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Filme - historisch korrekt ?
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Trianon
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Anmeldedatum: 04.03.2008
Beiträge: 5816
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 3:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So schön es auch wäre einen komplett historisch korrekten Film ohne irgendwelche Abstriche oder sonstiges zu sehen, das Problem ist dass man so etwas gar nicht so leicht umsetzen kann. Die Produzenten müssen immer auch an das Publikum denken, denn immerhin will man ja damit Geld verdienen.
Dass man sich daher gewisse künstlerische Freiheiten nehmen kann/muss finde ich nicht soo schlimm, solang die Fehler nicht komplett überwiegen und aus dem historischen Film eine "Katastrophe" wird.

Nehmen wir zB The young Victoria her, der ja erst vor kurzem im Kino war. An sich ist der Film sehr gut gemacht und historisch größenteils korrekt. Fehler wie zB dass Albert beim Attentat verletzt wird sind aber nicht gemacht worden weil mans nicht besser weiß oder nicht gut genug recherchiert hat.
Das war künstlerische Freiheit um die Liebesgeschichte "dramatischer" zu machen bzw in den Vordergrund zu stellen. Das hat man aber sicher nicht gemacht weils den Produzenten so gut gefällt, sondern weil das breite Publikum Liebesgeschichten und Dramatik nun mal gern hat.

Man orientiert sich also an den Vorlieben der breiten Masse damit das Projekt auch erfolgreich wird und das find ich nicht wirklich weiter schlimm (solang sich diese Freiheiten natürlich in einem gewissen Rahmen halten).
Teilweise wäre es auch nahe zu unmöglich die komplett korrekte Historie in einem normalen Spielfilm zu packen, auch wenn man das vielleicht möchte. Daher müssen eben Teile weggelassen oder etwas umgeschrieben werden, was zwar schade ist, aber das breite Publikum sitzt sicher nicht gern bei einem 5 Stunden Film - da kommt mit der Zeit Langeweile auf.
Sie müssen sich nun mal, wie gesagt, an den Massen orientieren, immerhin verdienen sie damit ihr Geld Filme zu produzieren und das kostet ja auch wahnsinnig viel Geld. Ich finds daher, wie ebenfalls bereits gesagt, nicht so schlimm wenn sich die künstlerischen Freiheiten in einem gewissen Rahmen halten.

Die Sache mit den Kostümen ist mir auch teilweise ein Dorn im Auge, aber auch hier spielen sicher die Kosten eine große Rolle (und natürlich auch teilweise schlechte Recherchen). Wenn man kein riesiges Budget zur Verfügung hat, muss man auch hier leider Abstriche machen. Solang die Schauspieler und die Handlung jedoch gut ist, kann ich das noch verzeihen. Mir scheint es aber mittlerweile so, dass das eher ein "Problem" der Vergangenheit war - Marie Antoinette, Die Herzogin, The young Victoria - alle hatten fantastische Kostüme und haben dafür jeweils den Oscar bekommen.
Mir kommt es so vor als würde man sich nun mehr Mühe damit geben keine "Faschingskostüme" mehr zu verwenden Wink

Im Großen und Ganzen finde ich, dass man Filme nicht komplett auseinander nehmen sollte und jedes kleine Teil analysieren sollte, sondern es eben als Ganzes sehen (was ja auch so gedacht wäre). Denn wo würde sonst das Vergnügen bleiben? Und sollen das diese Filme nicht vor allem? Unterhalten?
Wenn ich jedoch Geschichte haben und etwas erfahren will, dann nehm ich mir eine Biografie zur Hand Wink
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"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 3:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:


Es scheint keinen einzigen Film zu geben, der den Anspruch der reinen historischen Korrektheit erfüllt.




