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Die Prinzessin von Montpensier (2010)

 
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Mai 10, 2011 3:42 pm    Titel: Die Prinzessin von Montpensier (2010) Antworten mit Zitat

Am 20.10.2011 erscheint die DVD zum neuen Historienfilm Die Prinzessin von Montpensier (F, D, 2010).
Der Film wurde in Deutschland bereits im Juni 2010 auf den Münchner Filmfestspielen gezeigt.
Da bereits der DVD-Erscheinungstermin feststeht, gehe ich mal davon aus, dass der Film nicht ins Kino kommt.

Es handelt sich übrigens um die Verfilmung des Buches "La Princesse de Montpensier" (1662) von Marie-Madeleine de La Fayette (1634-1693), die ebenso die Autorin des berühmteren Werkes "La Princesse de Clèves" (1678) ist und neben Madame de Sévigné auch Henriette Anne d’Angleterre, die Schwägerin des Sonnenkönigs, zur Freundin hatte.

Arrow weitere Infos zum Film
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Di Mai 10, 2011 8:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ui, hört sich gut an. Wenn jemand ihn gesehen hat, wär ich sehr neugierig auf die Meinung Wink
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 02, 2012 10:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir den Film inzwischen angesehen und werde das sicherlich irgendwann nochmal tun.
Er hat mir auf den ersten Blick ganz gut gefallen.

Der Film spielt im 16. Jahrhundert zur Zeit von König Charles IX. - bzw. zur Regentschaft Katharinas von Medici - , inmitten der Religionskriege zwischen Katholiken und Hugenotten.
Katharinas Sohn Henri (später als Henri III. König) spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle im Film.

Dass der Film nicht ins Kino kam, ist vielleicht ganz gut, denn wohl kaum jemand, der sich nicht mit Frankreichs Geschichte beschäftigt hat, wird nachvollziehen können, in welch heikler Zeit der Film spielt. Die Bartholomäusnacht steht unmittelbar bevor.

Zum Film:

Die junge und schöne Marie de Mézières ist dem jüngeren Bruder des Herzogs Henri de Guise versprochen - jedoch liebt sie Henri und der wiederum empfindet ebenso für Marie.
Man kann sich vorstellen, wie das Ganze enden würde... doch es kommt anders.
Maries Vater entscheidet sich plötzlich gegen die versprochene Verbindung mit der Familie de Guise und verheiratet seine Tochter mit Philippe, dem Prinz von Montpensier.
Aus den beiden (offensichtlich) befreundeten jungen Männern Henri de Guise und Philippe de Montpensier werden dadurch erbitterte Feinde.
Marie willigt widerwillig in die Heirat ein und bittet Henri, ihrer Hochzeit nicht im Wege zu stehen.

Zur Hochzeitsnacht muss man nicht viel sagen - diese unangenehme Situation vor Publikum kann sich wohl jeder ausmalen, das Brautpaar tut einem regelrecht leid.
In ihrem neuen Zuhause angekommen, wird Marie von ihrem Ehemann kurz darauf für längere Zeit allein gelassen - er zieht (wie auch Henri de Guise) gemeinsam mit dem Königssohn Henri d'Anjou in den Krieg gegen die Hugenotten.
Marie wird von Monsieur de Chabannes (ein toller Lambert Wilson !), der einst der Lehrmeister ihres Gemahls war, unterrichtet, denn Philippe möchte seine Gemahlin für den Königlichen Hof vorbereitet wissen.

Die junge Prinzessin genießt während der einsamen Zeit auf dem Land die Anwesenheit des weisen Chabannes und nutzt seine Lehrstunden, um ihr Wissen zu erweitern - nicht merkend, dass neben der verlorenen Liebe Henri und dem ihr nachschmachtenden Ehemann Philippe nun auch der alternde Chabannes zärtliche Gefühle für sie hegt.

