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Louis XIII
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Okt 19, 2010 7:50 am    Titel: Louis XIII Antworten mit Zitat

Mit diesem König haben wir uns hier noch nie beschäftigt, was ich schade finde.

Mal abgesehen von der bekannten Biografie (>> zur Bio bei wiki)...
... Wer war er ?
... Wie war er ?

Hat sich von euch schonmal jemand intensiver mit Louis XIII beschäftigt ?
Bekannt sind ja das schlechte Verhältnis zur Mutter, Maria von Medici, sowie die als unglücklich bezeichnete Beziehung zur Gattin, Königin Anna.


Auf wikipedia fand ich einen interessanten Satz:

wikipedia hat Folgendes geschrieben:
Ludwig wuchs fern vom Hof unter der Obhut der Madame de Mouglat und des Leibarztes Jean Héroard (1551–1628) auf. Letzterer führte ein genaues Tagebuch und hinterließ damit ein einzigartiges Dokument über die Prinzenerziehung aus einer Zeit, die kaum schriftliche Quellen über Kinder kennt.

Dieses Dokument würde ich ja zu gern lesen.
Kennt das rein zufällig jemand ?


Vor einiger Zeit hatte es mich mal genauer interessiert, warum der König so früh starb.
Ich kopiere mal die Diskussion aus dem Bourbonen-Forum:

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

Ich habe mich schon immer gefragt, woran König Louis XIII. eigentlich gestorben war.
Ich meine, es heißt immer, "nach langer Krankheit", und tatsächlich war er ja erst 41 Jahre alt, als er starb... doch wegen welcher Krankheit er starb, hab ich noch nirgends lesen können.
Auch im Buch "Königinnen und Mätressen" von Benedetta Craveri lässt sich nix Genaues finden. Hier heißt es ebenso, dass er nach langer Krankheit starb, dass man schon geraume Zeit vor seinem Tod erahnte, dass er nicht mehr lange leben würde.

Weiß jemand, woran Louis XIII. litt ?
Welche Krankheit zu seinem Tode führte ?


Princesse hat Folgendes geschrieben:

Im französischen Wiki hab ich folgendes gefunden:
Zitat:

Après six semaines de terribles coliques et vomissements, Louis XIII meurt le 14 mai 1643 (il meurt 33 ans jour pour jour après son père Henri IV, assassiné le 14 mai 1610), à 42 ans, d'un mal aujourd'hui identifié comme la maladie de Crohn. Il est toutefois probable que cette maladie chronique ne fit que l'affaiblir et que le coup de grâce lui est donné par son médecin, Bouvard, qui laisse le bilan de trente-quatre saignées, mille deux cents lavements et deux cent cinquante purges pratiquées sur le roi dans les deux dernières années de sa vie.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Louis_XIII_de_France#La_succession_du_roi

Demnach ist er nach sechs Wochen mit schlimmen Koliken und Übelkeit an einer Krankheit, wahrscheinlich Morbus Crohn ( http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Crohn ) verstorben. Es ist aber auch möglich dass er an den Behandlungsmethoden seines Arztes verstorben ist (Aderlässe etc)...


MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:

In der aktuellen PM-History wird erwähnt, dass Louis XIII wohl jahrelang an Tuberkulose litt.
Ich nehme mal stark an, dass er daran oder an deren Folgen schließlich auch verstarb.

Das widerspricht auch nicht dem, was Princesse oben schrieb, denn ich vermute, dass dies die Auswirkungen der Tuberkulose waren.


Mein großer Dank gilt Petit Trianon, der uns auf diese Zeitschrift aufmerksam machte Very Happy


Trianon hat Folgendes geschrieben:

Freut mich dass wir hier zumindest schon mal etwas Klarheit haben und jetzt wissen woran er womöglich gestorben ist. Der Dank gebührt eigentlich Princesse da sie das Thema im Versailles Forum angesprochen hat Wink


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Trianon
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BeitragVerfasst am: Di Okt 19, 2010 7:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm schwer zu sagen, ich hab ich eigentlich auch noch nie mit ihm beschäftigt - irgendwie wird er ja generell ein wenig stiefmütterlich behandelt.
Aber was man so liest wenn man was über seine Gattin oder seinen Sohn liest, hört sich ja nicht sehr sympathisch an. Vor allem wenn man sich die Behandlung seiner Ehefrau ansieht. Aber gut das ist natürlich eine einseitige Betrachtung und um da wirklich Meinungen bilden zu können, muss man sich einfach mehr mit ihm beschäftigen.

