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Fragen zu historischer Mode
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 13, 2008 10:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Voltaire, könntest du bitte die genaue Link-Quelle dieser Bilder posten ?
Wenn du die Fotos selbst geschossen hast, erübrigt sich das natürlich :zwinker

Danke ! hello
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 13, 2008 6:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Aso sorry, na klar. An das habe ich gar nicht gedacht. Muss ich die Seite auch zitieren? Hab zumindest meinen vorherigen Beitrag editiert.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 13, 2008 7:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Very Happy
Ich schau gleich mal wegen Urheberrecht, ansonsten verlinke ich die Bilder vorsichtshalber.

Voltaire hat Folgendes geschrieben:
Muss ich die Seite auch zitieren?

:question
Was denn zitieren ?


Edit:
2 der Bilder hab ich auf der angegebenen Seite gefunden und entsprechend durch Links ersetzt.
Die Bilder müssten verlinkt werden, da die Fotos unter Urheberschutz stehen.

Die beiden Bilder, die noch nicht verlinkt sind, konnte ich nirgends finden. Hast du da vielleicht genauer Hinweise, wo sie zu finden sind ? dontknow

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Zuletzt bearbeitet von MariaAntonia am Mo Jan 12, 2009 2:54 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Sternchen83
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 12, 2009 1:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mir grad nicht so sicher ob die Frage jetzt schon mal jemand gestellt hat... :rotwerd

Ich würde mir wahnsinnig gern so ein tolles Kleid zulegen.
Aber wo bekommt man denn so was her???

Ich hab schon das halbe Internet durchforstet aber irgendwie noch nix gefunden... :angle:
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 12, 2009 4:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du was richtig authentisches und gut gemachtes willst, dann kommst du nicht unter 1000 Euro weg.
Schau mal hier: http://www.mauritia.de/
Dort werden Rokoko-Kleider nach einem sehr authentischen Maßstab auf Bestellung nachgeschneidert, das kostet aber mehrere Tausend Euro.

Wenn du was weniger aufwendiges und nicht unbedingt historisch verbürgtes willst, dann kannst du ja auch mal ebay gucken, da werden auch Rokoko Roben angeboten, allerdings sind auch die mit 300 Euro und aufwärts nicht gerade billig im Sinne im Wortes.

Lolo hello
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Voltaire
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 12, 2009 7:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Am besten du fängst selbst damit an. Da kommst du oft genug mit weniger als 50 € aus. Selten kostet bei mir ein Kleid mehr. Schneidern ist nicht schwer und wenn eine Ungelernte wie ich etwas Schönes zusammenbringt, dann werden das auch andere schaffen.

Zuletzt bearbeitet von Voltaire am Mo Jan 12, 2009 7:40 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Di Jan 13, 2009 1:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sternchen83 hat Folgendes geschrieben:
Ich bin mir grad nicht so sicher ob die Frage jetzt schon mal jemand gestellt hat... :rotwerd

Ich würde mir wahnsinnig gern so ein tolles Kleid zulegen.
Aber wo bekommt man denn so was her???

Ich hab schon das halbe Internet durchforstet aber irgendwie noch nix gefunden... :angle:

Es gibt eine ganze Reihe von Herstellern in Deutschland. Kenne tue ich ungefähr ein halbes Dutzend. Ausgebildete Schneider sind davon allerdings nicht sehr viele.

Du wirst leicht erkennen können, dass Roben, die damals von reichen Adeligen oder Bürgerlichen getragen wurden, auch heute ihren Preis haben müssen.

Empfehlen kann ich für Damen an Herstellern:
http://www.mauritia.de/
http://www.nehelenia.de/
http://www.gewandschneider.de/
http://www.kostuem.waszmann.de/
, die man im Netz findet. Ansonsten gibt es auch ganz brauchbare Hersteller historischer Kleidung, die nicht im Internet mit Homepage vertreten sind.

