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Filme - historisch korrekt ?
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: So Dez 05, 2010 2:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:


Stimmt das ?
Das wäre wohl ein Einzelfall, denn meist ist es umgekehrt Laughing


Den Begriff "historisch korrekt" sollte man bei Spielfilmen und TV-Produktionen nach Möglichkeit überhaupt nicht gebrauchen, ich zb. habe auf dem Dachboden noch ein altes Videokasettenarchiv mit etwa 1500 bis 2000 Historien- und Kostümfilmen streng eingeordnet und katalogisiert nach Epochen. 98 - 99 % dieser Filme sind reine pseudohistorische Fantasiestücke und in etwa so "historisch korrekt" oder "authentisch" wie die "Herr der Ringe" Filmchen! Mr. Green Mr. Green Mr. Green

"Historisch korrekte" Historienfilme sind eigentlich nur jene Dokumentarfilme, die direkt an Ort und Stelle von Reportern oder Kameraleuten aufgenommen wurden und auch da wurde und wird auf Kosten der historischen Warheit oftmals umgeändert und manipuliert.
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Lolo
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BeitragVerfasst am: So Dez 05, 2010 3:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Baron de Courcy hat Folgendes geschrieben:
ein altes Videokasettenarchiv mit etwa 1500 bis 2000 Historien- und Kostümfilmen


Sicher, dass das keine Übertreibung ist? Dass es so viele Filme natürlich gibt, bezweifle ich nicht. Hast du ein paar Empfehlungen von wirklich guten Filmen, die keiner kennt oder die eher unbekannt sind?

Lolo
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prince d'amour
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Anmeldedatum: 29.12.2009
Beiträge: 676

BeitragVerfasst am: So Dez 05, 2010 5:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das wäre interessant. Trotzdem ist es eine utopische Zahl an Filmen in diesem Genre.
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"Ein Hofstaat ist eine Versammlung edler und vornehmer Bettler"

Talleyrand über den Hof Versailles
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Finn
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BeitragVerfasst am: So Dez 05, 2010 6:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Baron de Courcy hat Folgendes geschrieben:
Den Begriff "historisch korrekt" sollte man bei Spielfilmen und TV-Produktionen nach Möglichkeit überhaupt nicht gebrauchen,


Das finde ich aber nur teilweise. Es gibt durchaus Filme, die sich sehr gut an der historischen Wahrheit halten, sich allerdings aus dramaturgischen Gründen ein paar Freiheiten erlauben. Uns geschichtsversierten fällt das natürlich sofort auf und wir bemängeln das. Es gibt natürlich auch Produktionen, die furchtbar schlecht sind, aber künsterische Freiheiten sind meistens unvermeidlich. Veralgemeinert zu sagen, dass Filme/TV Produktionen grundsätzlich nicht historisch korrekt sind, empfinde ich als nicht richtig.
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: So Dez 05, 2010 11:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:
Das wäre interessant. Trotzdem ist es eine utopische Zahl an Filmen in diesem Genre.


Nein ist sie nicht! Wenn man die weltweite Filmproduktion und eine Zeitspanne von mittlerweile 115 Jahren Filmgeschichte berücksichtigt, dann kann man davon ausgehen, das mindestens 4000 bis 5000 Filme existieren, welche vor einem historischen Hintergrund spielen. Allein schon die fleißigen Italiener haben zwischen 1957 und 1965 so um die 400 billig produzierte Historienfilmchen für den internationalen Markt heruntergekurbelt. Die meisten von ihnen spielten in der griechisch-römischen Antike, und der Volksmund nannte sie etwas abfällig "Sandalenfilm".
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 12:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Finn hat Folgendes geschrieben:


Veralgemeinert zu sagen, dass Filme/TV Produktionen grundsätzlich nicht historisch korrekt sind, empfinde ich als nicht richtig.