Übrigens - obwohl ihm ja nachgesagt wird er war homo- oder bisexuell - hatte er zwei "Mätressen". Wobei hier allerdings angenommen wird dass sie nur platonische Freundinnen gewesen sind. Zufall - eine davon hieß Louise (de la Fayette), mit der er auch sein "Kartenschloss" in Versailles besuchte und später lebte sie im Kloster.
Sie weißt also Ähnlichkeiten mit der ersten Mätresse seines Sohnes auf Wink
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prince d'amour
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BeitragVerfasst am: Di Okt 19, 2010 7:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mir sist er auch nur als Randfigur erschienen.
Sicher ist aber das es interessant wäre auch mehr über ihn zu erfahren.
In Filmen wird er als schwach dargestellt.

In wirklichkeit soll er fies gewesen sein, vorallem im Umgang mit seiner Frau, obwohl sie ihn liebte.
Als schwach würde ich ihn jedach nicht bezeichnen, aufgrund der stärke wie er seinen Bruder bekämpfte wenn dieser Intrigen spann.
Und so wurde auch Marie de Chevreuse oft von ihm vom hof verbannt, wegen Intrigenspinnerei.

Sie ist die einzige die mir bekannt ist, die mit ihm als Geliebte das Bett teilte.
Jedoch teilte auch ihr Mann das Bett mit ihm.

Sicher war es traurig für ihn das er seine Kinder nicht lange Erwachsen werden sah. Louis XIV: war ja erst 5 Jahre als sein Vater das Zeitliche segnete. Man sagte seinem 2 Sohn dem Herzog von Orleans nach das laster seines Vaters geerbt zu haben.
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Di Okt 19, 2010 7:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, bei ihm ist man sich ja nicht so sicher, welcher geschlechtlichen Seite er zugeneigt war.
Aber, ich glaube, so offiziell wie die Homosexualität bei seinem jüngeren Sohn Philippe, war dieses Gerücht beim König nicht, oder ?


Zur Beziehung zu Königin Anna hört man auch Diverses:
Ich hab mal gelesen, dass die beiden sich eigentlich recht gut verstanden.
Erst die lange Kinderlosigkeit brachte die Eiszeit herbei.

Wie äußerte sich denn eigentlich die schlechte Behandlung Annas durch den König ?
Gibt es da genauere Infos ?

Und dann kursiert ja das Gerücht, dass die beiden Kinder (Louis XIV und Philippe I d'Orléans) nicht vom König stammen sollen. Es heißt zumindest, dass er selbst davon ausging.
Das wäre dann natürlich auch nicht gerade förderlich für eine harmonische Ehe.

Ob an dem Gerücht was dran ist, wüsste ich gern.
Wahrscheinlich gehört das aber auch wieder ins Reich der Legenden.
Stellt euch mal vor, Louis XIV wäre nicht der Sohn von Louis XIII ! Dann wären alle späteren Könige gar keine "echten" Könige von Geburt gewesen...
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BeitragVerfasst am: Di Okt 19, 2010 8:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Ob an dem Gerücht was dran ist, wüsste ich gern.
Wahrscheinlich gehört das aber auch wieder ins Reich der Legenden.
Stellt euch mal vor, Louis XIV wäre nicht der Sohn von Louis XIII ! Dann wären alle späteren Könige gar keine "echten" Könige von Geburt gewesen...