Wenn Du eine historische Kleidung selbst herstellen willst und dabei einen hohen Standart an den Tag legen willst, wirst Du auch um einige 100 € an Materialkosten nicht drumrum kommen. Für ein höfisches Kleid z.B. bräuchtest Du die Seide (wohl Taft oder Satin), Leinen für das Futter und das Hemd, dann wiederum viele Zutaten für notwendige Bestandteile wie Schnürleib (franz. Corps) wie Stäbe (aus Plastik oder bestimmtem Holz) usw..
Die Herstellerwahl sollte sich nach meiner Erfahrung v.a. dannach richten, was man am Ende haben möchte. Ist der Anspruch hoch, so muss man zu Anproben und dergleichen eben gleich mal einige 100 km fahren und kann auch nicht mit einem Low-Budget-Teil rechnen. Der Vorteil ist dann, dass man aber auch am Ende was Schönes in Händen hält bzw. tragen darf.
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Cécile
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BeitragVerfasst am: Di Jan 13, 2009 7:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

... und mich gibt's auch noch Wink
Ich habe leider noch keine Homepage - die wird aber hoffentlich in den nächsten Wochen endlich online gehen.
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Verfasst am: Di Jan 13, 2009 7:34 pm    Titel: Ähnliche Themen

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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Jan 13, 2009 7:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Cécile hat Folgendes geschrieben:
Ich habe leider noch keine Homepage - die wird aber hoffentlich in den nächsten Wochen endlich online gehen.

Oh, man darf gespannt sein Very Happy
Dann stell sie uns bitte unbedingt vor, ja ? applause
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Di Jan 27, 2009 3:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Duc de Berry hat Folgendes geschrieben:

Was ist eigentlich dran an dn Schnitten wo der Achselbereich ausgeschnitten ist.
Ich habe das jetzt schon mehrfach gesehen, dass bei Kleidern und auch den Justaucorps, und auch bei den Jacken (Doublets) der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Achselbereich ausgesparrt ist.


Um noch mal darauf zurückzukommen, mir fiel wieder ein, dass ich letztens irgendwo gelesen habe, dass bei der Rheingrafenmode das Hemd oft zwischen dem Wams und den tief sitzenden Hose sowie unter den Ärmeln hervorquoll. Das habe ich wortwörtlich so gelesen und mußte gleich an deine Frage denken. Dann hatte ich es aber doch vergessen und jetzt weiß ich nicht mehr wo ich es gelesen habe. dontknow Vielleicht bezieht sich ja die Aussage tatsächlich auf das von dir beschriebene Phänomen. Aber wahrscheinlich ist mit unter den Ärmeln eher die Handgelenk-Region gemeint. Zeitmäßig würde es aber wohl eher nicht hinkommen, da es sich ja nicht auf die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts bezieht. Bilder gab es auch nicht dazu.

Lolo
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do Jan 29, 2009 12:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lolo hat Folgendes geschrieben:
Duc de Berry hat Folgendes geschrieben:

Was ist eigentlich dran an dn Schnitten wo der Achselbereich ausgeschnitten ist.
Ich habe das jetzt schon mehrfach gesehen, dass bei Kleidern und auch den Justaucorps, und auch bei den Jacken (Doublets) der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Achselbereich ausgesparrt ist.


Um noch mal darauf zurückzukommen, mir fiel wieder ein, dass ich letztens irgendwo gelesen habe, dass bei der Rheingrafenmode das Hemd oft zwischen dem Wams und den tief sitzenden Hose sowie unter den Ärmeln hervorquoll. Das habe ich wortwörtlich so gelesen und mußte gleich an deine Frage denken. Dann hatte ich es aber doch vergessen und jetzt weiß ich nicht mehr wo ich es gelesen habe. Vielleicht bezieht sich ja die Aussage tatsächlich auf das von dir beschriebene Phänomen. Aber wahrscheinlich ist mit unter den Ärmeln eher die Handgelenk-Region gemeint. Zeitmäßig würde es aber wohl eher nicht hinkommen, da es sich ja nicht auf die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts bezieht. Bilder gab es auch nicht dazu.

Vielleicht passt so ein Bild dazu:


( http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Terborch_Standing_Man_1645.jpg )

Noch im frühen 18.Jh. ließ sich August II. eine Rheingrafenkleidung anfertigen, die aber natürlich etwas anders als diejenige auf dem Bild ausschaute und eher für bestimmte aufwändige Anlässe gedacht war.
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Do Jan 29, 2009 3:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, dieses Bild habe ich auch schon gesehen. rofl Ich muss sagen, das sieht einfach zu (mit Verlaub) dämlich aus, liegt aber vielleicht auch an der sauertöpfischen Miene des Abgebildeten.

