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Jean Paul Marat (1743-1793)

 
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2011 9:52 am    Titel: Jean Paul Marat (1743-1793) Antworten mit Zitat


Jean Paul Marat

(24.05.1743-13.07.1793)



Hat sich schonmal jemand mit Marat beschäftigt ?
Er gilt als einer der radikalsten Jakobiner der Französischen Revolution und wird in Filmen immer richtig widerlich und hässlich dargestellt.

Vor seiner Revolutions-Karriere war er als Arzt und Naturwissenschaftler tätig.
Weiß jemand, in welcher Fachrichtung er Arzt war ?

Was mich überraschte:
Er war ein guter Freund des berühmten Uhrenmachers Breguet, bei dem für Marie Antoinette eine wertvolle Uhr bestellt wurde, die als die außergewöhnlichste Uhr der Welt galt, jedoch heute unauffindbar ist. Marie Antoinette starb vor der Fertigstellung der Uhr auf dem Schafott.
Die heute noch bestehende Marke Breguet restaurierte bekanntlich kürzlich das Petit Trianon.
Dass ausgerechnet Breguet mit Marat befreundet war, find ich irgendwie bedrückend...


Marat wurde am 13.07.1793 von Charlotte Corday ermordet.


(1793, Jacques-Louis David)
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| Marie Antoinette | Château de Versailles | La Parisienne | Frankreichs Bourbonen |


Zuletzt bearbeitet von MariaAntonia am Mo Jan 16, 2012 7:13 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Finn
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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2011 12:04 pm    Titel: Re: Jean Paul Marat (1743-1793) Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

Weiß jemand, in welcher Fachrichtung er Arzt war ?


Ich glaube, er hat allgemein Medizin studiert. Soweit ich weiß, erzielte er als praktizierender Arzt einige Erfolge bei der Heilung von Geschlechtskrankheiten.

Dass Brequet und Marat befreundet waren, verwundert mich eigentlich gar nicht so sehr. Ich weiß nicht genau, aber vielleicht habe sie sich während der Studienzeit kennengelernt. Marat hat in Paris auch Vorlesungen besucht. Vielleicht gehörten sie beide einem Kreis Interlektueller an.
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Trianon
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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2011 12:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant wäre was Marat über die Beziehungen Brequets zum Königshaus dachte, allerdings war er ja auch beim Comte d'Artois angestellt. Wer im Glashaus sitzt... Wink

Was mich noch interessieren würde ist ob es tatsächlich stimmt, dass er sich seine Hautkrankheit geholt hat als er in der Kanalisation (oder wars die Gosse?) gelebt hat...
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2011 7:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß eigentlich nicht viel über ihn, außer dass er einer der übelsten Hetzer gegen die Königin war.

Wie ich bei Wiki gelesen habe, hat er sich ja auch als Autor versucht mit dem Machwerk: Les Aventures du jeune Comte Potowski – un Roman de Cœur. Den würde ich ja gerne mal lesen. Da kann man eventuell viel ableiten, was die Psyche des Herrn Marat angeht. Naja, vielleicht auch nicht. Wink Es geht aber sicher in die Richtung frivoler Adel, zumindest hört sich der Titel so an.

Ich frage mich, ob besonders während seines Dienstes bei Artois bestimmte Dinge vorgefallen sind, die ihn in die radikale Ecke trieben? Wenn wir in einem anderen Thread gerade die immensen Aufwendungen gesehen haben, die die Brüder des Königs für ihren Haushalt erhielten, dann könnte man ja 1 und 1 zusammenzählen, was allerdings seeeeehr spekulativ wäre.

Was ich aber auf jeden Fall glaube, ist, dass damals schon Witzeleien und Spott am Hof grassierten, noch in vergleichsweise harmloser Form natürlich. Immerhin war das Königspaar im siebten kinderlosen Jahr ihrer Ehe. Das wird sich wohl irgendwie auch eingeprägt haben und später in stärkerer Form wiedergekommen sein.

Jedenfalls find ich es aus (un)Symphatiegründen befriedigend, dass er mit seinen Naturwissenschaften nicht dauerhaft in Erinnerung geblieben ist, sondern eher als Radikaler. Sicher wäre es ihm anders lieber gewesen...