Und Maria Theresia hätte ihre Tochter mit einem "Kuckucksei-Abkömmling" verheiratet - sie würde im Grab rotieren Laughing

Hm nein ich glaub nicht dass der König nicht der Vater war, immerhin war ja die Königin ebenso wie die Nachfolgerinnen eine komplett öffentliche Person, hätte damit also wohl so gut wie gar keine Gelegenheit zu einer Affäre gehabt. Und wenn - dann hätte der König bei diesem klatschsüchtigen Hof sicherlich was erfahren und wohl die Kinder nicht anerkannt...
Außerdem find ich ja die Geschichte so niedlich dass man ihn nicht erwarete und daher auch kein Bett für ihm da war. Daher musste er mit seiner Gattin das Bett teilen und daraus soll dann unser Sonnenkönig entstanden sein - richtig süß Mr. Green

Hm wie sich die schlechte Behandlung zeigte weiß ich aus dem Gedächtnis grad nicht, aber ich schau dann gleich nach - das interessiert mich jetzt nämlich auch brennend Wink

EDIT: Es scheint wirklich zu stimmen dass die Ehe eigentlich ganz harmonisch war. Als die Königin allerdings ihr Kind aus Leichtsinn verlor - sie war mit zwei Vertrauten durch den Thronsaal geschlittert, hingefallen und dadurch eine Fehlgeburt - änderte sich das Verhältnis gänzlich. Der König zeigte ihr ab sofort die kalte Schulter, behandelte sie sehr schroff und sprach nicht mehr viel mit ihr.
Außerdem entließ er die meisten ihrer Vertrauten und ließ sie bewachen um keine weiteren Dummheiten mehr zu begehen. Wobei man sagen muss dass Anna wohl in ihrer Jugend sehr sehr leichtsinnig war und so einiges anstellte.

In Königinnen & Mätressen wird erwähnt dass er sehr schüchtern war und wohl ähnlich wie später Ludwig XVI. zu dem Zeitpunkt - er war 15 - noch nicht reif genug für die Ehe war.
Des Weiteren soll er sogar Angst vor Frauen gehabt und einen Wiederwillen gegenüber körperlichen Beziehungen entwickelt haben. Auch soll seine eigene Beziehung zu seinem Vater sehr sehr schwer gewesen sein - hört sich nicht sehr rosig an...
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 1:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube das es jedem bekannt war, hatte er doch so viele "Favoriten".

Einer seiner Favoriten war der Herzog von Luynes.

Hier der Link von Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_d%E2%80%99Albert,_duc_de_Luynes

Auf anordnung des Königs wurde er mit Marie von Roahn-Montbazon verheiratet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Marie_de_Rohan-Montbazon,_duchesse_de_Chevreuse

Ich finde das sie eine Schlüsselfigur im Leben von Louis XIII und Anna war, wenn man das so sagen kann.

Wie schon gesagt teilte sie das Bett des Königs mit ihrem Mann zusammen. Heute würde man es sicher eine Dreiecksbeziehung nennen.

Sie wurde dann Hofdame Annas und als sie die bosheit des Königs in Bezung auf seine Frau richtig Realisierte wurde sie die Freundin Annas.

Anna hatte aber auch wirklich eine schlimme Position am Hof.
Soagr des Königs Mutter Maria von Medici beleidigte sie häufig.

Und als Anna das Kind durch Herumschlittern verlor war auch die Herzogin dabei.

Um auf das Thema Anna und keine Affäre zu kommen, Buckingham...
Ich kann mich nicht erinnern auf welchen Schloss es passierte aber es war wohl so das der König gerade im Krieg war oder gerade aufbrechen wollte und der Hof nicht in Paris sondern in auf einem anderen Schloss weilte. Dort soll es sich zugetragen haben das Anna kreischend und mit zerschlissener Kleidung aus dem Garten gerannt kam und jemand wollte Buckingham gesehen haben?
Weiß jemand mehr über diesen Vorfall?
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 1:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:
Um auf das Thema Anna und keine Affäre zu kommen, Buckingham...
Ich kann mich nicht erinnern auf welchen Schloss es passierte aber es war wohl so das der König gerade im Krieg war oder gerade aufbrechen wollte und der Hof nicht in Paris sondern in auf einem anderen Schloss weilte. Dort soll es sich zugetragen haben das Anna kreischend und mit zerschlissener Kleidung aus dem Garten gerannt kam und jemand wollte Buckingham gesehen haben?