Das genau war meine Rede, woraufhin Finn Einspruch erhoben hat.
Aber es wäre in der Tat müßig darüber fortzufahren. Ich halte es für besser den Begriff "historisch korrekt" lieber nicht mehr zu benutzen, da dieses Prädikat irgendwie einen Absolutheitsanspruch in sich trägt, dem die meisten von Produzenten und Regisseuren insszenierten Spielfilme beim genaueren Hinschauen gar nicht gerecht werden können oder wollen. Ich würde stattdessen lieber Wörter und Begriffe wie "Vorbildgetreu" oder "um Authentizität bemüht" verwenden. Das wäre angemessener.
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Baron de Courcy
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Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 3:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:

Mir kommt es so vor als würde man sich nun mehr Mühe damit geben keine "Faschingskostüme" mehr zu verwenden Wink



Also besonders die seit Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhundert in Großbritannien produzierte Kostümfilme zeichnen sich durch ein hohes Maß an Detailtreue aus. Das liegt aber auch daran, das die Engländer wesentlich mehr an Geschichte und alten Kostümen interessiert sind als die anderen Europäer. Gute Fachbücher über historische Kostümschnitte sind denn auch fast ausschließlich "Printed In Britain"!
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Antoinette
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Wohnort: el culo del mundo

BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 3:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Inzwischen erwart ich nicht mal mehr einen historisch korrekten Film zu finden. Bin nur froh, wenn die Filme nicht völlig katastrophal sind ^^ So weit ist es schon gekommen Wink
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saludos cariñosos
Antoinette
Marie Antoinette~historical comics~Kät-Toons~das Kahnerium~Lady Tudor - der Renaissance-Blog
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Finn
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 4:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe auch nicht ganz, was an meiner Argumentation so unlogisch sein soll. MariaAntonia hat das, was ich sagen wollte, nochmal gut zusammengefasst. Ich habe Einspruch erhoben, da ich finde, dass man nicht pauschal sagen kann, es gebe keine "historisch korrekten" Filme, da es durchaus Filme gibt, die sich, was die Handlung betrifft, durchaus gut an die historische Wahrheit halten. Nur weil ein paar Abstriche an den Kostümen gemacht werden müssen oder aus Zeitgründen etwas weggelassen wird, macht das einen Film noch nicht zu "historischem Müll". Ich wollte nur sagen, dass man da differenzieren muss. Sorry, wenn das jetzt noch immer unverständlich ist, aber besser kann ich es nicht erklären.
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Zuletzt bearbeitet von Finn am Mo Dez 06, 2010 4:28 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 4:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde natürlich auch weiterhin die Bezeichnung "historisch korrekt" verwenden. Die meisten wissen, was gemeint ist Mr. Green
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| Marie Antoinette | Château de Versailles | La Parisienne | Frankreichs Bourbonen |
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 5:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde z.B. L'Autrichienne sehr korrekt, auch wenn die Kostüme eher schrottig sind. Aber das ganze drum und dran ist wirklich sehr genau recherchiert und teilweise minutiös und mit sehr viel Sorgfalt nachgestellt. Daher würde ich den Film auf jeden Fall als historisch korrekt bezeichnen.

Aber klar, wenn man "historisch korrekt" mit 100% eins zu eins original in Bild, Ton und Geruch übersetzt, dann kann es per definitionem keinen historisch korrekten Film geben. Wink Dann hätten wir aber vermutlich auch keine Filme, denn es dürfte dann auch keine Ausleuchtung geben, die uns das filmische Sehen überhaupt erst ermöglicht. Denkt an das Experiment mit der Gala-Beleuchtung in Sanssouci, wo größtenteils nur 5 Lux im voll beleuchteten Festsaal gemessen wurden.