Lolo
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Finn
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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2011 8:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Da kommt es wohl drauf an, ob Marat schon immer ein Gegner der Monarchie war oder ob das wirklich erst durch den Dienst bei Artois entstanden ist. Vorstellen könnte ich mir das schon, da ihm der Gegensatz zwischen der Glanzwelt Versailles und der Armut bei der Landbevölkerung und in Paris sicherlich schockiert hat.
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Verfasst am: Do Jun 16, 2011 8:46 pm    Titel: Ähnliche Themen

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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2011 10:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch das sich seine einstellung/Überzeugung geändert hat. War es nicht auch Robespierre der bei den Feierlichkeiten zur Salbung von Louis XVI in Reims eine pro royale Ansprache oder ähnlich gehalten hat? Und seine spätere Überzeugung ist ja bekannt.
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PeterH
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BeitragVerfasst am: Do Aug 11, 2011 10:04 pm    Titel: Jean Paul Marat Antworten mit Zitat

Grüss euch die Rolle des Marat wird im Revolutionsfilm Vierteiler von 1989 hervorragend gespielt.Ja so könnte der Mann wirklich gewesen sein.Er war ein gnadenloser Gegner des Königpaares und Lafayettes.Ich sehe in ihm einen grandiosen Redner,genauso wie Georges Danton die einen gewaltigen Einfluss auf das Volk hatten. Marat war ja beim Zug der Frauen nach Versailles dabei. Er war es der die Leute aufhetzte zb.war er und Danton hauptverantwortlich für die Septembermorde. Er war auch ein Königsmörder und ohne Gnade für Ludwig XVI. Seine hasserfüllenden Reden wie zb. 1000 Köpfe müssen rollen hier in Frankreich und Hauptfeind der Girondisten.Was er nicht mehr erleben konnte und gut war, ist die Verurteilung und Hinrichtung Marie Antoinettes .Es wäre für ihn ein wahrscheinlich ein Freundentag gewesen.

Freundlichen Gruss Very Happy
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Zacarane
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2012 5:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hätte zu Marat mal eine Frage:

Er war doch ursprünglich als "Märtyrer der Revolution" im Pantéon in Paris beigesetzt. Was ihn mir nicht unbedingt sympatisch macht, weil er ja bekanntlich für ein paar hundert Morde verwantwortlch war.

Meine Frage ist nur, warum wurde er daraus entfernt? Sogar kurz danach?
Mirabeau wurde ja rausgekick,t weil er an der Revolution beteiligt war, aber trotzdem mit dem Königshaus zu tun hatte.
Aber warum Marat? Ist er bei den Revoluzzern in Ungnade gefallen?

Geschähe im Recht. Mr. Green
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2012 6:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zacarane hat Folgendes geschrieben:
Hätte zu Marat mal eine Frage:

Er war doch ursprünglich als "Märtyrer der Revolution" im Pantéon in Paris beigesetzt. Was in mir nicht umbedingt sympatisch macht, weil er ja bekanntlich für ein paar hundert Morde verwantwortlch war.

Meine Frage ist nur warum wurde er daraus entfernt. Sogar kurz danach? Mirabeau wurde ja rausgekickt weil er an der Revolution beteiligt war, aber trotzdem mit dem Königshaus zu tun hatte. Aber warum Marat? Ist er bei den Revoluzern in Ungnade gefallen?

Geschähe im Recht. Mr. Green


Ist er, zumindest bei den gemäßigteren Revolutionären, die auf Robespierre folgten. Das war (ungefähr) so, weil der "Märtyrerkult" um die Helden der Revolution ab einem gewissen Zeitpunkt in die Kritik geriet, da dieser schon fast die Form eines Ersatzglaubens angenommen hatte. Was ja nicht konform mit dem Revolutionsgedanken war. So wurden zB in den ehemaligen Kirchen oft die Bilder von Märtyrern der Revolution aufgestellt (anstelle der sonstigen Heiligen).
Als dann am 27. Juni 1794 Robespierre und seine Jakobinerbande gestürzt und hingerichtet wurden, trat die Regelung in Kraft, dass nur noch Märtyrer der Revolution öffentlich gezeigt werden/ verehrt werden dürfen, (natürlich meine ich die Bilder, nicht ihre Körper!), wenn diese bereits 10 Jahre Tod sind. Was natürlich schwer einzuhalten war, da die eigentliche Revolution ja erst 5 Jahre in Gange war., sprich es war, wenn überhaupt, nur noch bei "Wegbereitern" der Revolution erlaubt/möglich.
Nachdem die "lebenden" radikalen Jakobiner weg waren, ging es durch den nun folgenden politschen Wandel zu einer gemäßigteren Form der Revolution auch den toten Helden an den "Kragen".
Marat wechselt ja 1792 zu den Jakobinern und galt deshalb ab 1794 genau wie seine Club-Kollegen als Verräter, auch wenn er da bereits schon tot war. Der öffentliche Märtyrerkult, der durch den Beschluss von 1794 eh schon nachgelassen hatte (bezogen auf alle Revolutionshelden), war im Fall von Marat mit der Anschuldigung des Verrats automatisch ganz vorbei. Sein Leichnam wurde deswegen 1795 aus dem Pantheon geholt und auf einen Friedhof verbracht, ebenso wurden seine Büsten etc zerschlagen.
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