Also ich seh da nicht unbedingt etwas Sexuelles - wer kommt denn nach einem Liebesspiel mit zerschlissener Kleidung und kreischend zurück? Da will man ja so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich lenken. Klar Gerede gibts bei so etwas immer, aber das klingt mM nach ein wenig merkwürdig. Aber zurück zum Thema Wink

Nun ja auch wenn der König Favoriten gehabt hat, muss das ja nicht zwangsläufig heißen dass er mit ihnen eine sexuelle Beziehung hatte, sondern einfach seine Freunde auszeichnete. Aber klar, möglich ist natürlich alles und der Verdacht erhärtet sich natürlich wenn es Favoriten gab...
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 2:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Kleiner Hinweis:
Zu Königin Anne gibt es nun einen eigenen Thread:

klick
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Verfasst am: Mi Okt 20, 2010 2:09 pm    Titel: Ähnliche Themen

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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 4:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Entschuldigt das ich das eventuell falsch rübergebracht habe.
Ich glaube auch nicht das im zusamnmenhang mit sex steht. Ich glaube nicht einaml das es überhaupt Buckingham war, sondern jemand anderes, sonst würde sie sicher nicht kreischen, ich hoffe ihr stimmt mir da zu.
Jedoch wurde es so von der Königinmutter aufgefast.

Ob es dazu einen Bericht im Internet darüber gibt weiß ich nicht.
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 9:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Prince:

Guck mal, was ich über deinem Beitrag geschrieben hatte:

MariaAntonia hat Folgendes geschrieben:
Kleiner Hinweis:
Zu Königin Anne gibt es nun einen eigenen Thread:

klick


In diesem Thread hier geht es um Louis XIII.
Danke Wink
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 20, 2010 10:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das habe ich erst danach gesehen, verzeih.
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BeitragVerfasst am: Do Okt 21, 2010 10:34 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das Bild Louis XIII ist leider nachhaltig negativ besetzt - vor allem ist die einzige Vorstellung die man sich von ihm macht durch Alexandre Dumas geprägt.
Und überhaupt was ist das für ein König, der seine gesamten Staatsgeschäfte lieber seinen Premier Ministern überlässt...


Letzteres war aber am französischen Hof absolut üblich und daher ist Louis XIV mit seinem Anspruch auch so ein Schock gewesen.


Louis XIII war ein künstlerisch außerordentlich begabter Mann, Louis XIV war es ja später nicht weniger - aber diese Seiten der Monarchen fallen bei der offiziellen Geschichtsschreibung gern unter den Tisch, weil man darin lange keine Bedeutung sah.

Louis XIII zeichnete professionell, lernte sogar bei Philippe de Champaigne.
Ebenso war er musikalisch hochbegabt, er komponierte - vieles davon ist erhalten und bemerkenswert modern für die damalige Zeit.

Z.B. das Ballet de la Merlaison, das 1635 aufgeführt wurde und bereits musikalisch Lully vorweg nimmt.
Louis XIII komponierte auch sehr viel geistliche Musik, Chansons und Cembalostücke.
Wieviel genau erhalten ist, habe ich noch nicht herausgefunden - aber die bisherigen Werke machen ihn zu einem sehr interessanten Komponisten des 17. Jh. ebenso wie Ferdinand III. und Leopold I. von Österreich.


Überhaupt war der Hof Louis XIII sehr farbenfroh, musisch und man begeisterte sich für Kunst.
Rubens wurde eingeladen um viele Werke zu schaffen, allerdings war Rubens auch Diplomat und Politiker und verscherzte sich die Gunst des Königs.

Louis XIII gründete auch das erste feststehende Orchester Europas, die 24 Violons du Roi, das den Grundstein für die europäische Orchesterkultur in Europa legte.
Zudem wählte er exellente Musiker aus, wie z.B. Anthoine Boesset, der zu seinem Lieblingsmusiker werden sollte.
Seine Leidenschaft für die Musik ist schon aus seinen Jugendtagen überliefert, so schrieb sein Arzt Jean Héroard:

"Er liebte die Musik, er hörte aufmerksam zu, ganz hingerissen und begeistert, er saß regungslos da und hörte den Stimmen und der Lautenmusik zu, man kann ihn nicht wegziehen, so aufmerksam ist er"

"Er hatte den Geiger Boileau und den Lautenspieler Indret bei sich, die während seiner Mahlzeiten und um sihn in den Schlaf zu wiegen spielten"


Louis XIII lernte Laute, Geige und Gesang, auch wenn der Tanz ihn wenig anzog, so übte sich der junge Dauphin doch oft in dieser Kunst.