@Duc de Berry: Stimmt es, dass Louis XIV die Rheingrafenmode bis Ende des 17. Jahrhunderts trug und erst darauf verzichtete, als er sich zu alt dafür fühlte?


Lolo
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MonsieurLeonard
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BeitragVerfasst am: Mi März 25, 2009 2:32 pm    Titel: Marie Antoinette und die Mode! Antworten mit Zitat

Hab ein bisschen in meinen Marie Antoinette Büchern gelesen und noch folgendes gefunden!

Auszug:
Zitat:

"Vor allem vereinfachte sie das berühmte Lever. Sobald sie frisiert war, ließ sie die hohen weiblichen Hofchargen, deren Ärger man sich denken kann, einfach stehen und begab sich, nur von ihren eigenen Kammerfrauen begleitet, in ihre kleinen Appartements, wo sie sich ohne Zuschauer in Ruhe anziehen lassen und sich vor allem mit ihren Toiletten beschäftigen konnte. Dieser "Arbeit" konnte sie sich bloß in ihren Zimmern widmen, da die "Künstler", die sich um ihre Toiletten bemühten -Mademoiselle Bertin und die drei Lionard-, nicht hoffähig waren. Ja, selbst diese kleinen Appartements hätten sie als Bürgerliche eigentlich nicht betreten dürfen.
Der Brauch untersagte es ferner allen "Subalternen", die für den Hof arbeiteten, ihre "Kunst" außerhalb des Hofes auszuüben. Wie schrecklich aber wäre es, dachte Marie Antoinette, wenn die Phantasie der Rose Bertin und der Physiogomisten - wie sich die Lionards titulierten - im Kontakt mit dem zurückgebliebenen Versailles "provinzlerisch" würde! Auch wünschte Marie Antoinette, dass die von ihr bevorzugten Künstler die Pariser Damen weiterhin anziehen und frisieren sollten, die konservativen Anhänger der Etikette waren darüber allerdings entsetzt.
Die Herzogin de Chartes hatte Mademoiselle Bertin der jungen Königin kaum zwei Monate nach dem Tod Ludwigs XV. vorgestellt. Sobald die kleine Trauerzeit im November abgelaufen war, stürzte sich die Bertin sogleich in ihre Tätigkeit, welche sie "ihre Arbeit mit ihrer Majestät" zu nennen beliebte. Mehrmals in der Woche kam die hübsche Rose mit einem Schwarm anmutiger junger Mädchen am Morgen nach Versailles. Sie brachte eine Unzahl großer Kartons mit, aus denen sie die neuesten Toiletten hervorholte, die sie mit Namen wie: " Plaisirs indiscrets, Soupirs étouffés oder Désirs masqués" getauft hatte. Von einem Besuch zum anderen nahmen die Kartons an Volumen zu, da die Reifröcke bald einen Umfang von vier bis fünf Metern erreichten. Eines Morgens zögerte die Königin... In welcher Farbe sollte sie die Toilette bestellen, des die Bertin den Namen " Composition honnete" verliehen hatte? Sollte sie vielleicht diesen bräunlichen Taft wählen? In diesem Augenblick trat der König ein, warf einen Blick auf den Taft und sagte verächtlich:" Braun wie ein Floh!" Sofort wurde Flohbraun die große Mode. Sehr bald darauf unterschied man schon Nuancen, wie "Flohbauch" und "Flohschenckel".Ein paar Tage später wählte Marie Antoinette ein aschfarbenes Gewebe aus. " Das ist die Haarfarbe der Königin" , erklärte, galanter als sein Bruder, der spätere Ludwig XVIII. Jede Dame, die etwas auf sich hielt , musste nun diese "göttliche Farbe " tragen. Kuriere mit einer Locke der Königin wurden in die Gobelinmanufaktur, ja bis nach Lyon gesandt, damit die Spinnereien die richtige Nuance herstellen konnten.
Aus den Kartons kamen aber auch Schuhe hervor, deren Absätze mit einem Streifen von Smaragden verziert waren. Mademoiselle Bertins Triumph jedoch waren ihre " Poufs aux sentimentes", eine Haartracht, die sie gemeinsam mit den Physiognomisten geschaffen hatte. Nach Ludwigs XV. Tode hatten die eleganten Damen, als Zeichen der Trauer um den König oder der Hoffnung auf das neue Regime, einen Zypressenzweig oder ein Füllhorn im Haar getragen, eine aufgehende Sonne, die Ludwig XVI. symbolisierte ( man kannte ihn damals noch nicht), oder als Sinnbild von Frieden und Milde einen Olivenzweig. Mitunter waren auch Kornfelder zu sehen gewesen, auf denen die Hoffnung ernte hielt...
Eines Tages aber trug die Königin einen ganzen englischen Garten auf dem Kopf, mit Wiesen, Hügeln und silbrigen Bächen. Die Herzogin von Lauzun, die Kopfschmerzen offenbar nicht scheute, erschien bei Frau du Deffand mit einer Coiffure, die gleich eine ganze Landschaft darstellte. Man sah einen Jäger, der auf Enten zielte, sie sich am Ufer eines windbewegten Sees tummelten. Auf einer
"Anhöhe "stand eine Mühle. Die Müllerin ließ sich von einem kecken Abbe hofieren, indes sich der Müller gegen das Ohr der Herzogin mit einem Esel " entfernte" .
Einmal aber wäre Mademoiselle Bertin beinahe von einem Sieur Beaulard entthront worden, dem Erfinder der mechanischen Frisuren. Man brauchte bloß auf eine Feder drücken, um eine Rose zum Erblühen zu bringen. Mit Hilfe eines anderen " à la nonne meunière" gennaten Mechanismus konnte man die Frisur senken oder heben, je nachdem, ob eine rückständige alte Dame den Salon betrat oder verließ. Mademoiselle Bertin erblasste vor Neid und Eifersucht.... Marie Antoinette blieb ihr aber treu. Sie hatte es nicht zu bereuen, da Rose Bertin, gemeinsam mit Lionard, nun die verschiedensten Coiffuren für sie kreierten: " au Lever de la Reine, à la Puce, à l'Iphigénie, à l'Eurydice (um Gluck ein Vergnügen zu bereiten), à la Modéstie, à la Frivolité". Besondere Vorliebe hatte Marie Antoinette für Straußenfedern, von denen bis zu zehn Stück für die "Coiffure à la Minerve" verwendet wurden. Die frisur wurde dadurch so hoch, das die Königin, als sie sich zu einem Ball der Herzogin von Chartres begeben wollte, nicht in den Wagen steigen konnte."