Zu guter Letzt steigt auch der Prinz Henri d'Anjou in diese Konstellation mit ein: als er auf der Rückkehr aus dem Feldzug gemeinsam mit Henri de Guise das Anwesen der Montpensiers passiert, entdeckt er die schöne Hausherrin.
In de Guise und Marie flammt die unterdrückte Leidenschaft füreinander erneut auf - was Maries Ehemann Philippe sowie M. de Chabannes, aber auch dem zukünftigen König nicht verborgen bleibt.
Währenddessen verfällt Maries Ehemann immer öfter in rasende Eifersucht - ich gebe zu, davon genervt zu sein, habe zwar Verständnis, aber eben nicht für diese Ausbrüche, die einem Kleinkind ähneln, dem man den Lolli wegnimmt.

Als d'Anjou die Prinzessin von Montpensier an den Königshof holt, eskaliert das Ganze.
...


Chabannes ist wohl die eigentliche Hauptfigur und die einzige Konstante in diesem Film. Während die Welt in Religionskriegen unterzugehen scheint und die Protagonisten sich gegenseitig durch ihr Gefühlschaos zerstören, bleibt Chabannes der ruhende Pol, auf den immer Verlass ist.

Die Darstellung der Prinzessin von Montpensier ist ganz ok. Derart schöööön, wie sie immer beschrieben wird, finde ich sie nun nicht wirklich.

Der gehörnte Ehemann Philippe tut einem mal leid, wenn er sich "nur einen Brief, nur ein Lächeln von ihr" wünscht, mal nervt er unendlich mit seinen zornigen Ausbrüchen. Und man hat doch immer das Gefühl, dass er nicht der ernstzunehmende Prinz ist, der er vielleicht sein will. Dafür finde ich seine Darstellung viel zu seicht... seine kriegerischen Szenen kommen daher nicht wirklich authentisch rüber. Für den Krieg wirkt er zu schüchtern. Für die Liebe auch.

Henri d'Anjou, der königliche Prinz und Feldherr gefiel mir ganz gut. Die bei ihm oft dargestellte homosexuelle Art wurde in diesem Film gänzlich ausgelassen. Intrigant ist er, und doch am Ende recht weise, wenn er der von ihm ebenso angebeteten Marie de Montpensier eindringlich rät, sich von de Guise fernzuhalten und ihrem Gatten treu zu bleiben.

Und Gaspard Ulliel als draufgängerischer Henri de Guise ist definitiv mein Lieblingsdarsteller des Films. Ich kann Marie de Montpensier verstehen, warum sie ihn bevorzugt Mr. Green


Auffällig toll sind im Film die landschaftlichen Aufnahmen.
Was die Kostüme angeht, wird der Film im web gelobt... inwiefern das korrekt ist, überlasse ich den Kennern Wink



Edit:
Nun würde ich gern das Buch von Madame de La Fayette lesen, aber ich muss sagen, die doch recht geringe Seitenzahl (80 Seiten) schreckt mich ein wenig ab. Da vermutet man ja, dass der Film ausführlicher als das Buch ist Laughing
Kennt jemand das Buch ?
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 02, 2012 12:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab ihn mir schon teilweise angeschaut und war auch ganz angetan davon, muss mir endlich mal Zeit nehmen und ihn fertig sehen. Smile
Das Buch dazu hab ich nicht gelesen, die Geschichte erinnert mich allerdings sehr sehr stark an Mme de La Fayettes weiteren Roman "Die Prinzessin von Cléves" - auch eine junge Adelige die zwischen zwei Männern steht.
Der hat mir sehr gut gefallen, also wird wohl auch die Montpensier durchaus lesenswert sein Very Happy
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 02, 2012 1:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, dann schau ihn bitte bald fertig Mr. Green
Ich freu mich doch immer, wenn ich nicht die Einzige bin, die einen Film gesehen hat ja

In Sachen Buch werde ich wohl den Kauf wagen - einfach, um einen Vergleich zwischen Buch und Film ziehen zu können.
Hoffentlich hat das Buch eine ganz kleine Schrift, damit die lachhaften 80 Seiten nicht allzuschnell gelesen sind.
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 02, 2012 4:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hab ich das richtig verstanden, 4 Männer sind hinter Marie her?
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Verfasst am: Mo Jul 02, 2012 4:45 pm    Titel: Ähnliche Themen