Eine andere Seite des Königs ist seine Melancholie, seine Zurückgezogenheit und seine ständige Krankheiten. Er litt an Rheuma und anderen Gebrechen und durch die ständigen Schmerzen wurde er launisch und reizbar (das gleiche wie später bei seinem Sohn, als dieser älter wurde)
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BeitragVerfasst am: Di Jan 25, 2011 5:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Im Buch "Herrinnen des Louvre" von Sylvia Jurewitz-Freischmidt, wird auch etwas näher auf Ludwig XIII. eingegangen. Man erfährt von einer schrecklichen Kindheit bzw Behandlung während dieser. Sein Vater zeigt sowohl große Zuneigung, als auch Ablehnung gegenüber ihn - beide Elternteile lassen ihn teilweise auspeitschen!
Der Vater lacht über ihn wenn er spricht, da er stottert. Auch seine Sexualerziehung ist verstörend. Mit 3 Jahren zeigt er schon pantomimisch den Höflingen wie er seine spätere Ehefrau entjungfert. Zwei Jahre später erzählt er dass er mit seiner Amme geschlafen hat. Als weitere Bestrafungen für schlechtes Benehmen wurde ihm angedroht ihn zu entmannen!

Kein Wunder dass man bei einer solchen Erziehung später mit diesem Thema Probleme hat.
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BeitragVerfasst am: Di Jan 25, 2011 7:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Um Himmels Willen, das arme Kind !!! Shocked
Da verwundert es nicht, dass seine spätere Gattin Anne bei der Erziehung ihrer Kinder bewusst sanfter vorging.
Ihr war es wichtig, dass Bestrafungen human blieben und dass die Lehrer beim Bestrafen niemals den Respekt vor dem Prinzen vermissen ließen.
Sie hatte ja an ihrem Gatten ein gutes Beispiel, was bei einer schlechten oder groben Erziehung herauskommt.


Ich glaube, Maria von Medici war zudem eine schlechte Mutter für Ludwig XIII. Heißt es nicht, dass sie den jüngeren Sohn Gaston deutlich bevorzugte und diesen gern auf dem Thron gesehen hätte ?
Ludwig brauchte Jahre, um endlich seine Mutter und deren Machenschaften loszuwerden. Mindestens 1x verbannte er sie.

Mich würde allerdings brennend interessieren, WARUM Maria von Medici ihren Erstgeborenen offenbar verachtete.

Dass Henri IV schlecht mit seinem Sohn umging, habe ich allerdings noch nicht gelesen, daher verwundert mich die Aussage der Autorin.
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BeitragVerfasst am: Di Jan 25, 2011 9:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ich war auch ganz schockiert und musste noch einmal nachlesen ob ich mich beim Alter auch nicht verlesen habe - schrecklich!

Beim Lesen des Buches ist mir Maria mehr als unsympathisch geworden. Zwar hatte sie es auch nicht leicht und unter ihrem Mann gelitten, was sie dann aber bei ihrem Sohn gemacht hat - nicht die feine Art.
Nur um ihre eigene Regentschaft hinauszögern zu können den eigenen Sohn klein zu machen, die Beziehung zwischen Louis und Anne zu beeinträchtigen.
Kein Wunder dass sie teilweise schon mit Katharina von Medici verglichen wurde (es wurde auch gemunkelt sie würde vor Gift nicht zurückschrecken um Gaston auf den Thron zu bringen)

Louis hat wirklich lange Zeit gebraucht um sich endgültig von Maria zu lösen und mir tut es Leid dass es dazu gekommen ist. Er hat sie wohl wirklich geliebt bzw Zuneigung zu ihr gehabt - nannte sie liebevoll Maman Medici.
Warum sie Gaston so bevorzugte und scheinbar Louis nicht mochte - dazu kann ich nur Vermutungen anstellen. Vielleicht weil Gaston die Eigenschaften hatte die man lieber bei seinen Kindern sehen möchte (gutes Aussehen, Charme, Witz) als die von Louis (Stottern, Scheu...)? Vielleicht war er ihrer Meinung dadurch besser für das Amt geeignet? Andererseits war er auch jünger als Louis, Maria wäre also wieder länger Regentin gewesen...
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