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Anne d'Autriche (1601-1666)

 
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MariaAntonia
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Anmeldedatum: 03.03.2008
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 1:01 pm    Titel: Anne d'Autriche (1601-1666) Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:

Um auf das Thema Anna und keine Affäre zu kommen, Buckingham...
Ich kann mich nicht erinnern auf welchen Schloss es passierte aber es war wohl so das der König gerade im Krieg war oder gerade aufbrechen wollte und der Hof nicht in Paris sondern in auf einem anderen Schloss weilte. Dort soll es sich zugetragen haben das Anna kreischend und mit zerschlissener Kleidung aus dem Garten gerannt kam und jemand wollte Buckingham gesehen haben?
Weiß jemand mehr über diesen Vorfall?


Trianon hat Folgendes geschrieben:

Also ich seh da nicht unbedingt etwas Sexuelles - wer kommt denn nach einem Liebesspiel mit zerschlissener Kleidung und kreischend zurück? Da will man ja so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich lenken. Klar Gerede gibts bei so etwas immer, aber das klingt mM nach ein wenig merkwürdig.



Ich verschiebe die Frage nach einer Liaison zwischen Anne und dem Herzog mal in einen eigenen Thread.
Mich beschäftigt das auch und im Bourbonen-Forum hatten wir eine schöne Diskussion dazu.
Ich zitiere einfach mal, dann lässt sich das besser lesen, als via Link.
Vielleicht hilft es ja ein wenig bei der Aufklärung:

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

Die Geschichte um die 3 Musketiere umfasst ja bekanntlich auch die Rettung der Ehre der Königin Anna, die vom "bösen" Kardinal Richelieu einer Liäson mit dem Herzog von Buckingham bezichtigt wurde.

Der Herzog von Buckingham, um den es in der fiktiven Geschichte um die 3 Musketiere auch geht, war George Villiers, Herzog von Buckingham (1592-1628).
Es gab ihn also wirklich. Er war ein englischer Staatsmann und Unterstützer der Hugenotten.

Mich würde interessieren, ob er überhaupt mit Königin Anna in Verbindung stand oder ob hier schon die Fiktion begann ?

Im Musical, das ich gestern sah, hieß es, Anna hatte in Jugendjahren am spanischen Hof eine Liäson mit dem Herzog.
Mal abgesehen, dass ich auch hier davon ausgehe, dass dies erfunden ist, wäre dergleichen doch höchst merkwürdig, zumal England und Spanien verfeindet waren...

Inwiefern ist die Geschichte also erfunden ?
Meist gibt es ja doch Verbindungen zur Realität, die dann in Romanen und Filmen gern abgewandelt und ausgeschmückt werden.


Midnight_Lila hat Folgendes geschrieben:

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Mich würde interessieren, ob er überhaupt mit Königin Anna in Verbindung stand oder ob hier schon die Fiktion begann ?

Ja, George von Buckingham stand mit Anna in Verbindung.

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Im Musical, das ich gestern sah, hieß es, Anna hatte in Jugendjahren am spanischen Hof eine Liäson mit dem Herzog.
Mal abgesehen, dass ich auch hier davon ausgehe, dass dies erfunden ist, wäre dergleichen doch höchst merkwürdig, zumal England und Spanien verfeindet waren...

richtig, das ist erfunden. Anna kannte den herzog von Buckingham noch gar nicht, als sie am Spanischen Hof aufwuchs. Sie wurde streng katholisch erzogen und hätte als junges Mädchen niemals auch nur ansatzweise gewagt, etwas mit einem Mann anzufangen

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Inwiefern ist die Geschichte also erfunden ?
Meist gibt es ja doch Verbindungen zur Realität

Anna lernte George von buckingham am Französischen Hof kennen, den beiden wurde eine Affäre nachgesagt, ebenso, wie sie angeblich eine Affäre mit Henri von Montgomery gehabt haben soll. Das alles half Annas ansehen am französischen Hof nicht besonders und das Netz aus Intrigen verstrickte sich immer weiter, ihr wurde ja sogar ein Mordanschlag auf den König vorgeworfen.

