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Jacques-René Hébert (1757-1794)

 
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do Mai 24, 2012 9:52 am    Titel: Jacques-René Hébert (1757-1794) Antworten mit Zitat



Jacques-René Hébert gehört zu den Personen des 18. Jahrhunderts, die ich am meisten verabscheue Confused

Nach dem Lesen der Hermann Schreiber-Biografie könnte man sogar noch mehr hassen...
Schreiber meint, dass Marie Antoinette das große Pech hatte, nach Monaten, in denen es im Volk um sie still geworden war, plötzlich Hébert wieder ins Gedächtnis gekommen zu sein. Dieser habe sie als sein neues prominentes Opfer auserkoren und nun begonnen, sie systematisch zerstören zu wollen - sei es durch Pamphlete, Anschuldigungen oder gar Handlungen, die die Königsfamilie im Temple in unerträgliche, zermürbende Situationen brachte.

U.a. sei er dafür verantwortlich gewesen, dass spontane Überprüfungsaktionen im Temple veranstaltet wurden - meist mitten in der Nacht bis in die frühen Morgenstunden. Die Königsfamilie musste sich in Anwesenheit von Wachen entkleiden und untersuchen lassen. Selbst Haare und kleinste Stofffetzen wurden durchsucht, weil man geheime Botschaften vermutete. Es wurde nie etwas gefunden, doch das habe Hébert nicht daran gehindert, die Aktion nur wenige Tage später zu wiederholen.
Der reinste Haft-Psychoterror in einem Jahrhundert, das die Folter abgeschafft hatte !

Marie Antoinette hatte wohl regelrechte Angst vor Hébert, da dieser stets betonte, ihr irgendwann nachts im Temple aufzulauern und sie abzuschlachten.
Shocked

Desweiteren habe er dafür gesorgt, die Königin beim Beschluss der Überführung in die Conciergerie bewusst mitten in der Nacht aufzuschrecken und in die Conciergerie bringen zu lassen. Nur, um sie zu schikanieren und ihr den Schlaf nicht zu gönnen.


Hébert hatte wohl im Volk ein sehr großes und langanhaltendes Ansehen, da er nicht wie all die anderen Redner nur politisch geschwollen sprach, sondern auf dem Niveau des Volkes sprach - er war für jedermann verständlich und konnte daher die Masse überzeugen.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Mai 24, 2012 10:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist einfach nur furchtbar welche Monster da während der Revolution die Möglichkeit hatten zu tun und zu lassen was sie wollten! Dass er durch seine "einfache Sprache" besonders beliebt war, kann ich gut nachvollziehen - wenn die heutigen Politiker mit ihrer geschwollenen Sprache daherkommen, wünscht man sich ja auch jemanden den man selbst verstehen kann^^

Aber ich versteh einfach nicht wie es einem Menschen gefallen kann, jemand anderen so systematisch fertig zu machen - es fehlen mir die Worte für so etwas.
War es nicht auch Hébert, der generell den Prozess gegen MA angestrebt hat? Es war ja auch ein möglicher Austausch mit Gefangenen aus Österreich im Gespräch - das wird ihm wohl absolut nicht gefallen haben...
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do Mai 24, 2012 10:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, er schien zumindest auf den Prozess hingearbeitet zu haben. In seinem hetzerischen Blatt Le père Duchesne verbreitete er genug Anfeindungen gegen die Königin, die einfach absurd waren, aber im Prozess zumindest Erwähnung fanden - z.B. die Misshandlung des Sohnes.
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