Dann nenne mir doch bitte mal die Titel einiger Spielfilme mit historischem Hintergrund von denen du persönlich annimmst das sie "historisch korrekt" in Szene gesetzt wurden.
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Finn
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 12:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Um mal ein paar Beispiele zu nennen:

- Die Romanows: Eine Gekrönte Familie

- Sophie Scholl: Die letzen Tage

- Der Untergang

- Schindlers Liste

- Au revoir, les enfants (basiert auf Kindheitserinnerungen)

Und um zum Thema Marie Antoinette, bin ich der Ansicht, dass die Verfilmung von 1938 mit Norma Shearer in der Hauptrolle die historischen Ereignisse gut widerspiegelt.

Angemerkt sei, dass es in allen genannten Filmen natürlich auch künsterlische Freiheiten und evtl. Zeitraffungen gibt.
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 1:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Finn hat Folgendes geschrieben:


Angemerkt sei, dass es in allen genannten Filmen natürlich auch künsterlische Freiheiten und evtl. Zeitraffungen gibt.


Eben! "Künstlerische Freiheiten" und ganz genau darum sind alle diese Filme nicht historisch korrekt oder können es nicht sein, selbt wenn sie es wollten und am allerwenigsten der von dir angeführte Marie Antoinette Film. Laughing
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Forenking






Verfasst am: Mo Dez 06, 2010 1:15 am    Titel: Ähnliche Themen

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Finn
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 1:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das Lachen kannst du dir verkneifen, nicht gerade höflich würde ich mal sagen.

Natürlich sind künsterlische Freiheiten historisch unkorrekt. Es kommt darauf an, wie groß die Anzahl dieser Freiheiten sind. Wenn es sich um eine geringe Anzahl handelt, kann man den Film als historisch gut wiedergegeben anerkennen. 100 % ohne Freiheiten wäre wohl kaum umsetzbar. Das ganze hängt natürlich auch vom persönlichen Geschmack ab und ist Ansichtssache.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 7:59 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte euch bitte, diese Diskussion freundlicher zu führen.
Spitzen sind dabei unerwünscht und allzu sensibel muss man auch nicht reagieren, denn am Ende wird wieder jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.

Ich spalte das Thema mal von "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" ab, denn es rutschte doch allzu sehr ins Offtopic.
Wenn euch ein besserer Thread-Titel, als "Filme - historisch korrekt ?" einfällt, nur her mit den Tipps Mr. Green , ich war ein wenig unkreativ.


Was die historische Korrektheit angeht, glaube ich, darf man den Anspruch nicht wirklich derart hoch ansetzen. Denn wenn man so anfängt, dann ist wohl nur die reale Vorlage "historisch korrekt" Wink

"Marie Antoinette" (1938) ist meiner Meinung nach aus der Sicht des Jahres 1938 durchaus historisch gut angesetzt. Damals herrschte nunmal genau diese Ansicht über Marie Antoinette.
Nur weil der Film aus heutiger Sicht nicht mehr stimmt, heißt das nicht, dass er nicht historisch korrekt recherchiert wurde - in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.
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Finn
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 9:50 am    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Gott nein, ich wollte nicht übersensibel reagieren. Wink Ich habe nur etwas verärgert reagiert, weil ich den Ton und die Formulierung von Baron de Courcy als etwas überheblich und herablassend empfand. Es mag sein, dass das nicht so beabsichtigt war, ist halt nur so angekommen.

Zum Thema:
Den Titel finde ich gut, kurz und pregnant. Wink

Ich denke auch, dass man das mit der historischen Korrektheit nicht ganz so streng sehen sollte, auch wenn das uns geschichtsversierten schwer fällt. Zugegeben, ich neige aber auch häufig dazu, an Filmen rumzunörgeln. Laughing Grobe Schnitzer sind natürlich unverzeihlich. Rolling Eyes
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 10:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Nur weil der Film aus heutiger Sicht nicht mehr stimmt, heißt das nicht, dass er nicht historisch korrekt recherchiert wurde - in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.


