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Barock/Rokoko-LARPen in München

 
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Marquis
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Anmeldedatum: 27.12.2009
Beiträge: 155
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr Okt 12, 2012 10:12 pm    Titel: Barock/Rokoko-LARPen in München Antworten mit Zitat

Ich bin ja öfter im SecondLife Versailles unterwegs und würde nun gerne auch im realen Leben in die Barock bzw. Rokoko-Welt eintauchen; so in der Art wie der Duc das in Kassel macht.

In München sind die passenden Lokationen ja reichlich vorhanden, aber wie fange ich das nun am besten an??? Question

Durch Internet-Recherche bin ich auf eine Tanz- und eine Nähgruppe gestoßen. Beides ist mir aber zu speziell und eigentlich auch nicht ganz das, was ich suche.

Könnt ihr mir Tipps geben oder gibt es im Forum vielleicht sogar jemanden, der Interesse hat, da mitzumachen?
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Duc de Berry
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Anmeldedatum: 29.09.2008
Beiträge: 335

BeitragVerfasst am: Sa Okt 13, 2012 7:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Komm doch einfach mal nach Kassel, mit dem Zug ist das nicht so das große Problem. Dann kannst Du Dir das mal in echt ansehen, bzw. auch mitmachen, wir haben ab dem nächsten Jahr auch Leihgarderoben für Herren. Damen folgen auch noch.
Zudem können wir Dir Tipps geben, wie Du an die Ausstattung kommst, ohne Haus und Hof zu versetzen.

Allerdings weiß ich nicht, ob für unser Projekt LARP so der richtige Begriff ist, eher noch Living History, obwohl wir eben in der Adelsdarstellung sehr viele Kompromisse machen müssen.... es mag von allem etwas sein. Aber z.B. „Spielregeln“ gibt es in dem Sinne nicht, wenn man mal von der Etikette absieht. Mr. Green


Dann musst Du wissen, was Du genau willst.
Wir versuchen gerade was Ausstattung anbelangt, immer besser zu werden, damit die Garderobe eben auch zu dem Stand passt, den man verkörpert (Handstickereien, originale Schuhschnallen... etc.) Dazu kommt dann nach und nach die „geistige Ausstattung“ mit Wissen und Esprit. Tanzen, Fechten und Reiten ist auch weitere Optionen.

Ich würde in jedem Fall raten, mach es so historisch korrekt wie möglich – daran hat man einfach mehr Freude und man macht sich schlicht nicht lächerlich. Es sieht einfach besser, glaubwürdiger aus und Du kannst damit auch auf alle Events.

In München gibt es übrigens ein paar Leute, aber die bleiben auch eher unter sich.
Aber den Kontakt stelle ich gerne her :)

Und noch ein paar Tipps und Bezugsquellen:

Am besten man beginnt mit der Zeit um 1760 bis zur Napoleonic, Stoffe, Schnitte, Spitze (Repro) Accessoires, Hüte und Schuhe bekommt man relativ problemlos auch zu recht günstigen Konditionen, wenn man nicht gleich in Adelskreise aufsteigen will.

Schwierig wird es mit der Zeit vor 1730, zwar bekommt man relativ viel für die Epoche des 30jährigen Krieges, aber das gesamte Zeitalter Louis XIV ist praktisch nicht präsent. Zwar bekommt man einige Schnitte, aber da hört es auch schon auf. Nadelspitze bekommt man so gut wie nicht, wenn dann muss man auf antike Spitze zurückgreifen. Mit Stoffen wird es auch schwierig, gerade die Brokate.... (es gibt auch eigentlich nur eine mir bekannte Gruppe die diese Zeit mit einem gewissen Ernst betreibt)
In Dresden wird zwar die Epoche „August des Starken“ gepflegt, jedoch auf einem Niveau, über das man besser schweigt – es ist eben Touristenbelustigung mehr nicht.
Ob man sich für soetwas hergeben will, muss jeder selbst für sich entscheiden.

Ja Stoffe – ein "tolles" Thema, am besten man verwendet einfarbiges, denn Muster die für die jeweilige Epoche passen sind kaum zu finden und meist nicht stilecht.
Ganz schlimm sind diese Polyesterjacqaurts mit riesigem Barockmuster ...*kotz*

Und bei Perücken würde ich folgenden Rat geben:

Zopf- oder Haarbeutelperücken aus Büffelhaar – so was sollte man sich anfertigen lassen, damit es auch auf den Kopf passt.
Von Echthaar würde ich ganz abraten – es sei denn, man hat seinen privaten Friseur...

Bei Allongeperücken ist hochwertiges Kunsthaar völlig ausreichend, weil pflegeleichter.