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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Jul 03, 2012 7:44 am    Titel: Antworten mit Zitat

So kann man es sehen Mr. Green

Henri de Guise ist ihre große Liebe. Im Film wird beschrieben, dass ja eigentlich ER der perfekte Ehemann für sie gewesen wäre. Eine Verbindung mit dem Haus de Guise stand ja schon fast fest. Henri war unverheiratet, also wäre es nahe gelegen, dass ER der Bräutigam wird. Sein Vater bot aber den jüngeren Sohn als Bräutigam an - was man als Außenstehender kaum versteht. Henri und Marie wären beinahe Schwager und Schwägerin geworden. Es kommt letztendlich nicht zu dieser Verbindung, denn der Vater von Philippe de Montpensier "überredet" Maries Vater geradezu, lieber die Bindung mit den Montpensiers einzugehen. Dass die de Guises ihren ältesten Sohn (und Erben) nicht anboten, sei Absicht - man warte offenbar auf eine noch bessere Partie (Verbindung mit dem Königshaus) und wolle Henri nicht für Marie vergeuden, die immerhin auch eine reiche Erbin sei.

Philippe de Montpensier wird zu ihrem Ehemann. Die beiden lernten sich erst am Tag der Bekanntgabe der Hochzeit kennen. Dass Marie nichts für ihren Zukünftigen empfindet, ist verständlich. Man reißt sie und ihren Liebsten ja förmlich auseinander - als Schwager und Schwägerin hätten sie sich zumindest öfter gesehen.
Zu Beginn dachte ich noch, hey Marie, es hätte dich echt schlimmer treffen können. Der ist doch ganz lieb. Ein bissl schüchtern, aber gut, ihm gehts doch ähnlich, er heiratet eine ihm unbekannte Frau.
Ich denke, Philippe ist in seine schöne junge Frau verliebt und hofft darauf, dass auch ihre Gefühle sich irgendwann ändern.
Es gibt einen Moment, bei dem man meint, die beiden finden zueinander, aber dann kommt natürlich Henri wieder ins Spiel.
Philippes Eifersuchtsszenen machen mMn alles kaputt. Seine Gemahlin ist zu Beginn absolut treu und weiß sich zu beherrschen. Doch seine Art treibt sie förmlich wieder in Henris Arme.

Der Comte de Chabannes gesteht der viel jüngeren Marie seine Liebe, doch ist er wohl derjenige, der sich am besten zurückhalten kann.
Chabannes ist sehr weise und hatte erst vor kurzem dem Krieg entsagt. Bei Philippe de Montpensier, seinem ehemaligen Schüler, findet der Desertierte (und damit ja Gejagte) einen sicheren Unterschlupf.
Als Philippe in den Krieg muss, vertraut er Chabannes seine Gemahlin an. Marie ist talentiert und klug, hat aber natürlich noch keine Ahnung, wie sich sich einmal bei Hofe benehmen soll, weiß nichts von der Kunst und der Poesie usw. All das soll Chabannes ihr lehren. Marie ist jedoch wissbegieriger, als alle dachten, lernt schnell und will noch viel mehr wissen - Chabannes erklärt ihr das Universium und lehrt sie sogar das Schreiben.
Die beiden verbringen den ganzen Tag miteinander und werden natürlich sehr vertraut. Marie sieht ihn nicht nur als Lehrer, sondern als Freund an - er hilft ihr auch beim Vergessen von Henri de Guise, da er ihr ins Gewissen redet und ihr klar macht, in welcher Position sie sich befindet bzw. was sie alles aufs Spiel setzt.
Chabannes selbst bemerkt, dass er sich in seine junge Schülerin verliebt hat. Er gesteht ihr seine Liebe. Sie reagiert - gut unterrichtet von ihm - kühl und standesgemäß und weist ihn damit in seine Schranken. Das Ganze verläuft also unschuldig und nachdem dies geklärt ist, scheint sich eher eine Vater-Tochter-Verbindung zu entwickelt - Chabannes nennt Marie später in einem Brief "mein liebes Kind".

