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Frisuren, Haarmode
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Baron de Batz
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Beiträge: 99
Wohnort: im Untergrund

BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 2:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi

Ich meine auch, dass es im Fall von Marie-Antoinette die echten Haare waren ( die dann bei bedarf durch Haarteile verstärkt wurden)....Sie wurden straff über ein Roßhaarkissen gezogen oder mit Gaze 'gefüllt'...und mit Pomade und Haarnadeln befestigt ...... dann eben dekoriert .......Hinten wurde ein Zopf geflochten und hochgebunden ....der sogenannte "Cadogan" ....

Man sieht das auch deutlich bei den grossen Marmorbüsten von ihr 1781 bzw. 1784 von Boizot....

Ich habe mal gelesen, dass Marie-Antoinette nach irgendeiner Schwangerschaft sehr unter Haarausfall litt und die Haare gekürzt werden mussten ....was zur Folge hatte, dass kurze Zeit später der gesamte Hof "der neuen Mode" folgte und es der Königin gleichtat.... na ja, so richtig glauben kann ich es nicht, aber vorstellen allemal ! Smile

Lg
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Brissotin
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Anmeldedatum: 10.03.2008
Beiträge: 898
Wohnort: VÖ

BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 2:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, ein schöner Beitrag!
Baron de Batz hat Folgendes geschrieben:

Man sieht das auch deutlich bei den grossen Marmorbüsten von ihr 1781 bzw. 1784 von Boizot....

Ja Büsten finde ich auch immer wieder wegen der Frisuren interessant, weil man bei ihnen rundum gehen kann und etwas sieht, was gewöhnlich auf Porträts verdeckt bleibt oder nur durch einen Spiegel im Hintergrund, wie bei dem berühmten Porträt der Pompadour von Boucher, zu sehen ist.

Die Anekdote mit der Kürzung der Haare kann ich mir auch gut vorstellen. Ich meine, die Menschen bei Hofe und besonders die Damen hatten täglich den Blick fast nur auf die Königin ausgerichtet, kein Wunder, dass man sich stets an ihr orientierte, vielleicht sogar wenn man sie nicht unbedingt mochte.

Ich nehme an, dass sich die Frisuren der Damen einfach öfter änderten, da sie eher dem Wandel der Mode folgten. Daher waren sie sicherlich eher dazu gezwungen, die Haare wachsen zu lassen.

Bei vielen Herren hingegen blieb die Frisur über einige Dekaden gleich. Das ist mir bei einige Porträts des Herzogs Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld und Selbstporträts von Anton von Maron aufgefallen. Einige behielten eine altmodische Frisur über 30 Jahre und mehr, will mir scheinen.
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Trianon
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Beiträge: 5788
Wohnort: Montreuil

BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 2:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

also dass die damen am hofe ihre mode und frisuren deren der königin anpassten ist irgendwie klar, sie wollten sie so gut wie möglich nachahmen, immerhin ist sie ja die erste dame des landes...
_________________
"Die ehemalige Prinzessin mit ihrem verschleierten Blick, der den Himmel zu suchen schien, und ihrem sanftem Lächeln,
glich einer vom Paradiese herabgestiegenen Heiligen."

Henri Sanson über Mme Élisabeth
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Lolo
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 3:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit dem Haarausfall habe ich auch schon des öfteren gelesen. Angeblich soll Leonard MA dann eine "Kurzhaarfrisur" verpasst haben. Er nannte sie "à l'enfant" und sie soll wohl ein grosser Erfolg gewesen sein.

Zitat:
Einige behielten eine altmodische Frisur über 30 Jahre und mehr, will mir scheinen.


Das gibt es ja heute auch noch, viele Muttis von heute tragen immer noch die Dauerwelle, die sie als Teenager in den 80ern trugen. rofl Und werden sie noch lange tragen. Meistens ist ein bestimmter Stil aus der Jugend prägend für das ganze Leben. Und wenn ich an die Queen denke, die ist ja ein Paradebeispiel für Hartnäckigkeit! :zwinker



Lolo
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Soiree
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Beiträge: 210
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 4:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Brissotin hat Folgendes geschrieben:

1. Keine Ahnung. Das ist eine gute Frage. Wenn man sie nicht pudern brauchte, brauchte man sie eigentlich nicht waschen, wenn man sie wusch wurde sie zwangsläufig ja mit der Zeit anfälliger für Beschädigungen.