Grund: eine einfache Rokoko-Perücke bekommt jeder noch einigermaßen frisiert, wenn die Seitenlocken mal erneuert werden müssen. Auch kann man dies beim Friseur machen lassen ohne Unsummen bezahlen zu müssen.
Aber eine komplette Allonge zu frisieren oder frisieren zu lassen ... ne Danke.
Die Kunsthaarperücken, die es bei Pompon Rouge in Hamburg gibt, sind absolut ok und auch angenehm zu tragen, selbst über Stunden.
Man kann sie bequem per Hand waschen und die Locken ganz einfach wieder aufdrehen.
Für Hardliner ist das natürlich nix Wink

historisch korrekte Schuhe gibt es jetzt schon fast überall (Reenactors z.B.) wenn man es extravaganter haben will (rote Absätze oder Sonderformen) würde ich Haar Theaterschuhe empfehlen, mit ihm haben wir die bisher besten Erfahrungen gemacht. ist aber nicht ganz billig.

komplette Kleidung für den Einstieg bekommt man recht günstig bei http://www.jas-townsend.com/

(allerdings nur bürgerlich)

und für alles andere sollte man sich bei Nehelenia umschauen

hello
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Marquis
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Anmeldedatum: 27.12.2009
Beiträge: 155
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr Okt 19, 2012 8:34 am    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank an den Duc für seine schon recht ausführliche Antwort! Very Happy

Die erste Erkenntnis ist wohl die, dass das alles alleine wohl wenig Sinn macht. Confused Deshalb nochmals mein Aufruf an alle Münchner (und Umgebung), sich bei mir zu melden, falls ihr Interesse habt, da mitzumachen.

Noch eine Frage an den Duc:
Zitat:
In München gibt es übrigens ein paar Leute, aber die bleiben auch eher unter sich.


Was bedeutet denn der letzte Teil des Satzes?
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Lolo
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Anmeldedatum: 05.03.2008
Beiträge: 5252
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Fr Okt 19, 2012 6:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich in München wohnen würde, wäre ich sofort dabei, aber leider... Crying or Very sad

Lolo
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Forenking






Verfasst am: Fr Okt 19, 2012 6:53 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Duc de Berry
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Anmeldedatum: 29.09.2008
Beiträge: 335

BeitragVerfasst am: Mo Okt 22, 2012 7:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die erste Erkenntnis ist wohl die, dass das alles alleine wohl wenig Sinn macht.



ja sowieso, es sei denn Du machst Führungen in Museen.
Wenn Du allein in freier Wildbahn so herumläufst, dann wirst Du als hochgradig bekloppt angesehen - da empfehle ich dann eher rosa Lackhosen, Nippelpiercings die mit den Stiefeln verbunden sind und 2 Meter hochtoupierte grüne Haare - denn das wird akzeptiert Mr. Green Rolling Eyes



Es ist in der Tat so, je mehr man ist, umso weniger wird man als absonderlich angesehen. (Wenn man denn in die Öffentlichkeit geht) Ebenso, je mehr man sich bemüht, es historisch korrekt zu machen, umso weniger lächerlich wirkt es.



Und die Erkenntnis No.2:

verabschiede Dich von dem Gedanken, die Menschen mit denen man was zusammen machen will in der gleichen Stadt zu finden.
Das kann sein, ist aber - wenn man ein bestimmtes Niveau anstrebt - eher unwahrscheinlich.

Unsere Leute kommen auch aus allen Himmelrichtungen: Berlin, Hamburg, Leipzig, Bamberg...


Mein Tip, versuche auf den Events Kontakte zu knüpfen.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Fr Jan 04, 2013 6:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also hier im Forum kenne ich keinen, der das Hobby macht und aus München ist.

Bei mir ist es ähnlich wie beim Duc, selbst für sowas wie einem simplen Spaziergang in Schwetzingen, muss ich eben von da und dort Leute zusammen suchen. Am besten klappt sowas Kleines wie ein Spaziergang oder ein gemeinsamer Konzertbesuch (hatten wir angelegentlich in Schwetzingen) mit 5-6 Leuten, dass auch die Orga überschaubar bleibt. Bei mehr Leuten hat man dann bisweilen mehr damit zu tun einen allen oder möglichst vielen genehmen Termin abzumachen, als was das Ganze einem bringt.

Ein Patentrezept wie man Anschluss an die Szene findet, habe ich nicht. Manche Freunde/Bekannte haben mich in einem Forum getroffen. Schnell kriegte ich mit, dass sie was auf dem Kasten oder zumindest sehr großes Interesse hatten, dann traf man sich ganz modern mal und dann wurden die Leute halt eingeladen.
Einladungen auf Veranstaltungen laufen unterschiedlich. Manche werden relativ offen ausgeschrieben. Ich kann nicht genau sagen wie das läuft, weil ich so lange nichtmehr zu solchen "Barockfesten" gefahren bin, dass ich schon nicht mehr weiß, wie da dann der Kontakt zu stande kam.
Überwiegend laden aber die Organisatoren ihren näheren und weiteren Bekanntenkreis ein, je nachdem, wer zu der Veranstaltung passt. Ein Herzog von Orléans hat ja z.B. eher wenig auf einer Veranstaltung zu suchen, wo es um bäuerliches Leben geht. Umgekehrt: was soll einer mit Bettlerkleidung auf einem Ball rumrennen?

