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Philippe I. de Bourbon - Bruder des Sonnenkönigs
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    MARIE ANTOINETTE - Forum Foren-Übersicht -> Die Bourbonen - Marie Antoinettes französische Familie
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 6:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wir könnten aber einen passenden Thread dazu eröffnen. Wink
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Antoinette
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 8:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt wohl :)
wollte aber auch eigentlich nur unterstreichen, dass Monsieur Monsieur einen schon recht ähnlichen Paradiesvogel-Vorgänger hatte, bei dem man auch nicht so wirklich sicher sein kann was seine Neigungen anging. Bei Henri zumindest auf die Sexualität bezogen
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Duc de Berry
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 10:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

eine Maitresse zu haben, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man mit ihr auch ins Bett ging.
Der Status einer "Maitresse" am Hofe war nicht unbedingt gleichzusetzen mit „Betthäschen“. Die Übersetzung von Maitresse ins Deutsche zur „Geliebten“ ist falsch.
Maitresse bedeutet „Herrin“ oder „Meisterin“ Maitresse ist keinesfalls gleichzusetzen mit einer Konkubine, was in der Tat „Beischläferin“ meint.
Zumal die Herrschaften auch mit genügend Damen ins Bett stiegen, die niemals als Maitresse anerkannt wurden. Maitresse bedeutet hier in der Tat eine Art „Hofamt“.
Da dies zum guten Ton gehörte musste Philippe eine Maitresse haben – ob er dies wollte oder nicht. Die Herren von Stand suchten sich diese Damen nach Rang und Unterhaltungswert aus – denn das war die erste Aufgabe der Maitresse, zu unterhalten. Im Gegenzug wurde sie entsprechend bezahlt. Es gibt eine ganze Reihe von Beispielen in denen Maitressen nur die Position bei Hofe inne hatten, mehr aber auch nicht.
Bei den Landgrafen von Hessen-Kassel gibt es solche Beispiele.

Existiert eine allgemein bekannte sexuelle Beziehung, dann spricht man von Favoritin.
Und eine weibliche Favoritin ist bei Philippe nie genannt worden, zumindest nicht in der Literatur die kenne – im Gegenteil, hier taucht immer wieder der Name „Chevalier de Lorraine“ auf. Ebenso tauchen Begrifflichkeiten wie "Sodomie" in Bezug zum Herzog sehr häufig auf - dies meinte damals allerdings Homosexualität.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 10:23 am    Titel: Antworten mit Zitat

eliasdo hat Folgendes geschrieben:
Darüber hinaus gibt es ja auch viele Berichte über einen gewissen "In-Status" (ich weiss nicht genau zu welcher Zeit es von Louis XIV. war), in der es fast eine Art Mode wurde und sich sogar eine Gruppe Höflinge zusammentat, die "den Frauen abschwor". Da müsste ich nochmal nachlesen, wann und wer das war.

Da fällt mir der Fünfakter "Sodom" ein, den zumindest Daniel Defoe noch als ein Werk des berühmten 2. Earl of Rochester ansah.

Ansonsten musste ich noch an diese jungen Adeligen denken, die doch empfindlich bestraft wurden, weil sie angeblich beabsichtigt hatten den jungen König (Louis XV) zu homosexuellen Ausschweifungen zu verleiten bzw. zumindest als Vorbild für denselben hätten dienen können.

Das mit den Ohringen von Henri III finde ich aber ein bisschen weit hergeholt. Ohrringe sieht man zu der Zeit eigentlich immer wieder auf Herrenporträts. Das scheint damals einfach Mode gewesen zu sein.
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Ein Präsident kann doch mehr ausrichten als ein Amtmann. (Aus "Gustav Aldermann" F.T. Hase 1779)
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 10:30 am    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, dass mit den Ohrringen ist nicht weit hergeholt. Klar gabs ohrringe aber die art derer ist ja auch ein wenig programm. Und klar war es eine mode, anjou machte es ja allen vor, nicht nur seinen mignons
Laut den Zeitzeugen trug er gerne femininen Schmuck, Kleider, schminkte sich über die Maßen etc , auch bei offiziellen Anlässen. Diese feminine Art ist auf sehr vielen Bildern belegt. Sie stechen sofort von anderen Darstellungen von ihm heraus. Anderntags war er genau das Gegenteil...

Nun aber genug Henri III hier, bevor ich ärger bekomme...wir sind ja bei Philippe I. d'Orléans :) !!!!
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Antoinette
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 4:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

In diesem Sinne mal ein Bild von Philippe:

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Antoinette
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Verfasst am: Mi Jan 16, 2013 4:35 pm    Titel: Ähnliche Themen

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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 5:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Auf jeden Fall kann Philippe einem schon sehr leid tun. Nie wollte er seinem Bruder etwas böses und der hält ihn von allem fern, falls er doch einmal auf die Idee kommen sollte nach der Macht zu greifen.

Insbesondere als er sich taktisch als gar nicht mal so schlechter Feldherr herausstellte... danach gestattete Louis ihm ja sogar nie wieder ein Kommando. Andererseits unternahm der König nie wirklich etwas gegen die sündigen Homosexuellen Höflinge, da er ja wusste, dass er dann seinen eigenen Bruder auch hätte bestrafen müssen.

Ein Paradiesvogel war er allemal, das steht ausser Frage. Schade dass er meist ausschließlich darauf (Vatel & Co.) reduziert wird. Da in ihm doch - meines Erachtens nach - eine ziemliche Persönlichkeit steckte.