Obwohl dieser Film mit einer Distanz von nur etwa 150 Jahren der Epoche der historischen Marie Antoinette am nächsten kommt, so ist er doch was die dort gezeigten Kostüme betrifft am weitesten von ihr entfernt. Aber die Kostümbildner der damaligen Zeit erhielten von den Studiobossen die strenge Auflage, historische Kostüme so weit wie möglich dem Modegeschmack der Zeit anzupassen. Die Kostüme jedenfalls sind pseudohistorische Neuschöpfungen, die in Konstruktion und Schnitt nicht mit den Kostümen der Epoche übereinstimmen, welche sie eigentlich darstellen sollen und daher sind sie nicht historisch korrekt und somit ist auch der ganze Film nicht historisch korrekt, selbst wenn die Handlung historisch korrekt wiedergegeben sein sollte.
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Finn
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 10:45 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es kommt halt darauf an, worauf man den Schwerpunkt legt. Wenn einem wichtig ist, dass die Handlung historisch korrekt ist, kann man über inkorrektheiten in Sachen Kostümen hinwegsehen. Das ist halt Auslegungssache. Ist ja nicht gerade so, als ob die Kostüme im Film nun gar nicht zur Epoche passen. Bei jedem Film muss man halt Abstriche machen. Im Coppolla-Film werden in einer Einstellung kurz Chucks gezeigt. Das ist natürlich historisch nicht richtig, aber es soll halt ein Easter Egg sein. Geschmackssache.
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Baron de Courcy
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 1:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Finn hat Folgendes geschrieben:
Es kommt halt darauf an, worauf man den Schwerpunkt legt. Wenn einem wichtig ist, dass die Handlung historisch korrekt ist, kann man über inkorrektheiten in Sachen Kostümen hinwegsehen. Das ist halt Auslegungssache. Ist ja nicht gerade so, als ob die Kostüme im Film nun gar nicht zur Epoche passen. Bei jedem Film muss man halt Abstriche machen. Im Coppolla-Film werden in einer Einstellung kurz Chucks gezeigt. Das ist natürlich historisch nicht richtig, aber es soll halt ein Easter Egg sein. Geschmackssache.


Offengestanden kann ich deiner Argumentationsweise nicht ganz folgen, denn irgendwie erscheint sie mir im höchsten Maße unlogisch. Question
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 06, 2010 2:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann Finns Argumentation durchaus folgen.
Wie ich bereits sagte, wenn man jedes Kostümchen, jedes Haarteil, jeden Schmuck, jeden Satz, jede geschichtliche Einzelheit eins-zu-eins von der Realität zum Film umgesetzt bekommen möchte, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man feststellen muss, dass kein einziger existenter Film "historisch korrekt" ist.

Lässt man hingegen ein wenig Spielraum zu, sieht die Sachlage schon ganz anders aus.
Dann kann es passieren, dass Kostüme und Kulissen 1A historisch sind, aber in der Handlung ein wenig geschummelt wird.
Rein historisches Material lässt sich heutzutage wohl kaum vermarkten - daher sind filmerische Freiheiten notwendig und in gewissem Maße auch akzeptabel, ohne dass der Film gleich "historischer Müll" ist.

Du verlangst offenbar, dass ein Film kein bisschen an der Historie vorbeigeht. Deshalb kommt es hier auch zu diesen Missverständnissen.
Was daran aber "unlogisch" ist, das bestehende Filmmaterial als durchaus historisch zu verteidigen, verstehe ich nun nicht.

Es scheint keinen einzigen Film zu geben, der den Anspruch der reinen historischen Korrektheit erfüllt.
Also sollte man vielleicht ein wenig toleranter in der Kategorie "annähernd historische Korrektheit" sein.
Und, nett wäre es auch, wenn dann das Wort "historisch korrekter Film" nicht gleich auf die Goldwaage gelegt wird.
Da es nunmal die tatsächliche historische Korrektheit nicht zu geben scheint, braucht man es nicht aufzubauschen, wenn Filme, die als historisch korrekt empfunden werden, nicht ganz diesem Anspruch genügen.

Es wäre daher schön, wenn diese Diskussion nicht weiter in Wortspalterei ausartet.
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