2. Ich nehme das Puder auch ohne Pomade, weil es bei einem Pomadenversuch von uns fast garnicht hielt. Aber ich mache mir auch nichts daraus, dass sich das Puder auf dem Haarbeutel oder auf den Schultern verteilt, man sieht es ja auch auf den zeitgenössischen Gemälden.

Ich denke das Pudern von Perücken war nicht so einfach, eben wegen der nötigen Pomade. Die Perücke hat ja kein eigenes Fett wie unsere eigenen Haare. Das wäre für mich eine Erklärung, dass nicht häufig die Originalperücken gepudert sind. Dennoch kommt Haarpomade in den Primärquellen immer wieder vor, kam also zur Anwendung.


1. Eben, das dachte ich mir auch, sie werden vom Waschen ja keinesfalls besser, die wenigen erhaltenen Perücken, die ich kenne, sind vermutlich auch aus genau diesem Grund aus hellem Haar gefertigt.
Leider habe ich damals die Ausstellung zu diesem Thema nicht gesehen, aber es gibt dazu auch ein Buch, hab ich gesehen:
http://www.amazon.de/Lockenpracht-Herrschermacht-Jochen-Luckhardt/dp/3733803442

2. Auch wenn das nachhaltig den Stoffen, insbesondere der Seide schaden kann, wenn man sieht, daß mancher Justaucorps/Habit im Schulterbereich regelrecht zerschlissen ist, wird vermutlich an der Kombination Puder und Pomade liegen, aber auch die Bourse trug vermutlich dazu bei, indem sie dort den Stoff mit der Zeit einfach mürbe gerieben hat.

Nun, was die Herren betrifft, so ist es nur logisch und erklärlich, daß viele von ihnen ab einem gewissen Alter einfach der mangelnden Haarpracht wegen zur Perücke greifen mußten, während die Damen bei den meisten Schwangerschaften doch eher einen Zahn denn Haare lassen mußten :zwinker


Zuletzt bearbeitet von Soiree am Do März 13, 2008 4:58 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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MariaAntonia
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 4:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich gerade gefragt, wieviele Stunden MA wohl für ihre berühmten Frisurentürme stillsitzen musste, ehe die "haarigen Kunstwerke" vollendet waren eh
Wenn ich nur an diese Schiffs-Frisur denke...

Kann man irgendwo nachlesen, welchen Aufwand und welche Zeit diese Frisuren in Anspruch genommen haben ?
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Soiree hat Folgendes geschrieben:


Eben, das dachte ich mir auch, sie werden vom Waschen ja keinesfalls besser, die wenigen erhaltenen Perücken, die ich kenne, sind vermutlich auch aus genau diesem Grund aus hellem Haar gefertigt.
Leider habe ich damals die Ausstellung zu diesem Thema nicht gesehen, aber es gibt dazu auch ein Buch, hab ich gesehen:
http://www.amazon.de/Lockenpracht-Herrschermacht-Jochen-Luckhardt/dp/3733803442

Ich habe den Katalog, der sehr interessant ist, da er einen sehr großen Teil der auf Europa verstreuten Originalperücken zusammen trägt. Unter ihnen gibt es sowohl Graue, als auch Braune, Blonde, aber die meisten gehen sehr ins Weiß.
Primär geht es zwar, wie der Titel des Buches nahelegt um Herrenperücken, es ist aber auch die Damenperücke aus München dabei, welche in letzter Zeit in einer Sonderausstellung im Bayerischen Nationalmuseum sogar ausgestellt war.
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Soiree
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das kommt wohl ganz darauf an, wie geschickt der Coiffeur war Wink
Nun ja, eine "normale" Hochsteckfrisur dauert, wenn sie halten soll, schon mal locker eine Stunde oder länger, wie gesagt, je nach Geschicklichkeit und Aufwand, so pauschal läßt sich das wohl nicht sagen...
Ich habe meine Haare auch schon in 15 Minuten halbwegs kunstvoll hochgesteckt bekommen, aber so richtig schön ist das dann natürlich auch nicht gerade unsicher
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Verfasst am: Do März 13, 2008 5:03 pm    Titel: Ähnliche Themen

