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Louis XV - sein Tod
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 02, 2012 3:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:
Antoinette hat Folgendes geschrieben:

Aber wenn kein Staub von dieser Person (via Kleideraufschütteln) zu ihm kam, dann lag´s nicht an den Anschaun ^^ Tröpfechen konnten es bei der Toten ja nicht mehr sein Wink

Nun ja - wie war denn das damals bei den Habsburgern? MT ging doch auch mit einer ihrer Tochter in die Kapuzinergruft um am Grab einer an den Pocken gestorbenen Schwester zu beten und dann erkrankte auch dieses arme Mädchen daran. (Mir ist gerade entfallen um welche Schwestern von MA es sich dabei handelte)

@MariaAntonia: Genau das macht mich halb wahnsinnig an diesem Buch - man weiß nicht in wie weit man ihm trauen kann/darf/soll. Ist ähnlich wie die Geschichte mit dem Hirten und dem Wolf - wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er doch die Wahrheit spricht...


Kleines Off-Topic: Maria Josepha (1751-1767) hat sich beim Besuch in der Kapuzinergruft, am Sarg ihrer Schwester Johanna Gabriela (1750-1762) oder am Sarg ihrer Schwägerin Maria Josepha (1739-1767) angesteckt und ist dann selbst an den Pocken gestorben.

-

Möge Ludwig 15. in Frieden ruhen. Er hat es auch nicht einfach im Leben gehabt, ein armes Waisenkind, eine unglückliche Ehe, viele Kinder die vor ihm gestorben sind (3 Töchter , 1 Sohn von insgesamt 8 Töchtern und 2 Söhnen).
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Di Mai 29, 2012 12:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Ja, das Buch ist wahrlich verwirrend.
Auch die Beschreibungen aus ihrer Jugend kamen in anderen Biografien nicht in dieser Form zur Sprache...


Was die Pockenansteckung anging, glaube ich immernoch nicht, dass man sich vom bloßen Ansehen ansteckt.
Die Kapuzinergruft-Begebenheit halte ich sogar für eine Erfindung.
Handelte es sich dabei nicht um die Erzherzoginnen Johanna Gabriela (gestorben 1762) und Maria Josepha (gestorben 1767) ?
Allein die 5 Jahre zwischen beiden Todesjahren macht es unwahrscheinlich, dass die 1767 Gestorbene sich 1767 bei einem Besuch mit den Pocken ansteckt, die dort offenbar seit 1762 rumfliegen sollen.
So etwas ist unmöglich.
Sicherlich überleben Bazillen den Tod ihres Wirtes um einige Zeit, vielleicht Tage. Aber keinesfalls 5 Jahre.

Auch die Pockenverbreitung brauchte eine gewisse Art der Übertragung.
Und falls die umgebende Luft nicht ausreicht, sondern gar eine Tröpfcheninfektion vonnöten ist, dann muss der König zumindest von einem Pocken-Erkrankten angehustet, angeniest o.ä. worden sein oder ihm die Hand gereicht haben und dann ungewaschen mit diesen Händen gegessen haben.
Anders geht es bei einer Tröpfcheninfektion nicht.
Vom bloßen Ansehen einer Pockentoten jedenfalls geht sowas nicht.


Gut möglich, dass sich Maria Josepha beim Besuch der Kaisergruft am Sarg ihrer gleichnamigen Schwägerin der Kaiserin Maria Josepha (1739-1767), die im Mai 1767 an den Pocken gestorben ist, angesteckt hat. Wer weiß, wie lange es die Bazillen dort unten aushalten.

Eine andere Theorie hierzu fällt mir nicht ein.

Die Theorien zu dem Tod Ludwigs XV. finde ich sehr interessant.
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Minelle
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 04, 2013 3:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt es eigentlich Infos darüber wer damals noch an den Pocken erkrankte? da das eine hoch ansteckende Seuche ist, wundere ich mich doch, das es außer dem König keine Opfer gegeben haben soll. Zumindest werden nirgends welche erwähnt.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 04, 2013 3:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Minelle hat Folgendes geschrieben:
Gibt es eigentlich Infos darüber wer damals noch an den Pocken erkrankte? da das eine hoch ansteckende Seuche ist, wundere ich mich doch, das es außer dem König keine Opfer gegeben haben soll. Zumindest werden nirgends welche erwähnt.

Deswegen gelang es meines Erachtens auch kurzzeitig den König hinters Licht zu führen, als er zu erfahren begehrte, was er denn für eine Krankheit habe. Natürlich fürchteten damals fast alle die Pocken bzw. man dachte als erstes an dieselben. Es starben ja soviele auch aus Herrscherhäusern an der Krankheit wie Madame Seconde 1752 oder verschiedene Erzherzoginnen.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2013 11:45 am    Titel: Antworten mit Zitat

Eine interessante Frage !
Ich finde das (jetzt, da es angesprochen wird) auch merkwürdig.
Sonst rafften die Pocken ganze Generationen dahin und hier war es "nur" der König?
Waren die hygienischen Verhältnisse im Schloss soviel besser geworden als ein paar Jahrzehnte zuvor?
War man mit der Diagnostik der Pocken schneller als zuvor und konnte schneller für eine Abschottung des Kranken sorgen?
Vielleicht waren die Beteiligten ja teilweise schon früher erkrankt gewesen und nun immun?

Zunächst einmal war ja sicherlich Madame du Barry die Erste, die Kontakt mit dem kranken König hatte - sowohl als es noch keine Anzeichen gab, als auch dann in höchster Ansteckungsgefahr.
Und die Schöne blieb gänzlich verschont.

