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Das Ende der "Mademoiselle"

 
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 22, 2012 9:39 am    Titel: Das Ende der "Mademoiselle" Antworten mit Zitat

Frankreich schafft die "Mademoiselle" ab Shocked
Deutschland hatte sich schon vor 40 Jahren vom "Fräulein" verabschiedet und Frauen davor bewahrt, als offensichtlich Unverheiratete diskriminiert zu werden.
Nun ist auch Frankreich bereit, auf die "Mademoiselle" zu verzichten.

Rein aus frauenrechtlichen und antidiskriminierenden Gesichtspunkten verstehe ich diesen Schritt.
Aber irgendwie trauere ich jetzt schon dem hübschen Wort "Mademoiselle" nach... es klang so schön melodisch.

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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 22, 2012 1:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wink das stimmt
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"jamais vous ne trouverez une amie plus vraie et plus tendre que moi" (Mme Élisabeth)
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 22, 2012 2:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find das super. :) Komisch, dass es so lang gedauert hat.
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Antoinette
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Vos Pezzo
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 22, 2012 2:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, gesellschaftspolitisch sicherich korrekt, auch in Frankreich das "Fräulein" aus dem allgemeinen Sprachgebrauch zu nehmen. Aber sein wir doch mal ehrlich, auch in unserer Sprache ist das Fräulein noch immer präsent, wenn auch nicht mehr direkt als Ansprache sondern eher in Floskeln oder wenn nach einer Bedienung gerufen wird. Daher bin ich überzeugt, das auch in Frankreich das schöne Wort "Mademoiselle" noch erhalten bleibt.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 22, 2012 6:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das denke ich auch.
Das offizielle Abschaffen dieser Anrede bedeutet nicht gleichermaßen, dass es komplett aus dem Sprachgebrauch verschwindet.
Mir gefiel es immer sehr, in Frankreich mit "Mademoiselle" angesprochen zu werden. Das hatte irgendwie was Leichtes und Romantisches.

Unsere deutsche Version klingt bei weitem nicht so schön.
Und ich muss sagen, ich habe sie schon ewig nicht mehr gehört, außer - wie du schon sagtest, Vos Pezzo - in Floskeln oder bei älteren Leuten beim Bestellen im Restaurant Mr. Green
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Finn
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 22, 2012 10:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Manometer, ich bin beeindruckt! Und das von den traditionellen Franzosen! Mr. Green Ich finde das auch gut, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Dass das deutsche "Fräulein" schon seit 40 Jahren nicht mehr verwendet wird, ist aber nicht ganz korrekt. Als meine Mutter in den späten 70ern ihre Lehre anfing, wurde sie auch noch mit Fräulein betitelt. Richtig aufgehört hat das erst nach meiner Geburt (1988). Ich denke mal, dass das also erst seit ungefähr 25 Jahren der Fall ist. Wink "Fräulein" gibt es zwar heute noch, ist aber eher negativ konotiert. Ich sag nur "Kleenes Frollein!" Mr. Green
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Feb 23, 2012 9:26 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find solche Dinge unnötig - als hätten die Staaten sonst keine Probleme als sich mit so etwas rumzuschlagen, da fänd ichs zB wichtiger das Gehalt endlich anzugleichen. Versteh auch ganz ehrlich nicht was daran so abwertend oder diskriminierend ist, ist doch eine schöne Anrede.
Und wenn Damen wie Coco Chanel, Brigitte Bardot oder Catherine Deneuve stolz darauf sind/waren damit angesprochen zu werden, kanns doch nicht so schlimm sein oder?

Mir ists auf jeden Fall egal, lass mir kein so schönes Wort verbieten und werds weiterhin benutzen.^^

Interessant finde ich allerdings dass die Anrede Mademoiselle in früheren Jahrhunderten nur für Schauspielerinnen und Prostituierte genutzt wurde und man höher gestellte, unverheiratete Damen ebenfalls mit Madame ansprach. Da wird einem auch klar warum zB die Tanten von Ludwig XVI. offiziell als Mesdames bekannt waren und nicht als Mesdemoiselles.
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Finn
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BeitragVerfasst am: Do Feb 23, 2012 2:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Klar, es gibt größere Probleme, auch in Frankreich. ^^ Aber unnötig ist die Abschaffung auf keinen Fall. Auch wenn sich das Wort Mademoiselle für uns Deutsche schön anhören mag, kann ich mir schon vorstellen, dass unverheiratete französische Frauen es nicht so schön finden. Das Wort ist und bleibt abwertend, weil es impliziert, dass unverheiratete Frauen nicht sozial gleichgestellt mit den verheirateten Frauen sind. Was in der heutigen Zeit echt Quatsch ist! Wink
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Verfasst am: Do Feb 23, 2012 2:02 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Do Feb 23, 2012 7:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich da Finn nur anschließen. Man sollte nicht anhand des Ansprechens merken, ob wer welche partnerschaftlichen Verhältnisse hat. Beim Mann ist es ja auch nicht so. Entweder hat keiner so eine extra Anrede oder beide. "Herrlein" und "Fräulein" ^^
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 4:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und wieder ein Schritt in Richtung moderne Zeiten:

Bewusst war es mir nie - bei meinen Spaziergängen durch Paris - , dass ich Gefahr lief, verhaftet zu werden... wegen Tragens einer Hose Mr. Green

Nun aber ging es durch die Presse: Frankreich schafft ein uraltes Pariser Gesetz ab, welches Frauen das Tragen von Hosen verbietet und mit Haft droht.
Die Bestimmung ist ein "Relikt" aus der Zeit der Frz. Revolution, vom 17.11.1799, und verbot Frauen, sich wie Männer zu kleiden.
Logisch, dies hatte angesichts diverser übergeordneter moderner Gesetze heute keine Gesetzeskraft mehr, aber das Gesetz war nie offiziell abgeschafft worden.
Am 31.01.2013 wurde nun die Abschaffung angekündigt.