Henri d'Anjou reagiert wie ein eifersüchtiger Liebhaber, doch macht er keine offenen Anstalten, Marie für sich zu gewinnen.
Der zukünftige frz. König kommt eher zufällig ins Spiel. Er entdeckt Marie auf der Rückkehr in die Heimat, als er sich mit seinem Gefolge - darunter Henri de Guise - in der Nähe des Montpensier-Anwesens befindet. Marie fasziniert ihn und er fragt sich, warum Montpensier seine schöne Frau dem Hof vorenthält.
Philippe ist natürlich eifersüchtig, weil er Henri de Guise unterstellt, die Reiseroute des Königs absichtlich nach Montpensier geleitet zu haben.
D'Anjou bemerkt natürlich de Guises Blick, als dieser Marie de Montpensier wiedersieht. Zwischen den beiden knistert es, das spürt selbst der Königssohn. Daraufhin klärt d'Anjou erstmal die Verhältnisse ab, doch de Guise meint nur, er empfinde nichts, sei lediglich wie er durch die Schönheit dieser Frau überrascht gewesen. D'Anjou glaubt ihm natürlich nicht, nimmt ihn aber beim Wort.
Zwischen den beiden Henris gibt es eine Rivalität in Sachen Frauen. De Guise hatte (und dies entspricht der wahren Geschichte) um die Hand der Prinzessin Marguerite de Valois angehalten - dies ist wohl auch besagte "bessere Partie". Sie ist d'Anjous Schwester und es gibt ja Hinweise auf geschwisterliche Liebe bei den Valois.
Jedenfalls ist dies wohl der Grund, weshalb d'Anjou nun de Guises Interesse an Marie erkundet - damit dieser ihm wohl nicht wieder in die Quere kommt.

Nachdem d'Anjou die Prinzessin von Montpensier nach Paris holt, eskaliert diese Situation natürlich. Montpensier und de Guise duellieren sich und d'Anjou wird zum Oberlehrer.
Chabannes opfert schlussendlich sein sicheres Leben für seinen Schützling für ein Treffen mit de Guise und verrät damit seinen alten Freund Montpensier.
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BeitragVerfasst am: Di Jul 03, 2012 8:08 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hab mir den Film nun gestern zu Ende angesehen. An sich durchaus gut gemacht, die Geschichte mit der wunderschönen Prinzessin um die sich vier verschiedene Männer streiten find ich jetzt zwar nicht so den Bringer, aber gut in der Zeit in der der Roman geschrieben wurde wars vermutlich anders^^
Von den Figuren her fand ich Guise unglaublich nervig und auch die Prinzessin ist mir im Laufe des Filmes unsympathischer. Man kann zwar ihre Situation verstehen und ist sicher nicht gerade einfach, aber naja der Ehemann war ja im Prinzip in einer ähnlichen Situation bzw in einer noch bedauernswerteren denn immerhin hat er sie geliebt und von ihr großteils nur die kalte Schulter bekommen.

Erstaunt hat mich eigentlich die Darstellung der Königinmutter! Im Normalfall wird sie ja als unsympathisch, wenn nicht sogar als böse beschrieben und gezeigt, hier war sie ja eher die mütterlich, freundliche Ratgeberin. Hat mich angenehm überrascht!

Von der Ausstattung her fand ichs mal toll dass nicht in jeder Szene jede Figur ein neues Kostüm getragen hat, sondern Kleidung immer wieder zu sehen war, was ja auch durchaus realistischer ist. Allerdings hätten sie ruhig ein paar Kostüme der Prinzessin weglassen und dafür den männlichen Hauptdarstellern ein/zwei mehr anfertigen lassen können - die hatten ja großteils immer dasselbe an.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Jul 03, 2012 8:35 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt, die Story an sich ist nicht der große Reißer Mr. Green

Ja ich finde auch, Katharina von Medici war sehr sympathisch.
Ich weiß zwar nicht, was sie bewog, der Prinzessin mütterliche Ratschläge zu geben bzw. warum sie sich für die ihr unbekannte Schönheit überhaupt interessierte, aber gut, vielleicht wurde sie da ja von ihrem Sohn Henri d'Anjou instruiert.

