders interpretiert werden (ähnlich wie bei King Arthur).

Die Bilder des Films waren wieder toll, auch die Schauspieler gefielen mir - mal abgesehen vom dümmlich erscheinenden König John, der mehr Glück als Verstand hatte, dass Frankreichs Invasion misslang.

Was ich aber absolut nicht verstehen konnte, war die bescheuerte Schlacht am Ende. Was hätte man daraus alles Tolles machen können...

Aber nein, die Schlacht strotzte nur so von Müll und schlechten Szenen.
Ersteinmal landen die Franzosen an Englands Küste im 13. Jahrhundert nicht mit den damals sicherlich üblichen einfachen Schiffen, nein, sie landen mit den Schiffen, die man eigentlich aus Filmen über das Kriegsgeschehen in der Normandie im 2. Weltkrieg kennt.
Ich saß da und dachte, was bitte soll das denn? Das ist jetzt nicht wahr, oder?

Dann, Marians ritterlicher Einsatz - total unpassend und absolut mies inszeniert. Die Frau sollte als Dame des Mittelalters eben nicht in eine Rüstung gesteckt werden und völlig machtlos auf den stärksten Feind treffen.
Die Kussszene war dann die Krönung - mitten im Kriegsgeschehen küsst Robin seine verletzte Marian im Wasser... um sie herum kriegerisches Treiben, aber komischerweise werden die beiden in Ruhe gelassen.

Und am lustigsten war der Eintritt der "Waldkinder" in die Schlacht.
Man muss sich vorstellen, Frankreichs Kriegsheer landet an Englands Küste und den Engländern kommen kleine Kinder auf Ponys zu Hilfe, die dann auch noch recht erfolgreich an der Schlacht teilnehmen... Question

Ha, da fällt mir noch ein, die Landung der Franzosen an Englands Küste war auch witzig. Man sieht von oben die Küste: kleiner Strand, rings herum riesige Klippen, so dass jeder Volldepp bei der Planung der Landung sehen würde, dass diese eine Küste nicht nur ein schlechter Landungsort ist, sondern auch noch zur Falle wird. Man ist als Angreigfer schlichtweg von Klippen eingeschlossen. Warum also nicht lieber an einer flachen Küste landen?
Nein, die Franzosen landen an der Steilküste, werden sofort eingekesselt und natürlich vernichtend geschlagen.


Schade, der Film war vielversprechend und gefiel mir größtenteils auch, aber diese eine Schlacht bleibt mir in Erinnerung und macht alles nur lächerlich Sad
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 29, 2012 11:02 am    Titel: Antworten mit Zitat

Wer den Film schauen mag, er läuft heute Abend im ZDF:

Sa, 29.12.2012, 20:15, ZDF:
Robin Hood
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BeitragVerfasst am: Do Jan 03, 2013 10:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fand den Film damals, als ich ihn im Kino sah, so trashig (Klischeebösewicht mit Glatze, starke Frau mit Superlangbogen, komische Fummel statt hist. Kleidung, Szenen aus "The Patriot" und "Asterix bei den Briten", "Herr der Ringe" geklaut ...), dass ich immer hin und her gerissen war, ob ich diesen Quatsch jetzt nett oder furchtbar finden soll. Aber schon amüsant, was aus englischer Geschichte wird, wenn sie so richtig in die Mangel genommen wird. Laughing
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do Jan 03, 2013 10:29 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das stimmt, die Filmemacher haben sich an die typischen Klischees gehalten. Man fragt sich da immer, ob die einen Handlungsleitfaden haben, der in solchen Filmen immer rausgekramt wird: so, jetzt kommt erstmal der Bösewicht, den man schon aus der Ferne als solchen erkennen muss... aber nur der Zuschauer, nicht die Filmfiguren, die ihn als geschätzten (wenn auch total fiiieees aussehenden) Freund sehen, der sie später überraschenderweise hintergeht.
Das ist wie in den Teenie-Thrillern/Horrorfilmen, wenn die junge Frau (= das potentielle Opfer) ein Geräusch hört und so reagiert, wie jeder Normaldenkende reagieren würde: in völliger Dunkelheit nachschauen, was da draußen lauert Confused

An "Der Patriot" musste ich bei "Robin Hood" auch denken.
Aber "Herr der Ringe"? Meinst du die Schlacht, in der der König zu Beginn stirbt?
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Jan 03, 2013 11:20 am    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

An "Der Patriot" musste ich bei "Robin Hood" auch denken.
Aber "Herr der Ringe"? Meinst du die Schlacht, in der der König zu Beginn stirbt?

Ich musste in einer Szene daran denken, als das englische Heer zur Küste zog und man Unmengen an großformatigen Fahnen und Wimpeln sah. Das Heer von King John erinnerte mich an die Reiter von Rohan. Wegen der Effekthascherei wurden ja auch sämtliche Bogenschützen auf Pferde gesetzt, von denen sie dann schön artig vor der Schlacht abstiegen. Im Spätmittelalter gab es ein paar berittene Eliteeinheiten in England mit Bogenschützen zu Pferd, aber es ist natürlich völliger Stuss, wenn ein Aufgebotsheer, wie man sich das des 12./frühen 13.Jh. vorstellen muss, vollständig beritten machen konnte. Pferde waren im Mittelalter elendig teuer. Natürlich wären die üblicherweise in modernen Filmen verwendeten Pferde nochmal damals teurer gewesen, weil man kaum solche Risthöhen züchtete. Aber das nur nebenbei.

Ich habe mal da
http://www.geschichtsforum.de/498384-post118.html
und da
http://www.geschichtsforum.de/498387-post119.html
meine Meinung zu dem Film gepostet.

Es kann durchaus sein, dass der Drehbuchschreiber ursprünglich eine realistische Handlung beabsichtigte. Vor dem Kinostart war ja auch immer wieder davon die Rede, man wolle endlich den wahren Robin Hood hinter der Legende zeigen. (Wobei man nebenbei garnicht so genau weiß, wie der aussehen sollte.) Aber dann wurden eben die üblichen angeblichen Rücksichten auf die modernen Sehgewohnheiten genommen - ungefähr wie beim 91er Costner-Hood mit Morgan Freeman, wo man sich auch nach der Relevanz der Figur des Farbigen hätte fragen können (wieviele Schwarzafrikaner sollen denn im Morgenland rumgerannt sein?). Das Problem ist wirklich heute, dass immer mehr Leute bei den großen Produktionen in Drehbuch etc. reinreden. Es gibt zusehends das reinste Heer von Drehbuchautoren, wo dann aus verschiedenen Entwürfen ein ganzes Drehbuch gebacken wird. Eventuell führt das auch zu den manchmal eigenwilligen Brüchen in der Handlung. Gerade bei "Robin Hood" fragte ich mich am Anfang, ob jetzt die Story von einem seelisch angeknacksten Typ kommen soll, was dann in der zweiten Filmhälfte spätestens wieder fallen gelassen wurde - wohl zu Gunsten von Standard-Bombast-Kino.
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Verfasst am: Do Jan 03, 2013 11:20 am    Titel: Ähnliche Themen

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