Quelle:
Andre Castelot: "Marie Antoinette"



Ich weiß ist ein bischen viel, aber ich hab es ganz abgetippt damit die die das Buch nicht haben es sich auch ganz durchlesen können. Vor allem finde ich den Schriebtill sehr schön!
Hab noch was dazu gefunden das kommt dan demnächst!
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi März 25, 2009 3:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monsieur ! Very Happy
Schön, dass du wieder vorbeischaust.

Darf ich fragen, welches Thema du konkret ansprechen wolltest ?
Ging es dir allgemein um die Mode Marie Antoinettes ?

Ich frage, damit ich daraus einen passenden Thread machen kann Wink , da der derzeitige Thread "Fragen zu historischer Mode" zu allgemein für deinen Beitrag ist.

Sag einfach kurz bescheid, dann ändere ich das Very Happy
Danke !
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Mi März 25, 2009 4:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Duc de Berry: Stimmt es, dass Louis XIV die Rheingrafenmode bis Ende des 17. Jahrhunderts trug und erst darauf verzichtete, als er sich zu alt dafür fühlte?


Ich ziehe zu diesem Zweck mal Bildmaterial von Wikipedia heran:

Nein Louis XIV war stets der Vorreiter der Mode, d.h. das er der erste war, der einen neuen Kleidungsstil einführte.
Das kann man auch in einigen Biographien wiederfinden.
Rosselini hat das in seinem etwas trögem Film "die Machtergreifung Louis XIV" sogar als richtiges Machtkonzept präsentiert.