Die größte Szene ist nach meiner Erfahrung für 1760er, also die Zeit rund um den 7-jährigen Krieg, und dann wieder für Empire - also um 1800. Im Idealfall, und dann macht das auch am meisten Spaß, sagt der Veranstalter bei einer Veranstaltung einen klaren Zeitschnitt an, z.B. 1753, und jeder sollte sich möglichst daran halten. Untereinander wird auch schonmal wacker Zeug ausgeliehen usw., man hilft sich durchaus gegenseitig.
Von Bildern her weiß ich, dass es wohl in Frkr. auch einige gibt die sowas exotisches wie 1720er/30er machen. In England gab es mal die Darstellung zur Zeit von Charles II.. Aber das hatte ich auch nur durch ein paar Homepages und um drei Ecken erfahren. In Frkr. gibt es auch ein paar Leute, welche die Zeit unter Louis XIV teilweise sehr gut darstellen.

Generell kommt mir die ernsthafte Szene relativ gleichbleibend vor, was den Umfang anbelangt. Es kommen immer wieder Leute dazu und andere hören wieder aus diversen Gründen auf. Eher jüngeren Datums ist meines Erachtens der Aspekt, dass auch für den Zeitschnitt 1760 neben Militär und Hofstaat die Unter- und Mittelschicht dargestellt wird. Das war in den USA schon weitaus früher.

Ne gute Taktik ist es, in internen Forenbereichen mal eine Reihe von Fotos von sich zu posten, damit evtl. Leute, die Veranstaltungen organisieren, sehen können wie die Qualität hinsichtlich Ausstattung des Interessierten ist. Auf die Weise sind meines Wissens auch schon manche Leute dazu gekommen, weil sie von Veranstaltern oder engen Bekannten von Veranstaltern mal einfach eingeladen wurden, weil die "Klamotte" gut ausschaute.

LARP ist so ne Sache. Mich selber würde es schonmal interessieren bei einem historischen LARP mit konkreten Zielen und sowas mitzumachen. Einfach um auch auf einer Veranstaltung ein paar andere Impulse zu bekommen.
Allerdings ist es so, dass ich mit dem, was mir selber bereits alles einfällt, was ich auf Veranstaltungen ausprobieren kann, vollauf beschäftigt bin. Ich kann wohl zu Recht behaupten, dass ich mich nie auf einer Veranstaltung nur einen Augenblick gelangweilt habe. Dafür mache ich mir viel zu viel Programm selbst (Spielkarten mitbringen, Spielregeln hist. Spiele erläutern, Musizieren, Zeichnen, Tanzen, Umgangsformen, Schreiben, Lesen (hist. Bücher und Reprints), Fechten, Spazierengehen, Visiten abstatten etc.). Manchmal fällt mir auch am Ende der Veranstaltung auf, dass ich ein Utensil zur Unterhaltung (meinetwegen die Spielkarten) garnicht benutzt habe, weil meine Zeit viel zu ausgefüllt war.

Ich habe anfangs garkeine Ahnung gehabt, als ich mit der Zivilszene anfing, wohin meine Reise gehen soll. Dann habe ich ein paar Jahre den Dienstboten eines Herrn für 1760er gegeben. Der Nachteil dabei ist, dass man nunmal selten dazu die richtigen äußeren Umstände hat. Dass man das richtig erfüllend machen kann, braucht man ja fast ein Palais, wenigstens eine historisch eingerichtete Wohnung. Von einer Adelsdarstellung oder etwas in der Richtung habe ich mich soweit entfernt, seit mir klar wurde, dass man davon nur den geringsten Teil als Normalsterblicher verwirklichen kann. Und damit meine ich nicht, dass man Dienstboten braucht (die gibt es schon, wenn man einen guten Ruf hat). Aber man braucht auch schlichtweg Geld für Gäule, ne Equipage (Kutsche) und sonstwas. Ansonsten kann man eben nur kleine Ausschnitte für sich selber verwirklichen, was natürlich auch OK ist. Teilweise gibt auch die Örtlichkeit nicht mehr her. (Warum soll ich bei einem Ball mit ner Kutsche rumfahren?) Mittlerweile habe ich schon sooft die Rolle gewechselt, dass ich garnicht mehr alle zusammen bekommen dürfte. In die eines hohen Adeligen oder überhaupt eines Adeligen würde ich allerdings nur noch schlüpfen, wenn es z.B. eine besonders reizvolle Veranstaltung erfordert (z.B. der Organisator bittet mich das zu tun).
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Ela
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Anmeldedatum: 27.01.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: So Jan 27, 2013 11:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Marquis,

Ein Bekannter und ich wollen das Hobby beginnen. Zwar mehr Reenactment auf ordentlichem Niveau als Larp, aber wir erhoffen uns einige Rollenspielelemente. Und umso mehr, umso besser.

Wir kommen aus Augsburg und München.
Bitte melde dich bei mir! Ich würde sehr gerne Kontakt zu dir aufnehmen!
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