Liebe Grüße
Lila

P.S. Im Buch Habsburgs verkaufte Töchter von Thea Leitner habe ich eine besonders schöne Textstelle gefunden, die mir unwahrscheinlich gut gefällt: Eine Habsburgerin, Anna Maria Mauricia also, stand am Beginn des "großen Jahrhunderts" vor Sonnenaufgang des Sonnenkönigs, eine andere, Marie Antoinette, an dessen Ende.


MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

Ich lese ja derzeit das Buch "Königinnen und Mätressen" von Benedetta Craveri und bin derzeit mitten im Kapitel um Anna von Österreich.

Sie ist ja neben Marie Antoinette die mir liebste Königin Frankreichs - einfach, weil sie ebenfalls im Angesicht größter Gefahr zu wahrer Größe umwandelte und mutig allem die Stirn bot.

Im Buch wird auch die "Affäre" um Anna und dem Herzog von Buckingham thematisiert.
Ich dachte ja immer -- weil man nirgends Infos fand -- , dies sei alles nur Fiktion... doch weitgefehlt, es gibt wahre Geschehnisse, die Dumas jedoch noch weiter ausschmückte.

Fakt ist, dass sich Anna und der Herzog kennenlernten, als sich dieser für ein paar Tage in Frankreich aufhielt, um die zukünftige Braut des englischen Königs Karl I. -- Henrietta Maria von Frankreich, die Schwester Louis' XIII. -- nach England zu geleiten.
Anna galt damals als Schönste der Schönen und Buckingham schien es sich zum Ziel gemacht zu haben, Anna zu erobern.
Dabei dachte er leider nicht an den Ruf der geliebten Königin...

Jedenfalls verschaffte ihm der Zufall eine günstige Möglichkeit, Anna allein anzutreffen, als ihre Begleiter für wenige Sekunden unachtsam waren.
Anna, die sich ihrer prekären Situation bewusst war, stieß einen Schrei aus, um Hilfe herbei zu holen und tadelte anschließend ihre Bewacher.

Man darf sich diese Situation nicht intim vorstellen oder so, nein, allein die Tatsache, dass die Königin von Frankreich für Sekunden mit Buckingham allein war, gefährdete den Ruf der Königin immens...

Später schlich sich Buckingham noch in Annas Gemächer und küsste ihren Bettbezug wie verrückt.
Da war Anna aber nicht allein, sondern eine Hofdame zugegen, die den Herzog hinauszitierte.

Du meine Güte, dachte ich beim Lesen, der Herzog war sich wohl wirklich für nichts zu schade und setzte dabei wirklich alles aufs Spiel -- Anna musste anschließend mit allen Strafen rechnen... Louis XIII., der sie mittlerweile zwar hasste, aber viel zu fromm war, als dass er eine Ehe auflöste, machte Anna nach diesen Vorwürfen zu einer Art von Gefangenen, der er alle möglichen Regeln auferlegte, damit sie sich benimmt, wie es einer Königin geziemt.

Arme Anna...


Princesse hat Folgendes geschrieben:

Ja ich glaube, Buckingham kann man getrost als Abenteurer auf allen Gebieten bezeichnen, gerade, dass er mit Anne d´Autriche eine Beziehung führte obwohl er für den Krieg gegen das Haus Habsburg/Spanien eingetreten ist...

Aber auch auf militärischem Gebiet, wo er im Kampf für die Sache der Hugenotten so einige Niederlagen verkraften musste, die ihm schließlich zum Verhängnis wurden: Bei der Planung eines neuen Krieges wurde er von einem in einem seiner Abenteuer verwundeten Offizier erdolcht...


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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Mai 15, 2012 7:40 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es heißt ja immer, dass König Louis XIII und Königin Anne in einer gewittrigen Nacht endlich gemeinsam das Bett teilten und den langersehnten Thronfolger zeugten.
Das hört sich an sich ja schon wie eine Legende an, bei der nur die Hälfte der Wahrheit entspricht.