Mir gefielen die kleinen Details, die die Verbindung zur wahren Geschichte brachten - so z.B. die kriegsbedingten Narben in de Guises Gesicht, der in der Realität dadurch den Beinamen "der Narbige" erhielt.


Zum Buch:
"La Princesse de Montpensier" ist ja das Erstlingswerk der Autorin, die damals bewusst anonym als "männlicher Autor" ihre Werke veröffentlichte.
Madame La Fayette lebte ja zu Zeiten des Sonnenkönigs und war Mitglied der Hofgesellschaft. Sie hatte also in die High Society einen guten Einblick und versuchte diese Eindrücke, in ihren Büchern wiederzugeben.
"La Princesse de Montpensier" soll die höfische Gesellschaft und Schwierigkeiten von Zwangsehen und außerehelichen Liebeleien aufzeigen.
Um diese Kritik nicht so offensichtlich auf die aktuelle Zeit zu beziehen, verlagerte die Autorin die Story auf 100 Jahre früher und zudem in eine andere Dynastie, die der Valois.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Di Jul 10, 2012 4:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte damals den Film im Kino sehen, aber in Freiburg lief er nicht. Von den Bildern und dem Trailer her, sah es eher nach einem Kammerspiel aus, also eh nicht unbedingt ein Film, der jetzt Massen ins Kino locken würde. "Henri IV" war ja damals schon, m.E. zu Recht, an den Kassen gefloppt und einen weiteren Film in dem Zeitschnitt ins Kino zu bringen, haben sie sich vielleicht auch nicht getraut, auch wenn die Gründe bei "Henri IV" sicher spezifisch am Film selbst festzumachen waren.

Von den Bildern her, fand ich die Kostüme nicht so besonders. Ich konnte mir bei den Eindrücken, die ich vom Film bekam, nicht so recht einen tollen Film vorstellen. Da dominiert für mich vielleicht auch zu sehr der Vergleich mit "La Reine Margot" (1994) mit einem wirklich überragenden Ensemble und einem teilw. guten Kostümbild und tollen Szenen.

Ich würde es mir aber anschauen, wenn ich mal kostenlos dran komme.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do Aug 15, 2013 10:08 am    Titel: Antworten mit Zitat

Brissotin hat Folgendes geschrieben:
Ich würde es mir aber anschauen, wenn ich mal kostenlos dran komme.

Dann bekommst du bald die Gelegenheit dazu Wink
Der Film läuft am 29.08. spät abends im WDR:

Do, 29.08.2013, 23:25, WDR:
Die Prinzessin von Montpensier

Der Wert dieses Films ist ja aus heutiger Sicht kaum mehr erkennbar - deshalb erscheint die Story so "seicht".
Unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Verhältnisse im 16. Jahrhundert ist die Story des Films hingegen sogar mehr als brisant: eine junge Frau wird standesgemäß verheiratet. Anstatt sich allen engen Regeln zu fügen, lebt sie jedoch ihr eigenes Leben und fordert die für eine damals lebende Frau ungewöhnlichen Freiheiten (lesen, schreiben, lieben usw.) für sich ein - notfalls bis zum eigenen Untergang.

Der Film wäre im Kino gefloppt, eindeutig, denn kaum jemand, der sich nicht mit Geschichte beschäftigt, kapiert, worum es hier eigentlich wirklich geht. Wir heutigen Frauen suhlen uns in unseren "selbstverständlichen" Freiheiten, die vor vielen Jahrhunderten ein No-Go waren.
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Verfasst am: Do Aug 15, 2013 10:08 am    Titel: Ähnliche Themen

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