Lolo
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Di Dez 07, 2010 12:32 am    Titel: Antworten mit Zitat

Lolo hat Folgendes geschrieben:

Aber klar, wenn man "historisch korrekt" mit 100% eins zu eins original in Bild, Ton und Geruch übersetzt, dann kann es per definitionem keinen historisch korrekten Film geben.
Lolo



Zumindest keinen historisch korrekten Spielfilm, ganz egal ob seine Handlung in der Hitlerzeit oder im alten Ägypten angesiedelt ist. Film ist Kunst und daher immer nur eine insszenierte Abstraktion der Wirklichkeit, nichts weiter als eine visuelle Illusion von der wir uns berauschen, blenden und leider oftmals genug auch in die Irre führen lassen. Wink
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Forenking






Verfasst am: Di Dez 07, 2010 12:32 am    Titel: Ähnliche Themen

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Finn
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BeitragVerfasst am: Di Dez 07, 2010 1:00 am    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, nicht nur. Es gibt auch Filme, die die Wirklichkeit nicht abstrakt, sondern durchaus konkret wiedergeben. Filme werden nicht ausschließlich zu künsterlischen Zwecken produziert, sondern es gibt auch welche, die Informieren sollen.
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Di Dez 07, 2010 9:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Finn hat Folgendes geschrieben:
Nein, nicht nur. Es gibt auch Filme, die die Wirklichkeit nicht abstrakt, sondern durchaus konkret wiedergeben. Filme werden nicht ausschließlich zu künsterlischen Zwecken produziert, sondern es gibt auch welche, die Informieren sollen.



Siehe Nachrichtenprogramme und Dokumentarfilme.
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Finn
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BeitragVerfasst am: Di Dez 07, 2010 6:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zum einen sind Nachrichtenprogramme keine Filme und zum anderen gehören Spielfilme sehr wohl auch dazu.
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Cerise
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BeitragVerfasst am: Di Dez 07, 2010 8:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Spielfilme werden nie 100% "historisch korrekt" sein, da entweder die Handlung nicht der Historie entspricht oder aber die Kostüme sind nicht die Richtigen.
Das soll aber nicht heißen, dass sie nicht doch "historisch korrekt" sein können! In irgendeiner Hinsicht sind sie es dann doch, aber nur nicht zu 100% ^^

Wie Trianon schon gesagt hat: Die Produzenten müssen schließlich nach dem Publikum gehen und hierbei könnte eine völlig "historisch korrekte" Handlung die bis ins kleinste Detail recherchiert ist für das Publikum am Ende langweilig sein. Dementsprechend werden die Handlungen, Kostüme, etc. abgewandelt, hervorgehoben, usw. um es sehenswerter und spannender zu machen.

Also für mich gibt es in Filmen immer wieder etwas "korrektes" zu finden, egal ob es die Handlung ist oder die Kostüme sind, solange nicht alles völlig am Thema vorbeigeht ^^

Und um auf Dokumentationen zurückzukommen: Leider habe ich schon etliche gesehen, die auch nicht 100% "historisch korrekt" waren, eben mangels Recherche oder Geldes.
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Finn
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BeitragVerfasst am: Di Dez 07, 2010 8:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wie gesagt, finde ich, dass es vor allem auf die Handlung ankommt. Wenn sich diese an historische Tatsachen hält, ist er für mich historisch korrekt. Ganz gleich, ob nun Abstriche an Kostümen oder was auch immer gemacht werden müssen. Aber es stimmt schon, dass sich in vielen Fällen eher ans Publikum gerichtet wird, aber halt nicht immer. Wink
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 08, 2010 1:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Cerise hat Folgendes geschrieben:


Das soll aber nicht heißen, dass sie nicht doch "historisch korrekt" sein können! In irgendeiner Hinsicht sind sie es dann doch, aber nur nicht zu 100% ^^




Ja gut, es gibt da schon etwa ein Dutzend Spielfilme, die ein sehr hohes historisches Niveau haben und in denen Handlung und Kostüme und so gar die Schauspieler den historischen Vorbildern gefährlich nahe kommen. Ärgerlicherweise werden diese Filme in Deutschland nur äußerst selten, bzw. überhaupt nicht gezeigt.
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 08, 2010 9:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hast du Beispiele zur Hand?
Vielleicht haben wir die Filme ja schonmal gesehen? Cool
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"Ein Hofstaat ist eine Versammlung edler und vornehmer Bettler"

Talleyrand über den Hof Versailles
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Verfasst am: Mi Dez 08, 2010 9:01 pm    Titel: Ähnliche Themen

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