Beim engl. wiki erfährt man zudem, dass Anne bereits vor Louis XIV mehrfach schwanger war, jedoch entweder Fehlgeburten oder Totgeburten erlitt:

    Dezember 1619:
    Fehlgeburt

    14 March 1622:
    Geburt eines Kindes, das jedoch nur wenige Momente lebte

    1626:
    Fehlgeburt

    April 1631:
    Fehlgeburt

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Trianon
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BeitragVerfasst am: Di Mai 15, 2012 8:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich mich richtig entsinne wurde eine der Fehlgeburten durch Unachtsamkeit von Anne und ihren Damen ausgelöst. Diese sollen während der Schwangerschaft im kindlichen Spiel durch einen Saal gerutscht sein, wobei Anne hinfiel und das Kind verlor.
Darauf hin soll der König sich von Anne abgewandt haben und die Damen wurden entlassen - daher womöglich auch der lange Zeitraum bis dann schließlich der Thronfolger in der Wiege lag. Wäre zumindest am logischten wenn das bei der letzten Fehlgeburt also 1631 passiert ist...
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Di Mai 15, 2012 12:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich mich richtig entsinne wurde eine der Fehlgeburten durch Unachtsamkeit von Anne und ihren Damen ausgelöst. Diese sollen während der Schwangerschaft im kindlichen Spiel durch einen Saal gerutscht sein, wobei Anne hinfiel und das Kind verlor.
Darauf hin soll der König sich von Anne abgewandt haben und die Damen wurden entlassen - daher womöglich auch der lange Zeitraum bis dann schließlich der Thronfolger in der Wiege lag. Wäre zumindest am logischten wenn das bei der letzten Fehlgeburt also 1631 passiert ist...


Ja, das ist so überliefert. Soweit ich mich jetzt entsinne wirklich für die Fehlgeburt von 1631.

"Marie de Rohan-Montbazon Duchesse de Chevreuse" erhielt über Louis XIII. (der sie anfänglich sehr schätzte) eine Stellung als Hofdame in Annes Hofstaat. Anne unternahm sehr viel mit der lebensfreudigen und ungezügelten Marie de Rohan-Montbazon zusammen (Bälle besuchen, heimlich durch Paris tigern, beschriebenen Unfug am Hof treiben etc). Was den Unfall und die erneute Fehlgeburt natürlich in den Augen des Hofes begünstigt hatte und sich Louis XIII. verärgert von seiner Frau abwenden lies. Danach wurden Anne und Marie auf Abstand gehalten und Marie de Rohan vom Hof verbannt. Womit Anne zwar nicht einverstanden war, sich aber fügen musste. Sie unterhielten geheimen Briefkontakt. Nach dem Tod von Louis XIII holte Anne sie dann fest an den Louvre zurück bis der Regentin ihre Machenschaften selbst ein Dorn im Auge waren und die Chevreuse von Anne verbannt wurde.
Weshalb sie für Anne ja eh eher grundsätzlich zum intriganten Verhängnis wurde, da war der unbedachte Unfall und die folgende Fehlgeburt ja sozusagen fast ein böses Vorzeichen.

ooops, jetzt habe ich aber ausgeholt unbeabsichtigterweise...
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Do Mai 17, 2012 5:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Habe das Buch von Benedetta Craveri auch - und gelesen. Interessant, was da alles drinnen steht: Dass die Mätressen vorwiegend um "ihrer selbst" willen geliebt worden sind und die Ehefrauen nur der Staatsräson wegen, wenn überhaupt.

Arme Anna - wobei die Bezeichnung "von Österreich" imho nicht ganz korrekt ist. Anna ist in Spanien aufgewachsen und hat später nach Frankreich geheiratet. Daher wäre imho die Bezeichnung "Anna von Spanien" besser.

Anna ist mit ihrer Schwiegermutter direkt verwandt gewesen: Leibliche Cousinen - Anna somit die Tante (2. Grades) ihres Ehemannes Ludwigs XIII. und Großtante ihrer Söhne Ludwigs XIV. und Philipp, Herzog von Orleans.