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Soiree
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Brissotin hat Folgendes geschrieben:

Primär geht es zwar, wie der Titel des Buches nahelegt um Herrenperücken, es ist aber auch die Damenperücke aus München dabei, welche in letzter Zeit in einer Sonderausstellung im Bayerischen Nationalmuseum sogar ausgestellt war.


Ja, ich weiß schon welche du meinst, die gefiel mir sehr, vielleicht kann mir meine Zofe die demnächst mal so frisieren, ich allein bekomme das so nicht hin.
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Soiree hat Folgendes geschrieben:


Ja, ich weiß schon welche du meinst, die gefiel mir sehr, vielleicht kann mir meine Zofe die demnächst mal so frisieren, ich allein bekomme das so nicht hin.

Ich fand sie eigentlich recht schlicht. Ich glaube sie ist aus den 1760ern, aber bei den Originalen ist ja, gerade bei den richtig alten, das Problem, dass sie so beschädigt sind, dass man kaum erkennen kann, wie sie in ihren guten Tagen ausschauten.
Die schöne angebliche Allongeperücke in Nürnberg im Germ. Nationalmuseum sieht z.B. eher aus wie ein Wischmopp und hat fast völlig die Form verloren, da gerade hinten die Haare abgerissen sind oder nur fragmenthaft dran hängen.
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Soiree
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Brissotin hat Folgendes geschrieben:

Ich fand sie eigentlich recht schlicht. Ich glaube sie ist aus den 1760ern, aber bei den Originalen ist ja, gerade bei den richtig alten, das Problem, dass sie so beschädigt sind, dass man kaum erkennen kann, wie sie in ihren guten Tagen ausschauten.
Die schöne angebliche Allongeperücke in Nürnberg im Germ. Nationalmuseum sieht z.B. eher aus wie ein Wischmopp und hat fast völlig die Form verloren, da gerade hinten die Haare abgerissen sind oder nur fragmenthaft dran hängen.


Ja, schlicht ist sie, ich bekomm sie aber trotzdem ohne Hilfe so nicht hin, allein die Locken sind schon schwierig, da ist eben die Länge wieder ungünstig, den oberen Teil der Haare muß ich ja irgendwo lassen, denn komplett aufrollen und dann feststecken kann man so lange Haare nicht mal eben!

Oha, Wischmopp?! :\
Ist die Ausstellung denn noch irgendwo zu sehen? Interessiert mich ja schon...
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Brissotin
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Soiree hat Folgendes geschrieben:

Ist die Ausstellung denn noch irgendwo zu sehen? Interessiert mich ja schon...

Welche meinst Du? Die aus München oder die aus Braunschweig?
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Soiree
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 5:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Brissotin hat Folgendes geschrieben:
Soiree hat Folgendes geschrieben:

Ist die Ausstellung denn noch irgendwo zu sehen? Interessiert mich ja schon...

Welche meinst Du? Die aus München oder die aus Braunschweig?


Öhm, keine Ahnung, waren die denn verschieden??
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Cécile
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 7:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Soiree:
Der Wischmopp ist in Nürnberg im germanischen Nationalmuseum in der Dauerausstellung zu sehen - unbedingt mal hingehen, wenn du in der Gegen bist!!
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Soiree
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 8:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Cécile hat Folgendes geschrieben:
@Soiree:
Der Wischmopp ist in Nürnberg im germanischen Nationalmuseum in der Dauerausstellung zu sehen - unbedingt mal hingehen, wenn du in der Gegen bist!!


:smt003
Hach, nach Nürnberg verschlägt es mich ja leider nicht so oft, aber fürs nächste Mal gut zu wissen! yes
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