Die Rheingrafenmode kam etwa 1655 auf, es gab da noch zwischenstufen, von den verschiedenen Doublets des beginnenden 17. Jahrhunderts.
Irgendmann wurden die Hosen immer weiter, so das man wohl gleich einen Rock draus machte, aber es gab eben auch da mehrere Versionen, "DIE Rhingrave" gab es nicht.
Ich kenne z.B. die Möglichkeit einen richtigen Rock über der Kniehose zu tragen, dann eine Art Rockhose, die sich in der Länge noch unterscheidet usw.




Aber der Rock scheint wohl am meisten Verbreitung gefunden zu haben.
Das enge Wams mit den geschlizten oder offenen Ärmeln kam gegen Ende der 1660er Jahre aus der Mode und stattdessen übernahm man den frühen Justaucorps der Soldaten:




Der leitet sich allerdings auch direkt vom Doublet her, nur das die Bereiche unter der Brust nun bis zu den Knien reichte.
Allerdings waren die Ärmel noch recht kurz.
Erst Mitte bis Ende der 1670er Jahre wurden die Ärmel länger.
Was sich aber hielt waren die vielen Bänder und Schleifen.
Ich habe die These, dass sich aus den Bändern ander rechten Schulter eventuell die militärischen Epauletten entwickelt haben könnten.


Die Rheingrafenhose jedoch blieb bis in die 1670er Jahre in Mode, d.h. man hat diesen Rock und den Justaucorps zusammen getragen:



Als man dann unter dem Justaucorps noch Westen trug, kamen diese aufwendigen Beinkleider aus der Mode - weil man sie eben nicht mehr sah. Allerdings trug man auch immer "normale" Hosen


Áber auch da haben sich erstmal die Bänder an der Taille gehalten.
An diesem Bild von Louis XIV kann man das sehr gut sehen, ebenso wurde das weite Hemd beibehalten.

Geändert hat sich die Halsbinde. Diese Binde, die man zur Schleife gebunden hat ist ebenfalls aus der Militärmode übernommen.
Das wurde dann nochmal geändert, als ein frz. Regiment bei Steinquerke Morgens überrascht wurde, banden sich die Soldaten die Halsbinde einfach mit einem einfachen Knoten um, eines der langen Enden steckten sie in den Rock, das andere durch eines der Knopflöcher.
Und so erzählt die Anekdote war ein neuer Modestil geboren worden.
Mann muss mal darauf achten, man sieht diese Tragweise bei einigen Bildern.


Ach ja, noch was zu den Kragen aus Nadelspitze der Rheingrafenmode. Durch die Perücken sah man nur noch die beiden Wülste des Kragens, was einige Leute dazu veranlasst das als "Beffchen" in der Art wie es Pfarrer tragen zu bezeichnen - aber das ist Quatsch, durch die Perücke sieht man einfach den Kragen nicht mehr, was ihn auch schließlich aus der Mode kommen ließ:




Um 1680 war die Rheingrafenmode in Frankreich absolut passe.
Ab 1685 trug Louis XIV nur noch verschiedene braune Justaucorps die vom Schnitt her bis in die 1720er Jahre fast unverändert blieben.
Die Rheingrafenmode blieb aber in England und Frankreich Teil der Zeremonialkleidung, man sehe sich nur mal entsprechende Bilder an.
Louis XIV trägt auf seinem berühmtesten Bild von 1704 unter dem Krönungsornat ein Wams und eine Hose der Rheingrafenmode.
Selbst auf dem Jugendbildnis Louis XV ist das noch zu sehen:



oder hier die Hochzeit des Herzogs von Burgund:



Das einzige was sich noch großartig änderte waren die Ärmelaufschläge, die waren zuerst recht schmal und lang, wurden dann immer kastenförmiger, bis sie schließlich den ganzen Unterarm vereinnahmten.
Diese Aufschläge wurden dann auch gerne reich bestickt.

eine besonderheit sind noch die "Ärmelwesten" d. h. man hat unter dem Justaucorps mit seinen langen Ärmeln nochmal eine Weste getragen die ebenfalls lange Ärmel hatte (Mini Eiszeit lässt grüßen)
Die Ärmel der Weste klappte man dann oft über die Ärmelaufschläge.
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Verfasst am: Mi März 25, 2009 4:23 pm    Titel: Ähnliche Themen

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