Quelle: Thea Leitner, Schicksale im Hause Habsburg (Habsburgs verkaufte Töchter, Habsburgs vergessene Kinder), München 2004, Seite 139/Seite 140.
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Verfasst am: Do Mai 17, 2012 5:08 pm    Titel: Ähnliche Themen

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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 18, 2012 12:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Trianon hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich mich richtig entsinne wurde eine der Fehlgeburten durch Unachtsamkeit von Anne und ihren Damen ausgelöst. Diese sollen während der Schwangerschaft im kindlichen Spiel durch einen Saal gerutscht sein, wobei Anne hinfiel und das Kind verlor.
Darauf hin soll der König sich von Anne abgewandt haben und die Damen wurden entlassen - daher womöglich auch der lange Zeitraum bis dann schließlich der Thronfolger in der Wiege lag. Wäre zumindest am logischten wenn das bei der letzten Fehlgeburt also 1631 passiert ist...

Ja, das klingt logisch. Dieses leichtsinnige Verhalten der Königin sorgte für eine Eiszeit zwischen ihr und dem König - für offensichtlich 7 Jahre.
Und diese gemeinsame Nacht mit dem Ergebnis einer Schwangerschaft wird dadurch natürlich zu einem glücklichen Zufall.

Ich nehme mal an, das Verhältnis der beiden war zu Beginn recht gut ?
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 26, 2017 9:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Was haltet ihr von den Aussagen, Anna hätte sich verräterisch verhalten?
Da ich mich noch nicht soooo intensiv mit ihr beschäftigt habe, weiß ich nicht, was da dran ist.

Neben der Kinderlosigkeit bzw. dem leichtsinnigen Verhalten der Königin, was angeblich zu Fehlgeburten geführt haben soll... soll auch das antifranzösische Verhalten Annas zu einer langen Eiszeit zwischen den königlichen Eheleuten geführt haben.
Ludwig XIII war (im 30jährigen Krieg?) auch gegen Spanien gezogen -- nur mal grob gesagt... wie genau das lief, weiß ich nicht... zumindest aber habe er Spanien den Krieg erklärt.
Anna war deshalb zutiefst verletzt und habe einen regen Briefverkehr (auch politisch) mit ihren spanischen Verwandten geführt.
Kardinal Richelieu habe sie wohl gar als Verräterin betituliert und das Kloster Val-de-Grâce (ihrem persönlichen Rückzugsort) durchsuchen lassen.
Angeblich sei Anna trotz erdrückender Beweise geradeso davongekommen, als ihre Schwangerschaft verkündet wurde.

Wie bekannt war denn ihr verräterisches Handeln wirklich? Sind das auch wieder nur Gerüchte oder hatte sich die Königin tatsächlich verräterisch verhalten?
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 26, 2017 9:53 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist bisher nichts dazu untergekommen. Ich habe mal eine Biographie über Richelieu gelesen, wo das auch angerissen wurde. Aber ich denke, dass Verräterei damals generell schwierig war. Die Armeen bewegten sich ja enorm langsam und Feldzugspläne bspw. zu verraten hätte wenig Sinn gehabt, da man den Feldzug stets extrem den gegenwärtigen Verhältnissen anpassen musste.

Frankreich und Spanien waren die beiden erbittertsten Rivalen und das nicht erst in der letzten, der längsten und vierten Phase des 30-jährigen Krieges. Auch zuvor hatten die Franzosen die Schweden in ihrem Kampf gegen die bayerisch-kaiserlich-spanischen Kräfte unterstützt. Das lässt sich bis in die Zeit des Jülicher Krieges zurückverfolgen, der erst durch die Ermordung von Henri IV abgeblasen wurde.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 26, 2017 10:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke dies beruht eher auf ihrer allgemeinen Unbeliebtheit am Hof. Zu erst von der Schwieermutter ins Abseits gedrängt und dann durch die Rivalität zu Richelieu. Den Kontakt zu Verwandten abzubrechen ist mehr als unlogisch, dadurch konnte so etwas jedoch sicher begründet werden. Denken wir nur einige Jahre später an Henriette von England oder Liselotte von der Pfalz.

Bemerkenswert ist ja übrigens diese späte Schwangerschaft. Da hatte Sie wirklich enormes Glück. Und dann beide Geburten ohne Komplikationen in dem Alter. Und dann noch als spätgebärende, Chapeau.
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"Ein Hofstaat ist eine Versammlung edler und vornehmer Bettler"

Talleyrand über den Hof Versailles
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Verfasst am: Mo Jun 26, 2017 10:06 pm    Titel: Ähnliche Themen

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