Interessant, welche alten, nicht mehr passenden Gesetze noch so in unseren Gesetzesbüchern umherirren...
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 4:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Am 31.01.2013 wurde nun die Abschaffung angekündigt.

Interessant, welche alten, nicht mehr passenden Gesetze noch so in unseren Gesetzesbüchern umherirren...

Wie schade. Wink

Nein im Ernst, wirklich interessant, welche Gesetze überleben, einfach weil sie eh nie beachtet wurden.

Das mit dem Mademoiselle habe ich auch im Radio gehört. Wobei da in Frankreich schon seit längerer Zeit eine Art Transformationsprozess zu erkennen war. Praktisch spach man Frauen ab 30 auch vorsichtshalber als "Madame" an, um nichts falsch zu machen. So wurde das jedenfalls mal von einem Romanisten auf SWR2 erläutert.

In den 80ern war es zumindest in meiner Umgebung noch üblich, dass die unverheirateten Damen als Fräulein angesprochen wurden. Eine Kindergartenerzieherin bestand sogar darauf. Ich dachte zwar damals, das sei übertrieben, aber vielleicht wollte sie gerade damit ihre Unabhängigkeit deutlich machen. Ich denke nicht, dass es um eine Absicht hinsichtlich ordentlicher Erziehung der Kinder ging.

Ich zumindest bin ganz froh, dass ich soviel im 18./frühen 19. Jh. unterwegs bin und mich da mit den Anreden wie "Herr" oder eben kein "Herr", "Frau", "Fräulein", "Jungfer", "Demoiselle" etc. verkünsteln kann.
Ich denke, das mit dem Verschwinden des "Fräulein" passt auch von daher (von emanzipatorischen Aspekten abgesehen) besser in unsere Zeit, weil es der Oberflächlichkeit unserer heutigen Umgangsformen Rechnung trägt. Früher gehörte zum Umgang von Personen untereinander viel mehr Hintergrundwissen (welchen Stand, akademischen Grad (evtl.), Beruf etc. hat mein Gegenüber). Heute wird zumindest in Dtl. ein betont informeller Umgang praktiziert, was auf die Mode (kaum noch Anzüge im Alltag bei Herren z.B.) und andere Aspekte (Verbeugung, Aufstehen, wenn jemand ins Büro kommt etc.) weiter wirkt. Bei der geringen Mühe, die man sich um Umgangsformen macht, wäre es m.E. heute illusorisch, dass man sich über die Lebensverhältnisse eines Gegenübers informiert.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 1:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Offiziell haben wir ja keine Ständegesellschaft mehr, daher denke ich, die Verflachung bzw. Enthierarchisierung der Umgangsformen ist mehr als angemessen für die heutige Zeit. Aus gewisser sentimentaler oder romantischer Perspektive ist es natürlich etwas trist und langweilig, aber das Praktische setzt sich über kurz oder lang meistens durch.
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Marquis
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 2:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das total schade und auch etwas unschmeichelhaft, wenn 20jährige jetzt mit Madame angesprochen werden wollen oder sollen. Dann kann man ja auch gleich noch die Sie-Form abschaffen.

Im Deutschen war das Fräulein halt etwas unglücklich, weil es einen sächlichen Artikel hat, aber ich glaube schon, dass z.B. die jungen Mädchen das genossen haben, als Fräulein bezeichnet zu werden und nicht gleich als Frau.

In Deutschland wurden diese ganzen Bezeichnungen leider komplett abgeschafft. Ich genieße es auf jeden Fall sehr, im Ausland mit Sir, Senor oder Monsieur angesprochen zu werden.
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 7:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann da nur für mich sprechen, aber wenn mich mal jemand mit Fräulein angeredet hat, empfand ich das ehr befremdlich. Allerdings bin ich ja auch eine Generation, in der es schon unüblich war.

Ich denke, letztendlich werden sich die Franzosen auch an ein Madame für jüngere Frauen gewöhnen und es ist schlichtweg auch diskriminierend, wenn man Frauen nach ihren Beziehungsstatus bzw. ihr Alter klassifiziert und das bei Männern nicht passiert.
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 9:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde auch, dass man Frauen nicht abhängig von ihrem Beziehungsstatus ansprechen sollte. Meine Mutter gehört noch zu der Generation, in der unverheiratete Frauen noch mit Fräulein angesprochen wurden und sie hat mir mal erzählt, dass sie das ganz und gar nicht mochte. Sie war froh, als das Fräulein durch Frau ersetzt wurde als sie in der Lehre war.
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