Das ist in der Tat sehr verwunderlich...
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Minelle
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BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2013 12:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Eine interessante Frage !
Ich finde das (jetzt, da es angesprochen wird) auch merkwürdig.
Sonst rafften die Pocken ganze Generationen dahin und hier war es "nur" der König?
Waren die hygienischen Verhältnisse im Schloss soviel besser geworden als ein paar Jahrzehnte zuvor?
War man mit der Diagnostik der Pocken schneller als zuvor und konnte schneller für eine Abschottung des Kranken sorgen?
Vielleicht waren die Beteiligten ja teilweise schon früher erkrankt gewesen und nun immun?

Zunächst einmal war ja sicherlich Madame du Barry die Erste, die Kontakt mit dem kranken König hatte - sowohl als es noch keine Anzeichen gab, als auch dann in höchster Ansteckungsgefahr.
Und die Schöne blieb gänzlich verschont.

Das ist in der Tat sehr verwunderlich...

Gell? Ich frage nicht nur aus historischem Interesse. Derzeit arbeite ich an einer fünfbändigen Buchreihe "Im Zeichen der Lilie" bei der es um einen Geheimbund geht, der seit Chlodwig I mit allen Mitteln versucht die Macht hinter dem Thron zu erlangen. Dazu gehört auch Mord. Der erste Band spielt von 1771 bis 1774 und endet mit dem Tod von Louis XV. Die Möglichkeit, seinen Tod als verborgenes Attentat (quasi mit biologischem Kampfstoff) hinzustellen, liegt nahe. Das funktioniert aber nur, wenn historisch nichts anderes nachweisbar ist. Bei der Recherche zu seinem Tod an den Pocken viel mir eben diese Sache auf. Keine weiteren Opfer und nur Spekulationen wie er sich angesteckt hat. Mit anderen Worten, perfekt für einen Roman.
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Verfasst am: Di Nov 05, 2013 12:44 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Trianon
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BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2013 2:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja haben sich nicht die Mesdames angesteckt? Oder war die Quarantäne für die drei Damen nach dem Tod des Königs nur vorbeugend?

Evtl hat man aber auch einfach nichts überliefert, weil keine "wichtige Persönlichkeit" sonst noch an den Pocken erkrankte? Selbst bei den Habsburgern weiß man doch nur welche Familienmitglieder während einer Epedemie gestorben sind, aber man hört nichts von der Dienerschaft...
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2013 3:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht lag es auch daran, weil Louis XV ja recht häufig außerhalb von Versailles weilte. Vielleicht hat er sich bei Personen angesteckt, die nicht zum engeren Hofstaat gehören, dann aber selber keinen weiteren angesteckt, da man ja lange keinen zu ihm ließ. Aber ich bin kein Mediziner und habe keine Ahnung wie damals die Pocken verteilt waren.
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2013 10:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Mesdames haben sich - imho - nicht mit den Pocken angesteckt, sondern sind rechtzeitig weggebracht worden.

Eine von ihnen - Sophie ? Oder Victorie ? - hat bereits vorher die Pocken gehabt und deshalb hässliche Narben zurückbehalten.

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Trianon
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 06, 2013 11:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Johanna_Gabriela hat Folgendes geschrieben:
Die Mesdames haben sich - imho - nicht mit den Pocken angesteckt, sondern sind rechtzeitig weggebracht worden.

Ich dachte die Mesdames waren die Einzigen die bis zuletzt am Totenbett des Königs für ihn gebetet haben? Genügend Zeit zur Ansteckung wäre da mit Sicherheit gewesen.

Ich lese allerdings gerade dass die Inkubationszeit bei den Pocken rund 12 bis 14 Tage dauert. Da grenzt es ja beinahe an ein Wunder dass es keine Epedemie gab!

EDIT: Ok, gut scheinbar gibt es erst nach Ausbruch der ersten Symptome die Ansteckungsgefahr. Demnach hätte der König also erst ab dem Zeitpunkt zu dem er das hohe Fieber bekam die Leute um ihn herum anstecken können.
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Minelle
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 06, 2013 12:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Wikipedia ist die Ansteckungsgefahr während der ersten zwei Wochen am höchsten, also genau dann, wenn die Symptome durchaus auch mit anderen Krankheiten verwechselt werden können. Erst danach treten die typischen Bläschen auf, die klar machen, dass es sich um die Pocken handelt. Unter den Gesichtspunkten finde ich das noch mehr verwunderlich, dass es sonst niemanden traf. Zumal die Übertragung nicht nur durch Husten und Ähnlichem geschehen konnte, sondern auch durch die Kleidung. Da müsste sich doch sicher der eine oder andere Bedienstete angesteckt haben, der es dann wieder weiter getragen hat. Natürlich war das Personal nicht so wichtig, dass es eine Erwähnung verdiente, aber trotzdem.
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 06, 2013 1:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:
Ich dachte die Mesdames waren die Einzigen die bis zuletzt am Totenbett des Königs für ihn gebetet haben? Genügend Zeit zur Ansteckung wäre da mit Sicherheit gewesen.


@Trianon

Ich bin mir nicht ganz sicher. Eventuell haben die Mesdames deshalb am Bett ihres Vaters bleiben dürfen, weil sie ja bereits die Pocken gehabt haben und daher gegen eine Ansteckungsgefahr immun gewesen sind ?

Was meinst du dazu ?

Dass man die Pocken 2x bekommt, dafür sind die Chancen sehr gering gewesen.
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