Schön sind die Berichte und Briefe zu lesen, wie er sich richtung Ende seines Lebens mit seiner Frau Liselotte arrangiert, man zusammen lacht, sich spaßig neckt und ironisch beleidigt. Das macht ihn - im Gegensatz zu seinem Bruder - so sehr menschlich.

In meinen Augen ist eine seiner absoluten Glanzleistungen – ok, neben der Zeugung seiner Tochter Élisabeth Charlotte, ohne die wir dieses Forum ja eigentlich gar nicht benötigen würden. Er sollte hier als französischer Vorfahre von MA eigentlich an sich und im Besonderen ein viel viel größeres Threadthema sein und nicht nur seine sexuelle Orientierung Wink – der Ausbau des Château de Saint-Cloud, das im Oktober 1658 (noch als Maison de St. Clou) durch Mazarin für ihn von Barthélmy Hervat erworben wurde.

Hier ein Kupferstich von Silvestre mit der Maison de Hervat/ de St. Clou, wie Philippe sie übernahm:


und wie Monsieur das geschichtsträchtige Anwesen zum Château erweiterte:


Auch hier soll ja laut Berichten ein homoerotischer Zwischenfall der Auslöser für den Kauf gewesen sein. Eine ausschweifende "gemischte" Karfreitags-Orgie mit blasphemischen Zügen (man taufte spaßeshalber ein Schwein oder ähnlich) unter Federführung des Neffen von Mazarin.
Philippe war ebenfalls beteiligt. Es heißt, dass Anne d'Autriche und Mazarin den jüngsten nach diesem echten Skandal am Hof aus der Schusslinie bringen und ihn von der "sodomie" ablenken wollten und ihm deshalb des außerhalb liegende Anwesen Saint-Cloud für eine Summe zwischen 240.000 Livres und 331.548 Livres kaufte, da man wusste, das er einen faible für die Ausgestaltung hatte.

Ich finde er hat es - wenn auch nicht sofort mit dem Gebäude beginnend - wirklich stilvoll umgesetzt! Geschmack hatte er auf jeden Fall! Schade, dass wir uns diesen heute nur noch auf alten Fotos und Stichen anschauen können.[/img]
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2013 3:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Auf jeden Fall kann Philippe einem schon sehr leid tun. Nie wollte er seinem Bruder etwas böses und der hält ihn von allem fern, falls er doch einmal auf die Idee kommen sollte nach der Macht zu greifen.

Insbesondere als er sich taktisch als gar nicht mal so schlechter Feldherr herausstellte... danach gestattete Louis ihm ja sogar nie wieder ein Kommando.
Ja, das finde ich auch schade, dass Philipp nie die Möglichkeit gehabt hat, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Kein Wunder, dass er dann einen etwas anstößigen (nach damaligen Begriffen) Lebenswandel geführt hat.

Hübsch finde ich ihn nicht Wink - doch auch er ist 2x verheiratet gewesen, 1x mit Henriette von England und 1x mit Liselotte von der Pfalz.

Henriette und Liselotte sind auch - entfernt - verwandt gewesen. Doch wie genau, das wäre einen eigenen Thread wert. Hmm.

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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2013 3:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

prince d'amour hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht wollte oder brauchte er abwechslung.
Das war ja auch bei seinem Vater so.
Man beachte Marie de Chevreuse und ihren Ehemann die ja anscheinend zur gleichen Zeit die Gunst des Königs besaßen in jegwelcher beziehung love ...

Ich finde er ist allgemein ein schwererer Charakter als Ludwig XIV sebst.


jegwelcher ? was ist das für ein wort ? das gibt es nicht. es muss heißen: in jeglicher beziehung.
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eliasdo
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2013 4:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist sogar ein recht altes Wort mit selbiger Bedeutung... Wenn man denn nicht träumt und es auch richtig schreibt: JEDWEDER Art, Form und Farbe (zB). Jedweder muss es natürlich heissen... Das wird nicht mehr oft benutzt, ganz selten findet man es noch. In alten Bücher jedoch häufiger... Jetzt frag mich aber nicht warum ich es an dieser stelle so getippt hab... Wahrscheinlich weil ich aufhören muss auf der Arbeit, zwischendurch, neben wichtigen und stressigen Projekten hier im Forum herum zu stöbern... :)
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Zuletzt bearbeitet von eliasdo am So Jan 20, 2013 11:36 am, insgesamt einmal bearbeitet
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2013 5:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Johanna Gabriela, ich fände es weit angenehmer, wenn du nicht ständig auf Fehler anderer hinweisen würdest.
Wir sind hier kein Grammatikforum und manch eine/r ist vielleicht auf diesem Gebiet nicht der/die Beste und muss das obendrein auch gar nicht sein.
Wichtig ist, dass ein Beitrag Inhalt enthält und verständlich ist.

Ich bitte ich dich, sowas zukünftig zu unterlassen. Danke.
Wie du siehst, gibt es dieses Wort sogar, also war der Beitrag zudem noch falsch.
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Johanna_Gabriela
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BeitragVerfasst am: So Jan 20, 2013 10:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@elias

Geht in Ordnung.

@MariaAntonia

Geht in Ordnung. Werde mich in Zukunft daran halten und versuchen, aus meinen Fehlern zu lernen bzw. die Fehler der anderen zu akzeptieren. Embarassed

-

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Armer Philipp von Orleans. Er hätte König von Frankreich werden können, wenn er seinen Bruder überlebt hätte.

Philipp I. das klingt doch gut, oder. Wink
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